{"klexikon": [{"title": "Aal", "id": 0, "text": "Der Aal ist ein Fisch, der wie eine Schlange aussieht. Sein Körper sind sehr lang, schlank und beweglich. Er hat eher kleine Flossen, die wie Bänder am Körper anliegen. Die Schuppen sind sehr klein und schleimig. Deshalb sagt man über bestimmte Menschen auch, sie seien aalglatt, wenn man sie nicht festmachen kann.<eop>Es gibt etwa zwanzig Arten von Aalen, die zusammen eine Gattung bilden. Bei uns gibt es nur den Europäischen Aal. Er ist gemeint, wenn jemand bei uns von einem Aal spricht. Diese Aale leben in Flüssen und Seen. Erwachsene Aale können bis zu einem Meter lang werden. Um sich zu vermehren, schwimmen sie die Flüsse hinunter und durch das Meer bis fast nach Amerika. Dort paaren sie sich. Das Weibchen lässt die Eier ins Wasser und stirbt. Auch das Männchen stirbt.<eop>Aus den Eiern entwickeln sich Jungtiere. Wenn sie so groß sind wie ein Finger sind sie fast durchsichtig, dann nennt man sie auch Glas-Aale. Dann schwimmen sie durch das Meer zurück und die Flüsse hinauf. Dazu können die Aale einen Trick: Sie schlängeln sich wie Schlangen durch das feuchte Gras, um von einem Fluss in den anderen zu gelangen.<eop>Aale gelten als sehr schmackhaft und werden deshalb schon seit langer Zeit von uns Menschen gefangen und gegessen. Meist verkauft man sie gebraten oder geräuchert. In Zeiten, wenn die Menschen sonst nur wenig zu essen hatten, waren Aale manchmal sogar wertvoller als Gold und Edelsteine.<eop><eop>"}, {"title": "Aare", "id": 1, "text": "Die Aare ist der längste Fluss innerhalb der Schweiz. Sie ist außerdem der wasserreichste Fluss, der in den Rhein strömt. Die Aare ist insgesamt 288 Kilometer lang. <eop>Ihre Quelle hat die Aare in den Aargletschern, die in den Berner Alpen liegen. Im Tal unter der Quelle fließt sie in einer engen Schlucht durch die Felsen. Mehr Platz nimmt das Wasser kurz darauf im Brienzersee sowie im Thunersee ein. <eop>In Bern, der Hauptstadt der Schweiz, macht der Fluss einen Bogen um die Altstadt herum. Die Altstadt stammt noch aus dem Mittelalter. Am Aare-Ufer in Bern liegt ein Bärenpark.<eop>Unterhalb von Bern schlängelte sich die Aare früher wild durch das Seeland. Sie hat viele Überschwemmungen verursacht. Die Aare wurde dann in den Hagneckkanal gelegt und in den Bielersee geleitet. Dort lagert sie all den Sand und die Steine ab, die sie mitbringt. In Biel verlässt das Wasser den See durch einen weiteren Kanal und fließt zurück in das alte Bett. Seither gibt es in diesem Gebiet fast keine Überschwemmungen mehr, und sie sind weniger schlimm als früher.<eop>Im ebenen Gebiet vom Bielersee bis Solothurn kann man mit dem Motorschiff auf der Aare reisen. Wer möchte, kann die Aare auch mit dem Schlauchboot befahren. Man darf auch in ihr baden. Die Aare wurde auch mehrmals mit einem Stauwehr verbaut, damit sie elektrischen Strom herstellen kann.<eop>Der Kanton Aargau ist nach der Aare benannt. Dort geht sie schließlich in den Rhein über. An dieser Stelle liegt auch die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland. <eop><eop> "}, {"title": "Ader", "id": 2, "text": "Adern sind Blutgefäße. Das sind kleine Röhrchen im Körper, mal länger, mal dicker. Das Herz pumpt durch die Adern einmal pro Minute das gesamte Blut durch den Körper eines Menschen. Zusammengerechnet wären das bei einem einzigen Menschen, an einem ganzen Tag, etwa 7000 Liter Blut. Nicht nur Menschen, sondern auch die meisten Tiere haben Adern.<eop>Wenn man bei einem Menschen alle dicken und dünnen Adern aneinanderhängen würde, käme man auf eine Länge von insgesamt etwa 100.000 Kilometer. Das reicht zweieinhalb Mal um die Erde) herum. Das ist der Blutkreislauf, in dem das Blut zu allen Stellen im Körper gebracht wird. Alle Organe wie Auge, Leber, Lunge, Nase oder Gehirn erhalten so Blut, aber auch die Knochen, die Muskeln und die Haut. <eop>Wenn eine Ader verstopft ist oder gerissen, dann kann man krank werden. Vielleicht kommt es zu einem Schlaganfall im Gehirn. Bei einem Herzinfarkt schlägt das Herz nicht mehr. Noch mehr Krankheiten kann es geben, wenn die Durchblutung gestört ist. Darum schaut der Arzt, ob das Blut ungestört durch die Adern fließt. Außerdem sollen die Wände der Adern stabil sein.<eop>Das System der Adern bildet den Blutkreislauf. Der ist bei den Menschen und Vögeln in etwa gleich. Er besteht aus vier Teilen, die man sich wie Baum|Baumstämme mit Ästen und immer feineren Zweigen vorstellen kann. Zwei Bäume bilden die Arterien, zwei Bäume bilden die Venen.<eop>Was sind Arterien? Die Adern, die das Blut vom Herzen weg befördern, nennt man Arterien oder Schlagadern. Man spürt in ihnen den Puls des Herzens, beispielsweise am Handgelenk. Die größte und dickste Arterie heißt Aorta. Sie bringt das Blut zu allen Organen des Körpers, auch zum Gehirn. Das ist „der erste Baumstamm“.<eop>Eine weitere dicke Arterie bringt das Blut vom Herz zur Lunge. Sie verästelt sich immer mehr. Die feinsten Äderchen legen sich so an die Lungenbläschen, dass das Blut das Kohlendioxid abgeben kann. Das sind die „Abgase“ des Körpers. Dafür nehmen sie Sauerstoff aus der frischen Luft auf. Das ist „der zweite Baumstamm“.<eop>Was sind Venen? Venen sammeln das Blut wieder ein. In der Lunge vereinigen sich die feinen Äderchen zu immer dickeren Adern. Die letzte und dickste von ihnen bringt das Blut zurück zum Herzen. Das ist „der dritte Baumstamm“.<eop>Andere feine Venen sammeln das Blut in allen Organen des Körpers. Auch sie vereinigen sich zu immer dickeren Adern. Die letzte und dickste von ihnen bringt das Blut zurück zum Herzen. Das ist „der vierte Baumstamm“.<eop>"}, {"title": "Advent", "id": 3, "text": "Das Wort Advent kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Ankunft. Der volle Name wäre eigentlich „adventus domini“, „Ankunft des Herrn“, also Ankunft Gottes. Den Advent feiern die katholischen und die evangelischen Christen ab dem vierten Sonntag vor Weihnachten. In der orthodoxen Kirche entspricht der Advent der Weihnachts-Fastenzeit. Sie dauert 40 Tage und beginnt somit etwas früher. <eop>Die Daten der Adventssonntage wechseln vor Jahr zu Jahr. Die Regel lautet: Der vierte Adventssonntag ist spätestens der 24. Dezember. Also ist das früheste Datum für den vierten Advent der 18. Dezember. So war es im Jahr 2016. Der erste Advent war dann bereits am 27. November. Im Jahr 2017 war der vierte Advent bereits am 24. Dezember und der erste Advent am 3. Dezember.<eop>Wie waren Adventskalender früher und heute? <eop>Der Adventskalender ist vor allem bei Kindern beliebt. Früher war es meistens ein Bild von Häusern mit Türen und Fenstern mit Nummern von 1 bis 24. Von diesen Türchen und Fensterchen durfte das Kind jeden Tag das entsprechende aufklappen. Dahinter erschien dann ein Blick in das Wohnzimmer, eine Küche, auf einen Engel oder anderes. Das größte Türchen betraf den 24. Dezember und zeigte meistens Maria und Josef mit dem Jesuskind.<eop>Heute findet man meist andere Arten von Adventskalendern: Kleine Taschen, Strümpfe oder andere Behälter sind mit Süßigkeiten gefüllt. Das Kind darf täglich eines davon öffnen und genießen.<eop>Immer mehr Schulen gestalten riesige Adventskalender: Ein ganzes Fenster für einen einzigen Tag! Diese werden entsprechend dem Datum an die Scheiben gehängt. So kann sich das ganze Dorf oder der ganze Stadtteil auf Weihnachten einstimmen.<eop>Welche weiteren Adventsbräuche gibt es noch? <eop>Ein wichtiger Brauch ist der Adventskranz. Er trägt vier Kerzen. An jedem Adventssonntag wird eine Kerze mehr angezündet. Das Licht ist ein Zeichen für Jesus. Je mehr Licht brennt, desto näher kommt er.<eop>Hinter manchen Fenstern sieht man Lichterbögen. Sie leuchten während der ganzen Adventszeit und sind meist elektrisch. Die Idee kommt aus dem Erzgebirge: Dort arbeiteten früher viele Leute im Bergbau. Diese Arbeiter freuten sich ganz besonders über die Lichter. Sie nannten ihre Lichterbögen auch Schwibbogen.<eop>Ursprünglich gab es nur Kerzen als Adventsbeleuchtung. Diese wurden mehr und mehr von Glühbirnen und Leuchtdioden abgelöst. Das ist einfacher und es besteht keine Brandgefahr.<eop>Früher wurde die Adventszeit mehr innerlich gefeiert: Die Menschen gingen vermehrt in die Kirche oder lasen sich zu Hause Adventsgeschichten vor. Dies geht schon seit vielen Jahren immer mehr verloren. Dafür werden die Einkäufe in der Adventszeit immer wichtiger. Es gibt Geschäfte, die verdienen im Advent so viel wie im ganzen übrigen Jahr.<eop><eop>"}, {"title": "Affen", "id": 4, "text": "Affen sind Säugetiere und stammen aus der Ordnung der Primaten. Dieses Wort kommt vom lateinischen Wort „primus“ und bedeutet „der erste“. Affen sind die nächsten Tierischen Verwandten der Menschen. Eines der Merkmale dieser Ordnung ist ein höher entwickeltes Gehirn. Auch äußerlich sind die Affen den Menschen am ähnlichsten.<eop>Affen sind kluge und gesellige Tiere. Sie ernähren sich meist von Pflanzen, manchmal nehmen sie aber auch Insekten hinzu. Manche Affen können auf zwei Beinen gehen, wie ein Mensch. Andere wiederum laufen immer auf allen Vieren.<eop>Wenn wir heute von Affen sprechen, meinen wir oft einen Begriff aus der Umgangssprache oder aus unserer Alltagssprache. Wir kennen beispielsweise die Gorillas, meist aus dem Zoo. Dann bezeichnen wir alle Tiere, die so ähnlich sind, als Affen. In der Wissenschaft der Biologie ist das aber viel komplizierter. <eop>Wie lassen sich die Primaten einteilen? Die Primaten bilden im Tierreich eine Ordnung. Man kann sie einteilen in zwei Unterordnungen: Die Feuchtnasenprimaten und die Trockennasenprimaten. Die Trockennasenprimaten kann man aufteilen in die Altweltaffen und die Neuweltaffen. Das hat mit den Entdeckungen zu tun: Die Altweltaffen gibt es in Afrika und Asien, die Neuweltaffen in Amerika, das erst später entdeckt wurde.<eop>Die Altweltaffen nennt man auch Schmalnasenaffen. Zu ihnen gehören die Menschenartigen, also die Menschenaffen und die Gibbons, die Meerkatzen, die Paviane und einige mehr. Der Fachmann erkennt sie am Innern der Nase, an den Nasenlöchern, am Innern der Ohren und an den Backenzähnen.<eop>Die Neuweltaffen sind eher kleiner als die Altweltaffen. Das Seidenäffchen wiegt nur gerade 100 Gramm, so viel wie eine Tafel Schokolade. Einige Neuweltaffen haben einen Schwanz, mit dem sie Äste umfassen können. Zu den Neuweltaffen gehören die Löwenäffchen, die Kapuzineraffen, die Totenkopfaffen, die Klammerschwanzaffen, die Wollaffen und viele andere.<eop>Was sind Menschenaffen? Die Menschenaffen bilden im Tierreich eine Familie der Altweltaffen. In der Wissenschaft nennt man sie die „Hominiden“. Diese kann man in vier Gattungen aufteilen: Die Gorillas, die Schimpansen, die Orang-Utans und die Homo. Der lateinische Name „Homo“ hat aber nichts mit Homosexualität zu tun.<eop>Die Homo sind also eine Gattung. Aus ihnen haben sich die Menschen entwickelt. Von ihnen gibt es verschiedene Arten. Die lateinischen Namen beginnen alle mit „Homo“ und hängen dann noch ein Wort an, damit man sie unterscheiden kann. Einige Beispiele: Der „Homo sapiens“ ist „der wissende Mensch“, das sind alle heutigen Menschen, egal welcher Hautfarbe. Der „Homo neanderthalensis“ ist der Neandertaler, der „Homo heidelbergensis“ ist der Heidelbergmensch und so weiter. Außer dem Homo sapiens sind alle ausgestorben.<eop><eop>"}, {"title": "Ahorne", "id": 5, "text": "Die Ahorne sind Laubbäume mit Blättern, die ungefähr die Form einer Hand haben. Insgesamt gibt es mindestens 100 Ahorn-Arten. Gemeinsam bilden sie die Gattung der Ahorne. Man findet sie auf der nördlichen Halbkugel der Erde. Sie wachsen nur dort, wo es nicht zu heiß ist, also in ganz Europa, in den USA und in Kanada sowie in Teilen Asiens.<eop>In unseren Städten ist der Spitzahorn einer der häufigsten Bäume. Im Frühling blüht er vor vielen anderen Bäumen und sorgt für ein frisches, helles Grün. Im Herbst verliert er die Blätter als letzter. <eop>Die häufigste Ahorn-Art in Mitteleuropa ist der Bergahorn. Er kann bis zu 500 Jahre alt werden und wächst in den Alpen sogar in 2000 Metern Höhe. Auf ihm und in seinem Holz leben viele Raupen, Käfer, Wildbienen und andere Insekten. Ebenfalls weit verbreitet in Europa ist der Feldahorn.<eop>Ein besonderes Kennzeichen für den Ahorn sind die Samen. An jedem Samen hängt ein Flügel. Der dreht sich beim Herunterfliegen wie die Blätter eines Hubschraubers. So fliegen sie weiter vom Stamm weg und können den Baum weiter herum verbreiten.<eop>Ahornholz wird vor allem für Möbel genutzt. Das Holz eignet sich auch sehr gut dafür, um Musikinstrumente oder Spielzeug zu bauen. Zum Süßen von Speisen kommt Ahornsirup zum Einsatz. Der wird aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen, der in Nordamerika vorkommt, also zum Beispiel in Kanada. Um den Saft zu gewinnen, ritzt man die Rinde an und hängt einen Eimer an den Stamm. Der fängt den Ahornsaft auf. Durch Einkochen wird er zähflüssig und man kann ihn in der Küche ähnlich wie Zucker verwenden.<eop><eop>"}, {"title": "Akropolis", "id": 6, "text": "Die Akropolis ist ein Ort in Athen, der Hauptstadt von Griechenland. Dort stehen einige Gebäude aus dem Altertum. Ein Beispiel ist der Parthenon-Tempel: Mit seinen hohen Säulen ist er von weitem her sichtbar. Die Akropolis ist ein Wahrzeichen der Stadt, aber auch für ganz Griechenland. Weil die alten Griechen so wichtig waren, ist es auch ein Wahrzeichen für die Kultur von Europa.<eop>Eigentlich ist eine Akropolis eine Oberstadt oder ein Burgberg. Damit ist eine Festung auf einem Berg oder Hügel gemeint. Viele Städte im alten Griechenland oder anderswo hatten solche Festungen. Wenn man von Feinden angegriffen wurde, konnte man sich dorthin zurückziehen und verteidigen. Meist aber denkt man bei dem Wort „Akropolis“ an die Akropolis von Athen, weil das die wichtigste griechische Stadt ist.<eop>Schon in der Steinzeit haben Menschen dort gelebt. Bei den alten Griechen, vor etwa 2500 Jahren, wurde aus der Festung ein Ort für Tempel. Mit großartigen Gebäuden wollten die Athener zeigen, wie mächtig sie waren.<eop>Unter dem Herrscher Perikles baute man den Ort völlig um. So sieht die Akropolis heute auch noch aus. Das war aber nicht immer so: Im Laufe der Jahrhunderte kamen viele Gebäude hinzu. Das hatten oft fremde Herrscher so bestimmt. Aber im 19. Jahrhundert wollten die Griechen stolz auf ihre eigene Geschichte schauen und haben vieles wieder entfernt. Für die Archäologie, die Wissenschaft von alten Dingen, ist das schade.<eop>Die Akropolis ist ein Weltkulturerbe der UNESCO und zieht heute viele Urlauber an. Sie liegt auf einem Berg, etwa 150 Meter hoch. Darum kann man sie schon von weitem sehen, obwohl sie mitten in Athen liegt. <eop> "}, {"title": "Allah", "id": 7, "text": "Allah ist das arabische Wort für Gott oder für den Ausdruck „der Gott“. Meist meint man mit Allah den Gott im Islam. Im Koran erscheint der Ausdruck „Allah“ 2.699 Mal.<eop>Im Koran hat Allah über hundert weitere Namen. Dies sind jedoch eher Beschreibungen. Er heißt dann der Allbarmherzige, der Allmächtige, der Allessehende und so weiter. <eop>Allah wird im Koran so beschrieben: Er ist der Schöpfer des Universums, er hat also das Universum erschaffen. Er selber wurde nicht erschaffen, er war immer schon da. Außer ihm gibt es keinen Gott. <eop>In der Zeit seit Mohammed gibt es verschiedene Vorstellungen von Allah: Er sitzt auf einem Thron, er hat Hände und ein Gesicht und er erschuf seine Diener. In einer anderen Vorstellung erscheint er nicht als sichtbare Person, sondern man erkennt ihn in seiner Schöpfung.<eop>Außerhalb des Islam ist „Allah“ einfach der Name für Gott. Es gibt arabische Übersetzungen des jüdischen Alten Testaments oder des christlichen Neuen Testaments. Dort heißt Gott ebenfalls „Allah“. <eop>"}, {"title": "Allosaurus", "id": 8, "text": " Der Allosaurus war ein Dinosaurier, der als einer der größten Fleischfresser seiner Zeit gilt. Der Name Allosaurus kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt „andersartige Echse“. Bis heute ist nicht klar, ob er sich von Aas ernährt hat, also von bereits toten Tieren, oder ob er ein Raubtier war und im Rudel Tiere jagte. Man hat aber Knochen von Allosaurus-Skeletten gefunden, die vermuten lassen, dass er ein Raubtier war. Wahrscheinlich hat der Allosaurus auch kleinere Saurierarten gefressen.<eop>Die Allosaurier lebten 10 Millionen Jahre lang auf der Erde. Diese Zeit ist allerdings etwa 150 Millionen Jahre her. Sie konnten bis zu zwölf Meter lang und mehrere Tonnen schwer werden. Sie gingen auf zwei Beinen und hatten einen großen Schwanz, mit denen sie das Gleichgewicht hielten. <eop>Zu erkennen ist der Allosaurus an den kräftigen Hinterbeinen und Vorderarmen sowie an seinem sehr beweglichen Hals. Seine sehr scharfen Zähne sind wie bei Haien immer wieder nachgewachsen, wenn er sie zum Beispiel bei einem Kampf verloren hat.<eop>Zu Hause waren die Allosaurier auf offenen und trockenen Flächen mit größeren Flüssen. Komplette Allosaurus-Skelette kann man sich in Deutschland im Senckenbergmuseum in Frankfurt am Main oder im Museum für Naturkunde in Berlin anschauen. In Berlin handelt es sich um die Kopie eines Tieres, das man in den USA gefunden hat.<eop>"}, {"title": "Amazonas", "id": 9, "text": "Der Amazonas ist ein sehr großer Fluss, der einmal quer durch Südamerika fließt, fast ganz vom Westen bis in den Osten. Er bekommt sein Wasser aus vielen kleinen Flüssen. Sie entspringen meistens in den Bergen der Anden. <eop>Auf seinem Weg wächst der Amazonas sehr stark an. Im Amazonas fließt mehr Wasser als in jedem anderen Fluss der Welt, nämlich etwa 70 Mal so viel wie im Rhein. Die Mündung, wo das Flusswasser ins Meer fließt, liegt in Brasilien. <eop>Das Gebiet des Amazonas und seinen Nebenflüssen nennt man das „Amazonasbecken“. Es ist flach. Sein Klima ist tropisch-heiß. Ein Großteil des tropischen Regenwaldes in Südamerika liegt im Amazonasbecken<eop>Tief im Regenwald wohnen nur wenige Menschen. Der Wald ist nämlich so dicht gewachsen, dass man ihn zuerst roden muss, um etwas zu essen anzubauen. Als die Europäer Kolonien aufbauen wollten, war es für sie sehr schwierig im Gebiet des Amazonas. Es gab Gerüchte über eine Stadt aus Gold, das „El Dorado“ tief im Wald, nach der viele Europäer vergeblich gesucht haben. <eop>Die größte Stadt am Amazonas heißt Manaus. Früher war sie vor allem bekannt, weil man in der Nähe Kautschuk geerntet hat: Der Kautschuksaft fließt aus den Kautschukbäumen, wenn man sie anschneidet. Aus dieser klebrigen Masse macht man Gummi, vor allem für Autoreifen. Aber auch für Gummistiefel, Regenmäntel, manche Kaugummis und vieles andere benötigt man Kautschuk. <eop>Ist die Natur im Amazonasbecken bedroht? Die Menschen roden immer mehr Regenwald. Sie fällen Bäume in großen Gebieten, um das wertvolle Holz zu verkaufen. Zudem wollen sie Land gewinnen. Darauf bauen sie Palmöl an oder Soyabohnen. Von beidem wird der Großteil in die USA und nach Europa verkauft. Viele Tiere verlieren dadurch ihren Lebensraum.<eop>Ein weiteres Problem sind die Goldgräber. Sie brauchen Quecksilber. Dies ist ein giftiges Schwermetall, das im Boden und im Wasser bleibt. Viele seltene Fische sind deshalb vom Aussterben bedroht, so auch eine seltene Delfinart und eine besondere Seekuh.<eop><eop> "}, {"title": "Ameisen", "id": 10, "text": "Ameisen sind Insekten, die in Staaten zusammenleben. Als Allesfresser fressen sie auch andere Insekten und Spinnen. Weltweit gibt es über 10.000 Arten, 200 davon bei uns in Europa. Die bei uns bekannteste Ameisenart ist die Rote Waldameise. Sie ist einen halben bis einen ganzen Zentimeter groß. <eop>Wie alle Insekten haben auch Ameisen sechs Beine, einen harten Panzer und einen dreiteiligen Körper aus Kopf, Brust und Hinterleib. Ameisen können unterschiedliche Farben haben: rötlich-braun, schwarz oder auch gelblich. Die beiden „geknickten“ Fühler am Kopf nennt man auch Antennen. Damit orientieren sie sich, weil sie mit den Antennen tasten, riechen und schmecken können.<eop>Wie ist ein Ameisenstaat aufgebaut? Zu einem Ameisenstaat gehören ein paar hundert Ameisen oder auch mehrere Millionen. Fast alle Ameisen in einem Staat sind Weibchen: Arbeiterinnen und Königinnen. Die Männchen sind nur kurz im Frühling zu sehen. In der Zeit befruchten sie die Weibchen. Danach sterben sie wieder.<eop>Arbeiterinnen kümmern sich um den Nachwuchs, um Nahrung, und sie bauen das Ameisennest. Sie werden höchstens zwei oder drei Jahre alt. Königinnen sind oft größer als die anderen Ameisen und können bis zu 25 Jahre alt werden. Nur sie legen die Eier. Aus diesen Eiern entwickeln sich dann die neuen Ameisen. Wird eine Königin geboren, so nennt man sie Jungkönigin. Sie gründen entweder einen neuen Ameisenstaat oder bleiben in ihren Staat, wenn es dort mehrere Königinnen gibt.<eop>Staaten mit einer Königin werden nur so alt wie die Königin selbst. Das liegt daran, dass nach ihrem Tod keine Eier mehr gelegt werden. Mit mehreren Königinnen können Ameisenstaaten deutlich älter werden: etwa 50 bis 80 Jahre.<eop>"}, {"title": "Amerika", "id": 11, "text": "Amerika ist ein Kontinent. Oft wird er ein Doppelkontinent genannt, weil er aus Nordamerika und Südamerika besteht. Beide Teile sind nur an einer ganz dünnen Stelle in Panama miteinander verbunden. Auf dem Doppelkontinent leben 900 Millionen Menschen. Zum Vergleich: Europa hat nur 740 Millionen Einwohner, Amerika ist aber viermal so groß.<eop>Im Jahr 1492 segelte Christoph Kolumbus von Europa nach Amerika. Obwohl er nicht der erste war, gilt er als der Entdecker Amerikas. Vorher kamen dort die Wikinger an. Dort lebten aber schon seit vielen tausend Jahren die Indianer. Diese sagt man wiederum seien aus Asien über die Beringstraße, eine schmale Landverbindung zwischen Russland und Alaska, gekommen. <eop>Mehrere Länder Europas hatten später Kolonien in Amerika. In solche Siedlungen sind viele ihrer eigenen Leute hingezogen. So kommt es, dass man in Nordamerika meist Englisch spricht, nämlich in Kanada und in den USA. In Mittelamerika, das ist der Süden von Nordamerika, und in Südamerika sprechen die allermeisten Menschen Spanisch, weil dort früher die Spanier herrschten. Die größte Ausnahme davon ist Brasilien, wo Portugiesisch die Landessprache ist.<eop>Amerika erstreckt sich von der Arktis bis fast an die Antarktis. Der Doppelkontinent kennt sowohl heiße Wüsten, kalte Eiswüsten als auch Regenwald. Viele Tierarten gibt es nur in Amerika. Man nennt den Doppelkontinent auch die „Neue Welt“. Europa, Asien und Afrika bilden zusammen die „Alte Welt“.<eop> "}, {"title": "Amphibien", "id": 12, "text": "Die Amphibien sind eine Unterart der Wirbeltiere. Das heißt, sie sind Tiere, die eine Wirbelsäule haben. In der deutschen Sprache nennt man sie auch Lurche. Frösche, Molche und Salamander sind die bekanntesten Amphibien. Wissenschaftler vermuten: Vor vielen hundert Millionen Jahren waren die Amphibien die ersten Lebewesen, die begannen, an Land zu leben.<eop>Das Wort Amphibie kommt aus dem Griechischen und bedeutet doppellebig. Das liegt daran, dass die meisten Amphibien als Jungtiere im Wasser leben und wie Fische durch Kiemen atmen. Bei Fröschen nennt man die Jungtiere Kaulquappen. Wenn sie älter werden, bewegen sich Amphibien an Land und leben dann an Land und im Wasser. Dann atmen sie wie Menschen durch Lungen. <eop>Die meisten Amphibien legen Eier wie Vögel oder Fische. Diese Eier, die man auch Laich nennt, legen sie im Wasser ab. Dort schlüpfen dann die Kaulquappen heraus. Eine Ausnahme bilden die Salamander. Sie bringen Larven oder sogar lebende Jungtiere zur Welt.<eop>Amphibien sind wechselwarme Tiere: Ihre Körpertemperatur verändert sich immer, denn sie passt sich der Temperatur an, die ihre Umgebung hat. Das ist wichtig, damit ihnen im Wasser und im Gebirge nicht kalt wird. Außerdem werden Amphibien noch von ihrer dicken Haut warm gehalten. Bei den Säugetieren hingegen ist die Körpertemperatur immer gleich, egal, wie warm oder kalt es um uns herum ist. So ist es also auch bei den Menschen . Darum wird uns im Wasser nach einiger Zeit kalt.<eop>Im Winter halten Amphibien Winterstarre. Das bedeutet, dass sie alle Flüssigkeiten aus ihrem Körper abgeben und dadurch ganz starr werden. Während ihre Haut sonst glitschig und nass ist, wird sie in der Winterstarre trocken und rau.<eop>"}, {"title": "Amsel", "id": 13, "text": "Die Amsel ist ein Singvogel. Man nennt sie auch Schwarzdrossel. In Europa zählt sie zu den bekanntesten Vögeln. In Deutschland ist sie die häufigste Vogelart überhaupt.<eop>Ein ausgewachsenes Amselmännchen erkennt man an seinem tiefschwarzen Gefieder. Schnabel und Augenringe sind leuchtend gelb. Es ist 25 Zentimeter groß. Das kleinere Amselweibchen und auch die Jungvögel hingegen haben größtenteils eine dunkelbraune Farbe.<eop>Vor über hundert Jahren war die Amsel noch ein scheuer Waldvogel. Inzwischen hat sie sich immer mehr an den Menschen gewöhnt. Man findet sie in fast jedem Garten oder Park.  Manche Amseln sind Zugvögel und ziehen im Winter in wärmere Gebiete, andere bleiben das ganze Jahr über an einem Ort. In Mitteleuropa zieht ungefähr ein Viertel aller Amseln in den Süden. In kälteren Gegenden wie zum Beispiel in Finnland ziehen neun von zehn Vögeln nach Südfrankreich oder Nordafrika. <eop>Wie leben Amseln? Im Frühling kann man vor allem am frühen Morgen und abends ihren melodischen Gesang hören. Sie sitzen dazu oft ganz oben in einem Strauch oder Baum, oder auf einem Dach. <eop>Zu dieser Zeit kann man die Amsel auch bei ihrer Nahrungssuche beobachten. Unter abgefallenem Laub und auf Rasenflächen hüpft sie in kleinen Sprüngen vorwärts. Hat sie etwas entdeckt, hält sie mit schräg gehaltenem Kopf still und lauscht nach Bodentieren. Sie ernährt sich von Insekten, Larven, Würmern, Samen und Beeren.<eop>Wie vermehren sich Amseln? Amseln brüten oft dreimal im Jahr. Dazu nisten sie hauptsächlich in Bäumen und Sträuchern oder in Pflanzen, die sich an Hausmauern hinaufranken. Sie legen drei bis fünf Eier, die das Amselweibchen allein ausbrütet. Nur zur Nahrungssuche fliegt es weg. Das Männchen setzt sich in dieser Zeit nicht auf die Eier, sondern es stellt sich auf den Rand des Nestes. Wenn Gefahr droht, verteidigt es die Eier mit lautem Zwitschern.<eop>Nach etwa zwei Wochen schlüpfen die Küken. Sie sind dann noch nackt und blind. Die Amseleltern fliegen oft den ganzen Tag, um ihren Nachwuchs zu füttern. Zwischendrin bleiben die Küken auch mal allein, ohne Eltern.<eop>Zwei Wochen nach der Geburt fliegen die Jungvögel aus dem Nest. Sie können dann aber noch so schlecht fliegen, dass sie gleich auf dem Boden landen. Die Eltern versuchen dann, sie zusammenzuhalten und gegen Fressfeinde wie Katzen und Elstern zu verteidigen. Deshalb verstecken sich die Vogelfamilien in dieser Zeit und sind nur schwer zu entdecken. Dabei werden sie weiter von den Amseleltern gefüttert. Trotz des Schutzes und Versteckens werden die meisten Jungtiere in dieser Zeit gefressen. Wenn sie etwa drei bis fünf Wochen alt sind, können sie selbständig fliegen.<eop><eop>"}, {"title": "Amsterdam", "id": 14, "text": "Amsterdam ist die Hauptstadt und auch die größte Stadt der Niederlande. Sie hat etwa 800.000 Einwohner. Der Name Amsterdam kommt von dem kleinen Fluss Amstel, an dem die Stadt liegt. Hier gab es seit dem Mittelalter ein Fischerdorf. Um es vor der Nordsee zu schützen, baute man einen Deich oder Damm, eben den Amstel-Damm. Das Dorf wuchs und erhielt das Recht, sich Stadt zu nennen. Viele Menschen lebten vom Handel. Im 17. Jahrhundert war Amsterdam sogar die reichste Stadt Europas.<eop>In der Stadtmitte gibt es viele Kanäle, die man Grachten nennt. Früher konnte man über die Grachten leicht Waren mit Schiffen in die Lagerhäuser bringen. In Amsterdam liegt das Rijksmuseum, sprich Räjks-Mü-sseüm, das wichtigste Museum der Niederlande mit vielen berühmten Gemälden. <eop>Auch viele andere wichtige Gebäude des Landes gibt es hier, darunter einen Königlichen Palast. Obwohl Amsterdam die Hauptstadt der Niederlande ist, hat die Regierung ihren Sitz in Den Haag. Das ist eine Stadt weiter westlich an der Küste.<eop>Etwa die Hälfte der Amsterdamer sind keine Niederländer. Es gibt wohl keine andere Stadt auf der Welt, deren Einwohner aus so vielen verschiedenen Ländern kommen. Außerdem wird man auf der Straße und in den Läden oft auf Englisch angesprochen, wegen der vielen Urlauber.