Ich dachte so, vielleicht kann ich ja noch mal nach New York reinfahren.
War leider nicht der Fall, weil ich musste auf mein Fahrrad aufpassen.
Das konnte ich auch nicht irgendwie abgeben.
Ich saß dann halt 16 Stunden neben meinem Fahrrad auf dem Flughafen.
Der Riesenbox.
Ich habe auch echt so einen Typen von diesen Zoll-Typies da gefragt.
So, hier kann ich mein Fahrrad kurz hier stehen lassen.
Ich gehe nur kurz auf Toilette.
Nein, sprich, wenn ich auf Toilette muss.
Ich habe das Fahrrad mit auf Toilette genommen mit der Box.
Super toll.
Das konnte man halt leider nichts machen.
Mein Rückflug war von St. Louis, Missouri, bin ich nach New York geflogen.
Und dann von New York nach Oslo.
In Oslo hat mich der Marco direkt vom Flughafen abgeholt.
Und sind dann halt zusammen von Oslo rund Norwegen, durch Schweden, runtergefahren bis nach Dänemark rein.
Bis quasi Kopenhagen.
Und der hat halt Woche Zeit.
Also an der Woche heißt aber an sich 6 Tage, weil am siebten Tagen muss da schon ein Bahnhof sein für eine Rückfahrt.
Und haben halt echt in der Zeit, ich glaube, über 600 Kilometer sind wir gefahren.
Also sind dann mit sich so um die 90 Kilometer brutale Fahrt gefahren.
Ja, ich überlege, ob ich es einfach erst mal anderthalb Minuten laufen lasse, die Scheiße.
Und dann schauen, ob es einfach weiter funktioniert.
Wie gesagt, ich überlege einfach nur, du hast diese Kameraden, machst den Stand deines Lebens und schaust drauf.
Hm, geht nicht.
Hab ich nicht aufgenommen.
Zu schön.
Ja, aber ich habe dir doch gesagt, kauf nicht bei Aldi.
Ja, und dann kaufst du dir bei Aldi diese, ich meine Plastikgehäuse, die sieht auch günstig verabschieden aus.
Ja, genau.
Weil unsere Tage sind einfach nur beschissen hier in Norwegen.
Ah, und jetzt wobei in Dänemark oder Schweden, sagen wir es kann die Navien.
Und Marco sagt Schweden, Marco sagt Dänemark, für den Mann scheinbar mag es auch unter Schweden kennen.
Aber ja, also auf jeden Fall hier schon ziemlich harter Tobark, was wir hier so jeden Tag durchstehen ist mit dem Fahrrad.
Ich meine, heute haben wir gerade mal, aufgrund der Witterungsfeldung haben wir heute nur 120 Kilometer geschafft.
Nein, 122,22, nachdem ich nochmal drei Runden im Kreis mein Fahrrad geschoben habe, haben wir dann 122,22.
Aber ja, es ist natürlich zwei Tage, drei Tage, hatten wir jetzt jeden Morgen, wir sind halt aufgewacht, um 8 Uhr oder was das war.
Und man guckt aus dem Zelt und sieht so was.
Das ist strahlenden Sonnenschein, so ein Dreck.
Da denkst du, okay, es ist vielleicht nur um Orgen so, fährst du erst mal los, schau, ob es besser wird, ist ja schließlich in Schweden und Norwegen.
Da wird natürlich nicht anderes Wetter sein, aber es bleibt den ganzen Tag, es ist den ganzen Tag nur Sonne.
Man sieht es auch, da sind ein paar Drecks Wolken, mehr gibt es hier auch nicht zu sehen.
Also Schäfchen Wolken und also ein Scheiß.
Wir merken einfach, dass wir unterdurchschnittlich darauf vorbereitet waren.
Wir haben uns auf Regen eingestellt, die Regenhose, alles immer am Start und dann...
Ganz autiv, Taschen, alles wasserdicht verpackt, das funktioniert im YouTube-Beutel durch die Gegend tragend entscheidet.
Wir sind im Endeffekt enttäuscht, unsere Erwartungen haben sich nicht erfüllt, kaum Regen und...
Und das Schlimmste an der ganzen Sache ist, den ganzen Tag rücken wird.
Es ist den ganzen Tag.
Ja, ich weiß auch nicht.
Es hat mich auch wieder bestätigt, in dem was ich gemeint habe, dass es einfach mehr Spaß macht, mit jemandem zusammen zu fahren.
Es hat mir halt super viel Spaß auf der Tour, so viel gelacht, das war echt sehr schön gewesen.
Was ich gesehen habe, war auf jeden Fall sehr beeindruckend auch so der Wandel und wirklich das auch merkt man aus Kanada oben.
