Was bleibt von früheren schönen Zeiten?
Es sind die Erinnerungen und das Gedenken, die mir schöne Momente noch einmal schenken.
Ich bin Manni, Trainerin und Tänzerin.
Ich habe mit sechs Jahren angefangen Ballett zu tanzen.
Durch die Freundin wollte ich schon immer mich ein bisschen bewegen
und meine Eltern haben gesagt, auch ein bisschen Bewegung wäre nicht schlecht.
Und habe mit Ballett angefangen. Ich habe es auch eine Weile gemacht.
Doch irgendwie Ballett.
Oben war dann eine Entwicklung in der Pubertät.
Man entwickelt sich auch weiter.
Man hat gemerkt, dass Ballett meine Füße, die Technik nicht so da waren, wie ich sie gerne wollte.
Auch das Aussehen veränderte sich.
Ich hatte nie die langen Haare, war nie das schlanke Mädchen im Gegensatz zu den anderen.
Ich kam mit 14 und 15 in den Sondretheimer durch den Flyer und fing an Hip-Hop zu tanzen.
Im Sondretheimer gab es zwei Hip-Hop-Gobben und in der einen habe ich damit getanzt.
Da war ich 14, 15 und wir hatten eine Gruppe, der war ich auch sehr gut befreundet.
Also für alle von ihnen. Wir waren sieben oder acht Tänzerinnen und mit denen war ich auch befreundet.
Wir haben den Hip-Hop so ein bisschen ins Leben gerufen, sag ich mal.
Wir haben viele Auftritte gehabt mit der Gruppe.
Überall, wo wir aufgetreten sind, waren wir immer ein Highlight.
Weil Hip-Hop war überhaupt noch nicht am Kommen, überhaupt keine Frage.
Alle dachten immer, was ist das Hip-Hop?
Und viele haben noch Jazz aufgetanzt, auf Bühnen.
Wir kamen mit Hip-Hop und hatten auch viele Thematik gehabt im Hip-Hop.
Und das fanden viele sehr merkwürdig, interessant und irgendwie neu.
Und mit 18 habe ich versucht dann selber mal zu unterrichten, also die Leitung damals.
Unsere Trainerin hat gefragt, ob ich nicht mal Lust habe zu selber eine Gruppe zu unterrichten.
Hab dann selber mal angefangen zu unterrichten, weil ich einfach mal für mich selber entdecken wollte.
Kann ich das? Kann ich das nicht?
Und habe eine Gruppe hier gehabt.
Ab dem Zeitpunkt wusste ich dann auch, irgendwie liegt es mir, das macht mir Spaß.
Da habe ich voll Bock drauf.
Und da war mir klar, irgendwie muss ich in die Richtung gehen.
Also irgendwas mit tanzen beruflich. Wusste selber noch nicht unterrichten, selber tanzen, stand noch in den Sternen.
Nach dem Abitur habe ich mir dann ein Jahr gegönnt, wo ich halt mal gedacht habe, jetzt gucke ich mal, ob ich nur tanze.
Was kann ich so erreichen? Was gibt es so hier in Berlin überhaupt?
Ich bin zwar mit der Gruppe oft aufgetreten, aber manchmal weiß man noch nicht, was im professionellen Bereich so abgeht.
Ich habe dann beides verbunden, weiter im Sohn drin mit meiner Gruppe getanzt, unterrichtet und bin auf viele Castings gegangen, Veranstaltungen.
Um einfach mal zu gucken, wie gut bin ich selber, wie weit kann ich kommen, was gibt es, wie gesagt, da draußen?
Ich habe gemerkt, dass ich ganz gut ankam, dass viele Sachen einfach, zum Beispiel bei meinem Casting bin ich ja wirklich bis ins Finale gekommen von ganz Deutschland.
Da sind wir unter die 15, 10 oder 15 Westen gekommen.
