Es ist in der Tat so, dass Sport sehr Männer dominiert ist.
Ich persönlich habe aber noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Ich bin noch nie so wirklich angepflaumt worden.
Ich hatte allerdings auch das Glück,
jetzt nie unbedingt mit Otto Rihagel zusammenzutreffen.
In der Regel komme ich so zwischen kurz vor neun und neun in das Medienunternehmen.
Ich habe vielfältige Aufgaben.
Meine Pflicht ist es, das Ressort nicht nur am Laufen zu halten,
sondern dass wir täglich ein spannendes, ein überraschendes Blatt bieten,
mit Geschichten, die der Leser in erster Linie mal nicht so erwartet von uns,
auch die eine oder andere Exklusivgeschichte.
Also da macht man dann auf jeden Fall komplett Fußball mit der Grafik und dem Rest.
Wir versuchen, den großen Sport auch regional herunterzubrechen.
Anreißer.
Und das ist meine Aufgabe, da auch Impulse zu geben, viel zu organisieren.
Frau, am besten TSB, weil der Roll schickt ja was?
Gut auch.
Okay.
Gut, dann gehe ich schön vor.
Auch im Crossmedialen Bereich sind wir, wie wir hoffen, ganz gut aufgestellt.
Wir haben Formate wie Stimme aktuell.
Wir haben Formate wie unseren Scribble Life Blog.
Wir haben auf der anderen die normale Bundesliga-Seite VfB Hoffenheim.
Und auf der zweiten dann Herringer und Sochi und Winterprogramm.
Und jeweils eine halbe Lokale.
Online ist so viel, das schick ich dir.
Gut, danke.
Ein zweiter Teil ist natürlich die journalistische Arbeit, die Recherche.
Und deshalb ist es mir persönlich auch wichtig, dass ich auch mal nach draußen gehe,
dass ich vor Ort bin, dass ich auch einfach weiß, wie sich die Dinge verändern.
Dass wir keinen Kommentar machen, um mal vielleicht vierspallig aufmachen können.
Und dann da zweispallig.
Sieht nicht schön aus, aber...
Ich plane die Seiten in ihrer Gruppstruktur.
Ehe, wir um 10.15 Uhr unsere erste Sportkonferenz haben.
Montag ist er dann soweit klar.
Womit gehen wir da vor, mit der Bundesliga auf jeden Fall.
Und dann mit dem VfB, oder?
Da heimspiel, da eventuell Schicksalsspiel von Thomas Schneider.
Dort besprechen wir mit den Kollegen, was uns erwartet,
was wir an Elementen für den Leser parat haben.
Gut Bezirksliga, da weiß ich Bescheid, Arliegen weiß ich auch,
was die Agentur bietet, was aber auch die G14 in ihrem Portfolio bietet.
Hast du da noch was?
Wir wollen überraschendes bieten.
Und dafür finde ich es eine Diskussion, wichtig und richtig.
Kollegen haben mit unterschiedlichen Ansichten.
Und wir sagen, wenn wir uns schon nicht einig sind,
dann ist es der Leser vielleicht auch nicht.
Und auf diese Art und Weise entsteht schon ein Pro und Contra.
Das sind Elemente, die unser Blatt beleben.
Wir sind sehr meinungsfreudig und das kommt auch ganz gut an.
Wir wollen ja auch Hintergründe transportieren.
Wir wollen Dinge transportieren, wenn die TV-Kamera ausgeschalten ist.
Dann beginnt häufig unsere Geschichte.
Ich habe in der Tat einige große Veranstaltungen miterlebt,
sei es olympische Sommerspiele, Winterspiele, Welt- und Europameisterschaften.
Mir macht ein Fußballspiel in der Amateurliga genauso viel Spaß.
Ich gehe sehr gerne zur regionalen Leichtathletik-Veranstaltung.
Ich finde, es ist genau die Mischung aus den überregionalen
und den regionalen Ereignissen, die es ausmacht.