Wo es halt wirklich bergig war und eingeschnitten und dann halt irgendwann unten im San Diego ist, wo dann halt durch die Wüste fährt, mit Steppe und einem kaum Wasser da.
Das ist schon wirklich interessant.
Es ist auch ein toller Teil der Reise einfach zu sehen, wie die Fälle sich halt verändert einfach nur, wenn man gen Süden unterwegs ist.
Ich würde nicht sagen, dass ich es abgebrochen habe, sondern unterbrochen habe.
Das ist für mich selber eine Sache, wo ich mich wieder zurechtfinden kann.
Ich habe an den Anfang gedacht, dass es schwerer sein wird hierher zu kommen, weil man sagt ja schon, hier ich bin für zwei Jahre weg.
Und erst mal steht man nach zehn Monaten wieder da, so ungefähr.
Es hat natürlich schon den Geschmack von Niederlage und aufgegeben, so ein bisschen Nachgeschmack.
Aber für mich ist es eine Sache, dass ich immer denke, warum habe ich denn das nicht durchgezogen und dass es nicht, dass ich gesagt habe, es ist mir zu kalt oder ich will nicht mehr weiter.
Also ich will nicht mehr weiterfahren.
Meine Grenzen habe ich definitiv erfahren, sei es temperaturmäßig, wo ich halt wirklich extreme Kälte durchgemacht habe.
Auch extreme Hitze dann, als ich weiter im Süden war.
Ich habe verkehrsbedingungen extreme erfahren, also ich wurde eigentlich nicht, ich hatte keine Unfälle gehabt und so eine Sache.
Auch Regen, ich habe extrem Regen gehabt, das habe ich durchgemacht, ich habe Wind durchgemacht.
Also das rein physisch habe ich auf jeden Fall meine Grenzen erfahren und auch psychologisch muss ich es halt auch sagen.
Also ich hatte halt das eine, wo ich halt Probleme hatte, wieder zurück nach San Diego zu kommen, wo ich es halt echt unterwegs,
dann irgendwo mitten in der Nacht irgendwo festgegangen habe.
Es war noch so, wo ich ja fast einen Nervenzusammenbruch hatte, was jetzt im Nachhinein denkt, so warum.
Aber ich bin halt echt so drei Tage unterwegs gewesen und es hat einfach nichts geklappt.
Also es war, ich habe alle möglichen Züge, Busse immer verpasst und habe jetzt ständig irgendwo festgegangen und kamen immer nicht weiter.
Und das war so für mich so eine psychologische Sache, wo ich gesagt habe, okay hier ist meine Grenze und jetzt reicht es und ich kann nicht mehr.
Und ja vom sozialen her kann man es vielleicht eher sagen, dass ich halt da sozialer meine Grenzen bekomme.
Und ich sage, okay ich treffe zwar Leute immer wieder, ich habe immer wieder Leute getroffen, aber immer wieder dieses Abschied nehmen.
Ich treffe hier jemanden und nach zwei Tagen sage ich wieder tschüss, ich bin wieder weg.
Also dieses Dauerhafte, dass man eben für diese Dauer diese Reise, die man macht, jemand hat das mit einem zusammen durchlebt und wo man dann halt das Gemeinsames hat.
Und Leute, die man unterwegs trifft, sehen halt immer nur einen Ausschnitt des ganzen Lebens, nur einen Ausschnitt zusammen und hat halt keinen Bezug zu vorherigen oder noch kommen.
Und das fehlt halt wirklich und das hoffe ich, dass ich da so etwas mit jemandem zusammen erleben kann, dass ich da jemand finde.
Das ist passt.
Bei vielen Sachen hatte ich gar keinen Einfluss, ob ich es anders gemacht habe.
Natürlich, das Beste wäre gewesen natürlich nicht im Winter zu starten.
Ob ich es anders gemacht hätte, ich würde sagen, in der Vorbereitung hätte ich vielleicht auch eine andere gemacht.
Toll, die Sache mit dem Hund hat mich sehr geagert in der Vorbereitung, dass ich da nicht einfach einen Verstand gehabt habe und nachgedacht habe, okay das ist ganz viel Geld, was man investiert.
Funktioniert das wirklich, wie du es dir vorstellst. Das war so eine Sache, was ich hätte anders machen sollen.
Von der Planung der Tour, ich denke, das konnte man nicht anders planen, weil was wirklich diese Tour mit sich bringt, erfährt man erst, aber man auf der Tour ist.
Klar, ich habe Blocks von anderen Leuten geredesen, ich habe mir das angeschaut und alles Mögliche gerouten geplant.
