Maria Saharova zur UN-Resolution zum Giftgasangriff in Syrien.
Das ist Colin Powell und das Teströhrchen Version 2.
Colin Powell war Viersterne-General der US-Streitkräfte und Außenminister der Vereinigten Staaten von 2001 bis 2005.
Am 5. Februar 2003 setzte er sich vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen,
UNSC, für den Sturz des damaligen irakischen Staatsoberhauptes Saddam Hussein ein,
da dieser in Besitz von Massenvernichtungswaffen sei.
Als angeblicher Beweis diente unter anderem ein Teströhrchen,
in dem die biologische Waffe Antrags aufbewahrt werden könne.
Diese Behauptung Powell zwar schließlich ausschlaggebend für den militärischen Angriff einer sogenannten Koalition der Willigen
und der US-Führung auf den Irak, was zu massiven Kriegsverbrechen wie Zerstörung des Landes
und allein bis 2006 zu über eine halben Million zivilen Todesopfern führte.
Im Jahr 2005 bedauerte Powell in einem Fernsehinterview den Weltsicherheitsrat mit später als falsch erkannten Tatsachenbehauptungen überzeugt zu haben.
Er selber bezeichnete das als einen Schandfleck in seiner Karriere.
Die maßgebliche Teströhrchen-Version II bezieht sich auf eine Unuresolution,
welche die USA, Großbritannien und Frankreich, kaum einen Tag nach dem vermeintlichen Giftgasangriff in Syrien dem Sicherheitsrat vorlegte.
Demnach stecke der syrische Präsident Bashar al-Assad hinter dem mutmaßlichen Giftgasangriff auf sein Volk,
wie für zahlreiche westliche Politiker wie Donald Trump, François Hollande oder Außenminister Boris Johnson vom ersten Tag an klar war.
Russland jedoch sah zu diesem Zeitpunkt keinen besonderen Bedarf an die Resolution anzunehmen.
Diese sei überhaupt nicht geprüft, hastig vorbereitet und nicht gründlich, so Russlands stellvertretende Unobotschafter Vladimir Safronkov.
Angela Merkel kritisierte Russland wegen der Blockade scharf.
Ohne Moskau direkt zu nennen, sagte sie wörtlich, es ist eine Schande, dass keine Sicherheitsratsresolution zustande kommt.
Und hier müssen gerade diejenigen, die sich verweigern, überlegen, welche Verantwortung sie damit auf sich nehmen.
Daraufhin hat sich die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sakharova zu Wort gemeldet.
Am 5. April antwortete sie auf die Fragen an der Reporterin des US-amerikanischen Medienkonzerns CBS
und bezog dabei Stellung zu den Vorwürfen wie der Unobotschafterin der USA. Russland hätte kein Interesse am Frieden.
Warum wird der vermeintliche Giftgasangriff nicht von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen, OPCW, vor Ort untersucht,
bevor es zu einer sofortigen politischen Bewertung kommt und eine Schlussfolgerung gezogen wird?
Warum wird Russland beschuldigt, nicht konstruktiv zusammenzuarbeiten, obwohl keiner zuhört, wenn Russland sagt, schicken wir doch die Experten los?
Auch wieder legt Sakharova den Einwand der CBS- Reporterin, dass es für eine Expertengruppe zu gefährlich sei, vor Ort zu arbeiten.
Schließlich seien die vom Westen unterstützten sogenannten gemäßigten Rebellen vor Ort und die syrische Regierung halte eine internationale Untersuchung für ein Muss.
Wenn es schon gefährlich sei, dorthin zu gehen, warum würden dann gefährliche Entscheidungen ohne Untersuchung auf absolut gefälschten Grundlagen getroffen?
Sakharova stellte die Glaubwürdigkeit der Organisation der Weishelme in Frage, von der die Informationen und das Bildmaterial über den mutmaßlichen Giftgasangriff ausschließlich stammten.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums endete mit den Worten, dass die UNO-Resolution vollständig auf falschen Informationen basiere und somit Colin Powell und dem Teströhrchen gleichkomme, deshalb Version 2.
Auch dies werde später bereut werden.
Leider werden solche Stellungnahmen der russischen Seite oft der Propaganda bezichtigt und der westlichen Öffentlichkeit vorenthalten, so Sakharova.
Deshalb, liebe Zuschauer, nehmen Sie sich die folgenden gut 8 Minuten Zeit, sich die Stellungnahme Sakharovas bis zum Ende anzuhören und verbreiten Sie diese Sendung weiter, damit auch diese Seite das westliche Publikum erreichen wird.