Hallo, ich bin Mani, eine Tanzjahrheit und komme aus Berlin. Ich habe letztes Jahr mein Abitur gemacht und warte gerade auf einen Studiumplatz und jobbe zusätzlich als Tanzlehrerin in Jugendgruppen.
Dann habe ich Auftritte gemacht für eine R&B-Sängerin, sind wir auch ein bisschen getourt und haben ein paar Sachen erlebt, Auftritte gehabt.
Also ich war wirklich nur im Background oft.
Im Sonto-Thema in der Gruppe ist man halt kein Background, sondern da haben wir Auftritte gemacht mit der Gruppe zusammen und außerhalb, wie gesagt, viele Sachen, allein im Background, Videodrehs.
Ein großes Highlight war die FIFA WM 2006, da sind wir im Finale aufgetreten, da wurde ich auch gecastet und viele schöne Sachen waren dabei, viele coole Sachen.
Es hat auch immer Spaß gemacht, aber oft hat man sich auch irgendwie unwohl gefühlt.
Erstens die Castings waren sehr oberflächlich, also es ging nicht viel ums Tanzen, das Tanzen war eher so zweitrangig,
sondern es ging eher so um dieses, wie sieht man aus, dann ging es ja darum auch mit Kostümen, die ziehen das und das an, also man hatte nicht wirklich selber die Freiheit zu wählen,
das und das möchte ich tanzen, das möchte ich anziehen, so was wurde einem immer vorgegeben.
Und leider ist das Business so, dass man nicht viel selbst anziehen durfte, sondern immer je weniger, desto besser.
Stundenlange Schminken, Haare immer wieder verändern für die Musikvideos.
Das erste Mal ein wirklichen ganzen Tag da und irgendwann mal kurz zu tanzen, aber eigentlich wurde man nur so ein bisschen, ich sag mal, umgeschubst, so kam es mir vor.
Das Endergebnis war zwar immer schön, sich auch mal zu sehen in irgendwelchen Veranstaltungen oder auch in Musikvideos oder aufauftritten,
aber ich sag mal den Preis, den man darum um, also den man dafür geben muss, der war schon ziemlich hoch.
Und ich hatte auch immer diesen Gegensatz, dass ich zusätzlich noch im Sontro getanzt habe, also einmal die Gruppe unterrichtet habe und selber getanzt habe
und dann diese professionelle Erfahrung, das habe ich zeitgleich laufen lassen.
Und habe gemerkt, dass irgendwie das Sontro-Thema oder das Tanz und Unterrichten im Sontro-Thema mir mehr Spaß gemacht hat,
als diese professionellen Erlebnisse, die ich da hatte.
Es schied mich dann, mehr in diese Schiene Kinder und Jugendarbeit zu gehen, mehrere Gruppen zu unterrichten, nicht nur eine oder zwei,
sondern mehrere Gruppen zu haben, jüngere, ältere, fortgeschritten Anfänger, Anfängerinnen in dem ganzen Bereich und machte halt die Ausbildung.
Wurde auch gleich im Sontro angestellt, habe mir eine halben Stelle angefangen im Sontro und habe gedacht, nebenbei wäre es ja toll trotzdem noch ein bisschen Geld zu verdienen,
bin an Schulen gegangen, habe dort unterrichtet, bin ab und zu trotzdem noch auf Castings gegangen, so welche, die ich interessant finde.
Also ich muss nicht mehr alles machen, sondern ich kann mir jetzt die Dinge aussuchen, die ich machen möchte.
Und hauptsächlich aber, wie gesagt, habe ich meine liebegefundene Unterrichten für Kinder und Jugendliche.
Und irgendwann bekam ich auch die volle Stelle, also wirklich eine 38-Stunde Woche im Sontro-Thema.
Und für mich ist es professionell nicht unbedingt ein Background zu stehen, sondern professionell kann man auch sein,
indem man Kinder und Jugendlichen das vermittelt, was man liebt.
So, da habe ich meine Professionalität gefunden.