<eop> "}, {"title": "Angela Merkel", "id": 15, "text": "Angela Merkel ist seit 2005 Bundeskanzlerin von Deutschland. Sie leitet die Bundesregierung, die in Berlin sitzt. Sie ist einer der mächtigsten Politiker auf der Welt. <eop>Angela Merkel wurde 1954 in Hamburg geboren. Sie wuchs aber in der Deutschen Demokratischen Republik auf, genauer gesagt in Templin im heutigen Brandenburg. Dort arbeitete ihr Vater als Pfarrer in einer Kirche. Nach der Schulzeit studierte Angela Merkel Physik und arbeitete dann als Forscherin in Ost-Berlin.<eop>In der Deutschen Demokratischen Republik hatte damals nur eine Partei das Sagen, die kommunistische. Im Jahr 1989 hatten die Leute endlich genug davon und demonstrierten, um mehr Mitsprache und echte Wahlen zu fordern. In dieser Zeit wurde Angela Merkel Politikerin. <eop>Im Jahr 1990 trat sie in die CDU ein. Das ist die Partei der Christdemokraten in Deutschland. Im gleichen Jahr wurde sie in den Bundestag gewählt. Unter dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl gehörte Merkel schon einmal der Regierung an: Sie war erst Ministerin für Frauen und Jugend, später Umweltministerin. Im Jahr 2000 wurde sie die Vorsitzende ihrer Partei CDU. Das war sie dann bis Ende 2018. <eop>Nach der Bundestagswahl 2005 wählte der Bundestag sie zum ersten Mal zur Bundeskanzlerin. In den Jahren 2009, 2013 und 2018 wurde sie als Bundeskanzlerin wieder gewählt. Ihre aktuelle Amtszeit geht bis ins Jahr 2021. Sie hat angekündigt, dass sie danach keine Politik in einem hohen Amt mehr machen möchte. 2021 wird also wohl jemand anders deutscher Bundeskanzler.<eop><eop>"}, {"title": "Anwalt", "id": 16, "text": "Ein Anwalt oder Rechtsanwalt ist jemand, der sich mit dem Recht und mit Gesetzen gut auskennt. Sein Beruf ist es meistens, Menschen zu helfen, die Ärger vor Gericht haben. Die Menschen, denen er hilft, nennt man Mandanten.<eop>Wer vor einem Gericht verklagt wird, der braucht einen Anwalt zur Verteidigung. Der Anwalt darf vor Gericht sprechen und weiß, was man tun muss, damit man sich nicht unnötig noch mehr in Schwierigkeiten bringt. Manche Leute glauben: Verteidiger helfen Verbrechern dabei, vor Gericht die Unwahrheit zu sagen und nicht bestraft zu werden. Trotzdem haben Anwälte die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Recht geschieht. Wenn ein Anwalt stattdessen den Kläger vertritt, nennt man ihn den Anwalt der Anklage.<eop>Oft hat jemand nichts mit dem Gericht zu tun, er will aber, dass ein Anwalt ihm gute Ratschläge gibt. Wenn ein Unternehmer mit einem anderen Unternehmer einen Vertrag abschließen will, geht es um viel Geld. Darum gibt der Unternehmer einem Anwalt den Auftrag, sich den Vertrag vorher gut anzuschauen. Der Anwalt soll ihn warnen, wenn etwas im Vertrag steht, das schlecht für ihn ist, das ihm Nachteile bringt.<eop>Ein Staatsanwalt ist ein besonderer Anwalt: Er vertritt den Staat. Wenn die Polizei jemanden verdächtigt, dann geht sie mit ihrem Verdacht zum Staatsanwalt. Der Staatsanwalt entscheidet dann, ob es genug Beweise gibt, vor Gericht anzuklagen. Der Staatsanwalt ist dann der Kläger vor Gericht.<eop>"}, {"title": "Apfel", "id": 17, "text": "Ein Apfel ist eine Frucht, die an einem Obstbaum wächst. Wenn wir einen Apfel sehen oder essen, handelt es sich allermeist um einen Kulturapfel. Das ist eine besondere Art. Es gibt nämlich noch viele andere Apfel-Arten, die man nicht essen kann. Der Apfel gilt als Kernobst, da in seinem Inneren kleine Kerne zu finden sind. Äpfel können eine rote, gelbe oder grüne Schale haben. Die Schale ist essbar, und gleich unter ihr befinden sich die meisten Vitamine.<eop>In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es große Apfelkulturen, auch in anderen europäischen Ländern. Bei uns ist der Apfel die beliebteste Frucht. Das kommt vermutlich unter anderem daher, dass man sie gut transportieren kann und vor dem Essen nicht zu schälen braucht. Immer mehr Äpfel werden von Südamerika in großen Schiffen zu uns gebracht und hier verkauft.<eop>Man unterscheidet drei Höhen von Apfelbäumen: Die Hochstammbäume gab es vor allem früher. Sie standen verstreut auf Wiesen, so dass der Bauer das Gras nutzen konnte. Mittelstammbäume stehen eher in Gärten. Das reicht noch aus, um einen Tisch darunter zu stellen oder um zu spielen. Am weitesten verbreitet sind heute niedrige Bäume. Sie wachsen als Spalier an einer Hauswand oder als Spindelbusch in einer Plantage. Die untersten Äste wachsen schon einen halben Meter über den Boden. So kann man alle Äpfel ohne Leiter pflücken.<eop>Äpfel reifen je nach Sorte vom Sommer bis zum Herbst. Meist werden sie in Kühlhäusern eingelagert. Deshalb können wir rund ums Jahr knackig-frische Äpfel kaufen.<eop>Was sagen die Biologen über unsere Äpfel? Für die Biologen sind Äpfel eine Gattung von Pflanzen. Es gibt davon etwa fünfzig verschiedene Arten. Bei uns wachsen verschiedene Wildäpfel, die kleiner sind und hart. Man nannte sie deshalb auch „Holzäpfel“. Aus Asien kommen einige Arten von Zieräpfeln mit kleinen Früchten. Die kann man nicht essen, sie sehen aber schmuck aus. <eop>Die Äpfel, wie wir sie heute kennen, stammen alle von derselben Art ab, nämlich vom Kulturapfel. Davon gibt es heute viele verschiedene Sorten. Die wurden gezüchtet, die entstanden nicht von allein. Wenn man sie dann vermehrt, sind diese Obstbäumen alle gleich. So kauft man sie dann im Fachgeschäft.<eop><eop>"}, {"title": "App", "id": 18, "text": "Eine App ist ein Computer-Programm. App ist eine Abkürzung des englischen Wortes „application“. Das heißt übersetzt Anwendung oder Programm. Man spricht es wie Äpp aus.<eop>Ohne Computerprogramme würden viele Dinge nicht funktionieren: Autos blieben stehen, die Waschmaschinen ließen sich nicht anschalten, Handys würden nur noch schwarze Bildschirme zeigen. Ein Computerprogramm befiehlt dem Gerät, was es zu tun hat. <eop> Seit wann gibt es Apps? Computerprogramme gibt es schon lange. Das Wort App kam aber erst im Jahr 2008 in die deutsche Sprache. Damals ließ die Computerfirma Apple für ihr iPhone kleine Computerprogramme entwickeln. Die nannte man Apps. Wenig später haben auch andere Gerätehersteller ihre „App-Stores“ eingeführt – App-Geschäfte. Bei Android-Telefonen lädt man sich die Apps über den „Play Store“ herunter.<eop>Dank der kleinen Telefone und Tablets können Programmierer jetzt einfacher Kunden für ihre App finden. Man braucht dazu vor allem eine Idee: Was will ich für eine App programmieren, die andere Leute nützlich oder lustig finden? Und man muss wissen, wie man programmiert. Es gibt Jugendliche und Kinder, die Apps programmiert haben, die heute sehr beliebt sind. Viele Apps kosten gar nichts oder ein oder zwei Euro. Apple behält ein Drittel der Einnahmen.<eop> Welche Apps sind besonders beliebt? Ein sehr bekanntes Beispiel für eine App ist \"WhatsApp\". Da steckt das Wort App im Namen drin. Die beiden Programmierer sind inzwischen so reich, dass sie sich ein Jahr lang jeden Tag ein teures Auto kaufen könnten und immer noch viel Geld übrig hätten. WhatsApp ist nur eine von vielen Apps, über die man chatten oder Nachrichten an andere verschicken kann, auch Bilder und Filme. <eop>Zu den beliebtesten Apps in Deutschland gehört die der Deutschen Bahn. Sie kostet nichts, und man kann damit zum Beispiel herausfinden, wann der Bus fährt und wie viel Verspätung der Zug hat. Auch die Tagesschau-App nutzen tausende Menschen jeden Tag, um sich Nachrichten anzusehen. Viele Apps sind Spiele: springende Männchen, Bauernhöfe mit Tieren oder Autorennen.<eop>"}, {"title": "Äquator", "id": 19, "text": "Der Äquator ist eine gedachte Linie, die einmal um die Erde herumreicht und sie in eine Nordhalbkugel und eine Südhalbkugel teilt. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie „Gleichlinie“. Gemeint ist damit, dass Nordpol und Südpol vom Äquator gleich weit weg sind. Der Äquator ist auch die Linie mit dem größten Abstand zur Erdachse, also zur Verbindungslinie der beiden Pole. In den Ländern am Äquator ist das Klima tropisch, also das ganze Jahr über heiß und feucht. Es gibt hier also keine Jahreszeiten.<eop>Auf einer Weltkarte liegt der Äquator meist genau in der Mitte. Der Umfang des Äquatorkreises beträgt etwas über 40.000 Kilometer. Er verläuft vor allem im Meer, durchquert aber Südamerika, Afrika und die Inselwelt von Indonesien. Zwei Länder tragen den Äquator sogar in ihrem Namen: Ecuador in Südamerika und Äquatorial-Guinea in Afrika. <eop>Früher gab es den Aberglauben, dass es gefährlich sei, den Äquator zu überfahren. Deshalb mussten Seefahrer damals bei ihrer ersten Überquerung eine „Äquatortaufe“ über sich ergehen lassen. Dabei wurden sie von ihren Kollegen mit Fischöl oder anderen stinkenden Sachen eingeschmiert, anschließend mit Meerwasser gereinigt und von einem verkleideten „Meeresgott“ getauft. Heute macht man das aber nur noch zum Spaß auf Urlauberschiffen. <eop><eop>"}, {"title": "Arktis", "id": 20, "text": "Arktis nennt man das Gebiet um den Nordpol, den nördlichsten Punkt auf der Erde. Während der Südpol auf dem Kontinent Antarktika liegt, gibt es am Nordpol nur Wasser. Dieser Arktische Ozean ist allerdings das ganze Jahr über zugefroren.<eop>Man kann schlecht sagen, wo genau die Arktis liegt. Viele Wissenschaftler denken dabei an eine bestimmte Grenze: Die Arktis endet dort, wo es selbst im Juli nicht wärmer als zehn Grad Celsius wird. Das ist etwa so kalt wie ein Herbsttag in Deutschland. Diese Grenze umfasst nicht nur den Arktischen Ozean, sondern auch Teile von Nordamerika, Europa und Asien.<eop>In der Arktis wird es sehr kalt, fast überall liegt viel Schnee. Nur in den südlichen Teilen der Arktis wird es im Sommer schnee- und eisfrei. Dort findet man einige Pflanzen. Allgemein leben in der Arktis ziemlich wenige Tiere und auch nicht sehr viele Menschen.<eop>Lange Zeit wusste man in Europa wenig über die Arktis. Mit Schiffen und Schlitten hat man sich im 19. Jahrhundert immer weiter nach Norden getraut. 1909 behauptete eine Gruppe von Nordamerikanern, sie habe den Nordpol erreicht. Genau nachprüfen kann man das nicht. 1937 sind russische Forscher mit dem Flugzeug zum Nordpol geflogen und gelandet. Sie waren die ersten, von denen man sicher weiß, dass sie das Eis des Nordpols betreten haben.<eop>In der Arktis zeigt sich der Klimawandel besonders stark: Viel Eis schmilzt ab. Dadurch steigt der Meeresspiegel auf der ganzen Erde. Viele Eisplatten zerbrechen in Stücke und schwimmen einzeln auf dem Wasser. Die Eisbären können sich dadurch nicht mehr ungehindert bewegen. Das ist gerade auch schwierig für ihre Jungtiere. Aber auch viele andere Lebewesen leiden unter der Erderwärmung.<eop>Was ist der Arktische Ozean? Der Arktische Ozean ist das Meer in der Arktis. Es liegt zum Großteil unter dem Eis. Man nennt es auch Nordpolarmeer, Nördliches Eismeer, Arktische See oder Arktik. Er ist der kleinste Ozean der Erde. Er ist auch nur knapp 1000 Meter tief. Manche Leute zählen ihn zum Atlantik.<eop>Der Arktische Ozean grenzt an Asien, Europa und Nordamerika. Zwischendrin liegen Verbindungen zu anderen Ozeanen, welche die Meerestiere und auch Unterseeboote nutzen. Dort gibt es auch Meeresströmungen. Durch einige Flüsse fließt Süßwasser in den Arktischen Ozean, also Wasser ohne Salz. Einige von ihnen sind sehr schmutzig und bedrohen damit die Lebewesen im Arktischen Ozean.<eop>Weil es dort im Sommer weniger Eis gibt, können an gewissen Stellen Schiffe fahren. Zum Teil fahren ihnen Eisbrecher voraus. Das gibt neue Wege für Schiffe, die es früher nie gegeben hat.<eop>"}, {"title": "Arm", "id": 21, "text": " Der Arm ist ein Körperteil. Er beginnt bei den Schultern. Man unterteilt den Arm in Oberarm und Unterarm, das Gelenk dazwischen heißt Ellbogen. Die Hand ist der unterste Teil des Arms. Die Arme und Beine werden zusammen auch Extremitäten genannt.<eop>Der Arm ist oben gelenkig an der Schulter befestigt und kann da in alle Richtungen gedreht werden. Das Ellbogengelenk funktioniert eher wie ein Scharnier an einer Tür. Es kann nur in eine Richtung schwenken. Die Bewegungen nennt man beugen und strecken des Arms. <eop>Ohne die Hand hat der Arm nur drei Knochen. Im Oberarm gibt es nur den Oberarmknochen, die beiden Knochen im Unterarm heißen Elle und Speiche. Man kann sie gut durch die Haut fühlen. Die Elle war früher ein gebräuchliches Längenmaß, vor allem bei Schneidern. Es reichte vom Ellbogen bis zur Fingerspitze. Deshalb sprechen wir auch heute noch von ellenlangen Reden. Die Speiche dreht sich um die Elle, das kann man beim Handgelenk gut spüren. Speichen sind auch die feinen Metallstäbe am Fahrrad, welche die Felge mit der Achse verbinden.<eop>Nicht nur der Mensch hat Arme, sondern auch die Affen. Auch bei technischen Geräten spricht man von Armen: So hat zum Beispiel ein Turmkran einen Arm, an dem die Last hängt. Es gibt Roboterarme und bei Hebeln spricht man von Hebelarmen. Schließlich spricht man auch bei Flüssen von Armen, das sind die Seitenflüsse oder Seitenarme.<eop><eop>"}, {"title": "Arzt", "id": 22, "text": "Arzt oder Ärztin ist ein Beruf. Der Arzt hilft kranken Menschen und versucht, sie gesund zu machen. Es ist ein Beruf, für den man an der Universität lange das Fach Medizin studieren muss. Viele Ärzte können sich „Doktor“ nennen, wenn sie an der Universität auch die zusätzliche Prüfung dazu bestanden haben. Einen Doktor-Titel kann man auch in anderen Fächern bekommen, zum Beispiel in Geschichte, Philosophie, Physik oder Chemie.<eop>Viele Ärzte arbeiten in einem Krankenhaus. Meist sind sie dort auf ein Fachgebiet spezialisiert: Die Verdauung, Krebs, das Gehör, Hautkrankheiten oder andere Gebiete. <eop>Es gibt auch Ärzte, die in einer eigenen Praxis auf ein Fachgebiet spezialisiert sind. Ein Beispiel ist der Kinderarzt oder der Gynäkologe: Er kümmert sich um die weiblichen Geschlechtsorgane und um Schwangere. <eop>Viel weiter verbreitet ist jedoch der Hausarzt. Er hat ein sehr breites aber weniger tiefes Wissen. Zu ihm geht man als kranker Mensch, also als Patient, meist zuerst. <eop>Wie arbeitet der Hausarzt? Bei uns gibt es in jedem größeren Dorf einen Hausarzt. Manche Leute müssen ihre verwandten Patienten jedoch von weiter her zu ihm bringen. In vielen Entwicklungsländern haben die Menschen heute noch einen weiten Weg zum Arzt.<eop>Der Hausarzt behandelt den Patienten soweit er es kann. Auch gesunde Menschen können zu ihm gehen, zum Beispiel, wenn man geimpft werden muss oder sich einfach mal abchecken will, ob man irgendwelche Krankheiten hat. <eop>Zuerst fragt der Arzt den Patienten, aus welchem Grund er zu ihm kommt. Dann untersucht er den Patienten, prüft, ob er krank ist und um welche Krankheit es sich handelt. Auch kann er vorsorglich helfen, das heißt, dafür sorgen, dass man gesund bleibt. Schließlich sagt der Arzt, was der Patient tun soll. Falls die Krankheit schwieriger ist, schickt er den Patienten in ein Krankenhaus oder zu einem Spezialisten.<eop>Manchmal braucht der Patient auch ein Medikament. Manche Ärzte geben es gleich selber mit, andere schicken den Patienten in eine Apotheke. Was der Patient braucht, schreibt der Arzt auf einen Zettel. Das nennt man ein Rezept.<eop>Unterstützt wird der Arzt von einer Medizinischen Fachangestellten, die man früher „Arzthelferin nannte. In den meisten Fällen ist das eine Frau. Sie übernimmt kleine Arbeiten wie das Anlegen eines Verbandes, das Abnehmen von Blut oder eine Impfung. Sie schreibt auch Berichte für den Arzt und teilt den Patienten ihre Termine zu.<eop><eop>"}, {"title": "Aschenputtel", "id": 23, "text": "„Aschenputtel“ heißt ein Märchen, nach seiner Hauptfigur. Das Aschenputtel ist ein armes Mädchen, das durch Zauberei die Frau eines Prinzen wird. Das Märchen stammt aus einem Buch von Charles Perrault aus Frankreich, aus dem Jahr 1697. Es ist also schon über 300 Jahre alt.<eop>Später haben es Leute, die es gelesen haben, weitererzählt. Schließlich hörten es auch die Brüder Grimm, die es in ihre Sammlung aufgenommen haben. Bei ihnen passieren einige andere Dinge als bei Perrault. Das Märchen wurde oft neu erzählt, man hat auch Spielfilme daraus gemacht, die im Kino und im Fernsehen gezeigt werden.<eop> Was passiert im Märchen von Aschenputtel? Das Märchen mit dem gleichen Namen wurde in verschiedenen Fassungen erzählt, geschrieben und verfilmt. In einer weit verbreiteten Fassung verliert Aschenputtel als kleines Mädchen ihre Mutter, worauf der Vater eine neue Frau heiratet. Sie ist nun die Stiefmutter von Aschenputtel und zieht mit ihren eigenen Töchtern in das Haus des Vaters ein. Die Stiefmutter und die beiden Stiefschwestern behandeln Aschenputtel sehr schlecht und lassen sie die schwere Arbeit machen. Sie muss in der Asche schlafen, woher auch ihr Name stammt.<eop>Von einer Reise bringt ihr Vater Aschenputtel einen Haselstrauch mit, den sie auf dem Grab ihrer Mutter einpflanzt. Einige Jahre später sucht der Prinz des Königreichs eine Gemahlin, und er lädt die Mädchen des Hofes zu einem Ball ein. Die Stiefmutter wittert die Chance für ihre Töchter und sagt zu. Aschenputtel darf nicht mitkommen und geht zum Grab ihrer Mutter, wo eine Taube in dem Haselnuss-Strauch sitzt. Die Taube besorgt ihr ein schönes Kleid und ein Pferd. Sie darf aber nur bis Mitternacht auf dem Ball bleiben, denn dann löst sich der Zauber auf.<eop>Auf dem Ball tanzt Aschenputtel mit dem Prinzen. Sie verlieben sich. Doch kurz vor Mitternacht läuft sie weg. Beim zweiten Ball passiert dasselbe. Beim dritten Ball lässt der Prinz klebriges Pech auf der Treppe auftragen. Als Aschenputtel fortläuft, verliert sie dort ihren Schuh. Der Prinz lässt ihn von allen Mädchen anprobieren und findet schließlich Aschenputtel als seine wahre Braut.<eop>"}, {"title": "Asien", "id": 24, "text": "Asien ist der größte der Kontinente. Hier leben auch die meisten Menschen der Erde: vier Milliarden, das sind fast zwei Drittel aller Menschen. Allein schon die Staaten China und Indien haben beide jeweils mehr als eine Milliarde Einwohner. Das größte Land der Erde, Russland, liegt auch zum allergrößten Teil in Asien. Im Westen grenzt Asien direkt an Europa und im Südwesten an Afrika. Auf dem Wasserweg kommt man weiter im Südosten nach Australien.<eop>In Asien steht der höchste Berg der Erde, der Mount Everest im Himalaya-Gebirge. Er ist 8848 Meter hoch. Der Aral-See war früher einmal der drittgrößte See der Welt, bevor die Menschen zu viel Wasser entnommen haben. Der Baikal-See ist besonders tief: 1642 Meter, so tief sind sonst nur Ozeane. Das Tote Meer wiederum liegt besonders tief unter dem Meeresspiegel, auch wenn das Wasser darin selbst nicht so tief ist.<eop>Das Wort „Asien“ kommt aus der assyrischen Sprache und bedeutet „Sonnenaufgang“. Die Assyrer waren eine Hochkultur im Nahen Osten. Weitere bedeutende Hochkulturen waren die Induskultur im heutigen Indien und das frühe China. Asien hat nicht nur sehr dicht bevölkerte Gegenden, sondern auch Wüsten wie die Wüste Gobi. Durch sie führt ein Teil der Seidenstraße, ein alter Handelsweg zwischen Europa und Asien.<eop><eop>"}, {"title": "Astronomie", "id": 25, "text": "Die Astronomie ist die Wissenschaft von den Sternen und Planeten. Wissenschaftler, die in der Astronomie tätig sind, nennt man Astronomen. Sie beschäftigen sich mit der Frage, wie der Weltraum entstanden ist. Darum erforschen sie die Planeten unseres Sonnensystems und auch Sterne und Sternensysteme. <eop>Heute verfügt die Astronomie über moderne Hilfsmittel aus der Technik. In Sternwarten beobachten Astronomen die Sterne und Planeten durch Teleskope, das sind riesige Fernrohre. Es wird viel mit Computern und empfindlichen Messgeräten gearbeitet. <eop>Außerdem werden Raumsonden ins Weltall geschickt. Das sind technische Geräte, die ins Weltall fliegen, um Bilder von Sternen und Planeten zu machen oder deren Helligkeit zu messen. Manchmal landen Sonden auch auf Planeten, um die Oberfläche zu erforschen und zu erkunden, ob es dort möglicherweise einmal außerirdisches Leben gegeben hat.<eop>Seit dem 20. Jahrhundert ist es auch möglich, Menschen ins Weltall zu schicken, um dort astronomische Forschungen durchzuführen. 1961 gelang es der Sowjetunion, Juri Gagarin als ihren ersten Kosmonauten in einer Rakete in den Weltraum zu schicken. 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond, er war ein Astronaut aus den USA. Astronaut ist das englische Wort für Raumfahrer, die Russen dagegen sagen Kosmonaut.<eop> Wie ist die Astronomie entstanden? Die Astronomie gibt es schon seit vielen Tausend Jahren. Die ersten Völker, von denen man weiß, dass sie Astronomie betrieben haben, sind frühe Hochkulturen, wie die Babylonier und Ägypter oder die Mayas und Inkas in Südamerika. Später erforschten auch die alten Griechen und Römer die Sterne.<eop>Im Mittelalter dachte man noch, dass die Erde das Zentrum des Weltalls sei. Das war auch schon bei den Römern und Griechen so. Man glaubte, Planeten und Sterne kreisen um die Erde herum. Erst im 15. Jahrhundert stellte Nikolaus Kopernikus etwas anderes fest: Er hatte die Sterne beobachtet und vermutet, dass alle Planeten, auch die Erde, um die Sonne kreisen. <eop>Erklären konnten das aber erst 200 Jahre später der Italiener Galileo Galilei und der Deutsche Johannes Kepler. Kepler erforschte anhand der Aufzeichnungen des dänischen Astronomen Tycho Brahe, der damals sein Lehrer war, die Bewegungen der Planeten. Danach formulierte er seine Erkenntnisse in den drei keplerschen Gesetzen, die auch heute gelten.<eop>"}, {"title": "Atlantischer Ozean", "id": 26, "text": "Der Atlantische Ozean oder Atlantik ist einer der Ozeane oder auch Weltmeere. Der Atlantik ist nach dem Pazifischen Ozean der zweitgrößte Ozean. Er befindet sich zwischen Amerika im Westen und Europa sowie Afrika im Osten. <eop>Seinen Namen hat der Atlantik von Atlas, einer griechischen Sagenfigur. Die alten Griechen glaubten, dass dieser Riese weit im Westen lebt und dort den Himmel auf seinen Schultern trägt. Nach ihm ist auch ein Gebirge in Nordafrika benannt, und auch der Atlas, ein Buch mit Landkarten.<eop>Der Atlantische Ozean ist im Durchschnitt über 3000 Meter tief. Mitten im Atlantik, unter dem Wasser, gibt es ein langes und hohes Gebirge, den Mittelatlantischen Rücken. Darunter verläuft die Grenze zwischen zwei Kontinentalplatten. Zwischen diesen beiden Platten steigt geschmolzenes Gestein aus dem Erdinneren auf, das bei der Berührung mit Wasser erstarrt und so nach und nach das Gebirge aufbaut.<eop>Weil der Atlantische Ozean so groß ist, gibt es Temperaturunterschiede zwischen verschiedenen Bereichen. In den Polargebieten ist das Wasser eher kalt, nahe am Äquator dagegen wärmer. Dadurch bietet der Atlantik viele verschiedene Lebensräume für sehr unterschiedliche Tierarten. <eop>Der Atlantik ist ein wichtiger Handelsweg zwischen Amerika und Europa. Auf keinem anderen Ozean fahren so viele Schiffe. Früher mussten die Handelsschiffe um Südamerika herumfahren, um auf die Westseite von Amerika zu gelangen. Heute gibt es Kanäle wie den Panamakanal, die den Weg abkürzen. Die Handelsschiffe sind sehr groß, da sie viele Container transportieren.<eop><eop>"}, {"title": "Atmung", "id": 27, "text": "Bei der Atmung geht es darum, wie Tiere zu Sauerstoff kommen. Sauerstoff gibt es in der Luft und im Wasser. Tiere kommen auf verschiedene Weise an ihren Sauerstoff. Ohne zu atmen stirbt jedes Tier nach kurzer Zeit.<eop>Säugetiere und somit auch Menschen atmen mit Lungen. Eine Lunge saugt Luft ein und stößt sie wieder aus. In den feinen Lungenbläschen gelangt der Sauerstoff ins Blut. Das Blut bringt den Sauerstoff zu den Zellen und nimmt von dort Kohlendioxid mit. Es gelangt in der Lunge vom Blut in die Luft und verlässt den Körper beim Ausatmen. So atmen außer den Säugetieren die Amphibien, die Reptilien, die Vögel und einige Arten von Schnecken.<eop>Fische atmen durch Kiemen. Sie saugen Wasser an und lassen sie durch die Kiemen gleiten. Dort ist die Haut sehr dünn und hat viele Adern. Die nehmen den Sauerstoff auf. Es gibt auch noch andere Tiere, die so atmen. Einige leben im Wasser, andere an Land. <eop>Eine weitere Möglichkeit ist die Atmung durch Tracheen, sprich: Trache-en. Das sind feine Röhrchen, die auf der Außenseite eines Tiers enden. Sie sind dort offen. Die Luft gelangt in die Tracheen und von dort in den ganzen Körper. So atmen Insekten, Tausendfüßer und einige Arten von Spinnentieren.<eop>Es gibt noch einige andere Arten der Atmung. Der Mensch atmet auch ein klein wenig durch die Haut. Es gibt auch Knochenfische, die Luft atmen. Auch verschiedene Pflanzen können atmen.<eop>Was ist künstliche Beatmung? Wenn ein Mensch aufhört zu atmen, sterben nach kurzer Zeit schon die ersten Hirnzellen ab. Das kann dazu führen, dass der Mensch nachher beispielsweise nicht mehr sprechen oder sich nicht mehr richtig bewegen kann. <eop>Die Atmung kann stoppen, wenn ein Mensch einen Stromschlag erwischt oder durch andere Ereignisse. Auch unter Wasser kann er nicht mehr atmen. Bei einer Vollnarkose steht die Atmung ebenfalls still. Man muss den Menschen also künstlich beatmen, damit er am Leben bleibt.<eop>Bei einem Unfall oder wenn ein Mensch unter Wasser geraten ist, bläst man ihm Luft durch die Nase in die Lunge. Wenn das nicht geht, beatmet man durch den Mund. Das muss man in einem Kurs lernen, damit das klappt. Man muss den Kopf des Patienten richtig halten und auf viele andere Dinge achten.<eop>Bei einer Operation mit Vollnarkose steckt der Narkosearzt einen Schlauch durch den Hals des Patienten oder er setzt ihm eine Gummimaske auf Mund und Nase. Damit kann er den Patienten während der Operation beatmen.<eop><eop>"}, {"title": "Bach", "id": 28, "text": "Ein Bach ist ein kleiner Fluss. Klein ist er, weil er schmaler ist, flacher oder weniger Wasser in sich führt. Ein Bach muss sich eher der Landschaft anpassen als ein Fluss. Wenn mehrere Bäche zusammenfließen, wird daraus irgendwann ein Fluss. Eine genaue Grenze zwischen Bach und Fluss gibt es aber nicht. <eop>Im Gebirge gibt es viele steile Abschnitte. Ein Gebirgsbach fließt sehr schnell und reißt viel Erde mit sich mit. Das Bachbett ist darum eher steinig. Allerdings kommt so viel Sauerstoff ins Wasser, was für die Fische und andere Tiere gut ist. <eop>Im Flachland hingegen fließt ein Bach eher langsam. Die Erde setzt sich deshalb meistens ab. Im Bach und an den Ufern können Pflanzen wachsen. Manche Leute haben im Garten einen Bach selbst gegraben, der zum Beispiel in einen Teich fließt. Das Wasser dort fließt meist aber nur wegen einer Pumpe.<eop><eop>"}, {"title": "Bäcker", "id": 29, "text": "Ein Bäcker oder eine Bäckerin backt Brot, Brötchen und andere Backwaren. Er verkauft sie, um damit Geld zu verdienen. Zum Backen braucht er Mehl und Wasser und meistens noch andere Zutaten, wie Hefe und Salz. Ein Zuckerbäcker, oder auch Konditor, stellt vor allem Torten, Kuchen und Süßes her.<eop>Die Backwaren werden meist in Bäckereien gebacken und verkauft. Diese wurden früher von Familien geleitet. Heute kann man aber auch zum Beispiel in Supermärkten Brot und Brötchen kaufen. Sie werden in Großbäckereien vorbereitet und in den Läden frisch aufgebacken.<eop>Wer den Beruf Bäcker ausüben will, muss in Deutschland eine dreijährige Ausbildung machen. Darin lernt man das Backen in einer Bäckerei, außerdem geht man aber auch noch zu einer Schule. Danach folgt eine Prüfung zum Gesellen. Ein Geselle darf noch nicht alleine als Bäcker arbeiten. Wenn man danach eine weitere besondere Schule besucht und die Abschlussprüfung besteht, ist man Bäckermeister. Ein Bäckermeister darf seine eigene Bäckerei haben und auch anderen das Backen beibringen.<eop>"}, {"title": "Baden-Württemberg", "id": 30, "text": " Baden-Württemberg ist ein Bundesland im Südwesten von Deutschland. Dort leben etwa 10 Millionen Menschen. Nur Nordrhein-Westfalen und Bayern haben mehr Einwohner. Die Hauptstadt von Baden-Württemberg ist Stuttgart, weitere große Städte sind Freiburg, Karlsruhe oder Mannheim. Das Land grenzt im Westen an Frankreich, im Süden an die Schweiz, im Osten an Bayern sowie im Norden an Hessen und Rheinland-Pfalz. <eop>Wie die anderen „Bindestrich-Länder“ mit zwei zusammengesetzten Namen ist auch Baden-Württemberg vor noch nicht allzu langer Zeit entstanden. Früher gab es hier viele kleinere Länder, darunter das Königreich Württemberg und das Großherzogtum Baden. Erst 1952 entschieden die Menschen in einer Volksabstimmung, dass sie fortan in einem gemeinsamen Bundesland leben wollten.