Eine Nacht waren wir zusammengetränkt in einer Zelle Stehend.
Wir konnten nicht liegen oder schlafen.
Am nächsten Tag wurden wir verraten auf Lassdorf, zugedeckt mit Planen.
Bei Losdorf wurden wir angegriffen von Tieflieger.
Die haben uns mit dumm, dumm Geschosse beschossen und da waren sehr viele Tote.
Und da war einer dabei, der auch als KZ-Häftling aus Auschwitz, der auch schon ein Kappau war.
Wir haben jetzt seinen Namen vergessen, einen aus Bayern.
Er ist erwähnt in Hermann Langmann, sein Auschwitzprozess.
Und der hat dann die gleich geholfen, die schwer verletzten, super Sorgen usw.
Ich habe mir einen Koffer gehabt und dann habe ich so drübergehalten.
Zum Glück ist es um sich passiert, aber es sind schreckliche Zustände.
Ein Teil ist geflüchtet, den haben wir so wieder erwischt.
Wir wurden dann nach Melk transportiert und da haben wir die ersten Häftlinge gesehen, wie die von der Arbeit gekommen sind.
Und wir mussten dort auch eine Nacht übernachten.
Da haben wir alles genommen, ich habe bei mir ein Schach gehabt und eine Uhr von meinem Vater.
Und ein Foto von ihm, das haben wir weggenommen.
Und am nächsten Tag haben sie uns zum Bahnhof getrieben, auch die schwer verletzten, offene Wunden usw.
Und da geht man ja eine Anhöhe auf und da hat uns ein SS-Mann eine Predigt gehalten.
Eure Brüder haben euch beschossen und so weiter, haben aber gleich herausgeholt diese Fallschirmspringer.
Ich glaube, die sind gleich umgebracht worden.
Weil die haben wir nie wieder gesehen, waren auch ganz junge dabei.
Und da wurden wir dann alles ausziehen. Zuerst hat dann jeden abgefragt, warum er eingesperrt ist, warum er verauftet worden ist.
Wir haben gesagt, wir haben gespendet, die kann ja nicht sagen, ob er funktioniert, sondern ja.
Aber einer hat gesagt, er ist Kommunist.
Er hat sich extra die Handsvoll geholt, der SS-Mann und hat dem ganz abgeworfen, dass er so gescholen ist.
Er war ein Lehrer, Ulharika der Kirschen. Und dann haben sie täglich Brüdern wollen.
Aber wir haben ihm dann versteckt immer, wann der Kommunist oder ihm immer gesucht.
Wir waren in einer großen Baracke zusammen und da war auch der Mamedov, der Russe.
Der hat uns aufgerichtet, der hat viel Beirge getragen, das war da auch.
Und da war die Episode, wie lange das gedauert hat, bis wir Kleider bekommen haben, weiß ich nicht.
Und die erste Suppe.
Weiß ich auch nicht mehr.
Eine Ewigkeit hat das gedauert, dass man nackt, nicht mehr nebeneinander gelegen sind, abbritschen und so weiter.
Die erste Zeit mussten wir auch in Mauthausen arbeiten, dass wir noch irgendwann Sand führen von einer Grube, die unterhalb war.
Und dann dargeschlicht.
Und dann, vor lauter Hunger, habe ich mich dann gemeldet, ich möchte in Außenkommando arbeiten.
Da haben sie mich dann noch am Städtentempert reportiert.
Am Städten war es sehr schwer, weil da war auch fast nichts zum Essen.
Und da habe ich ja diese Halssensur bekommen.
Und da ist die Episode, wo ich den Lokführer nachgelaufen bin um Heißes Wasser.
Und der Lokführer habe ich ja sucht um Heißes Wasser und dann hat mich der Fall gesagt, du musst essen, du musst essen.
Da war nur ein Rübschnitzel, furchtbar.
Da bin ich ja meine drunter.
Da kann man drüber laufen, oder?
Weinen und Lachen, so gleich.
Und der hat mal Wasser gegeben von den Tenden, und da habe ich irgendwie das weggekriegt.
Ich habe da an der Halsschicht geklappt.
Die am Flettner Bevölkerung hat mich sehr schäbig genommen.
Wenn wir da marschiert sind von unserem Wager ins Bahnhof zum Zerstörten, haben sie immer weggeschaut und so weiter.
Aber im Gegenteil, wie wir nach Emsi reportiert worden sind, und da haben wir einmal aussteigen müssen,
ich weiß nicht mehr, wie man das gesagt hat.
Da wollten uns die Leute was zum Essen geben, haben sie es weggetenkt.
Und das waren die Volkssturmleute aus Rumänien.
Das waren die Ärzten, die diese Volksstatschen, die haben sich am Ärzten genommen.
Den Sonntag vorher war schon der Tod von Hitler bekannt.
Das haben wir auch erfahren.
Dass die SS uns rauslassen hat, und dass wir einen Spaziergeln machen können.
Wir nehmen Kacetta, ein Wiese usw. und dann ausgetrocknetes Flussbett.
Und die ausgehundenen Ukrainer und die haben sogar tote Fische und verfallte Kartoffeln.
Die sind eh nicht zugrund gegangen.
Die Françosen waren gescheitert.
Die haben nur die grünen Pflanzen, also die Löwenzahn und was sollte da rauskommen.
Und wir haben von den Kiefern das Grüne gegessen.
Die Triebe von den Kiefern und von den Nahrbäumen.
Die Lagerverwaltung hat uns alle in den Stollen treiben und den Stollen in den Luft springen.
Und da war ich einmal im Waschraum.
Der ist dort neben der Baracke.
Dort ist ein Teich und da war ein Waschraum.
Und da hat mich einer angesprochen.
Ich habe dann seinen Namen erfahren, der Abathas.
Der war dann, ist ein gebürtiger Ungar.
Der war aber in der österreichischen Partei.
Nach dem Krieg habe ich ihn einmal gesehen.
Und der hat gesagt, geht es ja nicht in den Stollen.
Wir sollen das ablernen.
Und der Kuhn, den musste man beim Appell schon stützen.
Der hat den Durchfall gehabt.
Der war schon im Krankenrevier.
Aber die letzten Tage waren schon bitterböse.
Da waren sie schon in Delirium vor Hunger.
Aber vorher war ich noch in der Spitalsbaracke.
Und dort waren auch Eisenbahnen aus Stadlau.
Dort war der Leo Kuhn.
Ich habe dem gesagt, ich gehe jetzt fort.
Die bleiben immer da.
Die haben ja alle mit einem Gschimpft,
wenn ich nicht gewartet habe, auf einem Abstandsbord.
Die anderen sind dann mit einem Transport nach Wien.
Ich habe nicht gewartet.
Ich habe mich selbst nicht gemalt.
Das war ein großes Risiko.
Der Mensch ist halt der Freiheitstrand.