Und jetzt unterrichte ich immer noch im Sontro, ich habe zehn Gruppen, allein im Sontro-Thema, außerhalb habe ich auch noch ein paar Gruppen.
Und im Sontro habe ich, fange ich an, mit sieben, ab sieben Jahren Kinder-Hip-Hop und gehe dann hoch bis 27 Jahre.
Und habe auch schon sehr gute Gruppen, Gruppen, die sehr, sehr lange bei mir sind, Jungen und Mädchen.
Die Herausforderung für mich ist ja, dass es bei allen gleich aussieht, also dass man keine Unterschiede sieht.
Also es ist ja so, dass in jeder Gruppe gerade bei Kinder und Jugendgruppen so ist, dass man unterschiedlich stark ist und unterschiedlich schnell was lernt.
Und mein Ziel oder meiner Herausforderung ist immer dann ganz am Ende einer Choreografie oder eines Themas oder was wir dann so umsetzen,
dass man die Unterschiede nicht sieht, sondern dass die Gruppe, dass die alle gleich aussehen, dass sie alle das Gleiche können und man nicht das Gefühl hat, aus dem Unterricht zu gehen.
Ich war eine der schlechtesten und die und die war besser oder der und der war besser, sondern dass sie das Gefühl haben, alle gleich zu sein.
Das ist für mich immer die Herausforderung.
Also dass sie sich trotzdem weiterentwickeln, ihnen das aber trotzdem zeigen, was sie auch können und das Gefühl haben, ja, Tanz macht Spaß.
Und was ich halt auch so interessant finde ist, gerade weil ich versuche, das Tanzen zu vermitteln und nicht alles drum herum,
dass es Nebensache wirklich sie aussehen, so wie ich das damals mal durchgemacht habe, durch jedes Casting zu gehen und zu gucken, wie sehe ich aus, was mache ich,
dass es mir Spaß macht, dass es wirklich nur in den Tanz geht und nicht um alles drum herum, um diese Oberflächlichkeit.
Und wichtig ist auch, wir machen viele verschiedene Auftritte, Spaßauftritte, natürlich wollen die sich auch mal messen mit anderen Gruppen,
machen trotzdem auch mal Wettbewerbe und Wettkämpfe mit Meisterschaften.
Und natürlich freut man sich auch, wenn man dafür belohnt wird, aber ich versuche mit ihnen hauptsächlich daran zu arbeiten, dass es nicht darum geht, den Pokal zu haben
und die Beste oder der Beste sein zu wollen, sondern dass es eigentlich immer geht.
Man kann sich immer weiterentwickeln im Tanz, man kann immer Neues dazulehren.
Man braucht kein Pokal, um eigentlich zu zeigen, dass man was kann, sondern man sollte versuchen, den Tanz anders zu verstehen oder den Hip Hop auch anders zu verstehen.
Besser sein zu wollen für sich selbst und nicht für andere.
Die Liebe am Tanz zu schätzen, das fange ich an, schon ab sieben Jahren den Kindern auch beizubringen
und hoffe, dass sie vielleicht auch mal Lust haben, selber in die Richtung zu gehen.
Und vielleicht hat jemand Lust auch mal irgendwann, meine Arbeit weiter zu machen.
Leute kommen, Leute gehen und doch die Liebe zum Tanzen bleibt für mich immer bestehen.
Es ist nicht einfach, ich bin ein Beast, ich bin ein Monster, ich bin ein Beast, ich bin ein Feast, ich bin ein Komfort,
aber ich bin alleine, ich bin auf mein Brunnen, all these riches, ich bin in this way, all this way
just to say hey. This time won't you save me, this time won't you save me
Baby I could feel myself giving up, giving up
This time won't you save me, this time won't you save me
Baby, I can feel myself giving up, giving up, giving up, giving up
Giving up, giving up, giving up
I'm giving up, baby
Yes, I'm giving up, baby
Baby, I'm giving up, baby
