M. ist die International, der Propagandatrik mit dem Kleingedruckten am Beispiel Syrien.
In einem Interview, das das internationale Nachrichtenportalsputnik mit dem deutschen
Journalisten und Dokumentarfilmer Moritz Anders führte, legte dieser die Vorgehensweisen
der westlichen Leitmedien dar.
Diesen Gehe ist darum, dass die Leute emotional gepackt werden und dass sich bei den Leuten
ein emotionaler Eindruck verfestige, auf den man aufbauen könne.
Um diesen emotionalen Eindruck zu erzeugen, seien Weglassungen interessant, weil man,
indem man etwas nicht sagt, ja, nicht offiziell gelogen hat.
Dennoch werde dadurch ein vollkommen neues Bild erzeugt, das nichts mehr mit der Realität
zu tun habe, so Anders.
Das ganze Interview sehen Sie unter dem eingeblendeten Link.
Ein aktuelles Beispiel, wie durch Weglassungen des Kontext ein emotionaler Eindruck und ein
vollkommen neues Bild erzeugt wird, zeigen wir Ihnen in dieser Sendung.
Nachdem die lange Zeit hart umkämpfte, syrische Stadt Aleppo von den Rebellen befreit und
Ruhe eingekehrt war, erschien dann auch gleich prompt ein neuer Bericht der Menschenrechtsorganisation
Amnesty International.
Dieser wurde am 7.
Februar 2017 von sämtlichen deutschsprachigen Medien aufgenommen.
So schrieb das Deutsche die Deutsche Wochenzeitung die Zeit.
Syrians Regierung hat nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International
rund 13.000 Gefangene bei Massenhinrichtungen töten lassen.
Bei der Tagesschau hieß es dagegen bis zu 13.000, während laut Bild und der Welt und
anderen Medien davon die Rede war, dass zwischen 5000 und 13.000 Menschen erhängt wurden.
Es dürfte wohl unbestritten sein, dass jeder der solche Zahlen schlagzeilenmäßig weiter
gibt, ohne sie in Frage zu stellen, einen emotionalen Eindruck erzeugt, um das Bild
vom angeblichen schlechter Bashar al-Assad weiter aufrecht zu erhalten.
Dabei ist kaum, wenn überhaupt zwischen den Zahlen zu lesen, dass es sich bei den Zahlen
lediglich um eine Schätzung handelt, die sich auf die Befragung von 84 Zeugen stützt.
Keiner dieser Zeugen angeblich ehemalige Wächter, Insassen, Richter oder Anwälter wurde jedoch
mit Namen genannt, sodass die Aussagen überprüft werden können.
Bei genauer Betrachtung des Kleingedruckten im Amnesty-Bericht ist ersichtlich, wie diese
Zahlen zustande gekommen sind, was jedoch keine der etablierten Medienaufgriff.
Im veröffentlichten Bericht steht es wörtlich wie folgt.
Diese Schätzungen basieren auf folgenden Berechnungen.
Falls zwischen September und Dezember 2011 alle 10 bis 15 Tage zwischen 7 und 20 getötet
wurden, so wäre die Gesamtzahl zwischen 56 und 240 Personen für diesen Zeitraum.
Falls zwischen 20 und 50 jede Woche zwischen Januar und November 2012 getötet wurden, würde
die Gesamtzahl zwischen 880 und 2200 für diesen Zeitraum betragen.
Wenn zwischen 20 und 50 Menschen in 222 Hinrichtungssitzungen getötet wurden zwischen Dezember
2012 und Dezember 2015, wäre die Gesamtzahl für diesen Zeitraum zwischen 4.400 und 11.100.
Diese Berechnungen ergeben eine Mindestzahl von 5.336, abgerundet auf 5.000 und 13.540,
abgerundet auf 13.000.
Dass solche auf einer sehr wagen Hochrechnung basierenden Zahlen als Tatsache wiedergegeben
werden, zeugt eher von gezielter Propaganda als von grundsolider Professionalität.
Auch muss die Glaubwürdigkeit der interviewten Personen in Frage gestellt werden.
Diese halten sich allesamt in westlichen Staaten oder in der Türkei auf.
Es liegt nahe, dass sie mittels übertriebener oder falscher Angaben den eigenen Fluchtgrund
rechtfertigen.
Auch wird im Bericht eingeräumt, dass nur wenige Wärter und Offizielle über die Hinrichtungen
Bescheid wussten und dass niemand der Zeugen in dem Gebäude war, wo die Gefangenen angeblich
im geheimen Reihenweise gehängt wurden.
Der syrische Präsident Assad, der die Vorwürfe entschieden zurückwief, wie es deutete darauf
hin, dass der Bericht auf Interviews und nicht auf konkrete Fakten basiere.
Man kann jeden beliebigen Bericht schreiben, so Assad, man brauche dafür nur jemandem Geld
zu zahlen, wie dies Katar letztes Jahr gemacht habe.
Da der Wahrheitsgehalt, der von Amnesty veröffentlichten Gesamtzeilen nicht überprüft werden kann,
wäre eine Liste verschwundener Personen hilfreich.
Wir erinnern an die Zeit der Militärdiktaturen in Lateinamerika in den 60er bis 80er Jahren
als 35.000 Personen, die als Vermisst galten, namentlich bekannt waren.
Auch Amnesty International teilte im Report mit, über eine Liste verstundener Personen
zu verfügen, die nachweislich im Militärgefängnis seit naher hingerichtet wurden.
Diese umfasst aber ganze 36 Namen.
Der Blick auf das Kleingedruckte im Bericht von Amnesty International entlarvt somit,
die Gesamtzahl von bis zu 13.000 als skrupellosen Propagandatrick, um Präsident Assad weiter
im Verruf zu halten und das Ziel eines Regimewechsels in Syrien weiter verfolgen zu können.
Vor diesem Hintergrund müssen alle Anschuldigungen gegen Assad vor allem die emotional packenden
Schlagzeilen-Trächtigen überprüft und das Kleingedruckte zwischen den Zeilen gelesen
werden.
Weitere Hintergründe über Amnesty International und Hinweise darauf, dass Amnesty International
und Amnesty USA imperialistische Werkzeuge der USA seien, finden sie in folgenden Sendungen.
1. Amnesty International vor den Karren US-amerikanischer Interessen 2. Vorwürfe von Amnesty International
gegen Assad ein Informationskrieg 3. Demokratiemissionare als Todesengel
4. Namen und Verbindungen westlicher NGOs im Dienste globaler Kriegstreiber