<eop>Landschaftlich ist Baden-Württemberg zweigeteilt: Im Westen verläuft die Rheinebene, hier ist die Landschaft flach, das Wetter mild und auch im Winter wird es meist nicht sehr kalt. Deshalb wachsen hier auch empfindlichere Pflanzen wie Obst oder Wein, den schon die alten Römer hier anbauten. <eop>Der Ostteil besteht dagegen aus mehreren Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald oder der Schwäbischen Alb. Hier ist das Klima rauher, vor allem im Winter, und es ist schwieriger, Landwirtschaft zu betreiben. Deshalb waren die Leute hier in früheren Zeiten sehr arm. Das änderte sich erst mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, als viele kleine Fabriken und Bergwerke entstanden. <eop>Heute gehört Baden-Württemberg zu den wirtschaftlich stärksten und reichsten Bundesländern Deutschlands. Bekannte Unternehmen wie die Autobauer Daimler und Porsche oder das Software-Unternehmen SAP sind in Baden-Württemberg zuhause. <eop> "}, {"title": "Bahnhof", "id": 31, "text": "Ein Bahnhof ist ein Ort, an dem Eisenbahn-Züge halten. Dort können Reisende ein- und aussteigen. Kleine Bahnhöfe haben oft nur ein oder zwei Bahnsteige, an denen nur Nahverkehrszüge halten. <eop>Große Bahnhöfe in großen Städten sind oft riesige Hallen mit vielen Gleisen. Dort halten auch Fernverkehrszüge wie der ICE. In sehr großen Städten gibt es auch mehrere Bahnhöfe, den wichtigsten nennt man meist Hauptbahnhof. <eop>Die meisten Bahnhöfe sind für Reisende da, die Passagiere. Dort gibt es oft auch Geschäfte, in denen man einkaufen kann. Außerdem gibt es Güterbahnhöfe, auf denen keine Menschen ein- und aussteigen, sondern Waren verladen werden. Diese Güterbahnhöfe brauchen sehr viel Platz und liegen deshalb heute meist außerhalb der Städte. <eop>Der größte Bahnhof von Deutschland ist der Hauptbahnhof von Leipzig. Im Hamburger Hauptbahnhof kommen aber mehr Menschen an oder reisen von dort ab: jeden Tag über 450.000. Der „Grand Central Terminal“ in New York ist der größte Bahnhof der Welt. Manche Bahnhöfe sind schon sehr alt und ein Wahrzeichen ihrer Stadt.<eop>"}, {"title": "Batterie", "id": 32, "text": "Als Batterie bezeichnet man meist ein Gerät, das elektrischen Strom abgibt. Damit können viele technische Geräte betrieben werden, auch wenn man keine Steckdose hat. Auch Autos, Computer und andere größere Geräte haben eine Batterie. Weil Batterien und Akkus giftige Chemikalien enthalten, müssen sie als Sondermüll entsorgt werden. <eop>Batterien bestehen aus verschiedenen Chemikalien und haben immer einen Pluspol und einen Minuspol. Wenn diese Pole zum Beispiel über eine Lampe verbunden werden, tauschen sie Elektronen aus. Eine normale Batterie ist irgendwann leer, dann muss man sie austauschen. <eop>Manche Batterien lassen sich aber wieder aufladen, man nennt sie auch Akkumulatoren oder kurz: Akkus. In Computern und Smartphones sind meist solche Akkus verbaut, auch die Batterie im Auto ist eigentlich ein Akku.<eop>"}, {"title": "Baum", "id": 33, "text": " Ein Baum ist ein Holz-Gewächs: eine verholzte, hochwachsende Pflanze, die in fast allen Ländern der Welt anzutreffen ist. Er besteht aus Wurzeln, Baumstamm und Baumkrone mit Laub- oder Nadelblättern. Viele Bäume gemeinsam bilden einen Wald. <eop>Manche Bäume werden mehrere hundert Jahre alt, einige sogar mehr als 1000 Jahre. Bäume können nicht nur sehr alt, sondern auch sehr groß werden: Der größte heute noch lebende Baum ist mit einer Stammlänge von über 115 Metern der Mammutbaum „Hyperion“. Er steht im Redwood-Nationalpark in den USA im Bundesstaat Kalifornien.<eop>Bäume kann man auf verschiedene Arten in Gruppen einteilen. Am grundlegendsten ist die Unterteilung in Nadelbäume wie Kiefer oder Tanne und in Laubbäume wie Ahorn, Birke, Buche, Kastanie oder Linde. Die Laubbäume werfen bei uns jeden Herbst ihre Blätter ab, von den Nadelbäumen tun dies nur wenige, beispielsweise die Lärchen. Man unterscheidet aber auch zwischen tropischen Hölzern und anderen. Die tropischen Hölzer haben keine Jahrringe und sind oft härter.<eop>In der Nähe des Äquators wachsen die Bäume das ganze Jahr über ähnlich, weil es keine Jahreszeiten gibt. In den anderen Ländern wachsen die Bäume im Sommer schneller und im Winter langsamer. Das sieht man, wenn man einen Baum fällt: Der Stamm weist Ringe aus die aussehen wie die Wellen, wenn man einen Stein ins Wasser wirft, immer einer außen am andern. Diese Jahrringe entstehen, weil der Baum im Sommer schnell wächst. Dadurch entsteht im Holz ein breiter, heller Ring. Im Winter entsteht jedoch nur ein schmaler Ring aus härterem, dunklerem Holz.<eop>Wie nutzen die Wissenschaftler die Jahrringe? Die einfachste wissenschaftliche Aufgabe kann schon jedes Kind übernehmen: An einem frisch gefällten Baum oder Baumstrunk zählt man die Jahrringe. Schon weiß man, wie alt der Baum war, als er gefällt wurde. <eop>Oft möchte man aber gerne wissen, wie alt ein Gebäude ist. Das kann man bestimmen anhand der Holzbalken, die man im Gebäude findet. Man muss dazu ein Loch in einen Balken bohren und den Bohrkern herausheben. Der hat die Form eines langen Zapfens. Darauf sieht man die Jahrringe.<eop>In einem guten Sommer setzt jeder Baum einen breiteren Jahrring an, in einem schlechteren Sommer einen schmaleren. Die Wissenschaftler haben diese Abfolge auf Tabellen oder Grafiken festgehalten. Hat man nun einen solchen Bohrkern, kann man ihn mit den bekannten Tabellen und Grafiken vergleichen. So kann man sehr genau herausfinden, in welchem Jahr der Baum gefällt wurde. Meistens wurde ein Balken ein bis zwei Jahre nach dem Fällen des Baums in ein Haus eingebaut. So kann man das Baujahr eines Gebäudes finden. Diese Wissenschaft nennt man „Dendrochronologie“. Das kommt aus der griechischen Sprache. „Dendro“ bedeutet „Holz“. „Chronologie“ sind die „Zeitabläufe“.  <eop><eop>"}, {"title": "Bein", "id": 34, "text": "Das Bein ist ein Körperteil. Es beginnt an der Hüfte. Man unterteilt das Bein in Oberschenkel und Unterschenkel, das Gelenk dazwischen heißt Knie. Der unterste Teil des Beins ist der Fuß. Die Beine und Arme werden zusammen Extremitäten genannt.<eop>Es gibt auch noch eine andere Bedeutung des Wortes „Bein“: Früher nannte man Knochen so. Es kommt noch in vielen Namen von Knochen vor wie bei Nasenbein, Steißbein oder Schienbein. Bei einem Skelett spricht man auch von den Gebeinen.<eop>Das Bein ist oben gelenkig an der Hüfte befestigt und kann da in viele Richtungen gedreht werden. Das Kniegelenk funktioniert eher wie ein Scharnier an einer Tür. Es kann nur in eine Richtung schwenken. Die Bewegungen nennt man beugen und strecken des Beins. Der Fuß ist auf sehr viele verschiedene Arten beweglich.<eop>Ohne den Fuß hat ein Bein nur vier Knochen. Im Oberschenkel gibt es nur den Oberschenkelknochen, auf dem Knie sitzt die Kniescheibe und die beiden Knochen im Unterschenkel heißen Schienbein und Wadenbein. Das Schienbein kann man gut durch die Haut fühlen. Es sitzt direkt unter der Haut, deshalb tun dort Schläge so weh. Darum schützen sich beispielsweise Fussballer mit Schienbeinschonern.<eop>Die meisten Tiere haben nicht nur zwei Beine wie wir Menschen, sondern zum Teil viel mehr. Bei den Säugetieren sind es vier, sie haben dann zwei Vorderbeine und zwei Hinterbeine. Die Vorderbeine würden dann im Körperbau unseren Armen entsprechen. Insekten haben sechs Beine, Spinnentiere acht und Tausendfüßer zum Teil mehrere hundert.<eop> "}, {"title": "Berlin", "id": 35, "text": "Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands und zugleich ein Bundesland. Mit etwa dreieinhalb Millionen Einwohnern ist Berlin die größte deutsche Stadt sowie die größte Stadt der Europäischen Union. Sie liegt im Osten Deutschlands und wird von allen Seiten vom Bundesland Brandenburg umgeben.<eop>Vor fast 800 Jahren wurde Berlin gegründet. Es wurde die Hauptstadt von Preußen und ab 1871 auch von Deutschland. Die Stadt breitete sich damals schnell aus, weil viele Fabriken gebaut wurden und deshalb auch immer mehr Menschen zum Arbeiten und Leben in die Stadt zogen. Damit die Menschen schneller zur Arbeit kamen, wurden in Berlin damals die ersten S- und U-Bahnen in Deutschland gebaut. <eop>Im Zweiten Weltkrieg wurde viel von Berlin zerstört. Die Sieger teilten Berlin auf: Der Westen wurde von Großbritannien, Frankreich und den USA besetzt, der Osten von der Sowjetunion. Weil immer mehr Menschen aus Ost- nach West-Berlin flohen, wurde 1961 die Berliner Mauer gebaut. So lebten die Einwohner der beiden Stadtteile 28 Jahre lang voneinander getrennt, bis zum Mauerfall im Jahr 1989. Bald danach wurde Berlin wieder Hauptstadt.<eop> Was ist heute das Besondere an Berlin? Heute leben in der Stadt viele Menschen, die in anderen Teilen Deutschlands oder auch in anderen Ländern der Welt geboren wurden. Dadurch ist Berlin eine sehr bunte Stadt mit sehr unterschiedlichen Stadtteilen. Während in manchen Gegenden sehr viele Menschen in engen Straßen mit hohen Häusern zusammenwohnen, sieht es in den Außenbezirken manchmal fast wie auf dem Dorf aus. Und es gibt auch viele Parks, Wälder und Seen, wohin die Berliner im Sommer gerne baden fahren, zum Beispiel den Wannsee im Westen oder den Müggelsee im Osten. Auch zwei Flüsse fließen durch die Stadt, nämlich die Spree im Osten und die Havel im Westen. <eop>Nach Berlin kommen auch viele Menschen zu Besuch. Zum einen ist Berlin sehr groß und hat viele Museen und Sehenswürdigkeiten, wie das Brandenburger Tor, den Reichstag, den Fernsehturm oder den Zoo. Außerdem kann man in Berlin viel über die Geschichte Deutschlands lernen. Viele Fernsehsender, Zeitungen und andere Firmen haben ihren Sitz in Berlin, außerdem gibt es mehrere Universitäten und Hochschulen. <eop>Berlin ist auch eine Stadt des Sports. Es gibt mehrere bekannte Fußball-, Handball-, Basketball- und Eishockeyvereine, dazu jedes Jahr ein großes Radrennen, das eine ganze Woche lang dauert. Zum großen Leichtathletikfest im Sommer kommen viele Menschen aus aller Welt.<eop> "}, {"title": "Beruf", "id": 36, "text": "Bei einem Beruf tut man etwas, um Geld zu verdienen. Von diesem Geld lebt man. Für einen Beruf muss man etwas gelernt haben, das man im Beruf braucht. Viele Leute finden ihre Arbeit auch wichtig, weil sie fühlen, gebraucht zu werden. Wenn man gut gelernt hat und eine Prüfung bestanden hat, bekommt man ein Papier, auf dem das steht. Mit so einem Nachweis kann man sich um eine Arbeitsstelle bewerben.<eop>Normalerweise darf man jeden Beruf lernen und ausüben, den man will. Für einige Berufe gibt es keine richtige Ausbildung, andere Berufe darf man nur ausüben, wenn man gut ausgebildet ist. Zum Beispiel darf man nur dann als Arzt arbeiten, wenn man eine Erlaubnis dafür hat. Der Staat will nicht, dass Menschen als Arzt arbeiten, die das gar nicht können und so die Kranken in Gefahr bringen.<eop>Manche Berufe waren früher wichtiger als andere. So gibt es kaum noch Schmiede, denn heute haben die Leute ein Auto und kein Pferd, das Hufeisen braucht. Darum wurde irgendwann der Beruf des Automechanikers erfunden. Die Berufe ändern sich also genauso wie die Wirtschaft.<eop>Der Beruf ist etwas anderes als ein Job: Der Job ist nur die Arbeit, die man gerade hat. Das ist nicht immer der eigentliche Beruf, den man gelernt hat. Viele Leute sind stolz auf ihren Beruf, auf das, was sie können und was sie damit verdienen. Menschen, die denselben Beruf haben, schließen sich oft in Berufsverbänden zusammen. Ein Berufsverband kann sich dann dafür einsetzen, was für den Beruf wichtig ist.<eop>"}, {"title": "Blauwal", "id": 37, "text": " Der Blauwal ist das größte Tier der Welt. Er gehört wie alle Wale zu den Säugetieren. Sein Körper kann bis zu 33 Metern lang und 200 Tonnen schwer werden. Alleine das Herz des Blauwals wiegt so viel wie ein kleines Auto, nämlich 600 bis 1000 Kilogramm. Es schlägt pro Minute höchstens sechs Mal und pumpt dabei immer mehrere 1000 Liter Blut durch den Körper. <eop>Wie andere Wale muss auch der Blauwal nach einigen Minuten unter Wasser wieder auftauchen, um Luft zu holen. Dabei atmet er eine riesige Fontäne aus, die Blas genannt wird. Sie steigt bis zu neun Metern hoch.<eop>Blauwale gibt es in allen Meeren. Sie verbringen den Winter in südlicheren Gebieten, weil es dort wärmer ist. Den Sommer verbringen sie eher im Norden. Dort findet der Blauwal sehr viele winzig kleine Krebse und Plankton. Ein anderes Wort dafür ist Krill. Davon frisst er pro Tag ungefähr drei bis vier Tonnen und baut daraus große Fettreserven auf. Diese Fettreserven benötigt er für den Winter. Denn dann frisst der Blauwal gar nichts. <eop>Seine Nahrung zerkleinert der Blauwal nicht mit Zähnen, er hat nämlich keine. Stattdessen befinden sich in seinem Maul sehr viele feine Hornplatten und Fasern, die man Barten nennt. Sie funktionieren wie ein Filter und sorgen dafür, dass alles Fressbare im Maul des Blauwals bleibt.<eop>Wenn Blauwale gerade auf Nahrungssuche sind, schwimmen sie recht langsam. Sie sind dann ungefähr so schnell wie ein Mensch, der spazieren geht. Wenn sie größere Strecken wandern, dann schwimmen sie ungefähr so schnell, wie man mit einem Auto in einer Tempo-30-Zone fahren darf. Männliche Blauwale sind dabei meistens alleine unterwegs. Die Weibchen bilden oft Gruppen mit anderen Weibchen und ihren Kindern.<eop>Blauwale werden mit fünf bis sechs Jahren geschlechtsreif. Die Blauwalmutter trägt ihr Baby etwa elf Monate lang in ihrem Bauch. Bei der Geburt ist es etwa sieben Meter lang und wiegt etwa zweieinhalb Tonnen. Das ist etwa so viel wie ein sehr schweres Auto. Die Mutter säugt ihr Kind etwa sieben Monate lang. Es misst dann fast 13 Meter in der Länge.<eop>"}, {"title": "Blindschleiche", "id": 38, "text": "Eine Blindschleiche ist eine Echse. In der Mitte Europas gehört sie zu den häufigsten Reptilien. Viele Menschen verwechseln sie mit einer Schlange: Die Blindschleiche hat keine Beine, und der Körper sieht einer Schlange ähnlich. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass bei der Blindschleiche der Schwanz abbrechen kann, ohne dass sie dabei Schaden nimmt.<eop>Trotz ihres Namens kann die Blindschleiche sehr wohl sehen. Die Tiere werden ungefähr 50 Zentimeter lang. Auf der Körperoberfläche tragen sie Schuppen. Die sind aus einem ähnlichen Material wie unsere Fingernägel oder das Horn von Kühen. Die Farbe ist rötlich-braun und sieht aus wie Kupfer.<eop>Blindschleichen besiedeln ganz Europa außer den südlichsten und den nördlichsten Gebieten. Sie schaffen es bis in Höhen von 2.400 Meter über dem Meeresspiegel. Sie leben in allen trockenen und feuchten Lebensräumen außer im Sumpf und im Wasser. Im Winter verfallen sie in eine Kältestarre, oft mit mehreren Tieren gemeinsam. <eop>Wie leben Blindschleichen? Blindschleichen fressen hauptsächlich Nacktschnecken, Regenwürmer und unbehaarte Raupen, aber auch Heuschrecken, Käfer, Blattläuse, Ameisen und kleine Spinnen. Blindschleichen sind deshalb bei Bauern und Gärtnern gern gesehen.<eop>Blindschleichen haben viele Feinde: Spitzmäuse, Erdkröten und Eidechsen fressen die Jungtiere. Verschiedene Schlangen, aber auch Fuchs, Dachs, Igel, Wildschwein, Ratten, Eulen und verschiedene Greifvögel fressen gerne ausgewachsene Blindschleichen. Auch Katzen, Hunde und Hühner jagen ihnen nach.<eop>Von der Paarung bis zur Geburt dauert es etwa 12 Wochen. Dann bringt das Weibchen etwa zehn Jungtiere zur Welt. Sie sind knapp zehn Zentimeter lang, stecken aber noch in einer Eihülle. Dort schlüpfen sie aber sofort heraus. Sie müssen 3-5 Jahre alt werden, bis sie geschlechtsreif sind. <eop>Die Blindschleichen werden manchmal von Menschen aus Angst vor Schlangen getötet. Dabei ist die Echse in den deutschsprachigen Ländern geschützt: Man darf sie weder belästigen, noch fangen oder töten. Ihr größter Feind ist die moderne Landwirtschaft, weil die Blindschleiche dadurch ihre Lebensgebiete verliert. Auch im Straßenverkehr sterben viele Blindschleichen. Vom Aussterben sind sie jedoch trotzdem nicht bedroht.<eop><eop>"}, {"title": "Blüte", "id": 39, "text": " Die Blüte ist ein Teil einer Pflanze. Aus der Blüte wachsen Samen oder auch Früchte. Aus diesen entstehen neue, ähnliche Pflanzen. Die Blüte dient also der Pflanze in erster Linie zur Fortpflanzung. Das ist ähnlich wie Eltern und Kinder bei Menschen. <eop>Anders als bei den Menschen enthalten die meisten Blüten gleichzeitig die männlichen und die weiblichen Teile. Das muss aber nicht so sein. Beispielsweise bei den Datteln und den Kiwis gibt es rein männliche und rein weibliche Pflanzen.<eop>Der größte und auffälligste Teil an den Blüten sind die farbigen Kronblätter, die wir oft auch Blütenblätter nennen. Sie sollen Insekten anziehen. Blüten können aber auch so klein sein, dass wir Menschen sie gar nicht wahrnehmen. Solch kleine Blüten gibt es beim Getreide wie Weizen, Reis, Mais und vielen anderen.<eop>Der Mensch hat also den Großteil seiner Nahrung den Blüten zu verdanken, zum Beispiel Obst. Bäume sind Blütenpflanzen. Ihnen verdanken wir auch das Holz. Sogar die Baumwolle stammt von einer Blütenpflanze. Daraus machen wir Stoff für Jeans und andere Kleidungsstücke.<eop>Wie entstehen aus Blüten die Samen? Der weibliche Teil der Blüte heißt Narbe, die männlichen Teile sind die Staubbeutel mit den Pollen. Wenn die Pollen auf die klebrige Narbe geraten, nennt man das Bestäubung. Der Name kommt daher, dass der Pollen fein ist wie Staub.<eop>Nach der Bestäubung wachsen die Samen. Die Samen können auch als Kerne von Früchten vorkommen oder als Nüsse. Aus den Samen wachsen dann unter guten Bedingungen wieder neue Pflanzen.<eop> Wie werden Blüten bestäubt? Meistens erledigen Insekten die Bestäubung. Die Blüten locken sie mit ihren Farben, ihrem Duft und ihrem Nektar an. Nektar ist ein zuckerhaltiger Saft auf der Narbe. Beim Sammeln von Nektar bleiben Pollen an den Insekten hängen. Auf der nächsten Blüte streift sich ein Teil der Pollen auf der Narbe wieder ab. <eop>Es gibt jedoch auch Blüten, die schaffen das ohne Insekten: Der Wind wirbelt die Pollen durch die Luft und dabei geraten einige Pollenkörner auf die Narben. Das reicht für die Bestäubung.<eop>Bei den Dattelpalmen unterstützt sogar der Mensch die Bestäubung: der Dattelbauer klettert auf die weiblichen Pflanzen und bestäubt die Narben mit einem Zweig einer männlichen Pflanze.<eop><eop>"}, {"title": "Brandenburg", "id": 40, "text": "Brandenburg ist ein deutsches Bundesland. Es hat seinen Namen von der Stadt Brandenburg, die dort liegt. Hauptstadt ist allerdings Potsdam, das direkt an Berlin grenzt. Im Land Brandenburg leben etwa zweieinhalb Millionen Einwohner. Es umschließt Berlin, das ein eigenes Bundesland ist.<eop>Seit 1415 wurde Brandenburg von der Fürstenfamilie der Hohenzollern regiert. Diese wurden später Könige von Preußen und noch später deutsche Kaiser. 1945 wurde Brandenburg ein eigenes Land. In der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik wurde Brandenburg aufgelöst, stattdessen gab es dort mehrere Bezirke. Seit 1990 ist Brandenburg wieder ein Land und gehört zur Bundesrepublik Deutschland.<eop>In Brandenburg gibt es nur wenige große Städte, dafür viele Seen, Felder und Wälder. In einigen Gegenden leben seit einigen Jahren sogar wieder Wölfe. Das Land ist eher flach und hat höchstens einige Hügel und kleinere Berge. Die größten Flüsse in Brandenburg sind die Elbe, die Oder, die Havel und die Spree. Havel und Spree fließen auch durch Berlin, und viele wichtige Straßen führen dorthin.<eop>Im Süden des Landes hat man Braunkohle gefunden und über viele Jahre ausgegraben. In manche dieser Baggerlöcher ist später wieder Wasser geflossen, so dass noch mehr Seen entstanden. Ganz im Südosten von Brandenburg, in der Lausitz, wohnen übrigens die Sorben: Das sind Deutsche, die Sorbisch sprechen. Diese Sprache ist mit dem Polnischen und Tschechischen verwandt. Sie leben auch in Sachsen.<eop> "}, {"title": "Brandenburger Tor", "id": 41, "text": "Das Brandenburger Tor ist ein Gebäude in Berlin. Es ist ein bekanntes Wahrzeichen für diese Stadt und für ganz Deutschland. Man sieht es zum Beispiel auf den deutschen Euro-Münzen.<eop>Früher hatte Berlin eine Stadtmauer, so wie auch viele andere Städte. An großen Straßen in die Stadt stand ein Tor, durch das die Leute hinein oder hinaus konnten. Das Brandenburger Tor steht an der Straße, die früher nach Brandenburg geführt hat. Die anderen Tore gibt es heute nicht mehr.<eop>Das heutige Tor war im Jahr 1791 fertig. Der damalige König von Preußen mochte das Alte Griechenland. Darum hat das Tor Säulen, wie man sie aus dem Altertum kennt. Später hat man auf das Tor eine Statue gestellt, die Quadriga. Sie zeigt die Göttin des Friedens in einem Wagen, der von vier Pferden gezogen wird. Als der französische Herrscher Napoleon Preußen einmal in einer Schlacht besiegt hat, entführte er die Quadriga für einige Jahre nach Paris.<eop>Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1990 war Deutschland in Ost und West geteilt. Das Brandenburger Tor stand an der Grenze im geteilten Berlin auf der Ostseite. Zwischen ihm und dem Westen verlief ab 1961 die Berliner Mauer. Beim Brandenburger Tor dachte man damals an die Teilung Deutschlands und heute an die Wiedervereinigung.<eop><eop>"}, {"title": "Bremen", "id": 42, "text": "Bremen ist eine Stadt im Norden Deutschlands mit rund 560.000 Einwohnern. Sie liegt an der Weser in der Nähe der Nordsee und besteht als Handelsstadt seit etwa 1200 Jahren. Dank des Hafens haben hier wie in Hamburg viele Kaufleute schon im Mittelalter ihren Handel getrieben. Hier gab es früher viele Werften, in denen Schiffe gebaut wurden. Die meisten Werften sind aber heute geschlossen, weil andere Werften vor allem in Asien ihre Schiffe billiger bauten.<eop>Zusammen mit der Stadt Bremerhaven an der Nordsee bildet Bremen auch ein eigenes Bundesland, so wie Hamburg oder Berlin. In Bremen gibt es sehr viele alte Häuser und Gebäude, besonders bekannt sind der Dom, das Rathaus und der Bremer Roland. Das ist eine große Ritterfigur mit Schwert und Schild. <eop>Im Bremer Überseemuseum gibt es viele Gegenstände zu sehen, die Seereisende früher aus anderen Teilen der Welt mitbrachten. Ein Museum nicht nur für Kinder ist auch das „Universum“. Dort kann man vieles selbst ausprobieren. <eop>Aus Bremen kommt auch das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten. Die Brüder Grimm haben es vor etwa 200 Jahren in ihrer Sammlung aufgeschrieben. Am Rathaus steht deshalb auch ein Denkmal für die Bremer Stadtmusikanten. <eop> "}, {"title": "Briefmarke", "id": 43, "text": "Eine Briefmarke ist ein kleines Stück Papier. Wer einen Brief oder ein Paket verschicken will, muss der Post etwas dafür bezahlen. Man kauft deshalb Briefmarken und klebt sie auf den Brief. So weiß die Post, dass man dafür bezahlt hat.<eop>Auf einer Briefmarke steht, wer die Briefmarke herausgegeben hat, zu welcher Post sie gehört. Das kann der Name der Post sein oder einfach nur der Name des Staates. Außerdem steht darauf der Geldwert, den man für die Briefmarke bezahlt hat, zum Beispiel „50 Cent“. Die Rückseite hat eine sogenannte Gummierung: Wenn man die Briefmarke dort feucht macht, wird sie klebrig. Manche Briefmarken kleben auch von selbst, wie ein Aufkleber.<eop>Die erste klebende Briefmarke stammt aus dem Jahr 1840, aus Großbritannien. Schon vorher hatte sich der Gedanke durchgesetzt: Nicht der Empfänger eines Briefes soll für die Arbeit der Post zahlen, sondern derjenige, der den Brief verschicken will. Dank der Briefmarken ging das Bezahlen noch einfacher und schneller.<eop>Wenn die Post einen Brief annimmt, stempelt sie die Briefmarken ab. Dazu gehört das Datum: Man sieht dann auf der gestempelten Briefmarke, wann die Post den Brief in die Hände bekommen hat. Außerdem wird dadurch die Briefmarke „entwertet“, damit keiner dieselbe Briefmarke noch einmal verwendet.<eop> Was macht Briefmarken wertvoll? Eine noch nicht genutzte Briefmarke ist so viel wert, wie darauf steht. Man kann Briefmarken deshalb als eine Art Ersatz für Geld verwenden. Wenn man jemandem eine kleine Summe bezahlen will, legt man ungern Geldmünzen in den Briefumschlag. Mit Briefmarken macht man das eher.<eop>Etwa zwanzig Jahre nach der ersten Briefmarke fingen einige Menschen an, Briefmarken zu sammeln. Man nennt diese Menschen heute Philatelisten. Manche Briefmarken sind sehr selten und begehrt und darum besonders teuer. Für die teuerste hat jemand sieben Millionen Euro gezahlt.<eop>Einige Leute fälschen Briefmarken. Manchmal geht es darum, einfach neue Briefmarken billig herzustellen. Die kann man schließlich auf Briefe kleben. Das Fälschen von Briefmarken ist aber verboten, so wie auch das Nachmachen von Geldscheinen. Einige Fälscher wollen Sammler täuschen und stellen Briefmarken her, die wie alte und seltene Briefmarken aussehen.<eop>An Briefmarken verdient vor allem die Post. Sie gibt jedes Jahr viele verschiedene Briefmarken heraus und weiß, dass viele Sammler von jeder mehrere haben wollen. Für ein großes Land wie Deutschland macht das nicht so viel aus, aber für ganz kleine Länder kann das ein großer Teil der Einnahmen sein.<eop><eop>"}, {"title": "Brot", "id": 44, "text": "Brot ist ein Lebensmittel, das gebacken wird. Aus Mehl, Wasser und anderen Zutaten macht man zunächst einen Teig. In der Steinzeit buken die Menschen ihr Brot auf heißen, flachen Steinen. Das geht aber nur mit dünnen Fladenbroten. Tortillas sind heute noch ein Beispiel dafür. Wichtig war deshalb die Erfindung des Backofens, damit es rundherum heiß wird.<eop>Der Geschmack des Brotes hängt in erster Linie davon ab, aus welchem Getreide das Mehl gemahlen wurde. Aber auch wie man die Löcher in das Brot bringt, verändert den Geschmack: Mit Sauerteig schmeckt ein Brot deutlich anders als ein Hefebrot. Dann kann man natürlich weitere Zutaten verwenden: Milch, Eier, Zucker, Öl, Früchte, Rosinen, Speck und vieles anderes mehr.<eop>In vielen Ländern essen die Menschen eine Menge Brot, beispielsweise zum Frühstück, aber nicht nur. So ist in Bayern die Brotzeit eine Zwischenmahlzeit mit Brot, Fleisch und Käse. Brot gilt als Grundnahrungsmittel, das jeder haben muss. Es ist ein Zeichen dafür geworden, dass es Menschen gut geht. Jesus soll gebetet haben: Unser täglich Brot gib uns heute. In Russland und auch in anderen Ländern der Erde begrüßt man neue Nachbarn mit Brot und Salz, in Polen schenkt man einem Brautpaar Brot.<eop>Wie kommen die Löcher in das Brot? Eine weitere wichtige Erfindung verdankten die Menschen dem Zufall. Wenn Teig eine Zeitlang herumsteht, besiedeln ihn unter anderem Hefepilze. Nach dem Kneten machen die sich an die Arbeit: Sie verarbeiten den Zucker, den sie auch im Mehl finden. Dabei entsteht ein unschädliches Gas, das Kohlendioxid. Dieses Gas macht die Blasen in den Teig. Dies ist bis heute die wichtigste Methode, um Brot luftig und bekömmlich zu machen. Zudem entsteht durch die Hefe eine Säure, die gibt dem Brot seinen typischen Geschmack.<eop>Eine weitere Methode ist der Einsatz von Sauerteig. Den hatten bereits die Römer erfunden. Es brauchte dazu Weizenkleie und Traubenmost. Darin siedelten sich Milchsäure-Bakterien Hefepilze an. Die verursachten ebenfalls Blasen im Brot. Vom Sauerteig kann man immer einen kleinen Teil in den Brotteig geben und den Rest behalten. Wenn man den Rest weiterhin mit Weizenkleie anreichert, geht er nie aus.<eop>Im Mittelalter ging unter den Leuten viel Wissen um die Brotherstellung verloren. Nur die Fürstenhöfe und die Klöster kümmerten sich weiter darum. Heute kennt man noch weitere Produkte, die das Brot aufgehen lassen. Man fasst sie unter dem Namen „Backtriebmittel“ zusammen. Dazu gehören Backpulver und viele andere. Einige davon werden biologisch hergestellt, andere chemisch.<eop><eop> "}, {"title": "Brust", "id": 45, "text": "Die Brust liegt bei den Wirbeltieren zwischen dem Bauch, den Schultern und dem Hals. Beim Menschen ist die Brust vorne, weil er aufrecht auf zwei Beinen geht. Bei den meisten anderen Wirbeltieren liegt die Brust unten, zur Bodenseite hin.<eop>Die Brust wird vom Brustkorb getragen. Zu diesen Knochen gehören die Brustwirbelsäule und die Rippen. Der große, flache Knochen in der Mitte ist das Brustbein. All diese Knochen sind durch Knorpel und Gelenke miteinander verbunden, damit sich die Brust beim Atmen heben und senken kann.<eop>Im Brustkorb befindet sich die Brusthöhle. Dort drin liegen die beiden Lungenflügel mit der Luftröhre und das Herz. Auch die Speiseröhre und viele Adern führen durch die Brusthöhle. Die Grenze zur Bauchhöhle bildet ein starker Muskel, das Zwerchfell.<eop>Über dem Brustkorb liegen viele Muskeln. Der größte von ihnen ist der Große Brustmuskel, den man bei Bodybuildern gut sieht. Darüber liegt eine Schicht aus Fett, zuoberst die Haut.