Ich habe mal gesagt, wenn man auf dem Rad sitzt, dann ist es wie Urlaub für mich. Ich würde das jetzt differenzieren.
Das Rad von der Stadt für mich macht auch Spaß, aber es ist eher sofort Bewegungsmittel und wenn ich eine Tour machen will, dann muss ich raus aus der Stadt, muss ich raus aus Berlin.
Wir haben beide Strecken fahren oder im speziellen Berg hoch, deswegen haben wir dann nach einem Berg recherchiert, der nicht so weit von Berlin entfernt liegt und kam dann darauf, dass das Riesengebirge das nächste Gebirge ist und da ist die Schneekobbe mit 1600 Metern der höchste Gipfel.
Das Leiden macht es sportlich, also das schnelle Radfahren irgendwie auch aus. Man ist dann in einem Datus, den man sonst nicht erreicht. Man wird richtig abhängig von und muss dann irgendwann wieder in diesem Bereich kommen, weil man merkt, der Körper kommt an die Grenzen, wie weit kann ich noch gehen, was ist möglich.
Aber man weiß eben auch, wenn man so eine Berghetabe hat, man kommt oben an und dann kann man sich auf eine schöne Abfahrt freuen, die man dann verdient hat.
Man kommt in einen körperlichen Zustand, in dem man so fokussiert ist, dass man alles andere ausblendet und danach aber auch das Gefühl hat, dass man trotz einer körperlichen Anstandung sich gefreit hat.
Man hat die Schneekobben-Spitze eigentlich schon relativ früh gesehen und wir dachten dann, dass wir bald da sind, aber die letzten Kilometer waren dann nochmal richtig anstrengend.
Wir mussten die Schneekobben komplett umrunden und sind dann von der Rückseite nach oben gefahren und es war wirklich eisig, windig.
Aber als man dann oben am Gipfel ankam, mit der Sicht in eine Richtung Richtung Tschechien, die andere Richtung Richtung Polen, war das schon ein atemberaubend.