Über massivste Ungereimtheiten wie der syrische Präsident Baja al-Assad innerhalb weniger Minuten, anhand höchst fragwürdiger Hinweise und ohne Untersuchung für den vermeintlichen Giftgasangriff verantwortlich gemacht wurde, berichtet die Klagemao TV in den eingeblendeten Sendungen.
Hallo, CBS News.
Russland sagt, der Luftangriff auf Khan Shaikun geschah zwischen 11.30 Uhr und 12.30 Uhr. Sanitäter vor Ort sagen, der Angriff geschah stunden davor. Wie kommt das?
Richtig, Sie stellen eine brillante Frage. Warum wird diese Frage nicht von jenen gestellt, die den Resolutionsvorschlag zur Verurteilung des Chemiewaffenangriffs beim UN-Sicherheitsrat eingebracht haben?
Sie als CBS-Journalistin sagen, es gäbe hier widersprüchliche Informationen. Wer hat die Aufgabe, die widersprüchlichen Informationen zu untersuchen? Wer? Sicher nicht die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Ihr Job ist die Politik.
Um die richtige Politik bezüglich aller Ereignisse, Zwischenfälle oder Tragödien einzuleiten, benötigen Sie den Rat von Experten. Wie erfahren wir, wann, zu welcher Zeit die Luftangriffe geschahen?
Es gibt Experten, um das zu untersuchen. Diese Experten müssen wir nicht erfinden. Es gibt eine Organisation, die als Teil einer größeren Organisation geschaffen wurde, die alle Vollmachten besitzt, dorthin zu gehen und zu untersuchen, was wirklich vor Ort geschah.
Ich habe eine Frage. Warum haben die USA, Großbritannien und Frankreich hier nicht untersucht? Waren sie doch bei der Schaffung dieses Mechanismus dabei, jene Experten, die die Grundlagen des Geschehens sammeln sollen, so wie es sich vor Ort präsentiert? Es gibt diese Experten.
Ich habe den Namen der Organisation schon früher erwähnt. Ich kann ihn nochmal heraus suchen. Ich rede von der OPCW-Mission zur Beseitigung der Chemiewaffen in Syrien.
Warum wird dieser Mechanismus nicht benutzt? Und warum kommt es zu einer sofortigen politischen Bewertung? Sie wissen, wie die UNO arbeitet. Bevor man eine Schlussfolgerung zieht, gibt es einen Untersuchungsmechanismus, der vollzogen wird.
Die Vertreter verschiedener Organisationen, die sich auf das eine oder andere Gebiet spezialisiert haben, übergeben ihre Ergebnisse den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats. Es gibt zum Geschehen spezielle Briefings an die eine oder andere UN-Abteilung.
Gab es irgendwelche Briefings in dieser Angelegenheit? Nein. Hat jemand ein Briefing verlangt? Nein. Niemand hat irgendwelche Tatsacheninformationen verlangt, nicht einmal zu den Anschuldigungen vor Ort.
Sie sind einfach vor den UNSC marschiert, haben diese Resolution vorgelegt und jetzt warten sie auf die politische Show. Das ist alles.
Ziehen Sie in Betracht, dass das Video eine Fälschung ist?
Ziehen wir in Betracht. Wissen Sie, wenn wir auf diesem Niveau von Raten oder Wahrsagerei arbeiten, dann stecken wir echt in dieser zweidimensionalen Realität von Wir denken, Sie denken fest. Lasst uns herausfinden, wer besser denken kann. Wir sollten nicht raten. Wir haben eine Gruppe von Experten, die vor Ort arbeiten sollten. Warum sind Sie nicht dort? Verstehen Sie das?
Nehmen wir ein alltägliches Beispiel, wenn etwas passiert. Ein Autounfall oder ein Raub, irgendwas. Dann werden CCTV-Bilder ausgewertet, man spricht mit Zeugen. Eine Expertenanalyse wird gemacht, wenn es ein Autounfall ist, dann wird die Bewegung des Fahrzeugs analysiert und zu erfahren, wie der Zusammenstoß geschah.
Experten führen diese Arbeit durch. Tut mir leid, dies ist eine äußerst komplizierte Situation. Ein Chemie-Gas-Angriff, wie von unserem westlichen Kollegen behauptet wird. Lassen Sie mich wiederholen.
Ist das etwas, was Diplomaten an einem runden Tisch untersuchen können? Welche Chemikalie wurde benutzt? Wie wurde der Angriff ausgeführt und zu welcher Zeit? Wie sehen die Beweise dafür aus? Also, wer sollte diese Untersuchung durchführen?