<eop>Den Ausdruck „Brust“ braucht man auch bei der Frau für die beiden Organe, in denen sich die Milch für ein Baby befindet. Man nennt sie auch Busen oder Brüste. Die Frauen haben größere Brustwarzen als die Männer. Dies ist notwendig, damit ein Baby trinken kann. Die Männer haben zwar auch welche, brauchen sie aber nicht.<eop>"}, {"title": "Brücke", "id": 46, "text": "Eine Brücke ist ein Bauwerk, das über ein Hindernis gebaut wird. Oft sind solche Hindernisse Flüsse oder tiefe Täler, oft aber auch Straßen oder Eisenbahnstrecken. Über die Brücke kann man dann gehen oder fahren, um schnell auf die andere Seite der Straße oder des Flusses zu gelangen. <eop>Noch vor dem Altertum und den ersten Hochkulturen haben die Menschen schon Brücken gebaut. Eine einfache Brücke ist schon ein Baumstamm, der über einen Bach gelegt wird. Die Römer haben bereits Brücken aus Stein gebaut, die es teilweise heute noch gibt. <eop>Wie wird eine Brücke stark genug? Die Stärke einer Brücke hängt einerseits vom Material ab, aus dem sie gebaut wurde. Andererseits kommt es aber sehr darauf an, wie dieses Material eingesetzt wird. Dafür ist der Ingenieur zuständig: Er zeichnet die Konstruktion und berechnet, wie viel es von welchem Material braucht. <eop>Bogenbrücken bauten schon die Römer. Ein Gewölbe wie in einer Kuppel lässt sich nicht zusammendrücken. Es hat ungefähr die Form einer Halbkugel. Für eine Brücke braucht man nur einen Teil davon. Man baut zuerst eine Art Gerüst mit einer runden Form aus Holz und darauf die Brücke. Am Schluss kann man das Holz entfernen und wiederverwenden, die Brücke hält. Bogenbrücken werden manchmal auch aus Holz, Stahl, Ziegelsteinen oder aus Eisenbeton gebaut. <eop>Fachwerkbrücken brauchen weniger Material als Bogenbrücken und halten trotzdem. Die Stabilität kommt hier aus vielen Dreiecken. Dreiecke lassen sich nicht zusammendrücken. Wenn man sie richtig aneinanderbaut, ergeben sie eine starke Brücke. Ursprünglich baute man Fachwerkbrücken aus Holz, später aus Stahl.<eop>Seilbrücken haben ihre Kraft aus Stahlseilen. Die kann man über eine Schlucht spannen, zum Beispiel im Gebirge. Dazu braucht es einen Boden, meist aus Brettern. Solche Hängebrücken schwanken und wackeln, aber sie sind absolut zuverlässig.<eop>Moderne Seilbrücken haben riesige Masten, an denen die Tragseile befestigt sind. Solche Tragseile können bis zu einem Meter dick sein. Sie sind aus vielen einzelnen Drahtseilen zusammengedreht. An den dicken Drahtseilen, die von einem Mast zum anderen gespannt sind, hängen dünnere Seile senkrecht und tragen die Fahrbahn. Die ist aus Stahlbeton gebaut. Das bekannteste Beispiel dafür ist wohl die Golden Gate Bridge in San Francisco in den USA.<eop>Eisenbetonbrücken gibt es fast in beliebigen Formen. Ihre hohe Tragfähigkeit entsteht durch die geschickte Kombination von Stahl und Beton. Der Ingenieur muss genau berechnen, an welcher Stelle die Brücke wie viel Stahl enthalten muss und wie dick der Beton sein muss. Von außen sehen solche Brücken oft einfach gerade aus. Wenn man aber die Brücke quer durch aufschneiden würde, käme meist die Form eines U zum Vorschein. Diese Form ist nicht so schwer aber trotzdem sehr tragfänig.<eop><eop>"}, {"title": "Brüssel", "id": 47, "text": "Brüssel ist die Hauptstadt von Belgien, einem Land im Westen von Europa. Gleichzeitig heißt so aber auch eine Region von Belgien. In der „Region Brüssel-Hauptstadt“ wohnen etwas über eine Million Menschen. Die Stadt Brüssel ist nur der Stadtkern innerhalb der Region. Dort leben etwa 180.000 Menschen. <eop>In Brüssel sind zwei Sprachen anerkannt: Französisch und Niederländisch. Deshalb liest man auf Straßenschildern den Straßennamen in diesen beiden Amtssprachen. Auf Französisch heißt die Stadt „Bruxelles“, auf Niederländisch „Brussel“. Außerdem leben in Brüssel viele Einwanderer, die ihre eigenen Sprachen mitgebracht haben, zum Beispiel aus Marokko oder der Türkei. <eop>Brüssel ist zwar eine eigene Region, aber die belgische Region Flandern hat ihre eigene Regierung und ihr Parlament in Brüssel. Außerdem ist Brüssel der wichtigste Sitz für die Europäische Union. Das Europäische Parlament trifft sich hier, ebenso wie die Europäische Kommission, das ist eine Art Regierung der Europäischen Union.<eop>In Brüssel befinden sich viele wichtige Gebäude und Sehenswürdigkeiten. Bekannt sind das Atomium, ein riesiges Gebäude, das so aussehen soll wie ein Atom von Eisen. Ganz klein hingegen ist die Statue „Manneken Pis“, die einen pinkelnden Jungen zeigt.<eop><eop>"}, {"title": "Buche", "id": 48, "text": "Die Buche ist ein Laubbaum. Man findet sie in der Mitte Europas: vom Süden Schwedens bis zum Süden von Italien. Sie wächst am besten auf eher fruchtbaren Böden, die auch leicht sauer oder verkalkt sein dürfen. In Deutschland, in Österreich und in der Schweiz wächst nur eine besondere Art, nämlich die Rotbuche. Sie ist hier der häufigste Laubbaum. Ihren Namen hat sie daher, dass ihr Holz etwas rötlich ist. Aber weil sie hier die einzige Art ist, nennt man sie abgekürzt auch einfach Buche. In anderen Ländern wachsen noch weitere zehn Arten von Buchen, zum Beispiel die Kerb-Buche, die Orient-Buche oder die Taiwan-Buche. Zusammen bilden sie die Gattung der Buchen.<eop>Eine Rotbuche kann bis zu 45 Meter hoch werden. Die Blätter haben die Form eines Hühnereis, und sie wachsen so dicht, dass es unter dem Baum sehr dunkel ist. In Buchenwäldern haben es kleinere Pflanzen deshalb schwer. Die Buchen selber leiden schnell unter Fäulnis. Dies ist ein Problem für den Anbau.<eop>Die Früchte einer Buche nennt man Bucheckern. Für Menschen sind sie etwas giftig, aber viele Tiere fressen sie problemlos, zum Beispiel Vögel, Eichhörnchen oder Mäuse. Damit verbreiten sie den Samen in den Bucheckern.<eop>Buchen werden 200 bis 300 Jahre alt. Man baut sie gern in einem Forst an, denn aus dem Holz macht man nicht nur Möbel, Treppen und Parkettböden, sondern auch Kinderspielzeug, Kochlöffel, Bürsten und vieles anderes mehr.<eop>Buchenholz ist auch zum Verbrennen sehr beliebt. Im offenen Kamin erzeugt es keine Knaller, weil es kaum Harz enthält. Es brennt also sehr ruhig und regelmäßig und gibt viel Wärme ab. Viel Holzkohle wird aus Buche hergestellt. Man braucht sie heute zum Grillen, früher brauchte man sie zum Schmieden, zur Herstellung von Glas oder zur Herstellung von Stahl im Hochofen.<eop><eop>"}, {"title": "Bücherei", "id": 49, "text": "Eine Bibliothek oder Bücherei ist eine Sammlung von sehr vielen Büchern. Das Wort Bibliothek stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet soviel wie „Buch-Behälter“. Heute sind in einer Bibliothek meistens auch andere Medien zu finden wie beispielsweise Zeitungen und Zeitschriften, E-Bücher oder E-Books, DVDs oder CDs.<eop>Es gibt unterschiedlich große Bibliotheken. Manche Stadtbüchereien, die entweder für die Menschen in einer kleineren Stadt oder nur für einen Stadtteil in einer größeren Stadt da sind, haben einige 10.000 Bücher. Sehr große Bibliotheken bieten mehrere Millionen Bücher an. Aber auch Universitäten haben Bibliotheken mit bestimmten Fachbüchern, die vor allem für die Studenten und Professoren gedacht sind.<eop>Damit man die Bücher und die anderen Medien nutzen kann, muss man meist einen bestimmten Betrag im Monat oder im Jahr bezahlen. Mit seinem Benutzerausweis darf man dann eine bestimmte Anzahl an Medien ausleihen und mit nach Hause nehmen. Man kann die Zeit, in der man sie nutzen darf, die Ausleihzeit, verlängern. Allerdings hängt das davon ab, ob auch andere Menschen das Buch lesen möchten.<eop>Welche besonderen Bereiche gibt es in einer Bibliothek? Eine Bibliothek hat normalerweise einen Freihandbereich und ein Magazin. In den Freihandbereich darf jeder gehen und sich Bücher aus den Regalen holen. Im Magazin stehen die Bücher, die selten gewünscht werden. Mitarbeiter der Bibliothek dürfen dorthin und bestellte Bücher holen. Wenn das gewünschte Buch nicht in der eigenen Bücherei vorhanden ist, kann man es sich aus der Bibliothek einer anderen Stadt bringen lassen. Das nennt man eine Fernleihe.<eop>Wenn man Bücher nicht ausleihen kann oder möchte, kann man sie in der Bibliothek in einem Lesesaal lesen. Dort sitzen die Leser an Tischen, können in den Büchern blättern und den Computer fürs Schreiben benutzen. Um andere nicht zu stören, darf in Lesesälen meist nur leise gesprochen werden.<eop>Manche Bibliotheken haben auch einen eigenen Bereich für Kinder. Dort muss man nicht immer leise sein. Es gibt oft gemütliche Sessel, Kissen oder Matten, wo man es sich zum Lesen bequem machen oder auch mit anderen gemeinsam lesen kann. <eop>"}, {"title": "Bundesliga", "id": 50, "text": "Bundesliga nennt man in Deutschland und Österreich die Gruppe der besten Mannschaften in einer Sportart. Meistens denkt man dabei an Fußball und vor allem an die Mannschaften der Männer. In den beiden Ländern heißen aber auch die höchsten Wettbewerbe im Basketball, Handball, Eishockey und anderen Sportarten Bundesliga. In einer Liga spielt jede Mannschaft gegen jede andere Mannschaft, die ebenfalls gut genug für die Liga ist.<eop>Das Ziel jeder Saison ist es, den Meister zu ermitteln. Das ist die Mannschaft, die am Saisonende die meisten Punkte erzielt hat. Die Mannschaften, die am Saisonende die wenigsten Punkte haben, steigen in die zweithöchste Spielklasse ab, die im Fußball 2. Bundesliga heißt. Im Gegenzug steigen aus der 2. Bundesliga dann die besten Mannschaften in die Bundesliga auf.<eop>Wann gab es die erste Fußball-Bundesliga in Deutschland? In der Fußball-Bundesliga spielen die 18 besten Fußballvereine aus Deutschland gegeneinander. Jede Mannschaft spielt zweimal gegen jede andere Mannschaft. Daraus ergibt sich eine Hin- und eine Rückrunde mit jeweils 17 Spieltagen, zusammen also 34. <eop>Für jeden Sieg gibt es drei Punkte, für ein Unentschieden einen Punkt und keinen Punkt, wenn man verliert. Die Mannschaft, die am Ende der Saison die meisten Punkte hat, wird Deutscher Fußballmeister und bekommt die Meisterschale. Die sieht wie ein großer silberner Teller aus, in den die Namen aller bisherigen Meister eingraviert sind. <eop>Die zwei Mannschaften, die am Saisonende die wenigsten Punkte haben, steigen in die zweithöchste Spielklasse ab, die im Fußball zweite Bundesliga heißt. Im Gegenzug steigen aus der zweite Bundesliga dann die zwei besten Mannschaften in die erste Bundesliga auf.<eop>Die Bundesliga wurde im August des Jahres 1963 gegründet. Damals gab es nur 16 Vereine. Der Verein mit den meisten Meistertiteln ist der FC Bayern München. Der Hamburger SV ist der einzige Verein, der noch nie aus der 1. Bundesliga abgestiegen ist. <eop>"}, {"title": "Bundespräsident", "id": 51, "text": "Bundespräsident oder Bundespräsidentin heißt in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz das Staatsoberhaupt. Er ist damit der oberste Vertreter des Landes. In Deutschland und Österreich entscheidet er eher wenig. Seine Hauptaufgaben sind: Bundeskanzler und Bundesminister ernennen, Gesetze unterschreiben, Orden verleihen und Reden halten. <eop>Ein Bundespräsident wird gewählt: in Deutschland durch Volksvertreter, in Österreich durch das Volk direkt. Der jetzige Bundespräsident von Deutschland ist Frank-Walter Steinmeier, der von Österreich heißt Alexander Van der Bellen. Diese beiden Bundespräsidenten sind das Staatsoberhaupt ihres Staates. <eop>Bundespräsident ist meistens der Titel des Staatsoberhauptes einer Bundesrepublik. So ein Land besteht aus Bundesländern. Die Präsidenten anderer Länder oder Staaten nennt man Staatspräsident. Der Präsident der USA ist zwar auch Präsident einer Bundesrepublik, wird aber nicht Bundespräsident genannt. Er ist als Präsident zugleich auch Chef der Regierung.<eop>Auch die Schweiz hat einen Bundespräsidenten. Der schweizerische Bundespräsident ist einer von sieben Mitgliedern der Schweizer Regierung, des Bundesrates. Die Mitglieder des Bundesrates wählen sich jedes Jahr einen Vorsitzenden, normalerweise geht das reihum.<eop>"}, {"title": "Burg", "id": 52, "text": "Eine Burg ist ein befestigter Ort. Mit „befestigt“ ist gemeint, dass man den Ort im Krieg gut verteidigen konnte. Dafür sorgten zum Beispiel hohe Mauern und Gräben davor. Im Laufe der Geschichte gab es viele Arten von Burgen, so dass man nicht leicht sagen kann, was genau eine Burg ist. Man kennt auch unterschiedliche Ausdrücke, wie Kastell oder Wehranlage.<eop>Viele Burgen wurden an höher gelegenen Stellen gebaut, also zum Beispiel auf Hügeln. So hatte man einen besseren Überblick über das Land. Auch war es so schwieriger für Gegner die Burg anzugreifen, weil die Soldaten bergan kämpfen mussten. Manchmal baute man Burgen aber auch auf Inseln in Seen oder Flüssen. Man spricht dann von einer Wasserburg.<eop>In der Burg lebte auch der Burgherr mit seiner Familie und seinen Dienern. Palas nennt man das Wohngebäude des Burgherrn. Besonders bequem war das Leben dort aber nicht, in der Burg war es meist kalt und dunkel. Auch die Hygiene war oft schlecht. Zu einer Burg gehörte meist auch ein Hof mit Tieren und ein Garten. Es gab auch Werkstätten für Handwerker in der Burg. So konnte die Burg sich teilweise selbst versorgen. Das war vor allem bei Belagerungen wichtig.<eop>Schon im Altertum brauchte man Burgen, um eine Gegend oder eine Stadt zu verteidigen. Die meisten Burgen, die man heute in Europa sieht, wurden im Mittelalter gebaut. Etwa in der Zeit nach dem Jahr 1500 besaßen die Armeen Kanonen und Gewehre. Burgen waren aber nicht zur Verteidigung gegen diese Waffen gebaut. Kanonenkugeln konnten ihre Mauern zerstören. So musste man neue befestigte Orte bauen mit mehr und anderen Mauern. Wohnen konnte man in diesen Anlagen aber nicht mehr. Die Herrscher ließen sich deshalb oft Schlösser bauen. Diese waren oft luxuriös und es lebte sich viel angenehmer darin als in einer Burg.<eop>Viele Burgen wurden deshalb nach dem Mittelalter abgebaut, indem man die Steine anderswie verwendete. Oder sie wurden so umgebaut, dass man darin besser wohnen und arbeiten konnte. Aus einigen wurden so richtige Schlösser, mit denen der Besitzer seinen Reichtum zeigen konnte. Um viele Burgen kümmerte sich aber niemand mehr und sie wurden zu Ruinen. Oft nutzten die Menschen der Umgegend sie als Steinbruch. Das heißt sie bauten sich Häuser und andere Gebäude mit den Steinen der Burgruine.<eop>Ab dem 19. Jahrhundert hat man damit begonnen einige alte Burgen neu aufzubauen und zu renovieren. So sehen diese Burgen wieder fast so aus wie früher oder zumindest so, wie man sich das vorgestellt hat. Nun dienen sie aber nicht mehr der Verteidigung. Die Hohkönigsburg im Elsass beim Rhein zum Beispiel sollte eher zeigen, wie stark das Deutsche Reich war. Solche Burgen sind so heute auch wichtige Attraktionen für Touristen.<eop><eop>"}, {"title": "Bürgermeister", "id": 53, "text": "Ein Bürgermeister steht an der Spitze einer Stadt oder Gemeinde und ihrer Einwohner. Was ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin genau tut und darf, hängt vom Land ab. Normalerweise hat ein Land ein Gesetz, in dem das beschrieben ist. In Deutschland und Österreich bestimmen die Bundesländer die Regeln dazu.<eop>In einigen Ländern wählen die Einwohner der Stadt ihren Bürgermeister selbst. Dabei entscheiden sie zwischen Kandidaten, also Menschen, die gerne Bürgermeister werden wollen. Das nennt man eine direkte Wahl. In anderen Ländern wählt das Parlament der Stadt den Bürgermeister. In anderen Ländern wieder bestimmt die Regierung des Landes, wer in welcher Stadt Bürgermeister ist: Das ist früher auch in Deutschland und Österreich normal gewesen.<eop>In größeren Städten kriegt ein Bürgermeister Geld, so dass er keinen anderen Beruf braucht: Er arbeitet hauptamtlich als Bürgermeister. In den sehr großen Städten Städten Deutschlands ist der Titel „Oberbürgermeister“. In kleineren Städten und Gemeinden arbeitet er hingegen ehrenamtlich und hat daneben einen anderen Beruf. Außerdem gibt es oft noch stellvertretende Bürgermeister. Sie übernehmen kleinere Aufgaben und sind meist Ehrenamtliche.<eop>In vielen Ländern ist der Bürgermeister der Chef der Verwaltung und hat sein Büro im Rathaus. Die Verwaltung sind die Leute, die für die Stadt arbeiten. Er vertritt die Stadt nach außen, spricht in ihrem Namen. In einigen Ländern ist ein Bürgermeister außerdem der Vorsitzende des Parlaments der Stadt.<eop>"}, {"title": "Celsius", "id": 54, "text": " Grad Celsius kennen wir als eine Maßeinheit dafür, wie warm oder kalt es ist. Eigentlich ist Celsius der Nachname eines schwedischen Forschers. Anders Celsius lebte vor 300 Jahren und interessierte sich für Temperaturen, also ob etwas warm oder kalt ist.<eop>Anders Celsius benutzte ein Thermometer. Das Wort stammt aus dem Griechischen und heißt „Wärme-Messgerät“. Das war bei ihm eine lange Röhre aus Glas, mit Quecksilber darin. Quecksilber ist ein flüssiges Metall. Wenn es kalt ist, zieht es sich zu sammen und ist im Thermometer nur ganz unten zu sehen. Bei Wärme dehnt Quecksilber sich aus und steigt in der Röhre des Thermometers nach oben. Oder anders gesagt: Je wärmer es ist, desto länger ist das Quecksilber im Thermometer.<eop>Woher wusste Celsius, wie kalt oder warm es eigentlich war? Er ging davon aus, wann Wasser gefriert und wann es siedet, also kocht. Als es so kalt war, dass Wasser gefror, machte er einen Strich auf dem Thermometer, dort, wo das Quecksilber war. Das nannte er Null Grad. Dann hat er Wasser zum Kochen gebracht und das Thermometer hineingehalten. Er machte wieder einen Strich, dort, wo jetzt das Quecksilber stand. Die Strecke dazwischen hat er in 100 Schritte eingeteilt, die man Grad nennt. Darum sagt man: Bei 100 Grad fängt Wasser an zu kochen.<eop>Anders Celsius starb 1744. Kurz danach hat ein Freund von ihm diese Temperaturmessung nach Celsius benannt. Heute ist Grad Celsius in allen Ländern der Welt verbreitet. Wir messen damit Fieber, die Kälte im Kühlschrank und allerlei anderes. In einigen Ländern verwenden die meisten Leute jedoch eine andere Einteilung: In den USA oder in Großbritannien zum Beispiel misst man die Temperatur in Grad Fahrenheit.<eop>"}, {"title": "Chamäleon", "id": 55, "text": "Das Chamäleon ist ein Reptil, ein Kriechtier. Der Name kommt aus dem Griechischen und heißt „Erdlöwe“. Es gibt über 200 verschiedene Arten. Die kleinsten sind kürzer als der Daumen eines Menschen, während die größten bis zu 68 Zentimeter lang werden. Die meisten Chamäleons sind gefährdet. Man muss also gut aufpassen, dass sie nicht aussterben.<eop>Die Chamäleons leben in Afrika, im Süden von Europa, in Arabien und im Süden von Indien. Sie mögen warme Gegenden mit viel Wald, weil sie auf Bäumen und in Büschen leben. Dort finden sie die Insekten, die sie gern fressen. Auch kleine Vögel oder andere Chamäleons verspeisen sie manchmal.<eop>Die Augen von Chamälons sind besonders beweglich und stehen aus dem Kopf heraus. Beide Augen sehen unterschiedliches. Damit haben sie beinahe einen Rundum-Blick. Außerdem sehen Chamäleons sehr scharf, auch etwas, das weit entfernt ist. Ihre lange, klebrige Zunge können sie in Richtung Beute schleudern. Daran bleibt die Beute dann kleben oder genauer gesagt haften.<eop>Das Chamäleon ist vor allem dafür bekannt, dass es seine Farbe wechseln kann. Das macht es, um anderen Chamäleons etwas mitzuteilen. Außerdem wird das Chamäleon dunkel, wenn es kalt ist: So kann es besser die Wärme von Licht aufnehmen. Ist es warm, wird das Tier heller, damit die Sonnenstrahlen abprallen.<eop>Chamäleons vermehren sich durch Eier wie alle Reptilien. Nach der Begattung braucht es etwa vier Wochen, bis die Eier bereit sind. Auf einmal gibt es fünf bis 35 Stück. Sind die Eier gelegt, kann es bis zu zwei Monate dauern, bis die Jungtiere ausschlüpfen. In kalten Gebieten gibt es auch junge Chamäleons, die bereits im Mutterleib aus dem Ei schlüpfen und erst dann zur Welt kommen.<eop> "}, {"title": "Chinesische Mauer", "id": 56, "text": "Die Chinesische Mauer liegt in China. Die Chinesen nennen sie die „Zehntausend-Meilen-lange Mauer“. Sie diente dazu, das Land vor den Völkern zu beschützen, die weiter nördlich wohnten. Angefangen mit dem Bau hat man im 7. Jahrhundert vor Christus, also vor über 2600 Jahren. Das meiste, das man heute noch sieht, ist allerdings nur etwa 400 bis 700 Jahre alt.<eop>Die Mauer besteht aus Stein, Ziegeln, Lehm, Holz und anderem. Sie ist über 21.000 Kilometer lang. Das ist länger als die drei längsten Flüsse der Welt zusammen. Allerdings ist der größte Teil verfallen. In gewissen Abständen hat die Mauer Türme, auf denen früher Soldaten Ausschau nach Feinden hielten. Auf der breiten Mauer konnte man schnell zu der Stelle laufen, wo Feinde angriffen. Dschingis Khan und andere Eroberer konnten die Chinesische Mauer trotzdem ohne größere Probleme überwinden.<eop>Heutzutage besuchen viele Urlauber die Chinesische Mauer und zahlen dafür auch Eintritt. Im Jahr 1987 hat die UNESCO erklärt, dass auch diese Mauer ein Welterbe ist. Trotzdem sind viele Stellen in schlechtem Zustand. Die UNESCO setzt sich für einmalige Bauwerke ein, die geschützt werden sollen.<eop>Manche Leute behaupten, man könne die Mauer vom Weltall aus sehen. Weltraumfahrer haben aber erklärt, dass sie sie nicht sehen konnten, zumindest nicht mit bloßem Auge. Dazu ist sie zu schmal.<eop><eop>"}, {"title": "Computer", "id": 57, "text": "Ein Computer ist eine Maschine. Sie berechnet etwas aus Daten oder bearbeitet Daten. Das machen sie nach den Regeln eines Programms, das Menschen geschrieben haben. <eop>Programme sind dabei eine Reihe von Befehlen, die in einer Art Sprache geschrieben werden. Die Maschine wandelt die Befehle in elektrische Zeichen um, die vom Computer verstanden werden können. Das Wort Computer kommt aus dem Englischen und bedeutet eigentlich „Rechner“.<eop>Die ersten Computer wurden etwa 1938 gebaut. Sie konnten nur sehr wenig, nämlich Zahlen zusammenzählen. Heute gibt es Computer fast überall, sogar im Auto. Computer sorgen dafür, dass Automaten in der Fabrik arbeiten und die Apps auf dem Smartphone laufen.<eop>Jeder Computer besteht aus mehreren Bauteilen, die auch „Hardware“ genannt werden. Mit Eingabegeräten wie Tastatur oder Maus sorgt man dafür, dass der Computer Daten bekommt. Die Daten kommen in einen Speicher, damit sie nicht verloren gehen, auch nicht, wenn der Computer ausgeschaltet wird. Der Prozessor ist das „Herz“ des Computers, er verarbeitet die Daten. Danach gelangen die Ergebnisse auf ein Ausgabegerät, zum Beispiel einen Bildschirm oder Drucker.<eop>Alle Programme und Daten bilden die „Software“. Durch diese kann ein Computer für sehr verschiedene Zwecke genutzt werden, ohne dass immer neue Bauteile gebraucht werden. Mit Software kann man Texte schreiben, Internetseiten machen oder Filme bearbeiten. Die Fachleute, die Computer entwickeln und programmieren, nennt man Informatiker.<eop> "}, {"title": "Dampfmaschine", "id": 58, "text": "Eine Dampfmaschine erhitzt Wasser, so dass daraus Dampf wird. Aus dem Dampf macht sie Bewegung. Mit der Bewegung wird eine andere Maschine angetrieben, zum Beispiel in einer Lokomotive. <eop>Schon im Altertum haben Menschen versucht, eine solche Maschine zu bauen. Doch erst in den Jahren zwischen 1700 und 1800 gelang es, dass so eine Maschine auch wirklich eingesetzt werden konnte. Dampfmaschinen wurden sehr wichtig im Jahrhundert danach, als die Industrie wuchs. Auch die ersten Eisenbahnen wurden durch die Dampfmaschine möglich.<eop> Wie funktioniert eine Dampfmaschine?<eop>Mit Kohle, Holz oder Öl macht man ein Feuer. Das bringt Wasser in einem geschlossenen Kessel zum Kochen. Beim Kochen verdampft ein Teil des Wassers. Weil der Wasserdampf viel mehr Platz braucht als flüssiges Wasser, entsteht ein hoher Druck. <eop>Der Dampf wird in einen Zylinder geleitet und drückt dort einen Kolben hinein. Wenn der Kolben am Ende angekommen ist, schließt sich ein Ventil und ein zweites öffnet sich. Damit kommt der Wasserdampf und der Druck aus dem Zylinder heraus. Gleichzeitig wird Dampf auf der anderen Seite des Kolbens in den Zylinder gedrückt, um den Kolben zurückzuschieben. <eop>Der Kolben bewegt sich so hin und her. Ein Pleuel, das ist eine Schubstange, überträgt diese Bewegung auf ein Rad. Dadurch wird es eine Drehbewegung. Das ist ähnlich wie die Beine beim Velofahren.<eop><div style=\"width:491px\"><div style=\"text-align:center\">Gestänge einer Dampfmaschine in Bewegung.<br />Bei 7 ist der Zylinder mit dem Kolben und dem Pleuel.<br /><small>(Film abspielen)</small> </div> </div><eop>"}, {"title": "Darm", "id": 59, "text": "Der Darm ist ein Organ in unserem Bauch. Es gehört zum Verdauungsapparat. Der Darm sieht ähnlich aus wie ein Schlauch, der aus verschiedenen Abschnitten zusammengesetzt und in Schleifen gelegt ist. Die Abschnitte heißen Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm. Zusammen sind sie acht bis neun Meter lang.<eop>Der Dünndarm ist bei Erwachsenen etwa fünf Meter lang und zweieinhalb Zentimeter dick. Im Dünndarm wird der Speisebrei, der aus dem Magen kommt, erst richtig verdaut. Hier werden auch die wertvollen Nährstoffe durch die Darmwand hindurch in das Blut abgegeben. Es bleibt nur noch ein wässriger Brei mit Stoffen übrig, die nicht verdaut werden können. Den ersten Teil des Dünndarms, gleich nach dem Magen, nennt man auch Zwölffingerdarm. Er hat seinen Namen bekommen, weil er etwa so lang ist, wie wenn zwei Erwachsene zwölf Finger nebeneinander legen.<eop>Nach dem Dünndarm landet der Brei als Abfall im Dickdarm. Der Dickdarm ist doppelt so dick wie der Dünndarm, aber nur etwa anderthalb Meter lang. Der Dickdarm führt im Bauch zuerst auf der rechten Seite nach oben, dann quer auf die linke Seite und dann wieder abwärts in einen gebogenen Abschnitt. Wenn er voll ist, kann man ihn manchmal durch die Bauchwand hindurch fühlen. <eop>Im Dickdarm wird den Abfällen vor allem Wasser entzogen. Der Brei wird also eingedickt, daher hat der Dickdarm seinen Namen. Das Wasser wird ins Blut zurück gegeben. Der Brei wird dadurch zu festem Kot. Im warmen, feuchten Dickdarm leben Milliarden von Bakterien. Die meisten davon sind nicht schädlich. Einige stellen sogar nützliche Vitamine her. Wenn die Bakterien mit ihrer Arbeit fertig sind, hat der Kot seine braune Farbe und seinen typischen Geruch. An den Dickdarm schließt sich der Mastdarm an. Einige nennen ihn auch Enddarm. Wenn man auf der Toilette ist, wird der Kot aus dem Enddarm durch den Anus oder After herausgedrückt.<eop><eop>"}, {"title": "Deich", "id": 60, "text": "Ein Deich ist ein von Menschen gebauter Damm am Wasser. Es gibt Seedeiche und Flussdeiche. Er soll zum einen verhindern, dass das Wasser vom Meer, von Seen oder Flüssen in das dahinter liegende Land fließen kann. Er schützt auf diese Weise Häuser und Felder vor Hochwasser. Zum anderen werden Deiche am Meer gebaut, damit neues Land entsteht, auf dem dann Menschen wohnen oder Vieh weiden kann. Besonders an der Küste in Norddeutschland und den Niederlanden sind Deiche sehr wichtig.<eop>Deiche werden immer so gebaut, dass sie entlang des Ufers oder der Küste verlaufen. So sorgen sie an einem möglichst langen Abschnitt dafür, dass kein Wasser ins Hinterland strömt. Manche Deiche sind recht klein: Auf dem oberen Teil, der Deichkrone, kann man höchstens spazieren gehen. Andere Deiche sind so groß, dass vierspurige Straßen darauf gebaut werden.<eop>Ein Deich hat zwei Seiten. Die Seite zum Wasser hin muss ganz sachte ansteigen. Die andere, die dem Land zugewandt ist, wird viel steiler gebaut. Das macht den Deich stabiler. Auch starke Sturmfluten können ihm dann meistens nichts anhaben. Auf vielen Deichen kann man Gras wachsen lassen, dann können Schafe darauf fressen. Dabei trampeln sie auch noch die Erde fest. Große Deiche sind zudem geteert und mit dicken Steinen befestigt.<eop>Deiche sind sehr wichtig und oft kompliziert gebaut. Darum muss man sie gut pflegen und von Zeit zu Zeit prüfen, ob noch alles in Ordnung ist. Das machen Vereine. Die Chefs dieser Vereine werden in vielen Gegenden Deichgraf genannt, manchmal auch Deichvogt, Deichgeschworener, Deichrichter oder Deichhauptmann.<eop> "}, {"title": "Diamant", "id": 61, "text": "Ein Diamant ist ein Edelstein. Er besteht, genau wie Kohle, aus Kohlenstoff. Allerdings sind Diamanten weit teurer als Kohle, weil sie nur sehr selten vorkommen. <eop>Man findet Diamanten in der Erde. Dort treten sie häufig vermischt mit anderen Stoffen auf. Je nachdem, mit welchem Stoff sie vermischt sind, haben sie eine andere Farbe. Darum gibt es grüne, rosa, blaue oder gelbe Diamanten. Ein Diamant aus reinem Kohlenstoff ist aber durchsichtig. Weil sie so wertvoll sind und glitzern, werden Diamanten gern als Schmuck verwendet.