Ja, das ist kreative Wirtschaft sicher, das ist einerseits Kreativität,
einmal sein Spiel, seine Komposition, ich weiß nicht, ob er das selbst komponiert hat,
aber nehmen wir mal an. Das halte ich in hohem Gras für kreativ und insofern für Wirtschaft,
als das anregt, in ähnlichen Bereichen eben auch Elektronik und moderne Mittel einzusetzen,
moderne technische Mittel einzusetzen. Und wenn dann die Technik soweit ist,
dass das Klavier dann, wenn man seine Kreativität umsetzen kann, warum nicht? Also immer offen
für Neues. Ich glaube schon, dass es eine gesellschaftliche Entwicklung gibt, wo inzwischen natürlich
kulturelle Aktivitäten Teil einer Wirtschaft sind, dass, ob man das gefällt oder nicht,
es einfach ein Fakt und es geht sicherlich darum, das dann wirklich auch beim Schwanz zu parken und zu
machen. Aber ich glaube, dass in erster Linie sind es Strukturen, die sich auch zum Teil sehr
verselbstständigt haben. Also Förderstrukturen heißt heute, dass man im Grunde, es wird dann
eigener Beruf Anträge zu stellen, zum Beispiel. Es ist einfach eine Entscheidung,
die man trifft, welchen Weg man geht und man muss es dann irgendwie schaffen. Ich weiß auch gar
nicht, ob ich das wirklich erreicht habe, aber man kann nicht irgendwas anders tun. Das heißt,
man muss sich darauf konzentrieren und es ist keine Nebenbeschäftigung. Also muss man irgendwie
versuchen, damit zu überleben. Ich selber bin natürlich, da ich aus einer anderen
Generation komme und selber wegen der Autodidakt bin, immer ein bisschen auf einer Distanz zu
Schulen und zu einer Verakademisierung von kreativen Prozessen bzw. der Vermittlung von
kreativen Prozessen. Ich glaube, dass man da auch gewisse Gegengewichte schaffen muss. Also ich
bin überhaupt nicht gegen die Schulen, aber es kann nicht das sein, wo der ganze Fokus liegt.