Gut, ich könnte es verstehen, wenn es für solche Dinge kein Mechanismus gäbe. Aber es gibt ihn. Warum wird er nicht eingesetzt? Ich kann es beantworten. Wenn er benutzt würde, dann würden diese Leute objektive Informationen auf den Tisch legen. Sie brauchen diese objektiven Informationen nicht.
Heute wollen sie eine weitere politische Show, die die Einheit der westlichen Welt bezüglich der Assad-Regierung demonstrieren kann, damit sie weiter für ihre Interessen Einfluss nehmen können. Das ist alles. Mehr braucht es nicht. Wir erleben das immer wieder.
Ein weiteres wichtiges Element bei dem Geschehen ist es, ein Dokument auf den Tisch zu legen, das von Russland ein Veto bekommt, aufgrund der Fragwürdigkeit des Dokuments, um der Welt wieder einmal mitteilen zu können. Russland würde nicht konstruktiv zusammenarbeiten.
Wenn wir also sagen, schicken wir doch die Experten los, dann hört keiner zu.
Wie ist so etwas überhaupt möglich? Und was die Organisation der Weißhelme betrifft, dann ziehen wir sehr wohl in Betracht, dass einiges von ihrem Material absolut komplett gefälscht ist.
Was das konkrete Video anbelangt, von dem wir reden, es bedarf einer Experten-Einschätzung. Wir haben Gründe, nicht an die Echtheit dieses Videos zu glauben, und wenn es nur einer wäre, dann ist es ihre Geschichte, in der Vergangenheit gefälschtes Material verwendet zu haben.
Die Tatsache, dass die Weißhelme Teil einer Propagandakampagne sind, die Tatsache, dass diese Organisation als Element einer Propagandakampagne benutzt wird. Darüber haben wir überhaupt keine Zweifel.
Der Oscar und all die anderen Dinge, der mögliche Friedensnobelpreis, da waren wir schon. Wir haben es kommen sehen. Wir haben über all das gesprochen. Dazu ist alles gesagt. Es gibt die Experten und sie sollten arbeiten. Wenn wir Schlussfolgerungen aufgrund politisch aufgeladener Motive ziehen, dann ist es das, was wir gerade erleben und weiter erleben werden.
Die Experten können nicht dorthin. Warum können sie da nicht hin? Warum genau kommen sie da nicht hin? Ist es der Maskus, dass es ihn verbietet? Nein. Nein, es gibt da die Bedrohung durch Militante.
Idlib ist wieder eine ganz andere Situation. Dort ist es gefährlich. Und welche Logik steckt dahinter? Wir beschließen bindende Resolutionen, die auf absolut nichts basieren, ja? Ist das nicht verrückt? Es ist sehr schwierig und gefährlich, sich dort aufzuhalten.
Dann gehen wir halt zu Plan B über. Colin Powell mit einem Teströhrchen. Verstehe ich Sie da richtig? Wenn es zu gefährlich ist, um dorthin zu gehen, dann lasst uns halt Entscheidungen aus absolut gefälschten Gründen treffen. Aus unserer Sicht haben Sie keine Gründe für eine objektive Meinung dazu.
Noch eine Sache. Sie sagen, es sei dort gefährlich. Aber wer ist dort, vor dem man sich fürchten muss? Wer ist in Idlib, der eine Experteneinschätzung der Lage im Weg steht? Wer? Die gemäßigte Opposition? Aber das sind gemäßigte.
Sie sind es, die sie gemäßigt nennen, nicht wahr? Sie können doch immer mit ihren gemäßigten Reden oder nicht. Von der syrischen Regierung habe ich nicht gehört, dass sie die Experten nicht reinlassen würde. Die syrische Regierung sagt nur, eine internationale Untersuchung ist ein Muss, in Übereinstimmung mit allen UNSC-Entscheidungen und OPCW-Richtlinien und so weiter.
Um was die Moderaten anbelangt, wer setzt sich für die Moderaten ein? Sie wissen das sicher. Warum treffen Sie kein Abkommen mit denen?
Lassen Sie mich wiederholen. Ich weiß ganz genau, dass unsere Seite der Story das westliche Becom nicht erreichen wird. Westliche Diplomaten werden Sie hören, aber die westliche Öffentlichkeit wird davon einfach ausgeschlossen.
Hören Sie mir zu, es sind Ihre Vertreter, die sich an den UN-Sicherheitsrat wenden werden. Sie haben es bereits getan, mit einem Dokument, das komplett gefälscht ist.
Es basiert zur Gänze auf falschen Informationen. Das ist Colin Powell und das Teströhrchen, Version 2. Sie werden sich später für Ihre Behörden schämen, für deren Taten beim UN-Sicherheitsrat.
Halten Sie Ihre Regierungen auf. Das ist meine Bitte an die westlichen Vertreter.