<eop>Diamanten sind meistens Oktaeder, sie haben also acht Seiten. Man hat aber auch schon zwölfseitige, vierseitige oder würfelförmige, also sechsseitige gefunden. Wenn man Diamanten in einem Bergwerk unter der Erde abbaut, sind sie meistens noch sehr rau, unförmig und undurchsichtig. Diese Fundstücke nennt man Rohdiamanten. Richtig wertvoll sind Diamanten erst, wenn sie geschliffen sind. Das wird von so genannten Diamantenschleifern gemacht, deren Beruf es ist, Rohdiamanten zu schleifen. In geschliffener Form sind Diamanten glatt und durchsichtig. <eop>Diamanten sind außerdem das härteste Material der Welt, das man kennt. Darum kann man mit einem Diamanten sehr harte Sachen zerschneiden oder zerschlagen. Zum Beispiel kann man eine Glasflasche der Länge nach aufschneiden. Auch die Bohrer, mit denen man nach Erdöl bohrt, haben oft eine Spitze aus Diamanten.<eop>Das Gewicht von Diamanten misst man wie bei Gold in Karat. Ein Karat sind 0,2 Gramm, also zwei Zehntel Gramm. Der größte Diamant, den man je gefunden hat, ist der Cullinan-Diamant. Er wog ungeschliffen über 3000 Karat, also über 600 Gramm.<eop>"}, {"title": "Dinosaurier", "id": 62, "text": "Dinosaurier waren Tiere, die vor langer Zeit ausgestorben sind. Sie sind vor 265 Millionen Jahren entstanden. Vor 65 Millionen Jahren sind sie innerhalb von kurzer Zeit verschwunden, genau wie viele andere Tierarten. Die frühesten Menschen gab es erst viel später, Menschen haben also nie lebende Dinosaurier gesehen.<eop>Früher haben viele Wissenschaftler die Dinosaurier für frühe Arten der Reptilien gehalten, ähnlich wie Krokodile. Heute sieht man sie auch als Vorläufer der Vögel an. Sie legten Eier und ihr Körper war wahrscheinlich so warm oder kalt, wie es um sie herum war. <eop>Dinosaurier sahen sehr unterschiedlich aus: Manche liefen auf vier und andere auf zwei Beinen. Die meisten waren wohl viel größer als Menschen, manche aber auch deutlich kleiner. Normalerweise lebten sie auf dem Land und nur wenige im Wasser.<eop>Von den Dinosauriern sind heute vor allem noch Knochen übrig geblieben. Schon im Altertum hat man solche Knochen in der Erde gefunden. Man glaubte dann zum Beispiel, dass die Knochen zu Drachen gehörten. Erst im 19. Jahrhundert hat man den Begriff Dinosaurier erfunden. Er kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet „schreckliche Eidechse“. Heute weiß man von über 1000 Dinosaurier-Arten, sehr bekannte sind der Tyrannosaurus, der Allosaurus und der Brachiosaurus.<eop> Warum gibt es keine Dinosaurier mehr? Vor etwa 65 Millionen Jahren gab es auf einmal keine Dinosaurier mehr. Jedenfalls hat man keine Knochen gefunden, die jünger sind. Bis heute weiß man nicht genau, warum das so ist.<eop>Die Wissenschafter sagen, dass es ein Massenaussterben gab. Das gab es in der Geschichte der Erde mehrmals. Beim Aussterben vor 65 Millionen Jahren hat es die Hälfte aller Tiergattungen erwischt. Damals ist wahrscheinlich ein Meteorit auf der Erde eingeschlagen, also ein großer Felsbrocken aus dem Weltall. Andere Wissenschaftler glauben, dass ein Vulkan ausgebrochen ist.<eop>Ob Meteorit oder Vulkan: Es wurde viel Staub aufgewirbelt. Dadurch kamen die Sonnenstrahlen nicht mehr so stark auf der Erde an. Es wurde dunkel und kalt. Man hat diese Staubschicht im Erdboden gefunden. <eop>Die Dinosaurier stammen von den Archosauriern ab. Das gilt auch für die Vögel und die Krokodile. Sie haben das Massenaussterben überlebt. So gesehen gibt es also immer noch Saurier.<eop><eop>"}, {"title": "Dirigent", "id": 63, "text": "Ein Dirigent oder eine Dirigentin leitet eine Gruppe von Musikern. Meist ist das ein großes Orchester. Früher sagte man auch Kapellmeister. Chöre haben Chorleiter. Bei kleinen Gruppen kümmert sich der Dirigent um fast alles, wie um die Reisen zu den Orten, wo man auftritt. Bei großen Gruppen ist der Dirigent aber vor allem für die Musik da.<eop>Bei einer Aufführung, wenn man vor Zuschauern spielt, sieht man den Dirigenten dirigieren. Beim Dirigieren zeigt er den Musikern, wann sie anfangen sollen zu spielen. An seinen Handbewegungen sehen sie auch, wie schnell sie spielen sollen. Manche Dirigenten benutzen dabei nur ihre Hände, andere einen dünnen Stock, den Taktstock.<eop>Dirigenten machen aber noch viel mehr. Sie bereiten die Musikstücke vor und überlegen sich, wie sie genau gespielt werden sollen. Sie proben auch viel mit den Musikern, damit das Orchester gut zusammenspielt.<eop>Wer Dirigent werden will, muss selbst ein Musikinstrument spielen können und sich außerdem gut mit Musik auskennen. Das Dirigieren kann man an Musikhochschulen studieren, also an Universitäten für Musik. Das ist wichtig, wenn man Dirigent als Beruf ausüben will. Wer nur in der Freizeit dirigiert, kann dazu einen Dirigenten-Kurs machen.<eop>"}, {"title": "Division", "id": 64, "text": "In der Mathematik gibt es vier Grundrechenarten: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Man spricht auch vom Zusammenzählen, Abziehen, Malnehmen und Teilen.<eop>Das sind die einfachsten Rechen-Übungen, die man mit Zahlen anstellen kann. Alles andere in der Mathematik baut darauf auf. Deshalb lernt man sie auch schon in den ersten Jahren der Grundschule. <eop> Addition Das Addieren nennt man auch Zusammenzählen. Dabei zählt man eine Zahl zu einer anderen hinzu. Das Rechenzeichen dafür ist das Plus, das als + aufgeschrieben wird. Dieses Zeichen hat sich der Mathematiker Johannes Widmann im Jahr 1489 ausgedacht.<eop>Fügt man zu drei Dingen zwei hinzu, hat man fünf Dinge. Man schreibt 3 + 2 = 5, gesprochen: drei plus zwei ergibt fünf. Das Ergebnis der Addition nennt man Summe. Die beiden Zahlen, die addiert werden, heißen Summanden.<eop> Subtraktion Das Gegenteil der Addition ist die Subtraktion. Dabei zieht man von einer Zahl eine andere ab. Das Rechenzeichen dafür ist das Minus, das als - aufgeschrieben wird. Auch dieses Zeichen stammt von Johannes Widmann.<eop>Nimmt man von 10 Dingen zwei weg, bleiben acht übrig. Man schreibt: 10 - 2 = 8, gesprochen: zehn minus zwei ergibt acht. Die Zahl, von der etwas abgezogen wird, heißt Minuend. Das ist lateinisch und heißt „der zu verringernde“. Die Zahl, die abgezogen wird, heißt Subtrahend, „der abzuziehende“. Das Ergebnis einer Subtraktion nennt man Differenz.<eop>Ein praktisches Beispiel, bei dem man subtrahieren muss: Man möchte ein Brötchen kaufen, das kostet 1 Euro. Man hat 3 Euro im Portemonnaie. Man rechnet also: 3 - 1 = 2. Nachdem man das Brötchen gekauft hat, hat man noch 2 Euro übrig.<eop> Multiplikation Bei der Multiplikation nimmt man zwei Zahlen miteinander „mal“. Als Rechenzeichen schreibt man einen Punkt: · Weil man den aber auf dem Bildschirm oder der Tastatur nicht so gut sieht, nimmt man dort lieber ein Kreuz: ×<eop>Multiplikation ist eine Art, Zahlen, die man immer mit sich selbst addieren würde, kürzer aufzuschreiben. Dazu ein Beispiel: man möchte 3+3+3+3 rechnen. Dies kann man vereinfacht auch als 4 × 3 schreiben, gesprochen: vier mal drei, da man vier mal die Zahl drei addiert. Zahlen, die man miteinander multipliziert, werden Faktoren genannt, das Ergebnis heißt Produkt.<eop> Division Das Gegenteil der Multiplikation ist die Division oder das Teilen. Dabei teilt man eine Zahl durch eine andere. Man hat zum Beispiel sechs Euro, die drei Freunde unter sich aufteilen wollen: Jeder bekommt zwei Euro. Das Rechenzeichen ist der Doppelpunkt : Auf Taschenrechnern und Computern findet man ihn oft mit einem Strich dazwischen ÷ Die zu teilende Zahl heißt Dividend, sie wird durch den Divisor geteilt. Das Ergebnis heißt Quotient. <eop><eop>"}, {"title": "Donau", "id": 65, "text": "Die Donau ist der zweitlängste Fluss in Europa und fast 3000 Kilometer lang. Sie entspringt in Deutschland, genauer gesagt in Baden-Württemberg, und mündet ins Schwarze Meer. Auf ihrem Weg durchfließt sie viele Länder Mittel- und Südosteuropas: Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, die Republik Moldau und die Ukraine. Auch vier Hauptstädte liegen an der Donau: Wien, Bratislava, Budapest und Belgrad.<eop>Schon die alten Römer kannten die Donau und nannten sie Danubia. Sie war damals lange Zeit die Nordgrenze des Römischen Reiches. Auch später waren Teile des Flusses eine Grenze, zum Beispiel zwischen Österreich-Ungarn und dem Osmanischen Reich. Doch die Donau trennte nicht nur Länder und Völker: Sie war schon immer eine der wichtigsten Wasserstraßen durch Europa.<eop>Die Donau fließt überwiegend durch flache Landschaften. An einigen Stellen muss sie aber auch durch enge Gebirgstäler. Die bekannteste Engstelle ist das „Eiserne Tor“ an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien: Hier durchbricht der Fluss das Karpatengebirge. <eop>Vor ihrer Mündung ins Schwarze Meer teilt sich die Donau in ein weitverzweigtes Delta mit vielen Nebenflüssen. Es ist eines der größten Naturschutzgebiete Europas, etwa doppelt so groß wie das Saarland. Die Unesco hat es 1991 zum Weltnaturerbe erklärt, damit es besser geschützt wird.<eop>Entlang der Donau führt der Donauradweg. Er verläuft vom Ursprung der Donau bis zur Mündung ins Schwarze Meer und ist ein beliebter Radfernweg. Auf und entlang der Donau reisten seit der Römerzeit Herrscher mit ihrem Gefolge. Das war viel angenehmer als die Reise auf dem Land, denn die Straßen waren sehr schlecht. Die Straße der Kaiser und Könige ist heute eine beliebte Touristenstraße. Auch die Fahrt mit dem Schiff ist beliebt. In der Hochsaison fahren über 70 Kreuzfahrtschiffe auf der Donau. <eop><eop>"}, {"title": "Dorf", "id": 66, "text": "Ein Dorf ist ein kleiner Ort, an dem Menschen wohnen. Es reicht aber nicht, dass dort einige Wohnhäuser stehen. Im Dorf gibt es meist auch eine Kirche, einige Geschäfte und Handwerker. Ein Dorf gehört zu einer Gemeinde, oder ist eine eigene Gemeinde wenn es gross genug ist. Eine Stadt wiederum hat deutlich mehr Einwohner als ein Dorf.<eop>Zu jedem größeren Dorf gehörte ein Schmied, der Pferde beschlug, aber auch Pflüge sowie andere Geräte und Werkzeuge reparierte oder sogar selber herstellte. Es brauchte einen Müller, der das Getreide mahlte und meist auch selber Brot daraus buk. Auch ein Krämerladen gehörte oft dazu. Je größer das Dorf war, desto mehr verschiedene Berufe waren vertreten. Selbst in Dörfern, die man auf den ersten Blick als reiner Bauerndörfer ansah, gab es verschiedene Handwerker. Besonders waren jedoch vor allem kleinere Fischerdörfer, in denen fast alle Leute denselben Beruf ausübten. In der Neuzeit in Europa arbeiteten immer mehr Einwohner auch außerhalb des Dorfes, etwa in kleinen Fabriken.<eop>Seit der Industrialisierung vor gut 200 Jahren ziehen auf der ganzen Welt immer mehr Menschen aus Dörfern weg in große Städte. Im Jahr 2008 lebten weltweit erstmals in der Menschheitsgeschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land.<eop>Neben dem Dorf gibt es noch einige kleinere Arten von Ortschaften. Ein Weiler ist etwas kleiner als ein Dorf und hat meist keinen Ortskern. Also eine Stelle an der es eine Kirche und Geschäfte gibt. Die meisten Weiler bestehen ausschliesslich aus Wohnhäusern, die nah beisammen sind. <eop>Weiter auseinander liegen die Wohnhäuser bei einer Streulage. Diese Siedlungsform kommt meistens im Gebirge vor. Die kleinste Siedlungsform ist die Einzelsiedlung oder Einöde. Sie besteht aus nur einem Haus. "}, {"title": "Dornröschen", "id": 67, "text": "Die Geschichte von Dornröschen ist eines der bekanntesten Märchen. Es gehört zu den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm. Die Geschichte stammt aber von Charles Perrault aus Frankreich.<eop>Das Märchen der Brüder Grimm gibt es in vielen Formen. Der Zeichentrickfilm von Disney über Dornröschen ist sehr bekannt, auch gibt es mehrere Spielfilme. Im Theater, in großen, aber auch in kleinen Vorstellungen für Kinder, ist Dornröschen schon aufgeführt worden. Hinzu kommen Musicals und Opern. Das Kinderlied „Dornröschen war ein schönes Kind“ von Margarethe Löffler gibt es bereits länger als 120 Jahre.<eop> Was passiert in diesem Märchen? In Dornröschen geht es um ein Königspaar, das sich ein Kind wünscht. Das dauert schon sehr lange. Eines Tages nimmt die Königin ein Bad. Dort spricht ein Frosch zu ihr, der sagt, dass sie nun bald ein Kind bekommen wird. Der Frosch behält Recht und die Königin bekommt ein gesundes, wunderschönes Mädchen.<eop>Zur Taufe der Königstochter werden zwölf weise Frauen eingeladen, nur eine, die 13. nicht, da der König für die 13. kein Geschirr mehr hat. Diese 13. Frau verflucht die Königstochter. Sie soll sich an ihrem 15. Geburtstag an einer Spindel stechen und dann sterben. Eine der anderen weisen Frauen, die ihren Wunsch für die Königstochter noch nicht geäußert hat, versucht den Fluch abzuschwächen, indem sie ihr einen 100jährigen Schlaf, an Stelle des Todes wünscht. Nach der Taufe des Kindes lässt der König sofort alle Spindeln aus dem Königreich entfernen. <eop>Als die Königstochter 15 Jahre alt wird, sind ihre Eltern auf Reisen im Königreich und sie erkundet das Turmzimmer im Schloss. Dort trifft sie auf eine Frau, die gerade mit einer Spindel spinnt. Beim Spinnen stellt man mit der Hand und mithilfe eines Spinnrades beispielsweise aus Schafwolle Garn her. Die Spindel braucht man dabei, um Fäden zu drehen und aufzuwickeln. Als die Königstochter auch versucht zu spinnen, sticht sie sich in den Finger und fällt in einen tiefen Schlaf. Auch alle anderen im Schloss schlafen ein. Nach und nach erwächst eine Dornenhecke um das Schloss, die niemand überwinden kann. <eop>Immer wieder versuchen junge Königssöhne durch die Dornenhecke zur schlafenden Königstochter zu gelangen, aber keinem gelingt es. Die Jahre vergehen, da macht sich ein weiterer Königssohn auf, die schlafende Königstochter zu retten. Da die 100 Jahre vergangen sind, tut sich dem Königssohn die Dornenhecke, die mittlerweile auch Rosen trägt, auf und der Königssohn kann ohne Mühe hindurchgehen. Als der Königssohn bei der Königstochter im Turm ankommt, küsst er sie und sie erwacht aus ihrem Schlaf. Auch der Rest des Hofs erwacht aus seinem Schlaf und der Königssohn heiratet die Königstochter.<eop> "}, {"title": "Drache", "id": 68, "text": "Ein Drache ist ein Fabelwesen, also ein Tier, das nur in Märchen und Legenden vorkommt. Das Wort Drache kommt vom altgriechischen Wort „drakon“. Es bedeutet „Schlange“. <eop>Drachen sind meistens groß und sehen aus wie eine Mischung aus Vögeln, Schlangen und Raubtieren. Oft haben sie Schuppen, Klauen und Flügel, mit denen sie fliegen können. Manche Drachen speien Feuer aus ihrem Maul, manche haben mehrere Köpfe und manche können sogar sprechen. Früher haben viele Leute geglaubt, dass es Drachen wirklich gibt und deshalb Angst vor ihnen gehabt. <eop> Wo kommen Drachen vor? Drachen kommen in vielen alten und neuen Märchen, Geschichten und Sagen vor, die in vielen Ländern erzählt werden. Es gibt Geschichten und Märchen, in denen böse Drachen Menschen fangen oder sogar auffressen. In anderen Geschichten sammeln Drachen riesige Schätze und bewachen sie. <eop>Aus dem alten Griechenland stammen Erzählungen, dass man einem Drachen eine Prinzessin opfern muss, damit er die anderen Leute in Ruhe lässt. Manchmal müssen Helden oder Heilige in Geschichten gegen einen Drachen kämpfen und ihn töten. Eine bekannte Geschichte dazu ist die von Siegfried, dem Drachentöter.<eop> Sind Drachen immer gefährlich? Drachen sehen meist groß, stark und gefährlich aus. So werden sie auch in Geschichten beschrieben. Katholische Christen kennen den Heiligen Georg, der eine Königstochter rettet, weil er einen Drachen tötet. <eop>Städte, Länder und alte Familien haben ein Wappen, ein Bild, das für sie steht. In manchen Wappen sieht man einen Drachen. Damit soll gezeigt werden: „Wir sind so stark wie Drachen, nimm dich in Acht vor uns!“<eop>In manchen Geschichten für Kinder gibt es aber auch freundliche Drachen. Zwei sehr bekannte hat der Schriftsteller Michael Ende erfunden: Fuchur, den Glücksdrachen aus „Die unendliche Geschichte“, und Nepomuk, den Halbdrachen aus „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Außerdem gibt es Ohnezahn aus „Drachen zähmen leicht gemacht“, Grisu, der Feuerwehrmann werden will, Tabaluga von Rolf Zuckowski und Peter Maffay sowie den kleinen Drachen Kokosnuss. Sie bedrohen niemanden, sondern helfen den Menschen. Weil sie aber etwas Besonderes können, wie fliegen oder Feuer speien, müssen sie sich manchmal erst noch Vertrauen verdienen.<eop>"}, {"title": "Dresden", "id": 69, "text": "Dresden ist eine Stadt im Osten von Deutschland. Seit 1990 ist es die Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen. Auch vorher war Dresden eine große und wichtige Stadt. Dort wohnen etwa eine halbe Million Einwohner.<eop>Gegründet wurde Dresden im Mittelalter, um das Jahr 1200. Die Herrscher aus der Familie der Wettiner machten die Stadt zu ihrem Wohnort. Bis 1918 war sie die Hauptstadt des Königreichs Sachsen. Dresden galt als eine der schönsten Städte Deutschlands, man nannte es Elbflorenz. Denn die Elbe ist der Fluss, an dem Dresden liegt, und Florenz ist eine schöne und bedeutende Stadt in der Toskana.<eop>Im Zweiten Weltkrieg wurde viel von Dresden zerstört, aber danach hat man viele schöne Gebäude wieder aufgebaut. Die Frauenkirche gibt es seit dem Jahr 2005 wieder, Menschen aus ganz Deutschland und anderen Ländern haben dafür gespendet. Die Kirche ist damit ein Zeichen für die Einheit Deutschlands, aber auch für Versöhnung. Geholfen haben nämlich auch Briten – britische Flugzeuge hatten die Kirche im Krieg zerstört.<eop> "}, {"title": "Düsseldorf", "id": 70, "text": "Düsseldorf ist eine Stadt in Deutschland. Sie ist die Hauptstadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. In Düsseldorf leben fast 600.000 Menschen. Sie ist somit eine der größten Städte Deutschlands. Der Name kommt von dem Dorf, das am Bach Düssel gelegen hat. Die Düssel mündet hier in den Rhein. Die Lage am Rhein, wo viele Schiffe entlang fahren, war so gut, dass aus dem Dorf eine große Stadt wurde.<eop>Die Stadt hat nicht nur einen Hafen, sondern auch einen wichtigen internationalen Flughafen. Der Bahnhof ist mitten in der Stadt. Dort fahren alle wichtigen Fernzüge wie der ICE ab, außerdem Regionalbahnen, S-Bahnen unterirdisch die U-Bahn-Linien.<eop>Das Wappen zeigt einen roten Löwen, der vor sich einen Anker festhält. Der Löwe war das Wappentier der Bergischen Herzöge, die hier vor langer Zeit das Land regiert haben. Der Anker steht für die Schifffahrt auf dem Rhein, die für die Stadt so wichtig ist. In Düsseldorf wurde bis vor 100 Jahren das Radschlagen von Kindern auf der Straße ausgeübt. Diese ungewöhnliche Sportart hat sich als Sinnbild bis heute erhalten. Das Zeichen radschlagender Kinder findet man noch überall rund um die Altstadt.<eop> Was gibt es in Düsseldorf? Düsseldorf ist bekannt für den Firmensitz vieler wichtiger Unternehmen. Viele Artikel, die man täglich benutzt, werden hier entwickelt oder hergestellt, zum Beispiel Zahnpasta und Autos. Nahe des Flughafens im Norden der Stadt ist das Messezentrum, wo Besucher aus aller Welt Neues über ihre Produkte erfahren können, die sie entwickeln oder herstellen. Auch viele Touristen kommen nach Düsseldorf, um sich beispielsweise die Altstadt anzusehen. <eop>In der Nähe des Bahnhofs gibt es ein Stadtviertel, in dem sich viele Japaner angesiedelt haben. Sie finden hier eine Umgebung, wo sie sich wohl fühlen. Viele von ihnen arbeiten für japanische Firmen in Düsseldorf.<eop>Düsseldorf besitzt neben seiner weltbekannten Kunsthochschule auch eine große Universität sowie eine wichtige Musikhochschule. Hier gibt es viele Studenten, die aus den verschiedensten Ländern kommen, um ein Instrument zu lernen. Auch für die Japaner gibt es eine eigene Schule.<eop>"}, {"title": "Eichen", "id": 71, "text": "Eichen sind Laubbäume, selten auch Sträucher. Nur noch einen anderen Laubbaum gibt es bei uns häufiger, nämlich die Rotbuche. Von den Eichen gibt es über 400 Arten. Von diesen Arten sind bei uns die Stieleiche und die Traubeneiche am häufigsten. <eop>Eichen haben längliche Blätter, die in der Festigkeit ein wenig an Leder erinnern. Am Rand der Blätter sieht man eine Art Zacken oder Zähne, die außen rund sind. Bei den meisten Arten fallen die Blätter im Herbst ab.<eop>Die Früchte der Eichen sind die Eicheln. Für Menschen und viele Tiere sind sie giftig, aber zum Beispiel die Schweine können Eicheln fressen. Darum hat man früher die Schweine im Herbst in den Wald getrieben, zur Eichelmast. Die Schweine für den besten Schinken aus Spanien werden heute noch ausschließlich mit Eicheln gefüttert. Das gibt dem Schinken seinen besonderen Geschmack.<eop>Menschen haben Eichen vor allem angepflanzt, weil das Holz viel aushält, aber auch gut zu bearbeiten ist. Man hat es zum Beispiel zum Bau von Schiffen verwendet, aber auch für Fässer, Sitzmöbel, Treppen oder Eisenbahnschwellen. Heute braucht man Eichenholz für teure Parkettböden. Eichenstämme werden aber auch in dünne Schichten zerschnitten. Man nennt sie Furnier. Diese Schichten klebt man heute auf Möbelplatten. So sieht das ganze Möbel sehr edel aus. Edel ist jedoch nur die Aussenschicht.<eop>Eichen sind kräftig und leben lang. Darum hielten viele Menschen sie für heilig, sowohl die alten Religionen als auch das Christentum. In Deutschland gilt die Eiche als der typische Baum des Landes, der Nationalbaum.<eop> "}, {"title": "Eidechsen", "id": 72, "text": "Eidechsen gehören zu den Reptilien, den Kriechtieren. Sie haben einen länglichen Körper, der an eine Schlange erinnert. Allerdings besitzen sie vier Beine, mit denen sie schnell laufen können. Ihre Haut hat Schuppen. Von Zeit zu Zeit häuten sie sich, dabei streifen sie sich die Haut ab. Darunter ist schon eine neue Hautschicht.<eop>Diese Tiere gibt es in Europa, Afrika und Asien. Sie mögen vor allem warme Gegenden und liegen gern auf Steinen, die von der Sonne erwärmt werden. Wie alle Reptilien kühlen sie sonst ab, weil sie die Temperatur ihrer Umgebung übernehmen.<eop>Es gibt von ihnen fünf Arten: Die Mauereidechse, die Zauneidechse, die Waldeidechse und die Kroatische Gebirgseidechse. Die Smaragdeidechse ist dicker als die anderen und schillert in verschiedenen Farben. Daher hat sie ihren Namen.<eop>In unseren Ländern sind die Eidechsen die häufigsten Echsen in der Natur. Am ehesten sind sie gefährdet, weil ihnen der Mensch die Lebensräume wegnimmt: Die Trockenmauern in den Rebbergen beispielsweise wurden früher ohne Mörtel gebaut. Das gab viel Lebensraum, gerade für die Mauereidechse. <eop>Eidechsen fressen kleine wirbellose Tiere wie Insekten, Spinnen und Regenwürmer. Manche Arten wie die Mauereidechse verspeisen auch ihre eigenen Artgenossen. Selbst müssen sich Eidechsen vor allem vor Schlangen und Greifvögeln in Acht nehmen. Aber wenn ein Feind die Eidechse am Schwanz packt, kann sie den Schwanz abwerfen. Ein neuer Stummel wächst später nach.<eop>Nicht alle Eidechsen vermehren sich gleich. Die meisten legen drei bis zwanzig Eier auf einmal. Einzig die Mauereidechse kann bis zu dreimal jährlich Eier legen. Die Waldeidechse jedoch behält ihre Eier im Bauch, bis die Jungtiere geschlüpft sind. Erst dann kommen sie zur Welt.<eop>"}, {"title": "Eiffelturm", "id": 73, "text": "Der Eiffelturm ist ein hoher Turm in der Mitte von Paris, der Hauptstadt von Frankreich. Er ist 300 Meter hoch, mit Antenne 324 Meter. Ausgedacht hat sich den Turm Gustave Eiffel, daher kommt der Name. Er wollte damit zeigen, wie hoch man mit Eisen bauen kann. Fertig wurde er zur Weltausstellung in Paris im Jahr 1889, einer großen Veranstaltung, die die neuesten Erfindungen zeigen sollte. Dafür musste man schon zwei Jahre vorher mit dem Aufbauen anfangen.<eop>Eigentlich sollte der Turm nach der Weltausstellung abgebaut werden. Schon vorher klagten manche Künstler, der Turm aus nacktem Eisen sei viel zu hässlich für Paris. Aber die meisten Leute mochten den Turm. Also blieb er stehen und war gut 40 Jahre lang das höchste Bauwerk der Welt. Erst dann wurden in den USA Hochhäuser gebaut, die noch höher waren, darunter das Empire State Building in New York.<eop>Jedes Jahr wollen sieben Millionen Besucher hinauf auf den Eiffelturm. Dazu gibt es neun Aufzüge. Ziemlich weit oben warten zwei Restaurants auf die Gäste. Der Turm ist heutzutage sicher das bekannteste Bauwerk in Paris. In einigen anderen Ländern hat man sogar kleinere Eiffeltürme nachgebaut.<eop> "}, {"title": "Einhorn", "id": 74, "text": "Das Einhorn ist ein Fabelwesen. Meistens soll es ein Pferd mit einem langen, spitzen Horn auf der Stirn sein. Manchmal hat man es auch als ein anderes Tier beschrieben, etwa als Rind.<eop>Ein Tier wie das Einhorn erscheint in den Geschichten der alten Inder, der alten Griechen und Römer. Man hat auch ein Tier aus der Bibel für ein Einhorn gehalten. Manchmal hat man Bilder von Rindern falsch verstanden: Wenn ein Rind mit seinen beiden Hörnern von der Seite gezeigt wird, kann es so aussehen, als hätte es nur ein Horn.<eop>So, wie wir das Einhorn heute kennen, stammt es aus dem Mittelalter. Das Tier ist wild, aber auch ein Zeichen für Reinheit. Nur eine Jungfrau kann es einfangen. Das Horn soll Kranke heilen.<eop>Einhörner hat man nicht gefunden. Aber es tauchten Hörner von Einhörnern auf: lange Hörner, die von außen wie gedreht aussehen, wie bei einer Spirale. Ein Fürst zum Beispiel hat sich ein Trinkhorn machen lassen. Er glaubte, dass das Einhorn-Horn jedes Gift unschädlich machen würde.<eop>Später fand man heraus, dass solche Hörner in Wirklichkeit vom Narwal stammen. Der Narwal lebt im Nordmeer um die Arktis. Auf der Stirn hat er einen langen Stoßzahn.<eop><eop>"}, {"title": "Eis", "id": 75, "text": "Eis ist gefrorenes Wasser. Normalerweise gefriert Wasser erst, wenn die Temperaturen auf Null Grad Celsius sinken. Viele Menschen denken bei Eis aber auch an eine gefrorene Süßspeise, die man in der warmen Jahreszeit als Erfrischung genießt. Dieses Speiseeis besteht manchmal aus gefrorenem Saft, oft aber aus Sahne oder Milch.<eop>Gefrorenes Wasser braucht mehr Platz als flüssiges: Im Vergleich zu flüssigem Wasser dehnt sich Eis fast um ein Zehntel aus. Aus diesem Grund können volle Glasflaschen platzen, wenn man sie in den Gefrierschrank stellt. Dass sich gefrorenes Wasser ausdehnt, ist etwas Besonderes, denn andere Flüssigkeiten nehmen weniger Platz ein, wenn sie gefrieren.<eop>Eis schwimmt, weil es leichter ist als Wasser. Darum bildet sich Eis höchstens auf der Oberfläche eines Sees oder Meeres. Eisberge fallen nicht auf den Grund, sondern schwimmen. Salzwasser friert erst, wenn es noch etwas kälter ist als Null Grad. In der Natur kommt Eis in verschiedenen Formen vor: als Schneeflocke, Hagelkorn oder auch als Gletscher in den Bergen.<eop><eop>"}, {"title": "Eisbär", "id": 76, "text": "Der Eisbär oder Polarbär ist eine Art der Säugetiere. Der Eisbär ist das größte aller Raubtiere, die auf dem Land leben. Es gibt sie nur in der Arktis. Dort kommen sie normalerweise bis auf etwa 200 Kilometer an den Nordpol heran. <eop>Eisbären gibt es seit vielen hunderttausend Jahren, sie stammen von den Braunbären ab. Ein ausgewachsener männlicher Eisbär wird über zweieinhalb Meter lang. Wie alle Bären haben auch Eisbären nur einen kurzen Stummelschwanz. Wenn ein Eisbär sich aufrichtet, ist er viel höher als erwachsene Menschen. <eop>Außer Menschen mit ihren Waffen können dem Eisbär keine anderen Tiere gefährlich werden. Trotzdem gibt es immer weniger Eisbären. Derzeit leben nur noch etwa 25.000 Tiere. Dies aus dem folgendem Grund: Durch den Klimawandel wird es auf der Welt immer wärmer. Dadurch schmilzt das Eis in der Arktis immer mehr ab. Für die Eisbären wird es deshalb immer schwieriger, herumzuwandern und ihre Nahrung zu suchen. <eop> Wie leben Eisbären? In ihrem Lebensraum finden Eisbären nicht leicht Nahrung. Auf der Suche nach Beute können Eisbären sehr weite Strecken laufen. 50 Kilometer oder weiter ohne Pause zu schwimmen ist für sie auch kein Problem. Ihr Fell ist dicht und lässt das Wasser nicht eindringen. Das Fell und eine sehr dicke Fettschicht sorgen dafür, dass ein Eisbär im eiskalten Wasser nicht friert.