Lars, dann spreche ich mal kurz mit Andreas,
dass der noch ein Freisteller bzw. ein Bild für das Bandraus liegt.
Wir gucken, ob der da ist.
Der Nachmittag besteht hauptsächlich aus Telefonieren,
aus Rädigieren und nochmal aus Planungen.
Es wird nur halbspaltig, also wirklich Smallwürchen.
Ich persönlich mag das Seitenbau sehr.
Ich finde Leauten spannend,
weil man kann allein durch den Seitenzuschnitt einen Leser abschrecken
oder man kann ihn in einen Text hineinlocken.
Das ist natürlich unser Ziel.
Danke, Grazie.
Wir versuchen den Spagat zwischen einem spannenden Leaut,
einem guten Inhalt und dem Einhalten unserer Leautrichtlinien,
die wir haben.
Für gewöhnlich schließen wir den Tag ab um 18 Uhr mit der Seitenabnahme.
Dort werden nochmal zwei Nustierungen vorgenommen.
Die Seiten sind vorab selbstverständlich mit unserem Leautchef abgesprochen
und bestmöglich präsentiert.
Es ist unheimlich wichtig, da wir keinen Korrektorat mehr haben,
dass man hochkonzentriert die Seiten gegenlesen muss,
um die Fehlerquote zu minimieren.
Es ist nicht zwingend ein familienfreundliches Berufsbild,
dass wir haben, bedient durch die Tatsache,
dass sehr viele Wettbewerbe am Wochenende stattfinden.
Das muss man von vorneherein wissen.
Ich habe einen kleinen Sohn, der jetzt vier Jahre alt wird.
Er ist damit groß geworden,
aber er hat auch andere Vorteile, zum Beispiel,
dass ich an einem Mittwoch morgen, wenn der Spielplatz herrlich leer ist,
dass wir dann dort zusammen tollen können.
Und das finde ich ist auch ein Punkt, den man nicht unterschätzen darf.
Ich bin jetzt auf dem Weg ins Stadion.
Fußballbundesliga Fauff-Bestuttgart gegen Eintracht Braunschweig.
Es wird heute ein sehr emotionaler Nachmittag.
Es wird ein Fußballnachmittag mit Abstiegskampf pur.
Und besonders für den Fauff-Betrainer Thomas Schneider geht es um sehr, sehr viel.
Er hat zu Beginn der Woche noch mal eine Verlängerung bekommen.
Die Frage wird aber ganz schlicht sein,
wie lange ist er noch Trainer der Mannschaft?
Meine Lieblingssportart ist nicht der Fußball.
Das gestehe ich ganz offen.
Ich persönlich arbeite journalistisch sehr gerne in dem Wintersport.
Und persönlich komme ich aus der Leichtathletik.
Ich versuche vor allen Dingen auch Dinge zu sehen und zu beobachten,
die eine Fernsehkamera nicht in der Lage ist, einzufangen.
Und mir geht es um einen hintergrundigen Journalismus.
Und dazu gehört einfach sehr genau hinzuschauen.
Deshalb sitze ich sehr ruhig im Stadion, bin konzentriert, beobachte
und notiere mir gar nicht so viel.
Manches Mal sind es nur Stichworte, um mir die Szene wieder zurückzuholen
in den Kopf.
Oder es ist natürlich auch ein Stück weit Statistik,
das ich mir notiere.
Es ist beim Schreiben vor allen Dingen, wenn man aktuell schreibt,
einfach wichtig, dass man die Dinge beieinander hat.
Und es gibt ja auch Termine, wo wir mit Schluss pfiff senden müssen
via Laptop.
Und da bietet es sich einfach an,
seinen eigenen Spielfilmen schon notiert zu haben.
Ich beobachte genau und wenn ich jetzt zum Beispiel noch mit Twitter
arbeiten müsste, würde ich das selbstverständlich nicht ablehnen.