Aber was einen wirklich erwartet, weiß man nicht, von daher würde ich sagen, dass ich nichts machen soll und es ist ja gut gelaufen.
Ich kann jetzt nicht sagen, dass irgendetwas den Ausschlag gegeben hat, dass ich diese Route abbrechen konnte, was ich hätte anders machen müssen, damit das nicht gekommen wäre.
Ich hätte probieren können, jemanden zu überreden, dass er mitfährt hat, aber ich glaube, werden mir die Reise wahrscheinlich schon in Alaska abgebrochen, wenn ich jemanden hätte überreden müssen dafür und wäre eh nicht gewesen.
Von daher kann ich sagen, anders. Nein, ich habe nichts anders gemacht, also es war so gepasst.
Es gibt nicht diese Quintessenz, es gibt jetzt nichts, die Weisheit, die ich jetzt ausdruckend auf ein Glücksgeg schreiben kann.
So kann man das, glaube ich, gar nicht sagen. Ich glaube, das ist ein Reifenprozess, den man durchgemacht hat, da ich das mit verschiedenen Menschen kennengelernt habe,
die Geschichten dieser Menschen auch gehört hat, sich halt das teilweise angenommen hat, dazu gelernt hat, aber einfach das Unterwegssein.
Natürlich gibt es immer diesen tollen Spruch, der Weg ist das Ziel. Es hat natürlich noch mehr Bedeutung, wenn man eine Reise mit dem Fahrrad macht,
weil er wirklich in der Weg an sich ein sehr großer Bestandteil dieser Reise einfach an sich ist.
Aber verändert hat es mich einfach in den Sinn, dass ich einfach denke, dass ich mit einer sehr großen Einfachheit zufrieden sein kann.
Und mit einem Endeffekt denke ich, dass ich dann irgendwo in einem Zeltplatz und Wasser finde. Also das hat schon gereicht und glücklich zu sein, dass ich sage, okay, hier kann ich mein Zelt aufbauen, ich habe Wasser und bin mich zufrieden.
Also das ist, glaube ich, ein Erkenntnis, die natürlich jetzt nicht sagen kann, zu der Erkenntnis sollte jeder kommen, das stimmt einfach nicht.
Es ist ein Erkenntnis für mich, dass ich weiß, dass das für mich gut ist und dass ich mich so wohl fühle.
Ich habe mich sehr, sehr gefreut, bei Braunschweig wieder rein zu fahren, weil es war mir wirklich nach knapp 9 Monaten das erste Mal, dass ich einfach mein GPS ausschalten konnte und sagen konnte, ich weiß, wo ich bin.
Man unterschätzt das, glaube ich, sehr, wenn man einfach mal sagt, hier kenne ich mich aus, hier weiß ich wo ich bin und muss nicht auf eine Karte schauen zur Orientierung, sondern kenne mich aus.
Ich dachte, dass Braunschweig jetzt wieder mein Zuhause wird, dass ich hier bleiben kann und es auch super schön, meine ganzen Freunde wieder alle zu haben, mit denen man hier vom Studium, die man alle kennt und die auch was unternimmt, ist super schön.
Es fühlt sich schon am meisten wie Zuhause an, aber trotzdem fühle ich mich fremd in dieser Art des Zusammenlehrers.
Ich fühle mich hier nicht, als wenn das ist, was ich brauche, was für mich vorgesehen ist, wie ich leben sollte.
Ich denke, dass es eher in die Richtung geht, ein einfaches Leben zu führen und deswegen suche ich wahrscheinlich gerade noch die Fremde, dass ich einfach schaue, ok, wo führt mein Weg nicht hin, wo ist der Ort, den ich suche?
Da habe ich auch gerade die Zeit, wo ich jetzt hier war, auch Probleme gehabt, das war wirklich immer, bleibe ich jetzt hier, suche ich mir was, reise ich weiter, was mache ich?
Das war halt wirklich schwer, da noch zu einer definitiven Entscheidung zu kommen und ich will jetzt an eine entscheidendige getroffen habe, ist nicht definitiv.
Ich habe jetzt besser weiter nach vor, nach Italien zu fahren erstmal.
Und das Schöne ist halt an der Sache, dass ja, was ich in einer Woche merke, es passt nicht, dann komme ich halt wieder zurück.
Also, dass ich das gut glatt habe, dass ich eben nicht wie eine Monsterreise geplant habe, wie das Anruf, ich sage, ich bin jetzt seit zwei Jahren unterwegs und jetzt kleinsteiliger das ganze Plan.
Ich denke, das wird auch besser funktionieren und kann dann einfach verschiedene Sachen ausprobieren, um dann mein Weg dann hoffentlich irgendwann zu finden, wo es mich hinführen soll.