<eop>Die Hauptspeise der Eisbären sind Seehunde und andere Robben. Ein Seehund braucht Luft zum Atmen und lebt deshalb in der Nähe von Löchern oder Spalten in der Eisschicht. Dort lauert der Eisbär auf ihn. Außerdem reißen Eisbären ab und zu kleinere Wale, Fische und auch Vögel und Säugetiere, wie zum Beispiel den Schneehasen oder Rentiere. Als Allesfresser mögen sie auch Beeren und Gräser. <eop>Eisbären sind Einzelgänger. Sie leben also allein, außer wenn sie Junge machen wollen. Dazu paaren sie sich zwischen März und Juni. Dann geht das Männchen wieder weg. Das Weibchen gräbt sich einige Zeit vor der Geburt eine Geburtshöhle. Dort bringt es dann im Winter zwischen November und Januar seine Jungen zur Welt. Meistens sind es zwei, ganz selten drei oder vier. Die Jungen sind bei der Geburt etwa so groß wie ein Kaninchen und weniger als ein Kilogramm schwer. <eop>Bis März oder April bleiben die Jungen mit ihrer Mutter in der Geburtshöhle. Erst danach verlassen sie diese Höhle gemeinsam. Noch bis zu zwei Jahre lang bleiben die Eisbärenjungen dann bei ihrer Mutter und trinken Milch. Sie ziehen mit der Mutter über das Eis und lernen selbst zu jagen. Das Leben ist so hart, dass nur etwa die Hälfte der Babys fünf Jahre alt wird. Von diesem Alter an können sie selber Junge haben.<eop><eop>"}, {"title": "Eisen", "id": 77, "text": "Eisen ist ein silbrig glänzendes Metall und ein wichtiger Rohstoff. Wenn es nass wird, rostet es leicht und wird rotbraun. Deshalb findet man in der Natur nie reines Eisen. Es kommt als Erz vor, das heißt, mit anderen Stoffen vermischt. Um das Eisen dort heraus zu holen, muss man das Erz sehr heiß machen. Dann fließt das Eisen heraus, während die übrigen Stoffe verbrennen. Das macht man in einem Hochofen. <eop>Roheisen kann man heiß und flüssig machen und in verschiedene Formen gießen. Weil es aber immer noch verschiedene andere Stoffe enthält, kann es leicht brechen. Um es stabiler zu machen, muss man es schmieden oder in einem Stahlwerk zu Stahl verarbeiten. Aus Stahl stellt man Werkzeuge, Maschinen, Schiffe, Eisenbahnen, Brücken und vieles mehr her.<eop>Der Mensch kann seit etwa 4000 Jahren Eisen gewinnen und bearbeiten. Stahl gibt es aber erst seit dem 19. Jahrhundert. Erst mit Stahl konnte man Eisenbahnen und große Fabriken bauen. Das war wichtig für die Industrialisierung, die Zeit, als man viele Fabriken zu bauen begann. <eop> "}, {"title": "Eisenbahn", "id": 78, "text": "Die Eisenbahn ist ein Mittel, um schnell von Ort zu Ort zu kommen, also von einem Bahnhof zu einem anderen. Gemeint sind entweder nur die Fahrzeuge oder auch alles übrige, damit die Bahn fahren kann. Oft denkt man beim Wort Eisenbahn an die Züge, die aus einer Lokomotive und Waggons besteht. Die Eisenbahn hat ihren Namen von den Schienen, auf denen sie fährt und die vor allem aus Eisen bestehen. Mit Bahn meinte man den Weg, der gebahnt wurde.<eop>Schon bei den alten Römern hat man Spuren gegraben, damit Wagen besser in die richtige Richtung fuhren. Später gab es Schienen aus Holz und im 18. Jahrhundert schließlich aus Eisen. Die Wagen wurden aber noch von Menschen oder Pferden geschoben oder gezogen. <eop>In den Jahren nach 1800 hat man angefangen, die Wagen mit Dampfkraft zu bewegen. Wie zuvor hat man solche Wagen auf Schienen für den Bergbau benutzt. Eine richtige Eisenbahn für alle gab es zum ersten Mal 1825 in Großbritannien. Zehn Jahre später fuhr die erste Eisenbahn in Deutschland. Bald gab es immer mehr Strecken. Wer vor 1850 von Köln nach Berlin wollte, musste fast eine Woche mit Pferd oder Kutsche reisen. Einige Jahre später konnte man den gleichen Weg mit der Eisenbahn an einem Tag schaffen. Mit dem ICE dauert es heute nur noch etwas mehr als vier Stunden.<eop> Wer hat die Eisenbahn bauen lassen? <eop>Zuerst haben private Firmen die Strecken gebaut, später die Staaten auf ihrem eigenen Staatsgebiet. Es war unpraktisch, wenn es in einem Land mehrere Eisenbahn-Firmen gab und nicht überall dieselbe Fahrkarte gültig war. Außerdem war die Eisenbahn nicht nur wichtig, um Waren und Reisende zu transportieren. Man konnte mit ihr auch Soldaten in den Krieg und an Orte bringen, wo es Aufstände gab.<eop>Im 20. Jahrhundert endete fast überall die Zeit der Dampflokomotiven. Die Eisenbahnen wechselten auf Dieselmotoren oder elektrischen Strom für den Antrieb. Gleichzeitig hatten immer mehr Menschen ein Auto, so dass sie weniger mit der Bahn gefahren sind. Auf Fernstrecken hat sich das Flugzeug durchgesetzt. Darum hat die Eisenbahn weniger Geld verdient und konnte sich weniger Strecken und Wagen leisten. Trotzdem ist die Eisenbahn immer noch eines der wichtigsten Verkehrsmittel. <eop>"}, {"title": "Elbe", "id": 79, "text": "Die Elbe ist ein großer Fluss in Mitteleuropa. Ihre Quelle liegt im Riesengebirge an der Grenze zwischen Tschechien und Polen. Dort heißt sie „Labe“. Sie fließt dann einmal von Südosten nach Nordwesten durch Deutschland und mündet nach rund 1000 Kilometern bei Cuxhaven in die Nordsee. Auf ihrem Weg kommt sie an vielen Städten vorbei wie Dresden, Magdeburg oder Hamburg. Ihre wichtigsten Nebenflüsse sind die Moldau, die Saale und die Havel.<eop>Wissenschaftler unterscheiden im Verlauf des Flusses drei Abschnitte: Ober-, Mittel- und Unterelbe. Die Oberelbe beginnt bei der Quelle und endet etwa bei der Stadt Meißen in Sachsen. Bis hier fließt die Elbe überwiegend durch Gebirge und muss dabei zum Teil enge Täler passieren, gleich bei der Quelle gibt es sogar einen 40 Meter tiefen Wasserfall. Die Mittelelbe geht von Meißen bis kurz vor Hamburg und fließt hier als breiter Strom gemächlich durch flaches Land. <eop>Der letzte Abschnitt von Hamburg bis zur Nordsee heißt Unterelbe und ist eigentlich schon eine langgestreckte Meeresbucht. Hier gibt es Ebbe und Flut, und die Elbe ist hier besonders tief und breit. An der Mündung bei Cuxhaven ist die Elbe 15 Kilometer breit. <eop>Schon seit dem Mittelalter ist die Elbe ein wichtiger Wasserweg für Schiffe. Auf ihr wurden früher Tuche und Stoffe aus Schlesien, Holz und Kohle, Silber und Erze aus Böhmen und Sachsen transportiert. In den letzten Jahrzehnten ging die Bedeutung der Schifffahrt zurück, weil viele Güter heute mit der Eisenbahn oder auf der Straße bewegt werden. Nur auf der Unterelbe fahren noch viele Ozeanriesen aus aller Welt bis zum Hamburger Hafen. Vom Abwasser vieler Städte und Fabriken war das Wasser der Elbe früher sehr schmutzig. Heute leben wieder viele Fische und Wasservögel im und am Fluss, und es gibt mehrere Vogel- und Naturschutzgebiete entlang der Elbe. <eop>Als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in zwei Staaten geteilt war, verlief die Grenze teilweise an der Elbe. Viele Menschen starben damals bei dem Versuch, aus der Deutschen Demokratischen Republik über den Fluss in den Westen zu flüchten. Sie ertranken oder wurden erschossen. <eop>"}, {"title": "Elfenbein", "id": 80, "text": " Elfenbein ist ein weißes Material. Fast immer kommt es von den Stoßzähnen von Elefanten. Dies sind besondere Zähne, die aus dem Oberkiefer wachsen. Sie bestehen aus demselben Material wie die übrigen Zähne. Das ist am ehesten mit Knochenmaterial vergleichbar. Für die Elefanten sind die Stoßzähne eine Waffe, mit der sie sich verteidigen. Andere Tiere, von denen Elfenbein kommt, sind der Narwal, das Nilpferd und das Walross. Das Horn der Nashörner hat jedoch nichts mit Zähnen zu tun. Es besteht aus einem Material, das ähnlich ist wie die Haut.<eop>Schon in der Steinzeit haben Menschen das Elfenbein verwendet. Es stammte von Mammuten, die sie wegen ihres Fleisches jagten. Aus dem Elfenbein haben sie Schmuck und nützliche Dinge wie Speerspitzen geschnitzt. Auch später haben sie dazu gern Elfenbein verwendet, denn es ist schön und lässt sich leicht bearbeiten, weil es nicht so hart ist.<eop>Vor allem um das Jahr 1900 wurden sehr viele Elefanten getötet, um an ihr Elfenbein zu kommen. Damals herrschten Europäer über Afrika und beuteten den Kontinent aus. Aus dem Elfenbein machten sie unter anderem Billardkugeln und Klaviertasten. Erst in den Jahren nach 1960 fing man an, sich Sorgen über die sinkende Anzahl der Elefanten zu machen. Die Jagd wurde als Wilderei verboten. Man darf normalerweise auch kein Elfenbein verkaufen.<eop><eop>"}, {"title": "England", "id": 81, "text": "England ist ein Teil von Großbritannien, einem Staat im Nordwesten von Europa. Häufig nennt man diesen Staat einfach „England“, obwohl der volle Name „Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland“ lautet. Die anderen Teile von Großbritannien sind Schottland, Wales und Nordirland. England ist aber der mit Abstand größte Teil, und dort wohnen auch die meisten Einwohner des Staates. Nicht einmal jeder fünfte Brite wohnt in einem anderen Teil. <eop>Der Name England kommt von einem germanischen Stamm aus dem heutigen Schleswig-Holstein, den Angeln. Zusammen mit den Sachsen besiedelten sie etwa um 450 nach Christus die Insel. Anfangs gab es in England sieben angelsächsische Königreiche, die oft von Wikingern aus Dänemark überfallen wurden. Dem König Alfred von Wessex gelang es schließlich die Wikinger zu besiegen. Sein Sohn vereinigte die Königreiche nach Alfreds Tod zum heutigen England. <eop>Die Könige von England waren seit dem Mittelalter auch die Herrscher von Wales. Im Jahr 1707 wurden Schottland und England vereinigt zum Vereinigten Königreich. Seitdem gibt es keine eigene englische Regierung mehr, sondern nur noch eine britische. <eop>In den anderen Landesteilen hat man mittlerweile wieder eigene Parlamente und Regierungen, nur in England nicht. Das Parlament von Großbritannien entscheidet deshalb zum Beispiel, welche Schulen es in England geben soll. In Schottland hingegen bestimmt darüber das eigene Parlament.<eop>Für England und Großbritannien gilt häufig dasselbe: Zum Beispiel ist Großbritanniens Hauptstadt London die allergrößte Stadt von England und auch von Großbritannien. Es trifft aber nicht alles, was man über Großbritannien sagt, auch für den Landesteil England zu. So ist der Fluss Severn der längste im Vereinigten Königreich: Er fließt durch Wales und England. Der längste Fluss, der nur durch England fließt, ist aber die Themse. <eop> "}, {"title": "Entdecker", "id": 82, "text": "Ein Entdecker ist jemand, der etwas findet, das es schon gab, das aber noch nicht bekannt war. Man denkt vor allem an jemanden, der etwas auf der Erde entdeckt hat: ein Land oder einen See oder ein Gebirge. Außerdem kann ein Entdecker erkannt haben, wie etwas in der Natur funktioniert.<eop>Entdecker gab es schon im Altertum und wohl auch davor. Ihre Namen sind oft nicht bekannt. Manche Entdecker halten ihre Entdeckung geheim, weil sie nicht wollen, dass andere Leute davon einen Vorteil haben. <eop>Das Zeitalter der Entdeckungen nennt man die Zeit etwa von 1400 bis 1800 nach Christus. Zu berühmten Entdeckern von damals zählen Christoph Kolumbus, James Cook, Vasco da Gama, Ferdinand Magellan und Galileo Galilei. In dieser Zeit erkannten die Europäer, dass man Afrika tatsächlich mit dem Schiff umrunden kann. Vor allem entdeckten sie den riesigen Doppelkontinent Amerika und später Australien. Die Küsten waren bekannt. Aber erst in der Zeit bis 1900 oder 1930 lernte man das Innere zum Beispiel von Afrika kennen. Seitdem machen es Flugzeuge leichter, die Erde zu erkunden. Schließlich wurden Satelliten erfunden, mit deren Hilfe man die Erde noch besser beobachten kann.<eop>Wenn man heutzutage etwas entdeckt, dann liegt es oft unter der Erde oder im Meer, zum Beispiel eine Höhle oder in der Tiefsee Fische. Neue Tiere und Pflanzen werden erst erkannt, wenn ein Forscher sie sich näher angeschaut hat. Große Tiere allerdings entdeckt man nur noch sehr selten. Besonders viel gibt es im Weltall zu entdecken, weil es so groß ist.<eop>"}, {"title": "Erdbeben", "id": 83, "text": "Ein Erdbeben ist ein Zittern des Erdbodens. Auf der Erde liegen riesige Erdplatten, auf denen Kontinente oder Teile von Kontinenten Platz haben. Diese Platten bewegen sich. Dadurch entstehen Energie und Spannungen. Wenn die Spannungen zu groß werden, lösen sich die Platten, und die Erde bebt.<eop>Außerdem bebt die Erde, wenn ein Vulkan ausbricht. Auch wenn ein Meteorit, ein Brocken Gestein aus dem Weltall, auf die Erde fällt, bebt es. Manche Erdbeben werden auch von Menschen verursacht: Zum Beispiel bei einer großen Explosion. Auch durch tiefe Bohrungen auf der Suche nach heißem Gestein oder Wasser sind schon Erdbeben entstanden. <eop>Wie schwer ein Erdbeben ist, wird mit der Richter-Skala gemessen. Charles Richter aus den USA hat sie sich mit ausgedacht. Die Skala zeigt an, wie viel Energie freikommt. Ein Beben von der Stärke 3 und schlimmer kann man meist schon spüren. Ab Stärke 7 kommt es meist zu schlimmen Schäden: Häuser stürzen ein und können Menschen unter sich begraben .<eop>"}, {"title": "Erdbeere", "id": 84, "text": "Erdbeeren sind verschiedene Pflanzen, die wir wegen ihrer Beeren mögen. In der Biologie bilden die Erdbeeren eine Gattung mit vielen verschiedenen Arten. Am besten kennen wir die große Gartenerdbeere und die kleine Walderdbeere. Es gibt aber noch viele andere. Von der Gartenerdbeere wurden viele verschiedene Sorten gezüchtet.<eop>Menschen essen Erdbeeren schon seit der Bronzezeit. Das waren aber wilde Erdbeeren. Erst seit dem Mittelalter baut man sie in Gärten an. Die Menschen brauchten sie nicht nur als Nahrung, sondern sie fanden sie auch schön und glaubten, mit ihnen Krankheiten heilen zu können. <eop>Heute hat man hunderte von Sorten gezüchtet. In Europa sind die Früchte eher weich, in Nordamerika manchmal fast so hart wie ein Apfel. Vor allem sind sie viel größer als in der Natur. <eop>Die Landwirte haben sich Tricks ausgedacht, damit Erdbeeren später oder früher als normal wachsen. Darum kann man fast das ganze Jahr lang Erdbeeren kaufen. Viele kommen dann aber jeweils aus einem anderen, südlichen Land.<eop>Was sind Erdbeeren für die Biologen? Genau genommen sind die Erdbeeren keine Früchte, sondern „Scheinfrüchte“. Sie sehen aus wie Obst, aber für die Wissenschaftler ist sie keine echten Früchte. Eine Frucht käme nämlich aus einem Fruchtknoten, das ist ein bestimmter Teil einer Blüte. <eop>Bei der Erdbeere kommt das Rote, Fleischige aus dem Blütenboden. Die kleinen gelben Dinger auf der Erdbeere sind eigentlich Nüsschen. Sie kommen aus dem Fruchtknoten. Darum ist die Erdbeere eine Sammelnussfrucht. <eop>Die Erdbeeren gehören zur Familie der Rosen. Die Pflanzen bilden kein Holz, sondern nur Kraut. Deshalb wachsen sie am Boden und nicht in die Höhe. Sie vermehren sich durch Ableger. Sie bilden also Triebe aus, die ein Stückweit von der Mutterpflanze weg reichen und dort Wurzeln schlagen. Die kann man auch ausgraben und an einen anderen Ort hin versetzen.<eop> <eop>"}, {"title": "Erdgas", "id": 85, "text": "Erdgas ist ein Gemisch von Gasen. Es entstand wie Erdöl und Kohle aus Resten von Pflanzen und Tieren. Sie sind vor vielen Millionen Jahren abgestorben und unter die Erde gesunken. Durch die Hitze und den Druck verwandelten sie sich in Öl, Gas oder Kohle. Man findet Erdgas bis zu 3000 Meter tief unter der Erdoberfläche. <eop>Zum größten Teil besteht Erdgas aus Methan. Das ist eine bestimmte Verbindung von Kohlenstoff und Wasserstoff. Methan brennt sehr leicht und ist darum gefährlich. Es darf nicht in die Nähe von offenem Feuer gelangen.<eop>Woher kommt Erdgas? Erdgas kommt in löchrigem Gestein vor. Drum herum ist Deckgestein, wodurch das Erdgas nicht entweichen kann: Man spricht von einer Erdgasfalle in der Natur. Diese Fallen befinden sich auch in der Nähe von Erdöl oder Kohle. Man kann dann beides abbauen.<eop>Erdgas wird mit Bohrtürmen und Pumpen herausgeholt. Manchmal zischt es von selbst an die Erdoberfläche. Danach pumpt man es durch riesige Rohrleitungen über Land. So eine Rohrleitung nennt man oft auf Englisch „Pipeline“, sprich: Peip-lein. Die Rohrleitungen bringen zum Beispiel Erdgas aus Russland nach Europa, auch nach Deutschland und in die Schweiz und nach Österreich. <eop>Seltener bringen Tankschiffe Gas über das Meer. Das Gas wird dazu zusammengepresst, bis es flüssig wird. Auch in den Gasflaschen beim Camping steht das Gas unter hohem Druck.<eop>Wozu verwendet man Erdgas? Ein Viertel der Energie, die Menschen auf der Welt verbrauchen, wird aus Erdgas gewonnen. Das meiste Gas wird verbrannt: Man heizt damit seine Wohnung oder kocht damit auf dem Herd. Erdgas treibt auch Turbinen in Kraftwerken an, die elektrischen Strom erzeugen. Mit der Wärme kann man zusätzlich ein Gebäude heizen. Das nennt man eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage.<eop>Verbrannt wird nur das Methan im Erdgas. Manches Erdgas enthält aber auch einen gewissen Anteil an Helium. Das ist für die Menschen die wichtigste Art, an dieses Edelgas zu kommen. Damit füllt man beispielsweise Luftballons. <eop>Seit einigen Jahren kann man aus Erdgas auch Treibstoffe für Autos machen. Sie produzieren weniger Abgase als Benzin oder Diesel und sind weniger schädlich für die Umwelt.<eop>"}, {"title": "Erdkunde", "id": 86, "text": "Die Erdkunde ist eine Wissenschaft, man nennt sie auch Geografie. Sie ist eine von mehreren Geowissenschaften. „Geo“ kommt vom griechischen Wort für Erde. Schon immer haben sich Menschen für die Erde interessiert, aber erst um 1800 wurde daraus eine Wissenschaft und ein Fach an der Universität. <eop>In der Geografie beschreibt man Landschaften auf der Erde: Kontinente und Meere, Gebirge und Flüsse, Städte und Länder. Es geht auch darum, was fließendes Wasser bewirkt und wie Wetter und Klima die Erdoberfläche verändern. Wer sich mit Erdkunde beschäftigt, ist ein Geograf.<eop> Welche Arten von Erdkunde gibt es? In der Erdkunde gibt es vor allem zwei Richtungen. Die „Physische Geografie“ interessiert sich für die Erdoberfläche, den Zusammenhang zwischen Wetter und Klima und deren Wirkung auf die Pflanzen- und Tierwelt. Sie ist eine Naturwissenschaft, in der genau beobachtet, gemessen und gerechnet wird. Auch die Geologie ist eine Geowissenschaft. Sie beschäftigt sich mit den Gesteinen und hilft der Geografie, zu verstehen, wie die Erde in vielen Millionen Jahren entstanden ist.<eop>In der „Humangeografie“ oder auch „Sozialgeografie“ geht es um andere Fragen: Sie beschäftigt sich mit Menschen in ihrer Umwelt oder ihrem Lebensraum. Diese Geografen wollen wissen, wo Menschen leben, wie viele sie sind, wie sie leben und wie sie dadurch die Landschaften verändern. Das hilft dabei, das Leben für Menschen zu verbessern und die Natur zu schützen.<eop>"}, {"title": "Erdöl", "id": 87, "text": " Erdöl entsteht wie Erdgas und Kohle aus Pflanzen- und Tierresten. Diese sind vor vielen Millionen Jahren abgestorben und unter die Erde gesunken. Durch die Hitze und den Druck verwandelten sie sich in Öl, Gas oder Kohle. Die Lagerstätten liegen bis zu 3000 Meter tief unter der Erdoberfläche. Erdöl wird mit Bohrtürmen und Pumpen herausgeholt. Erdöl ist eine klebrige, zähe Flüssigkeit. Die Farbe ist meist braun, manchmal auch gelb oder grün. <eop>Erdöl treibt die Motoren von großen Schiffen an. Außerdem macht man daraus Heizöl für die Häuser, aber auch Diesel und Benzin, mit dem Autos fahren oder Flugzeuge fliegen. Zudem ist Erdöl ein wichtiger Rohstoff, aus dem man viele Dinge herstellen kann: Gummi, Plastik, Kunstfasern, Waschmittel, Medikamente, Farben und so weiter. Weil Erdöl so wichtig ist für die moderne Wirtschaft, wurden schon viele Kriege darum geführt. <eop>Da Erdöl manchmal auch von allein an die Erdoberfläche tritt, kannten die Menschen es schon im Altertum. Sie fertigten damit beispielsweise Brandkugeln und schossen sie im Krieg gegen ihre Feinde oder auf ihre Städte. In großen Mengen fördern und verarbeiten kann man es aber erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, also seit gut 100 Jahren. Bevor man es verwenden kann, muss man es in großen Raffinerien verarbeiten. Dort wird es in verschieden schwere Bestandteile zerlegt und von störenden Stoffen gereinigt. <eop>Danach bringt man es dorthin, wo es gebraucht wird. Das macht man mit großen Tankschiffen über das Meer oder in riesigen Rohrleitungen über Land. So eine Rohrleitung nennt man oft auf Englisch „Pipeline“, sprich: Peip-lein. Die Rohrleitungen bringen zum Beispiel viel Erdöl und Erdgas aus Russland nach Europa, auch nach Deutschland. <eop>Erdgas wird auch meist dort gefunden, wo es Erdöl gibt. Es entsteht dann, wenn auch Erdöl entsteht. Es wird meist zum Heizen verwendet oder um Strom zu erzeugen. <eop>"}, {"title": "Erfinder", "id": 88, "text": "Ein Erfinder ist jemand, der etwas Neues erfindet. Das ist oft ein Gerät, mit dem man etwas schneller oder einfacher machen kann als vorher. Manchmal ist ein Erfinder auch jemand, dem eine neue Idee oder Arbeitsweise einfällt. Erfinder sehen ein Problem und versuchen es zu lösen.<eop>Viele Erfindungen sind nicht wirklich durch einen einzigen Erfinder ausgedacht worden. Es gab zum Beispiel immer wieder jemanden, der ein Unterseeboot bauen wollte. Meistens hat das Boot nicht sehr gut funktioniert. Erst im Lauf der Zeit wurden die Unterseeboote so gut, dass sie wirklich brauchbar waren.<eop>Früher arbeitete ein Erfinder meist allein oder mit wenigen Helfern. Das war vielleicht ein Handwerker. Oder aber er hatte irgendeinen Beruf und arbeitete in der Freizeit an etwas, das ihn interessierte. Heutzutage hingegen werden die meisten Erfindungen in großen Gruppen gemacht: daran arbeiten viele Menschen in einem Unternehmen oder in einer Universität.<eop>Eine wichtige Erfindung war zum Beispiel das Dynamit, das ist ein Sprengstoff. Vorher hatte man Nitroglyzerin. Das war ebenso stark, ging aber manchmal in die Luft, ohne dass man es wollte. Beim Dynamit nennt man meist Alfred Nobel als Erfinder. Wie stark ihm aber der Zufall und seine Mitarbeiter geholfen haben, ist heute unklar. Sicher ist, dass Nobel das Dynamit im Jahr 1867 durch ein Patent schützen ließ.<eop>Die Dampfmaschine erfand ein Franzose im Jahr 1690. Die Erfindung des Autos gelang Carl Benz im Jahr 1886. Im Jahr 1942 gelang Hedy Lamarr aus Österreich die Erfindung einer besonderen Funksteuerung für Torpedos. Sie wurde so berühmt, dass man jedes Jahr in verschiedenen Ländern ihren Geburtstag als „Tag der Erfinder“ feiert. Zu diesen Ländern gehört nicht nur Österreich, sondern auch Deutschland und die Schweiz.<eop>"}, {"title": "Esel", "id": 89, "text": "Die Esel gehört zur Familie der Pferde und somit zu den Säugetieren. In der Natur gibt es verschiedene Arten. Die häufigste Art ist der Hausesel. Er wurde aus dem afrikanischen Esel gezüchtet. <eop>Hausesel sind grau oder braun bis schwarz. Sie haben sehr große, lange Ohren und eine helle Schnauze. Sie werden 90 bis 160 Zentimeter hoch. Diese Höhe wird am Rücken gemessen. Der Hals und der Kopf ragen noch darüber hinaus. Esel haben Hufe, mit denen sie gut auf trockenen und steinigen Böden gehen können.<eop>Esel sind sehr genügsame Tiere. Sie halten es recht lange aus ohne Wasser zu trinken. Mit der Nahrung sind sie weit weniger wählerisch als Kühe: Sie fressen auch trockene und zähe Pflanzen, manchmal sogar mit Dornen. Ihre Zunge hält das aus.<eop>Menschen nutzen Esel als Arbeitstiere schon seit 5000 Jahren. Sie sind sehr kräftig und können gut schwere Dinge tragen. Wenn ein Pferd vor etwas Angst hat, läuft es weg. Ein Esel hingegen bleibt regungslos auf einer Stelle stehen. Daher nennt man ihn stur. <eop>Ein Esel-Männchen nennt man Eselhengst. Das Weibchen ist die Eselstute. Bei ihr dauert eine Schwangerschaft ziemlich genau ein Jahr. Das ist deutlich länger als bei uns Menschen. Meistens bringt sie nur ein einziges Eselfohlen zur Welt. Zwillinge sind selten. Nach der Geburt trinkt das Fohlen Milch bei seiner Mutter. Auch viele Menschen mögen Eselmilch.<eop><eop>"}, {"title": "Euro", "id": 90, "text": "Der Euro ist eine Währung, also eine Art von Geld, die in der Europäischen Union benutzt wird. 19 EU-Länder haben den Euro als Währung. Sie bilden die sogenannte Euro-Zone. <eop>Der Euro ist keine Währung eines bestimmten Landes, sondern wurde von der EU erfunden, damit man bei Reisen in andere Länder nicht immer Geld umtauschen muss. Vorher hatte nämlich jedes Land seine eigene Währung. In Deutschland gab es die Deutsche Mark, in Österreich zahlte man mit dem Schilling. <eop>Der Euro wurde 1999 eingeführt. Zuerst rechneten die Länder aber nur in Handelsgeschäften mit dem Euro. Als richtiges Geld gibt es den Euro erst seit 2002. 1999 hatten elf Länder den Euro, darunter Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien und Österreich. Später führten mehr und mehr Länder in der EU den Euro ein, 19 bis heute. Länder wie Dänemark oder Schweden haben ihn aber bis heute nicht, obwohl sie in der EU sind. In sechs kleinen Ländern, die nicht zur EU gehören, bezahlt man dagegen mit Euro, so etwa in Andorra und im Vatikan. <eop>Es gibt Euro-Münzen und Euro-Scheine. Ein Euro sind 100 Cent. Es gibt Münzen zu 1, 2 und 5 Cent. Sie sind klein und kupferfarben. Münzen zu 10, 20 und 50 Cent sind etwas größer und golden. 1 und 2 Euro-Münzen sind zweifarbig, nämlich golden und silbern. Euroscheine gbt es zu 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro. <eop>Auf der Vorderseite der Münzen sieht man immer eine Landkarte von Europa und eine Zahl, wie viel die Münze wert ist. Die Rückseite ist von Land zu Land verschieden. Die Scheine stellen Gebäude verschiedener Baustile aus der Geschichte vor. Der 50-Euro-Schein zum Beispiel zeigt Gebäude aus der Renaissance. Diese Baustile waren in vielen Ländern verbreitet und sollen zeigen, was Europa gemeinsam hat.<eop>"}, {"title": "Europa", "id": 91, "text": "Europa ist ein Kontinent, also einer der Erdteile. Er besteht aus über 40 Staaten. Im Norden und im Westen Europas liegt der Atlantische Ozean, im Süden das Mittelmeer. Im Osten hingegen ist Europa mit Asien verbunden. Die Grenze zwischen Europa und Asien ist ein langes, hohes Gebirge, der Ural. <eop>Der Kontinent Europa hat besonders viel Küste. Es gibt nämlich viele Inseln, Halbinseln und Binnenmeere. Ein Binnenmeer wie die Nordsee oder die Ostsee ist ein Teil des Ozeans, der von viel Land umgeben ist. <eop>Vor rund 3.500 Jahren entstand auf der Insel Kreta die erste europäische Hochkultur. Also Menschen, die kulturelle Dinge schufen und in Städten lebten. Anders als in China gab es in Europa nur selten ein einziges großes Reich wie etwa das Römische Reich. Das liegt vielleicht an diesen Inseln und Halbinseln, wo man sich besser gegen feindliche Nachbarn verteidigen konnte.  <eop>Seit der Neuzeit, also seit etwa 1500, hatten mehrere europäische Staaten Kolonien in anderen Erdteilen. Eine Kolonie ist ein Stück Land, das von einem anderen Staat erobert oder gekauft wurde. Auf diese Weise gehörte früher fast die gesamte Welt zu europäischen Staaten, und darum wird zum Beispiel in Südamerika meist Spanisch und in Australien Englisch gesprochen. In der Zeit von 1920 bis 1960 haben die meisten Staaten ihre Kolonien allerdings verloren.<eop> Wie einig ist sich der Kontinent? In Europa werden viele verschiedene Sprachen gesprochen. Zählt man Russland zu Europa, dann ist Russisch die Sprache, die von den meisten Europäern als Muttersprache gesprochen wird. Auf den zweiten Platz kommt Deutsch. Denkt man an alle Menschen, die eine Sprache sprechen, ist Englisch am weitesten verbreitet. Die meisten Sprachen in Europa haben in sich viel vom Lateinischen.<eop>Außerdem gibt es zahlreiche Staaten. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Allerdings haben die meisten Staaten beschlossen, dass sie eng zusammenarbeiten wollen. Darum sind viele Staaten Mitglieder in der Europäischen Union. Die beschließt Gesetze, die in ganz Europa gelten sollen. Man nennt das die Einigung Europas.<eop>Oft unterscheidet man zwîschen West- und Osteuropa. Westeuropäische Länder sind zum Beispiel Deutschland, Frankreich oder Großbritannien. Als Osteuropa gelten Länder wie Polen, Bulgarien oder die Ukraine. Man spricht dort oft eine slawische Sprache. In vielen dieser Länder herrschte bis um das Jahr 1990 der Kommunismus. Heute sind die meisten dieser Länder im Vergleich zu Westeuropa eher arm. <eop>"}, {"title": "Falken", "id": 92, "text": "Falken gehören zu den Raubvögeln wie die Greifvögel und Eulen. Die nächsten Verwandten der Falken sind Adler, Geier, Bussarde und einige andere. Insgesamt gibt es etwa vierzig Arten von Falken. Sie leben fast überall auf der Welt. In Europa brüten nur noch acht Arten. In Deutschland und der Schweiz brüten Wanderfalken, Baumfalken und Turmfalken. In Österreich brütet zusätzlich der Sakerfalke. Die höchste Geschwindigkeit erreicht der Wanderfalke im Sturzflug: 350 km/h. Das ist dreimal so schnell wie der Gepard auf der Erde.