Allerdings gebe ich zu bedenken, dass man dann nicht mehr so konzentriert
dabei sein kann.
Und man läuft Gefahr, dass ein oder andere Detail durchgeht,
durchrutscht und das finde ich schade.
Es war so, dass das 2 zu 2 natürlich ein sehr enttäuschendes Ergebnis war,
sowohl für die Profis als auch für die Fans.
Was dann passiert ist, das habe ich schon erlebt,
aber ich muss zugeben, es ist schon eine Weile her.
Die Fans haben 25 Minuten lang vehement den Vorstand gefordert.
Der ist dann auch erschienen, die nicht mehr in den Kopf sind.
Die Fans waren sehr aufgewühlt und da ist es schwierig,
für einen Sportfunktionär die richtigen Worte zu finden.
Aber es war für uns als Sportjournalisten noch interessant,
es zu beobachten.
Es sind auch sehr viele lange auf der Tribüne geblieben.
Wir hatten schon geahnt, dass es ein Spiel werden wird,
bei dem mehrere Fronten interessant werden können.
Es war von Vorteil, mein Kollege hat sich die Pressekonferenz angehört
und war dort nah dran und ich habe mich in der Mixzone postiert.
Mitunter gibt es da schon auch mal einen Ellbogen in die Rippen,
wenn die Schlange größer ist.
Mir persönlich behagen die Statements der Fußballprofis nicht so sehr,
sie sind sehr glatt, sie sind politisch korrekt
und das ist nicht unbedingt das, was das Sportjournalisten
Herz höher schlagen lässt.
Es gibt in Randsportarten häufig noch knackigere Aussagen,
die einfach für die Geschichten höherwertiger zu verwenden sind.
Es war noch der Pikachu, oder?
Es war noch der Pikachu.
Ziel war natürlich auch, die regionale Geschichte zu finden.
Hallo, ganz kurz noch, Stefanie Wahl von der Heilbronnner Stimme.
Sie hat ja ein Gruß aus der Heimat.
Wie ist das?
Da spielt man wieder gegen den VfD
und dann macht man das entscheidende 2-2.
Was ist das für ein Gefühl?
Mich hat es natürlich in erster Linie gefreut,
dass ich meiner Mannschaft dadurch weiterhelfen konnte.
Er ist ein Profi von Eintracht Braunschweig.
Er ist dann über Heilbronn nach Stuttgart gewechselt,
aber es ist uns natürlich ein Anliegen,
die Vita der regionalen Athleten weiter zu verfolgen.
Ich versuche erst über seinen Sport zu sprechen,
weil das ist der Job.
Ich versuche ihn damit zu fangen
und dann eventuell noch andere Themen abzudecken.
Und werde natürlich nicht gleich mit der Kracherfrage einsteigen,
denn damit könnte ich ihn verschrecken.
Für gewöhnlich ist nach Mixzone und Pressekonferenz
noch ein, zwei kurze Gespräche mit Kollegen.
Und dann war ich nach Hause.
Für mich ist der Arbeitstag dann noch nicht beendet,
weil ich versuche dann in den AV-Medien mich noch zu informieren.
Ich versuche einfach über Sekundärquellen noch das ein
oder andere an Input zu bekommen.
Und dann ist es aber auch gut.
Sportjournalisten sind, glaube ich, im positiven Sinne verrückt.
Wir haben alle einen Knall.
Was ich damit meine ist,
wir haben eine sehr hohe intrinsische Motivation.
Wir nehmen mitunter lange Arbeitszeiten in Kauf.
Aber letztendlich finden wir den Sport so interessant,
dass wir bereit sind, noch viel dafür zu geben.
Auch wenn ich den Sportjournalismus teilweise kritisch betrachte,
dann finde ich, es ist ein sehr schönes Arbeitsfeld,
das man darin hat.
Weil man ein ganz, ganz breites Portfolio hat.
Und man muss einfach nur zugreifen.
