Ziemlich krass, ziemlich nass, was hier abgeht, ist die größte Wasserschlacht der Welt.
Sonntrahm jedes Jahr macht wir ganz Thailand.
Dieses Jahr ist alles ein bisschen anlassend.
Es hat lange nicht geregnet, in die Regierung redigt seit Tagen nicht zu viel Wasser zu verschwenden.
Außerdem soll alles etwas anständiger werden.
Keine nackten, keine zu laute Musik.
Und diese riesigen Wasserkanonen sind eigentlich auch verboten.
Ja, das sind wirklich die Thailander, das Bayern wirklich verbieten.
Sonkran ist das thailändische Neujahrsfest.
Das Wasser soll die Sünden wegwaschen.
Und deswegen sollte man niemandem böse sein wegen einer vollen Breitseite aus der Wasserkastode
oder einer Dusche aus dem Almach.
Jeder Tropfen ist gut gemeint.
An den Tankstationen gibt es Nachschub für die Wasserpistolen, für 10 Baht, also 25 Cent.
Auch gern genommen für die Wasserschlacht, Eimer, Übel, Schöpfkelle oder Feuerwehrschlauch.
Sonkran ist die reinste Anarchie, eine ganze Woche lang.
Bangkok hat zwei Orte zur Partizone erklärt,
Silom und die Kaosan Road am anderen Ende der Stadt.
Wasserschlacht geht auch auf den Straßen weiter.
Die Polizei hat vorsorglich ihre Beamten Blut spenden lassen, so viele Unfälle, so viele Toten.
Allein in den ersten zwei Tagen fast 200 doppelt so viel wie im letzten Jahr.
Abends um 10 ist die Party offiziell zu Ende.
Aber wir sind in Thailand und natürlich zerfeitert die Wasserschlacht.
Und ich lege mich jetzt erstmal zur Kompon über die Messerschlacht.