<eop>Falken erkennt man von außen gut am Schnabel: Der Oberteil ist wie ein Haken nach unten gebogen. Damit können sie ihre Beutetiere besonders gut töten. Unter den Federn verbirgt sich eine andere besondere Eigenheit: Falken haben 15 Halswirbel, also mehr als die anderen Vögel. Damit können sie den Kopf besonders gut drehen, um ihre Beute zu erspähen. Zudem können Falken mit ihren scharfen Augen sehr gut sehen. <eop>Menschen waren schon immer von Falken begeistert. Bei den alten Ägyptern zum Beispiel war der Falke ein Zeichen für den Pharao, den König. Ein Falkner ist noch heute jemand, der einen Falken so abrichtet, dass er ihm gehorcht und für ihn jagt. Die Falknerei war früher ein Sport der reichen Adeligen.<eop>Wie leben Falken? Falken können sehr gut fliegen, sie müssen dabei aber immer mit den Flügeln schlagen. Sie können nicht in der Luft gleiten wie zum Beispiel die Adler. Aus der Luft stürzen sie sich auf kleine Säugetiere, Reptilien, Amphibien und größere Insekten, aber auch auf andere Vögel. Sie halten entweder von einem Sitzplatz oder im Flug nach Beute Ausschau.<eop>Falken bauen keine Nester. Sie legen ihre Eier in ein leeres Nest einer anderen Vogelart. Einige Falkenarten begnügen sich aber auch mit einer Mulde in einer Felswand oder in einem Gebäude. Die meisten Falkenweibchen legen etwa drei bis vier Eier, die sie während etwa fünf Wochen ausbrüten. Dies hängt jedoch auch von der Art der Falken ab.<eop>Ob Falken Zugvögel sind oder ob sie immer am selben Ort leben, lässt sich so nicht sagen. Allein der Turmfalke kann immer allein am selben Ort leben oder im Winter in den Süden ziehen. Das hängt wesentlich davon ab, wie viel Ernährung Nahrung sie finden.<eop>Je nach Art sind Falken gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Ausgewachsene Falken haben zwar kaum Feinde. Uhus machen ihnen aber manchmal den Nistplatz streitig und tötet sie auch. Ihr größter Feind ist jedoch der Mensch: Kletterer bedrohen die Nistplätze, Gifte in der Landwirtschaft sammeln sich in den Beutetieren an. Die Falken fressen diese Gifte mit. Dadurch werden ihre Eierschalen dünner und zerbrechen, oder die Jungtiere entwickeln sich nicht richtig. Auch plündern Tierhändler Nester und verkaufen die Jungvögel.<eop><eop>"}, {"title": "Faultiere", "id": 93, "text": "Faultiere sind Säugetiere, die im Regenwald von Südamerika leben. Ihre Arme sind länger als die Hinterbeine. Sie haben einen stummelartigen Schwanz und ein struppiges Fell. Es gibt Zweifinger- und Dreifinger-Faultiere, die man an der Anzahl der sichtbaren Finger unterscheidet. Daran sind lange, gebogene Krallen. <eop>Man findet Faultiere in Bäumen, wo sie hauptsächlich Blätter fressen. Sie halten sich dort mit ihren großen Krallen fest und hängen damit so gut, dass sie auch im Schlaf nicht herunterfallen. Ihr Fell lässt den Regen ablaufen. Im Fell wachsen manchmal sogar Algen, weil das Tier sich so wenig bewegt. Davon kann das Faultier einen grünlichen Schimmer bekommen. <eop>Faultiere gelten als besonders träge. Sie schlafen 19 Stunden von den 24 Stunden, die ein Tag hat. Wenn sie sich bewegen, dann sehr langsam: in der Minute nicht mehr als zwei Meter. Das liegt daran, dass ihre Nahrung sehr wenig Energie enthält. Das passt gut dazu, dass die Organe und die Bewegungen des Faultiers ebenfalls sehr wenig Energie brauchen.<eop>Über die Fortpflanzung der Faultiere weiß man wenig. Die Weibchen werden mit etwa drei bis vier Jahren geschlechtsreif. Dreifinger-Faultiere sind etwa ein halbes Jahr lang schwanger, Zweifinger-Faultiere tragen ihre Babys nur etwa ein halbes Jahr lang in ihrem Bauch. <eop>Das Jungtier wiegt weniger als ein halbes Kilogramm. Zwillinge gibt es keine. Während der Geburt hängt die Mutter in den Ästen. Das Jungtier klammert sich im Fell am Bauch seiner Mutter fest und trinkt dort ihre Milch während etwa zwei Monaten. Nach einigen Wochen beginnt es selber Blätter zu fressen. <eop>Wie alt Faultiere werden, weiß man nicht genau. In Gefangenschaft können es 30 Jahre sein oder mehr. In der Natur werden sie oft vorher von Raubkatzen, Greifvögeln oder Schlangen gefressen. <eop><eop>"}, {"title": "Fernsehen", "id": 94, "text": "Mit dem Fernsehen kann man bewegte Bilder sehen. Ein Fernseh-Sender stellt Fernsehsendungen her und sendet sie. Wer ein Fernsehgerät hat, kann die Fernsehsendungen sehen. So ein Gerät nennt man auch Fernseher.<eop>Erfunden wurde das Fernsehen um das Jahr 1930. Schon einige Jahre danach gab es in Großbritannien und Deutschland Fernsehsendungen. Damals hat man das Fernsehen aber nur ausprobiert. Kaum jemand hatte zuhause ein Fernseh-Gerät, nur Radio. Richtig angefangen hat es mit dem Fernsehen erst nach 1945, zuerst in den USA. In Deutschland gab es Fernsehen wieder seit 1952. Es wurde sofort sehr beliebt.<eop>Eine Fernsehsendung besteht aus vielen einzelnen Bildern, wie beim Film. Wenn die vielen Bilder nacheinander gezeigt werden, sieht es so aus, als wenn sich etwas bewegt. So ein Bild wird beim Fernsehen zunächst einmal in einzelne Informationen aufgeteilt: Es besteht aus vielen kleinen Punkten. Jeder Punkt hat eine bestimmte Farbe. Diese Informationen müssen dann noch gesendet werden.<eop>Früher hat man das Fernsehprogramm über die Luft übertragen. Die Informationen wurden in Radiowellen verwandelt. Das sind unsichtbare Strahlen, die durch die Luft wandern. Mit einer Antenne kann man solche Wellen auffangen. Das Fernseh-Gerät macht aus den Informationen wieder Bilder. Allerdings geht das heute auch über Kabel, deshalb spricht man von Kabelfernsehen. Auch Satelliten übertragen Fernsehen. Die Informationen, und damit die Fernsehsendungen, kann man ebenso über das Internet übertragen.<eop>"}, {"title": "Feuer", "id": 95, "text": "Bei einem Feuer verbrennt etwas. Das, was verbrennt, verbindet sich mit Sauerstoff, einem Gas aus der Luft. Dabei sieht man eine Flamme.<eop>Zum Beispiel kann Holz verbrennen, wenn es heiß genug ist. Übrig bleibt dann Asche. In die Luft entsteigt ein Gas, das Kohlendioxid. Andere Gase und schlecht verbrannte Teile sehen wir als Rauch. Durch das Feuer wird es warm, und man sieht das Feuer als Licht.<eop>Feuer ist für die Menschen sehr nützlich. Man wärmt sich, wenn es draußen kalt ist. Man hat Licht in der Nacht. Außerdem kann man mit dem Feuer Essen warm machen. <eop>Schon in der Steinzeit haben Menschen Feuer verwendet, vor über zwei Millionen Jahren. Erst konnte man nur Feuer übernehmen, das in der Natur entstand. So hat manchmal ein Blitz einen Baum zum Brennen gebracht. Später lernten die Menschen der Steinzeit, selber Feuer zu machen. <eop>Feuer ist aber auch gefährlich. Manchmal brennt etwas durch einen Unfall, das gar nicht brennen soll – ein Haus zum Beispiel. Viele Menschen sterben bei einem Feuer nicht durch das Feuer selbst, sondern durch den Rauch. Bei einem Brand ruft man die Feuerwehr, die das Feuer löscht oder wenigstens dafür sorgt, dass nicht noch mehr abbrennt.<eop>"}, {"title": "Fieber", "id": 96, "text": "Man spricht von Fieber, wenn der Körper eines Menschen wärmer ist als normal. Das ist oft ein Zeichen, dass man krank ist, weil man sich Viren oder Bakterien eingefangen hat. Je wärmer der Körper ist, desto höher ist die Temperatur. Wie hoch das Fieber ist, misst man mit einem Thermometer.<eop>Die Temperatur unseres Körpers erhöht sich dabei nicht so sehr an Armen und Beinen, sondern mehr an Bauch, Brust und Kopf. Deshalb misst man das Fieber auch dort: meist im Mund, im Po oder auch im Ohr oder unter den Achseln. Der Regler für die Temperatur unseres Körpers sitzt im Gehirn. Wenn das Fieber steigt, empfindet man oft ein Frieren, wenn es sinkt, schwitzt man.<eop>Bei uns Menschen liegt die normale Körpertemperatur in aller Regel nicht über 37 Grad Celsius. Liegt sie über 38 Grad, dann spricht der Arzt von Fieber. Liegt sie zwischen 37 einhalb und 38 Grad, sagt er: \"erhöhte Temperatur\". Bei Tieren kann das anders sein.<eop>Wenn ein Mensch Fieber hat, behandelt der Arzt die Krankheit, die die Ursache des Fiebers ist. Wenn das jedoch nicht genügt und das Fieber sehr hoch bleibt, dann gibt er dem kranken Menschen ein Medikament, das das Fieber senkt. Fieber über 40 Grad ist gefährlich.<eop>"}, {"title": "Finger", "id": 97, "text": " Ein Finger ist ein Teil des Körpers, genauer gesagt der Hand. Menschen und Affen haben Hände mit Fingern. Die Finger sind nützlich, weil man mit ihnen greifen kann. An den Fingerspitzen sind viele Nerven, so dass man gut etwas ertasten kann. In den Fingernägeln oben auf der Fingerspitze befinden sich keine Nerven. Die Nägel machen das Greifen einfacher.<eop>Ein Finger besteht aus mehreren Gliedern. Das kommt von den Fingerknochen. Jeder Finger hat drei Glieder, nur der Daumen hat zwei. Der Daumen ist auch ein besonderer Finger, weil er beweglicher ist. Die übrigen Finger heißen Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger.<eop>Der Daumen steht auch andere als die anderen vier Finger. Mit dem Daumen und jedem anderen Finger können wir einen Kreis bilden. Mit zwei anderen Fingern geht das nicht. Deshalb können wir mit dem Daumen und einem weiteren Finger etwas greifen. Der Verlust eines Daumens ist deshalb schlimmer als der Verlust eines anderen Fingers. Dies kann zum Beispiel durch einen Unfall geschehen.<eop>Menschliche Finger haben an der Unterseite ein ganz bestimmtes Muster. Sie können einen Abdruck hinterlassen. Soweit wir wissen, haben alle Menschen unterschiedliche Fingerabdrücke. Das ist für die Polizei wichtig, weil Verbrecher manchmal ihren Fingerabdruck am Tatort hinterlassen.<eop>Das deutsche Wort „Finger“ ist wahrscheinlich verwandt mit dem Wort für „fünf“. Tatsächlich hat man fünf Finger an jeder Hand. Im Lateinischen heißt der Finger „digitus“. Weil man mit den Fingern zählen konnte, kommt daher das Wort „digital“. In England war der Digit eine Maßeinheit für Längen. Mit Fingern drücken wir auch etwas aus: Ein Daumen nach oben zeigt, dass man etwas gut findet.<eop><eop>"}, {"title": "Fische", "id": 98, "text": " Fische sind Tiere, die nur im Wasser leben. Sie atmen mit Kiemen und haben meist eine schuppige Haut. Sie kommen auf der ganzen Erde vor, und zwar in Flüssen, Seen und im Meer. Wie Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien gehören auch Fische zu den Wirbeltieren, weil sie eine Wirbelsäule haben.<eop>Es gibt viele verschiedene Arten, die sehr unterschiedlich aussehen können. Man unterscheidet sie vor allem danach, ob ihr Skelett aus Knorpeln besteht oder aus Knochen, die man auch Gräten nennt. Haie und Rochen gehören zu den Knorpelfischen, die meisten anderen Arten sind Knochenfische. Manche Arten leben nur im Salzwasser der Meere, andere nur im Süßwasser der Flüsse und Seen. Wieder andere wandern im Laufe ihres Lebens zwischen Meer und Flüssen hin und her, zum Beispiel Aale und Lachse. <eop>Die meisten Fische ernähren sich von Algen und anderen Wasserpflanzen. Manche Fische fressen auch andere Fische und kleinere Wassertiere, dann nennt man sie Raubfische. Fische dienen auch anderen Tieren als Nahrung, zum Beispiel Vögeln und Säugetieren. Auch der Mensch fängt seit Urzeiten Fisch, um ihn zu essen. Heute ist die Fischerei ein wichtiger Teil der Wirtschaft. Zu den beliebtesten Speisefischen zählen etwa Heringe, Makrelen, Kabeljau oder Seelachs. Manche Arten werden allerdings auch zuviel gefischt, so dass sie vom Aussterben bedroht sind und geschützt werden müssen.<eop>Die meisten Fische vermehren sich durch Eier. Diese nennt man Rogen. Die Besamung durch das Männchen findet im Wasser statt. Einige Fische lassen ihre Eier einfach liegen, andere kleben sie an Steine oder Pflanzen, wieder andere kümmern sich sehr um ihren Nachwuchs. Es gibt auch wenige Fische, die lebendige Jungtiere zur Welt bringen.<eop> "}, {"title": "Flagge", "id": 99, "text": "Eine Flagge ist ein Stück Stoff mit Zeichen darauf. Die Zeichen können einfach nur Farben nebeneinander sein oder auch aus Zeichnungen. Oft meint man mit Flagge nicht nur eine Flagge zum Anfassen, eine Fahne, sondern auch eine Abbildung davon.<eop>Flaggen stehen normalerweise für etwas: für ein Land, eine Stadt, einen Verein, eine Partei und so weiter. Die Nationalflagge von Frankreich zum Beispiel besteht aus drei Farben nebeneinander: blau, weiß und rot. Fast alle Flaggen sind rechteckig, aber einige haben eigene Formen, wie die von Nepal: Diese Flagge besteht aus zwei Dreiecken übereinander.<eop>Wenn man irgendwo eine Flagge sieht, soll das oft so etwas sagen wie: „Hier sind wir“. Darum schwenken viele Menschen ihre Flagge, wenn sie bei einem internationalen Wettbewerb die Mannschaft ihres Landes sehen. Das kann Fußball sein oder der Eurovision-Gesangswettbewerb. Außerdem „zeigt man Flagge“, wenn ein Gebäude oder ein Schiff zu einem bestimmten Staat gehört.<eop> Welche Flagge hat Deutschland? Deutschland als eigenen, einigen Staat gibt erst seit etwa dem Jahr 1870. Damals, im Deutschen Kaiserreich, hatte Deutschland die Farben Schwarz, Weiß und Rot. Angeblich kam das so: Deutschland bestand aus mehreren Staaten. Der größte davon war Preußen mit den Farben Schwarz und Weiß. Hansestädte wie zum Beispiel Hamburg hatten die Farben Weiß und Rot. <eop>Die Farben Schwarz-Weiß-Rot wurden später aber von rechten Extremisten verwendet. Diese Farben kamen auch in der Flagge der Nationalsozialisten vor. Darum denken heute viele Menschen schlecht darüber.<eop>Vorher gab es den Deutschen Bund. In der Märzrevolution des Jahres 1848 nahm man die Farben Schwarz, Rot und Gold als deutsche Nationalfarben an. Viele Jahre später gab es wieder eine Revolution: In der Weimarer Republik wurden diese Farben die neuen Nationalfarben, wie auch im heutigen Deutschland. Das Gold ist eigentlich Gelb, aber man sagt Gold. <eop>"}, {"title": "Fledermäuse", "id": 100, "text": "Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die fliegen können. Sie haben nämlich Flügel, aber ohne Federn. Der Name Fledermaus kommt von einer alten deutschen Form des Wortes „flattern“. Eng mit den Fledermäusen verwandt sind die Flughunde. Diese sind jedoch keine richtigen Fledermäuse. Zusammen bilden sie die Ordnung der Fledertiere.  Die meisten Arten von Fledermäusen fressen Insekten. Größere Fledermäuse fressen auch Obst, Vögel, Fische oder kleine Fledermausarten. Die Vampirfledermäuse trinken das Blut von Tieren. <eop>In Europa sind alle Fledermausarten gefährdet. Sie sind deshalb streng geschützt. Sie haben nur ein Jungtier im Jahr und können sie sich deshalb sehr schlecht fortpflanzen. Zudem gibt es immer weniger geeignete Dachböden als Nachtquartier. Viele Fledermäuse sterben auch in Windkraftanlagen, die an ungeeigneten Orten stehen. <eop>Ihre natürlichen Feinde sind Katzen und einige andere Raubtiere, dazu verschiedene Greifvögel. Ihr größtes Problem ist, dass wegen der modernen Landwirtschaft immer weniger Insekten bei uns leben. Auch werden alte Bäume mit Baumhöhlen umgesägt. Auch Löcher und Spalten an Gebäuden werden zugemacht. Naturschützer hängen deshalb Fledermauskästen auf und sichern Höhlen und Stollen.<eop>Wie leben Fledermäuse? Fledermäuse sind nachts wach und schlafen am Tag. Dabei hängen sie kopfüber in Bäumen, Höhlen oder auf Dachböden. In kalten Gegenden halten sie auch Winterschlaf, und zwar in Höhlen und Stollen von Bergwerken.<eop>Fledermäuse jagen nachts. Dazu hilft ihnen ein bestimmtes Organ im Kopf. Damit können sie Schallwellen hören. Sie schreien, der Schrei prallt gegen eine Wand oder ein fliegendes Insekt und dann empfangen sie das Echo, also die Schallwellen, die zurückgeworfen werden. So finden sie auch im Dunkeln ihren Weg und können ihre Beute fangen. Natürlich können Fledermäuse auch mit ihren Augen sehen, aber in der Dunkelheit eben nicht so gut.<eop>Nach der Paarung trägt das Muttertier ihr Junges während 6-10 Wochen im Bauch. Das hängt davon ab, wie viel Futter sie findet. Im Frühling bringt das Muttertier ein einziges Junges zur Welt.<eop>Die Mutter gibt ihrem Jungen bis etwa im August ihre Milch zu trinken. Dann sind die Jungen selbständig, und die Mutter lässt sie allein. Die Jungen finden das Winterquartier mit den anderen selber. <eop>"}, {"title": "Fliegen", "id": 101, "text": "Fliegen sind Insekten. Davon gibt es viele Arten, über hunderttausend. Besonders an den Fliegen ist, dass sie nicht vier, sondern zwei Flügel haben. Die bekannteste Fliegenart ist die Stubenfliege. Einige Fliegenarten werden nur einen Millimeter lang, andere mehrere Zentimeter.<eop>Fliegen legen viele kleine Eier. Aus einem Ei entsteht eine Larve. Daraus wird dann eine neue Fliege. Dann werden die Fliegen nur noch einige Tage oder höchstens Wochen alt. Sie fressen kleine Teilchen von Tieren oder Pflanzen, zum Beispiel eine Hautschuppe, die auf den Boden gefallen ist. Fliegen werden aber selber auch gefressen, vor allem von Vögeln.<eop>Schlecht für den Menschen ist, dass Fliegen Krankheiten übertragen. Nachdem eine Fliege auf Mist oder Abfällen gesessen hat, fliegt sie manchmal auch auf unser Essen. Einige Fliegen stechen Menschen oder Tiere wie zum Beispiel Kühe. Schließlich gibt es Fliegen, die Pflanzen aus der Landwirtschaft fressen. Darum mögen viele Menschen Fliegen nicht. Früher sagte man sogar, die Fliegen seien die Begleiter des Teufels.<eop><eop>"}, {"title": "Flugzeug", "id": 102, "text": " Ein Flugzeug ist ein Verkehrsmittel, das sich in der Luft bewegt. An den Seiten hat es starre Flügel, die ihm Auftrieb geben wenn sie schnell von Luft umströmt werden. Deshalb brauchen Flugzeuge eine lange Startbahn, damit die notwendige Geschwindigkeit erreicht werden kann und ausreichend Auftrieb entsteht. Verkehrsflugzeuge werden von zwei Piloten gesteuert, in vielen Privatflugzeugen reicht ein Pilot. Sie sitzen dabei vorne im Flugzeug in einem Raum, den man Cockpit nennt.<eop>Einer oder mehrere Motoren treiben das Flugzeug an, damit es vorwärts kommt. Die Motoren bewegen entweder einen Propeller oder eine Turbine. Man spricht auch von den Triebwerken des Flugzeugs. Dabei können Flugzeuge mit Turbinen generell etwas schneller fliegen als solche mit Propeller.<eop>Segelflugzeuge wiederum kommen ohne Motor aus. Normalerweise werden sie mit Seilwinden oder von Motorflugzeugen in die Höhe gezogen. Von dort aus können sie dann in der Luft gleiten. Nutzt der Pilot die Winde geschickt aus, kann ein Segelflugzeug sogar ohne Triebwerk wieder an Höhe gewinnen und sehr lang und weit fliegen. Es gibt sogar unbemannte Flugzeuge. Sie sind ferngesteuert und man nennt sie Drohnen.<eop>Dank der Luftfahrt können Menschen heute in recht kurzer Zeit weit reisen. Von Europa nach Amerika fliegt man in etwa acht Stunden – das würde mit einem schnellen Schiff mindestens drei Tage dauern. Reichten zunächst kleine Flugfelder oder Flugplätze aus, gibt es heute riesige Flughäfen. Große Flugzeuge können bis zu 600 Reisende mitnehmen. Daneben werden aber auch viele Waren mit Frachtflugzeugen transportiert.<eop>Flugzeuge mit einem Motor, wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit etwa 100 Jahren. 1903 gelang den Brüdern Wright in den USA der erste längere motorisierte Flug. Vorher hatten viele andere Menschen versucht, Flügel mit ihrer Muskelkraft zu bewegen. Dafür sind Menschen aber zu schwach. Mit Gleitflügeln konnte man nur kurze Strecken zurücklegen. Die Brüder Wright haben nicht nur einen Motor eingebaut, sondern sich auch um eine gute Steuerung gekümmert.<eop> "}, {"title": "Flusspferd", "id": 103, "text": "Flusspferde bilden eine Familie von Säugetieren. Außer den Elefanten sind sie die schwersten Tiere, die auf dem Land leben. Man nennt sie auch Nilpferde oder Hippopotamus. Sie leben in Afrika, meist südlich der Wüste Sahara, aber auch dem ganzen Nil entlang bis zur Mündung ins Mittelmeer. <eop>Der Kopf des Flusspferdes ist groß und wuchtig mit einer Schnauze, die vorne sehr breit ist. Es kann bis zu fünf Meter lang werden und wiegt bis zu 4500 Kilogramm, etwa so viel wie vier kleine Autos. Zwergflusspferde werden bis zu eineinhalb Meter lang und können bis zu 1000 Kilogramm wiegen. <eop>Wie leben Flusspferde? Flusspferde liegen tagsüber meist im Wasser oder verbringen ihre Zeit in der Nähe des Wassers. Sie tauchen gern, und oft ragen nur noch Augen, Nasenlöcher und Ohren aus dem Wasser. Obwohl sie bestens an das Leben im Wasser angepasst sind, können sie nicht schwimmen. Sie laufen am Grund des Wassers entlang oder lassen sich treiben. Sie halten es bis zu drei Minuten unter Wasser aus, ohne Luft holen zu müssen. <eop>Flusspferde sind Pflanzenfresser. Nachts gehen sie an Land, um zu fressen. Dafür und für die Nahrungssuche brauchen sie bis zu sechs Stunden. Das Gras rupfen sie mit den Lippen ab. Flusspferde haben sehr große Eckzähne, die aber benutzen sie nur bei Kämpfen. Wenn sie sich bedroht fühlen, sind Flusspferde besonders gefährliche Tiere.<eop>Flusspferde paaren sich im Wasser. Die Mutter trägt meist nur ein einziges Jungtier in ihrem Bauch, während etwa acht Monaten. Das ist etwas kürzer als bei den Menschen. Die Geburt geschieht im Wasser. Ein Jungtier ist dann zwischen 25 und 55 Kilogramm schwer. Es kann sofort im Wasser laufen. Auch die Milch der Mutter trinkt es im Wasser. Schon in der ersten Nacht kann es der Mutter auf eine Wiese folgen.<eop>Etwa ein halbes Jahr lang braucht das Jungtier die Milch der Mutter. Ab dann frisst es ausschließlich Pflanzen. Erst mit etwa zehn Jahren wird ein Flusspferd geschlechtsreif. Es kann sich dann also selber fortpflanzen. In der Freiheit werden Flusspferde 30 – 40 Jahre alt.<eop>Sind die Flusspferde vom Aussterben bedroht? Erwachsene Flusspferde haben fast keine Feinde. Nur Jungtiere werden manchmal gefressen, von Krokodilen, Löwen oder Leoparden. Die Weibchen verteidigen sie gemeinsam. <eop>Die Menschen haben schon immer Flusspferde gejagt. Sie aßen ihr Fleisch und verarbeiteten ihre Haut zu Leder. Die Zähne sind aus Elfenbein wie bei den Elefanten und sind deshalb bei den Menschen beliebt. <eop>Viele Menschen betrachten die Flusspferde aber auch als Schädlinge, weil sie ihre Felder und Plantagen zertrampeln. Schlimmer ist jedoch, dass die Flusspferde immer weniger Orte finden, an denen sie leben können. Sie sind deshalb in bestimmten Gebieten ausgestorben. Die übrigen sind gefährdet. <eop>"}, {"title": "Frankfurt am Main", "id": 104, "text": "Frankfurt am Main ist die fünftgrößte Stadt in Deutschland. Dort leben rund 700.000 Menschen. Die Stadt liegt ungefähr in der Mitte von Deutschland und heißt so, weil sie an dem Fluss Main liegt. Es gibt noch ein Frankfurt an der Oder. <eop>Frankfurt am Main gehört heute zum Bundesland Hessen. Im Mittelalter war es eine „Freie Reichsstadt“, in der kein Landesfürst zu bestimmen hatte, sondern nur die Bürger und der von ihnen gewählte Rat. Außerdem war Frankfurt lange Zeit so etwas wie die heimliche Hauptstadt Deutschlands: Bis 1806 trafen sich hier die Kurfürsten, um den deutschen König und Kaiser zu wählen. In den Jahren 1848 und 1849 tagte in der Paulskirche die Nationalversammlung, das erste Parlament für ganz Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte Frankfurt deutsche Hauptstadt werden, verlor aber gegen Bonn. <eop>Heute ist Frankfurt vor allem als Stadt der Banken bekannt. Die wichtigste von ihnen ist die Europäische Zentralbank: Sie gibt die Euro-Geldscheine und Münzen aus und passt darauf auf, dass nie zuviel oder zuwenig Geld im Umlauf ist und dass die Preise nicht zu stark ansteigen. Die Banken und andere Firmen haben im Stadtzentrum viele Hochhäuser gebaut. Etwa 15 davon sind mindestens 150 Meter hoch und werden Wolkenkratzer genannt. Außerdem gibt es viele bedeutende Museen in Frankfurt, einen Zoo und den größten Flughafen in Deutschland.<eop>"}, {"title": "Freiheitsstatue", "id": 105, "text": "Die Freiheitsstatue ist ein riesiges Standbild in den USA. Sie steht auf der Insel „Liberty Island“, der Freiheitsinsel, vor dem Hafen der Stadt New York. Der eigentliche Name der Statue lautet: „Die Freiheit, die die Welt erleuchtet“.<eop>Erdacht hat sich die Statue der Franzose Fréderich-Auguste Bartholdi. Sie sollte ein Zeichen der Freundschaft zwischen Frankreich und den USA sein. Nachdem man über zehn Jahre daran gearbeitet hat, konnte die Statue 1886 aufgestellt werden. Geholfen hat unter anderem Gustave Eiffel, der sich mit Stahl auskannte: Später hat er den Eiffelturm bauen lassen.<eop>Die Statue zeigt eine Frau, die das Sinnbild der Freiheit sein soll. Ähnlich sieht man in anderen Standbildern, wie eine Idee oder ein Land durch eine Frau dargestellt wird. In der rechten Hand trägt die Frau eine Fackel, deren Licht für den Fortschritt steht, dafür, dass die Welt immer besser wird. In der linken Hand hält sie eine Tafel, auf der steht, wann die USA unabhängig geworden sind: am 4. Juli 1776.<eop>Die Statue selbst ist etwas über 46 Meter hoch. Dazu kommt der untere Teil, der Sockel, auf dem sie steht. Das macht sie insgesamt fast 93 Meter hoch. Mit einer Fähre kann man vom Festland aus nach Liberty Island fahren. Besucher dürfen bis in die Krone des Kopfes steigen, aber nicht mehr als 240 Leute pro Tag. <eop> "}, {"title": "Frucht", "id": 106, "text": "Eine Frucht ist ein Teil einer Pflanze. Die Frucht entsteht aus der Blüte. In der Frucht befinden sich die Samen der Pflanze. Aus solchen Samen kann später eine neue Pflanze entstehen. Allerdings tragen nicht alle Pflanzen Früchte. Die Moose oder die Farne vermehren sich mit Sporen. Ob eine Pflanze Früchte trägt oder nicht, ist ein wichtiger Punkt bei der Einteilung in die verschiedenen Pflanzenarten.<eop>Früchte bringen der Pflanze einen Vorteil: Wenn Tiere oder Menschen sie essen, können sie die meisten Samen nicht verdauen. Sie gehen also durch den Bauch und geraten mit dem Kot an einen Ort, der weit weg von der Pflanze liegen kann. So verbreiten sich die Pflanzen schneller.<eop>Essbare Früchte nennen wir im allgemeinen Obst, doch auch einiges Gemüse wird so genannt. Manche Früchte sind von einer Hülse umgeben, wie zum Beispiel Erbsen oder Bohnen. Andere Früchte sind saftig und haben fleischige Teile wie der Pfirsich. Kleine Früchte, die meist sehr farbig und saftig sind, nennen wir meist Beeren.<eop>Die größten Früchte der Welt bilden die Riesen-Kürbisse. In der Schweiz wurde im Jahr 2014 sogar ein Kürbis mit über einer Tonne Gewicht geerntet. <eop><eop>"}, {"title": "Frühling", "id": 107, "text": "Der Frühling oder das Frühjahr ist eine Jahreszeit. Nach dem Winter, der kalten Jahreszeit, wird es im Frühling wieder wärmer. Auf den Frühling folgt dann der Sommer.<eop>Im Frühling wachsen und blühen die Pflanzen wieder. Die Landschaft wird wieder grün. Viele Tiere bekommen ihre Jungen. Die Bauern mähen die Wiesen und machen Heu. <eop> Von wann bis wann dauert der Frühling? Für die Wetterforscher beginnt der Frühling auf der Nordhalbkugel am 1. März und dauert bis zum 31. Mai. Frühlingsmonate sind also der März, der April und der Mai. <eop>Für die Astronomen jedoch beginnt der Frühling zur Tag-und-Nacht-Gleiche, wenn die Tage und Nächte also gleich lang sind. Das ist immer am 21. oder 22. März. In diese Zeit fällt das Osterfest. Der Frühling endet bei der Sommersonnenwende, wenn die Tage am längsten sind. Das ist am 20. oder 21. Juni, und damit beginnt dann der Sommer.<eop>Welche Frühlingsfeste gibt es? Die Menschen fanden den Frühling schon immer sehr wichtig: Man musste sich nicht mehr warm anziehen oder sich ins warme Haus verkriechen. Den Anfang des Frühlings feierte man deshalb groß. Besonders bekannt sind bei uns das Münchner Frühlingsfest, das Nürnberger Frühlingsfest oder das Frühlingsfest Hannover. In Zürich heißt das Frühlingsfest Sechseläuten. Auch anderswo auf der Welt gibt es viele Frühlingsfeste. Man sagt auch, im Frühling würden sich mehr Menschen verlieben als in anderen Jahreszeiten.<eop>Bei den Christen fällt Ostern in den Frühling, etwas später auch Pfingsten. Ostern hat jedoch nichts mit der Sonne und der Natur zu tun. Das Fest findet immer dann statt, wenn die Juden Pessach feiern. Gemäß dem alten jüdischen Kalender ist das immer im April.<eop>"}, {"title": "Füchse", "id": 108, "text": "Die Füchse sind eine Gruppe von Säugetieren. Der Biologe sagt dem eine Gattung. Zu ihren Verwandten gehören unsere Haushunde und die Wölfe. Füchse sind Raubtiere. Das heißt sie jagen andere Tiere um sich zu ernähren. <eop>Am weitesten verbreitet ist der Rotfuchs. Er lebt auf der Nord-Halbkugel der Erde, aber nur dort, wo es nicht zu heiß und nicht allzu kalt ist. Dies ist die gemäßigte Klimazone.<eop>Der Polarfuchs lebt auf der ganzen Welt im hohen Norden, wo keine Bäume mehr wachsen. Das ist die Tundra. Den Wüstenfuchs nennt man auch Fennek. Er ist der kleinste aller Füchse. Er lebt in der Wüste Sahara. Sobald die Gebiete feuchter werden, fühlt er sich dort nicht mehr zuhause.<eop>Es gibt noch viele andere Arten: Der Andenfuchs lebt in den Anden, wie sein Name sagt. Man nennt ihn auch Andenschakal. Den Falklandfuchs gab es nur auf den Falklandinseln, die östlich von Südamerika liegen, fast an der Südspitze des Kontinents. Der Falklandfuchs ist ausgestorben. Eine Besonderheit ist der Graufuchs. Er heißt zwar so, ist aber biologisch gesehen kein richtiger Fuchs.<eop><eop>"}, {"title": "Galaxie", "id": 109, "text": "Eine Galaxie ist ein Haufen von Sternen im Weltall. Die Sterne sind recht dicht beieinander, obwohl die Entfernungen zwischen ihnen immer noch sehr groß sind. Sterne sind schwer, ihre Schwerkraft sorgt dafür, dass sie beieinander bleiben. In der Galaxie gibt es aber nicht nur Sterne, sondern auch Gas und Staub. <eop>Unsere Erde gehört zu einem Stern, der Sonne. Unser Sonnensystem ist Teil einer Galaxie. Unsere eigene Galaxie nennen wir Milchstraße. Man sieht sie nachts am Himmel als ein helles Band. Wenn eine andere Galaxie am Himmel zu sehen ist, erscheint sie wie ein heller Fleck. Sie sieht also wie ein einzelner Stern aus, oder wie eine Wolke oder Nebel.<eop>Schon im Altertum haben einige Philosophen vermutet, dass die Milchstraße aus vielen Sternen bestehen könnte. Mehr wusste man erst im 20. Jahrhundert dank der Astronomie. Eine größere Galaxie, die unserer Milchstraße am nächsten ist, heißt Andromeda-Galaxie. Sie besteht aus etwa einer Billion Sternen, das ist eine eins mit zwölf Nullen. Sie ist etwa zweieinhalb Millionen Lichtjahre von uns entfernt. So lange braucht ihr Licht, um uns zu erreichen. Zwischen unserer Erde und unserer Sonne liegen hingegen nur acht Lichtminuten.<eop>"}, {"title": "Gas", "id": 110, "text": "Gas nennt man einen der drei Zustände, in dem sich Materie befinden kann. Materie kann zum Beispiel Wasser oder Gold oder Sauerstoff sein. Materie ist gasförmig, fest oder flüssig. Ihr Zustand kann sich auch ändern, so kann Flüssigkeit zu Gas werden.<eop>Wasser zum Beispiel ist flüssig, zumindest, wenn es im Zimmer normal warm ist. Wenn man aber einen Topf mit Wasser auf eine heiße Herdplatte stellt, fängt das Wasser an zu kochen. Bei 100 Grad Celsius verwandelt sich das Wasser in Wasserdampf. Aus einer Flüssigkeit wird also ein Gas. Das Wasser ist verdampft. Wenn der Wasserdampf wieder kühler wird, kondensiert er, er wird also wieder zu flüssigem Wasser. Das sehen wir zum Beispiel, wenn wir unseren Atem an eine Glasscheibe hauchen.<eop>Wenn man eine bestimmte Menge Materie nimmt, dann bleibt sie in unterschiedlichen Zuständen immer gleich schwer. Als Gas braucht sie aber viel mehr Platz, sie nimmt also mehr Raum ein. Wenn man einen dichten Beutel Wasser erhitzt, platzt der Beutel schließlich.<eop>Luft ist ein Gemisch von Gasen, vor allem von Stickstoff und Sauerstoff. Wenn Erdöl aus der Erde gewonnen wird, findet man dabei oft Erdgas. Das ist auch ein wertvoller Rohstoff, aus dem man Energie gewinnt. Helium und einige andere Gase nennt man Edelgase. So ein Edelgas verbindet sich nicht mit anderen Gasen zu neuen Gasen.<eop>"}, {"title": "Gebirge", "id": 111, "text": "Ein Gebirge ist eine Landschaft mit mehreren Bergen, Tälern und Hochflächen. Oft kann man den Unterschied zwischen dem Gebirge und dem ebenen, flachen Land drumherum gut erkennen. Manchmal sind um das Gebirge herum aber auch kleinere Hügel, dann sieht man den Unterschied nicht so gut.<eop>Es gibt verschiedene Formen von Gebirgen. Ein Kammgebirge zum Beispiel heißt so, weil mehrere Bergspitzen wie bei einem Kamm in einer Reihe stehen. Bei einem Tafelgebirge gibt es manchmal gar keine richtigen Gipfel, sondern nur eine hoch liegende Ebene, wie bei einem großen Tisch. <eop>Auch die Höhe ist wichtig. Von ungefähr 500 bis 1500 Metern spricht man von einem Mittelgebirge. Solche Gebirge findet man zum Beispiel in der Mitte und im Süden von Deutschland. Ein Mittelgebirge ist auch der Jura in Frankreich und in der Schweiz. Das Hochgebirge fängt erst bei 1500 Metern an. Ein solches gibt es auch in Europa, nämlich die Alpen. Sie erstrecken sich über Italien, Frankreich, die Schweiz und Österreich bis nach Ungarn.<eop>Wissenschaftler unterscheiden Gebirge aber vor allem danach, wie sie entstanden sind. Manche Berge sind zum Beispiel erloschene Vulkane, wie der Vogelsberg in Hessen oder ein Teil der Eifel. Bei Bruchschollen-Gebirgen wurden Stücke der Erdkruste durch gewaltige Kräfte im Erdinnern angehoben, während die Umgebung sich absenkte. Viele deutsche Mittelgebirge sind so entstanden. Wieder andere Gebirge entstanden als riesige Falten des Erdbodens, weil Kontinente über lange Zeit mit großer Kraft aneinanderstoßen. Die meisten Hochgebirge der Welt sind solche Faltengebirge, so der Himalaya in Asien, die Anden in Südamerika oder auch die Alpen in Europa. <eop> "}, {"title": "Geburtstag", "id": 112, "text": "Der Geburtstag ist der Tag, an dem ein Mensch geboren worden ist. Wer zum Beispiel an einem 1. Januar geboren wurde, feiert seinen Geburtstag immer am 1. Januar. Der „erste Geburtstag“ ist ein Jahr nach der Geburt. Man wird also an seinem „nullten Geburtstag“ geboren.<eop>In vielen Ländern und Kulturen feiert man seinen Geburtstag. An diesem Tag will man etwas Besonderes erleben, oder man ist mit Freunden und Familie zusammen und es gibt ein besonderes Essen. Vor allem wird ein runder Geburtstag gefeiert, zum Beispiel der 10., der 20. der 30. und so weiter. Wer den 75. Geburtstag feiert, ist ein Dreiviertel Jahrhundert alt geworden.<eop>Im Altertum hat man vor allem den Geburtstag des Herrschers gefeiert, wie zum Beispiel den Geburtstag des Pharao. Bei den Griechen und Römern ging es darum, die Götter zu ehren, die zum Schutz des Herrschers da waren. Es hat sehr lange gedauert, bis man auch die Geburtstage von normalen Leuten gefeiert hat.<eop> Feiern alle Leute ihren Geburtstag? Manche Leute feiern niemals ihren Geburtstag, weil ihnen das nicht gefällt. Außerdem gibt es Kulturen, in denen das Geburtstagsfeiern nicht üblich ist. Ein Beispiel ist der Islam. Einige Muslime feiern den Geburtstag des Propheten Mohammed, andere Muslime finden das Feiern von Geburtstagen überhaupt schlecht.<eop>Im Christentum waren lange Zeit andere Tage wichtiger, wie der Tag der Taufe. Denn oft hat man nicht aufgeschrieben, wann ein Kind geboren wurde, sondern wann es durch die Taufe Mitglied der Kirche wurde. Darum wussten viele Leute ihren Geburtstag gar nicht. Gerade Katholiken fanden den Namenstag am wichtigsten: Das ist der Tag, an dem eine besondere Person wie ein Heiliger oder eine Heilige mit diesem Namen geehrt wird.<eop>"}, {"title": "Gedicht", "id": 113, "text": "Ein Gedicht ist eine bestimmte Art von Text, der Gefühle und Gedanken ausdrückt. Man schreibt es meist in kurzen Zeilen, den Versen. Mehrere Verse bilden eine Strophe. Viele Gedichte haben mehrere Strophen. <eop>Man nennt Gedichte auch poetisch. Das kommt vom lateinischen Wort für Dichter, „poeta‟. Ein anderes Wort ist Lyrik. Denn im alten Griechenland sang man Gedichte zur Lyra oder Leier, das ist ein Musikinstrument mit Saiten. <eop>Viele Menschen mögen Gedichte, weil sie viel Aussage in eher wenig Wörtern bieten. Man kann sie auswendig lernen, singen und vielleicht auf unterschiedliche Weise verstehen. Dichter gehen besonders gekonnt mit Sprache um.<eop>Welche Arten von Gedichten gibt es? Gedichte können sich auf verschiedene Arten reimen. Ein Beispiel von Wilhelm Busch, bei dem sich die Zeilen eins und zwei sowie drei und vier reimen:<eop>:Der Franz, ein Schüler hochgelehrt, :Macht sich gar bald beliebt und wert. ::So hat er einstens in der Nacht ::Beifolgendes Gedicht gemacht.<eop>Anschließend fährt Busch so weiter, dass sich die erste mit der dritten Zeile reimt und die zweite mit der vierten: :Als ich von ungefähr ::Durch den Wald spazierte, :Kam ein bunter Vogel, der ::Pfiff und quinquillierte.<eop>Eine andere und besonders lustige Art von Gedicht ist der Limerick. Hier reimt sich die erste, mit der zweiten und der fünften Zeile. Sie haben ihren eigenen Rhythmus. Zudem reimen sich die dritte und die vierte Zeile. Diese beiden sind auch kürzer. Ein Beispiel:<eop>:Ein Kettenraucher aus Nizza, :der im Tank seines Wagens nach Sprit sah, ::der flog mit ’nem Krach ::durchs Garagendach :einem staunenden Gast in die Pizza.<eop>"}, {"title": "Gehirn", "id": 114, "text": "Das Gehirn ist ein wichtiges Organ aller Wirbeltiere und damit auch des Menschen. Es sammelt alle Informationen, die der Körper von außen und aus seinem Inneren erhält. Es verarbeitet sie und sendet Befehle, um die einzelnen Organe zu steuern. <eop>Das Gehirn ist auch der „Sitz“ des Bewusstseins, des Denkens und des Gedächtnisses. Nahezu alles, was wir denken, fühlen und machen, geht vom Gehirn aus. Das Gehirn eines Menschen wiegt ungefähr 1300 Gramm und ist gut geschützt im Schädel untergebracht. <eop> Woraus besteht das Gehirn? Das Gehirn besteht aus zwei Arten von Zellen. Die Nervenzellen sind die eigentlichen „Arbeitstiere“ im Gehirn. Darüber hinaus gibt es Glia-Zellen, die die Arbeit der Nervenzellen unterstützen. Das menschliche Gehirn hat ungefähr 100 Milliarden solcher Nervenzellen, das ist eine Eins mit elf Nullen. <eop>Diese Nervenzellen sind über feine Ausläufer mit anderen Nervenzellen verbunden und bilden so ein riesiges Netz. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Nervenzellen nennt man Synapsen. Vom Gehirn und zum Gehirn führen zwölf Hirn-Nerven und das Rückenmark.<eop> Was tun die Teile des Gehirns? Der größte Teil des Gehirns ist das Großhirn. Es besteht unter anderem aus zwei Großhirnhälften. Die äußere Schicht der Hirnhälften – die Hirnrinde – enthält die meisten Nervenzellen. Bei der Hirnrinde gibt es verschiedene Lappen. Der Stirnlappen zum Beispiel liegt vorn und steuert den Körper, wenn er sich bewegt. Der Schläfenlappen ist vor allem für die Sprache und das Gedächtnis wichtig. Die Inselrinde liegt mehr in der Tiefe des Großhirns. Sie spielt vor allem beim Gleichgewicht und Hören eine Rolle.<eop>Das Mittelhirn ist eine wichtige Befehlszentrale für Hören, Sehen und Bewegungen. Von hier aus werden beispielsweise die Bewegungen der Augen gesteuert. Zum Hinterhirn gehört das Kleinhirn, in dem vor allem Bewegungen und Gleichgewicht abgestimmt werden. Das Nachhirn stellt die Verbindung zum Rückenmark her. Außerdem werden von hier wichtige Körperfunktionen wie die Atmung, das Herz und der Blutkreislauf gesteuert.<eop>"}, {"title": "Geld", "id": 115, "text": "Unter Geld versteht man vor allem Bargeld: Münzen und Geldscheine. Zum Geld gehört aber auch das Geld auf einem Konto bei der Bank. Mit Geld können wir viele Dinge kaufen, die wir zum Leben brauchen. Wenn wir in den Supermarkt gehen, tauschen wir unser Geld gegen Waren wie Brot ein, wir bezahlen mit Geld. Deshalb nennt man das Geld auch Zahlungsmittel.<eop>Als die Menschen noch kein Geld kannten, haben sie Dinge getauscht. Später kam man auf die Idee, eine bestimmten Menge kostbares Metall zu nehmen und daraus eine Münze herzustellen. Das war handlicher als andere Tauschwaren.<eop>Lange Zeit waren nur Münzen das richtige Geld. Sie bestanden aus einem seltenen und wertvollen Metall, wie Silber oder Gold. Wer eine Silbermünze besaß, der konnte sicher sein: Die Münze ist mindestens so viel wert, wie Silber gerade wert ist. Vor etwa 1000 Jahren gab es in China das erste Papiergeld. Es sollte eigentlich nur eingesetzt werden, wenn die Münzen knapp wurden.<eop>Heute sind die Banknoten, also die Geldscheine aus Papier, meistens viel mehr wert als die Geldmünzen. Euro-Münzen gibt es mit einem Wert von einem Cent bis zwei Euro, Banknoten von 5 Euro bis 500 Euro.<eop>Geldscheine drucken oder Münzen prägen darf nur der Staat. Das eigene Geld eines Staates ist eine Währung. Aber einfach beliebig viel Geldscheine drucken darf der Staat auch nicht, sonst verliert das Geld seinen Wert. Wenn irgend ein Mensch Geld nachdruckt, nennt man das Falschgeld. Dafür wird man streng bestraft.<eop> Wie kann man ohne Bargeld bezahlen? Um ohne Bargeld bezahlen zu können, braucht man ein Konto bei einer Bank. Dann kann man darauf Geld einzahlen. Das heißt, man bringt Bargeld zur Bank und gibt es dort ab. Die Bank behält das Geld und vermerkt das in ihrem Computer. Man sagt: „Das Geld wird deinem Konto gutgeschrieben.“ Um ein Konto zu haben muss man alt genug sein.<eop>Wenn man dann etwas in einem Geschäft kaufen möchte, kann man mit seiner Bankkarte bezahlen. Ein elektronisches Gerät verbindet sich dann mit dem Bankcomputer. Dort kann dann der gespeicherte Betrag auf dem Konto geändert werden. Das Geld wird dann dem Konto des Geschäftes gutgeschrieben.<eop>So wechselt das Geld nur über die Buchung im Computer ihren Besitzer. Das passiert so oder so ähnlich ständig auf der ganzen Welt. Man kann mit seiner Bankkarte auch an einem Geldautomaten wieder Bargeld bekommen. Es wird dann wieder vom Kontostand auf dem Bankcomputer abgezogen.<eop><eop> "}, {"title": "Gemüse", "id": 116, "text": "Gemüse nennt man Teile von Pflanzen, die man essen kann. Meist sind es Blätter, Wurzeln, Knollen oder Stängel. Gemüse enthält wenig Eiweiß, Stärke, Zucker und Fett. Es sättigt deshalb nur während kurzer Zeit, man isst es aber vor allem wegen der Vitamine und Minerale, die uns gesund erhalten. Das Wort „Gemüse“ kommt vom Wort „Mus“, das man früher aus verschiedenen Pflanzen kochte.<eop>Nicht alle Pflanzenteile sind essbar. Manche schmecken sauer, bitter oder sind sogar giftig. Welche Teile einer Pflanze man isst, ist bei jedem Gemüse anders. Einige Beispiele: Kohl, Spinat und Salat sind die Blätter einer Pflanze. Spargel, Staudensellerie und Bohnenkeimlinge sind junge Triebe und Blattstiele einer Pflanze. Die Karotte, Rote Bete und Weiße Rübe sind die Wurzeln. <eop>Gemüse kann man frisch auf Wochenmärkten oder im Supermarkt kaufen. Es gibt auch sehr viel tiefgekühltes Gemüse. Darin bleiben die gesunden Nährstoffe des Gemüses länger erhalten, als wenn sie zu lange im Kühlschrank liegen. Typische Wintergemüse lagerte man früher im Keller. Dazu gehören vor allem Kohl, Lauch, Sellerie und Karotten. <eop>Gemüse ist kein Begriff aus der Biologie, sondern eher aus der Landwirtschaft, vom Markt oder aus der Küche. Einzelne Pflanzen werden deshalb in einigen Gegenden als Gemüse bezeichnet, in anderen jedoch nicht. Die verschiedenen Gemüse sind auch nicht untereinander verwandt.<eop>Getreide und Kartoffeln enthalten zu viel Stärke, um als Gemüse zu gelten. Man zählt sie deshalb zu den Grundnahrungsmitteln, weil sie satt machen. Tomaten, Paprika, Kürbisse, Gurken und einige andere gehören eigentlich zum Obst, weil sie aus befruchteten Blüten entstehen und Samen in sich tragen. Da sie aber wenig Stärke und Zucker enthalten, zählt man sie oft eben doch zum Gemüse.<eop>Etwas Besonders sind die Artischocken, der Blumenkohl und der Brokkoli. Sie bestehen aus den Stängeln der werdenden Blüten. Man bezeichnet sie deshalb oft als Blütengemüse.<eop><eop>"}, {"title": "Gepard", "id": 117, "text": "Der Gepard ist ein Raubtier. Er gehört zu den Kleinkatzen. Früher gab es Geparde in ganz Afrika und in Teilen von Asien. Davon sind heute fast nur noch die Geparde südlich der Sahara übriggeblieben. Insgesamt leben in Afrika nur noch etwa 12.000 Geparden. Außerdem leben einige asiatische Geparden im Iran. Die verschiedenen Geparden-Arten sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht.<eop>Der Gepard hat sich so entwickelt, dass er ein ausgezeichneter Läufer und Jäger wurde. Das Fell ist an sich gelb, aber darauf befinden sich viele schwarze Punkte. Die Beine sind sehr dünn und lang. Der Körper sieht einem schnellen Windhund ähnlich.<eop>Wie leben Geparde? Normalerweise fressen Geparde kleinere Huftiere, vor allem Gazellen. Zebras und Gnus sind schon zu groß für sie. Geparde leben vor allem in der Savanne, der Steppe und auch der Halbwüste: Dort gibt es hohes Gras, in dem sie sich verstecken können, aber wenig Büsche und Bäume, die den Lauf die Geparde stören könnten.<eop>Der Gepard schleicht sich etwa 50 bis 100 Meter an die Beute heran. Dann greift er das Tier an und läuft ihm hinterher. Bis zu 93 Stundenkilometer wird er schnell, fast so schnell, wie ein Auto auf der Landstraße. Aber das hält er meist weniger als eine Minute lang durch.<eop>Gepardenmännchen leben und jagen eher alleine oder mit ihren Brüdern zusammen. Es können aber auch größere Gruppen sein. Die Weibchen sind allein, außer wenn sie Junge haben. Männchen und Weibchen treffen sich nur zur Paarung. Sie Mutter trägt die Jungtiere etwa drei Monate lang im Bauch. Meistens sind es eins bis drei. Die Mutter bereitet einen Bau vor, dort bringt sie die Jungen zur Welt.<eop>Die Jungen bleiben während etwa acht Wochen im Bau und trinken Milch von der Mutter. Sie müssen gut versteckt bleiben, denn die Mutter kann sie nicht gegen Löwen, Leoparden oder Hyänen verteidigen. Die meisten Jungen werden auch von solchen Raubtieren gefressen. Die Überlebenden werden mit etwa drei Jahren geschlechtsreif. Geparde können 15 Jahre alt werden.<eop> "}, {"title": "Geschichte", "id": 118, "text": "Zur Geschichte gehört alles, was früher passiert ist. Das Wort ist verwandt mit „geschehen“, wie in „es ist etwas geschehen“. Diese Geschichte ist aber etwas anderes als eine Geschichte, die jemand erzählt, um die anderen zu unterhalten. Denn ein Bericht über Geschichte soll möglichst genau wiedergeben, was früher geschehen ist. Völlig genau oder vollständig kann der Bericht aber nicht sein, schon allein, weil wir vieles über die Vergangenheit gar nicht mehr wissen.<eop>Die Geschichte beschreibt, wie die Menschen früher gelebt haben. Auch Tiere und Pflanzen und die Erde haben eine Geschichte, sie haben sich im Lauf der Geschichte verändert. Aber dann sprechen wir von „Naturgeschichte“ oder „Erdgeschichte“. Unsere Geschichte meint also nur die Geschichte von Menschen. Der früheste Abschnitt heißt Vorgeschichte, sie wird auch Urgeschichte oder Frühgeschichte genannt. Die eigentliche Geschichte beginnt aber erst mit der Erfindung der Schrift. Man teilt diese Geschichte in drei große Abschnitte ein: Altertum, Mittelalter und Neuzeit. Wir leben in der Neuzeit.<eop> Wie kann man etwas Neues über die Geschichte herausfinden? Wer Geschichte schreibt, ist ein Geschichtsschreiber. Besonders gut können das zum Beispiel Historiker, weil die das Fach Geschichte an der Universität studiert haben. Historiker sind Wissenschaftler, die sich zuerst einmal fragen, worüber genau sie Geschichte schreiben wollen. <eop>Wenn ein Historiker die Geschichte der Stadt Berlin in den Jahren von 1970 bis 1990 schreiben will, sucht er Quellen, also alles, was uns Wissen über die Geschichte vermitteln kann. Er sucht dann Schriftstücke in einem Archiv, redet mit Menschen, die sich noch an damals erinnern können, liest alte Zeitungen und so weiter. Je mehr Quellen man hat, desto besser. Über das, was der Historiker über früher gelernt hat, schreibt er dann einen Bericht oder gleich ein ganzes Buch.<eop>"}, {"title": "Gesetz", "id": 119, "text": "Ein Gesetz ist eine allgemeine Regel dafür, wie etwas ist oder etwas sein soll. Gesetze sorgen dafür, dass die Menschen in Frieden miteinander leben können. Dazu gehört zum Beispiel, dass man seine Meinung frei sagen darf. Wenn man ein Gesetz nicht einhält, wird man bestraft. Wie man bestraft wird, steht ebenfalls in einem Gesetz. <eop>Die Gesetze macht das Parlament eines Landes. Jedes Land hat eigene Gesetze, darum kann zum Beispiel in Russland etwas verboten sein, das in Finnland erlaubt ist. Manche Gesetze gelten nur in bestimmten Teilen eines Landes. In Deutschland und Österreich gibt es Bundesländer mit eigenen Parlamenten und Gesetzen. So können die Feiertage unterschiedlich sein oder die Zeiten, wann Läden geöffnet haben dürfen.<eop>Ein besonderes Gesetz ist eine Verfassung. Darin steht, wie der Staat funktioniert und wie Gesetze überhaupt gemacht werden. Einige Länder haben keine Verfassung, zumindest nicht als ein langes Gesetz. Trotzdem gibt es dort bestimmte wichtige Gesetze, die eine ähnliche Bedeutung haben.<eop> Was sind Naturgesetze? Wissenschaftler beobachten die Natur und suchen nach Erklärungen. Wenn sie sehen, dass etwas immer wieder passiert, stellen sie ein Gesetz auf. Darin beschreiben sie den Zusammenhang, den sie erkannt haben. Ein solches Naturgesetz ist zum Beispiel das zur Lichtgeschwindigkeit. Es besagt, dass es nichts Schnelleres als das Licht geben kann. Licht hat immer die gleiche Geschwindigkeit, zumindest im luftleeren Raum, also in einem Vakuum.<eop>Ein Naturgesetz fasst nur zusammen, was Menschen beobachtet haben. Dabei können sie sich geirrt haben. Wenn man etwas beobachten würde, das noch schneller ist als Licht, dann müsste man das Gesetz zur Lichtgeschwindigkeit ändern.<eop>"}, {"title": "Gesundheit", "id": 120, "text": "Gesundheit bedeutet, dass man keine Krankheit hat. Außerdem ist jemand nur gesund, wenn es ihm allgemein gut geht, sowohl was den Körper als auch was den Geist und die Seele angeht. Was Gesundheit genau bedeutet, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. <eop>Die Weltgesundheitsorganisation hat genau festgelegt, was sie unter Gesundheit versteht: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“ Es kommt also darauf an, wie gesund man sich selber fühlt. Dazu gehört auch, dass man sich den Menschen gegenüber wohlfühlt, die einem oft begegnen. Wer zum Beispiel in der Schule gemobbt wird, fühlt sich dadurch auch nicht im umfassenden Sinn gesund.<eop>Von der Medizin her gesehen sind viele Menschen krank, weil sie zum Beispiel Krebs haben. So lange einer aber diesen Krebs nicht bemerkt, kann er sich für gesund halten, sofern er die wichtigsten Aufgaben im Leben erledigen kann.<eop>Gut für die Gesundheit sind das richtige Essen und Bewegung. Wenn man immer nur schlechte Dinge isst oder sich wenig bewegt, kann man leichter krank werden. Zur Gesundheit gehört auch, dass man gute Kontakte zu anderen Menschen hat. Zu viele Stunden am Computer oder am Smartphone sind schlecht für die Gesundheit. Man kann aber auch gesund sein und gleichzeitig behindert: Wer blind ist oder im Rollstuhl sitzt, ist dadurch nicht krank. <eop>Die vielen Menschen, Einrichtungen und Gebäude, die für die Gesundheit da sind, nennt man Gesundheitswesen. Dabei denkt man zuerst an Ärzte und Krankenhäuser. Hinzu kommt die Pflege: Pflegende wie zum Beispiel Altenpfleger helfen Kranken, Alten und Behinderten, die sich selbst nicht helfen können. Auch bestimmte Versicherungen gehören zum Gesundheitswesen, besonders die Krankenkassen.<eop>"}, {"title": "Gezeiten", "id": 121, "text": "Ebbe und Flut kommen an den Küsten vieler Meere vor. Gemeint ist, dass Hochwasser und Niedrigwasser täglich wechseln. Die Zeit, in der der Wasserstand fällt, also zwischen Hochwasser und Niedrigwasser, nennt man Ebbe. Die Zeit des ansteigenden Wassers, vom niedrigsten Wasserstand bis zum höchsten, nennt man Flut. Beides zusammen bezeichnet man auch als Gezeiten oder niederdeutsch „Tiden“. <eop>Jede Tide dauert etwas mehr als sechs Stunden, jeden Tag gibt es deshalb zwei Fluten und zwei Ebben. Sie verschieben sich pro Tag um etwa eine Stunde nach hinten. Sie geschehen also jeweils eine Stunde später als am Vortag.<eop>Ausgelöst wird das durch die Anziehungskraft des Mondes. Außerdem dreht sich die Erde selbst. Beides zusammen lässt das Wasser in den Weltmeeren wie in einem großen Eimer hin- und herschwappen. <eop>Auch die Sonne hat Auswirkung auf die Gezeiten. Das merkt man vor allem dann, wenn Mond und Sonne das Wasser in dieselbe Richtung „ziehen“: Dann gibt es eine besonders hohe Flut, die man Springflut nennt. Wenn die Anziehungskräfte von Mond und Sonne sich dagegen ausgleichen, entstehen eher niedrige Nippfluten.<eop>Wie hoch der Tidenhub ausfällt, also der mittlere Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser, das hängt von der Größe des jeweiligen Meeres und von der Beschaffenheit der Küste ab. An steilen Küsten ist der Unterschied geringer, an flachen Küsten dagegen größer. <eop>An besonders flachen Küsten wie der Nordsee gibt es das Wattenmeer: Das sind riesige Flächen, die bei Ebbe komplett „trockenfallen“ und erst bei Flut wieder von Wasser überspült werden. An manchen Nebenmeeren, die nur wenig Verbindung zum Ozean haben, merkt man die Gezeiten dagegen kaum, zum Beispiel an der Ostsee oder am Mittelmeer.<eop>"}, {"title": "Globus", "id": 122, "text": "Der Globus ist eine Kugel, die normalerweise die Erde darstellt. Auf dem Globus sind Länder, Kontinente und die Ozeane aufgezeichnet. Er wurde 150 vor Christus von Krates von Mallos im Alten Griechenland erfunden. Die Mehrzahl von Globus ist Globusse oder Globen.<eop>Früher wurde der Globus in Handarbeit aus Bronze oder Pappe hergestellt. Die Herstellung war aufwendig und teuer, weshalb nur wenige Menschen sich Globen leisten konnten. Das änderte sich erst mit der Erfindung neuer Maschinen zu Beginn der Neuzeit. Mit Druckmaschinen konnten die Karten gedruckt statt gemalt werden. Außerdem gab es nun Maschinen, die hohle Halbkugeln aus Karton pressen konnten. Damit konnten Globen viel günstiger produziert werden. Heutzutage sind die meisten Globen aus Kunststoff. <eop>Oft benutzt man sie für die Schule im Fach Erdkunde. Der Globus zeigt viel deutlicher als eine Landkarte, dass die Erde rund ist und die Oberfläche der Erde eigentlich krumm. Manche Menschen haben einen Globus auch zuhause. Einige Globen sind dazu da, ein Zimmer schöner zu machen. Es gibt auch Globen vom Mond oder von den Planeten, die sind aber selten.<eop> "}, {"title": "Google", "id": 123, "text": "Google, gesprochen: Guugl, ist eine Internet-Suchmaschine und ein großes Unternehmen in den USA. Google hat das Ziel, möglichst viele Informationen zu sammeln und nutzbar zu machen. Neun von zehn Menschen in Deutschland benutzen Google, wenn sie im Internet etwas suchen. <eop>Der Name Google kommt von dem englischen Wort „googol“. Das meint eine Zahl mit einer Eins und 100 Nullen. Die Gründer von Google wollten damit sagen, dass ihre Suchmaschine besonders viele Informationen finden kann. Seit dem Jahr 2004 steht das Wort „googeln“ im Duden, weil viele Menschen das Wort für das Suchen im Internet benutzen.<eop>Neben der Suchmaschine bietet Google viele andere Internet-Anwendungen an. Auf der Videoplattform YouTube kann man zum Beispiel Videos ansehen und selbst hochladen. Google Maps bietet Karten von Ländern oder Städten, mit denen man auch einen Weg finden kann, wenn man unterwegs ist. Mit Google Play kann man sich Apps auf ein Smartphone oder ein Tablet herunterladen. Die Rechenzentren von Google stehen unter anderem in den USA, in Finnland und Belgien. Das sind große Gebäude, in denen die Computer stehen, die die Anwendungen von Google zur Verfügung stellen.<eop>Google verdient viel Geld mit Werbung. Durch das Verknüpfen vieler Informationen kann Google die Werbung meist sehr gezielt den Personen anzeigen, die sie interessieren könnte. Manche Leute kritisieren, dass Google auch viele persönliche Daten sammelt, ohne zu fragen.<eop>"}, {"title": "Grenze", "id": 124, "text": "Eine Grenze ist die Stelle, wo etwas aufhört und etwas anderes anfängt. Normalerweise denkt man an die Grenze zwischen zwei Gebieten. Das kann zum Beispiel die Grenze zwischen zwei Ländern sein, wie Deutschland und Österreich.<eop>Wer von Deutschland nach Österreich reist, überschreitet eine internationale Grenze. Man ist nicht mehr im deutschen Staatsgebiet, wo die deutschen Gesetze gelten, sondern im österreichischen Staatsgebiet. Deutschland und Österreich gehören aber beide zur Europäischen Union. Vieles gilt in beiden Ländern. Die Menschen dürfen zwischen beiden Ländern einfach reisen.<eop>An vielen anderen Grenzen aber passt der Staat gut auf, wer oder was über die Grenze gelangt. Vielleicht flüchtet ein Verbrecher vor der Polizei. Im Ausland kann die Polizei ihn nicht mehr verfolgen, es sei denn, sie bittet die Polizei im anderen Land um Hilfe. <eop>Viele Staaten wollen außerdem nicht, dass Waren ohne Kontrolle hineinkommen. Waren werden nämlich in manchen Ländern billiger hergestellt als in anderen. Fleisch ist in Deutschland billiger als in der Schweiz. Wer viel Fleisch in die Schweiz bringt, muss dafür eine Gebühr bezahlen, den Zoll.<eop> Woran erkennt man die Grenze? Es gibt Grenzen, die gut bewacht werden. Man kann sie gar nicht übersehen. Die USA etwa haben große Zäune und Mauern an der Grenze zu Mexiko aufgebaut, damit nicht so viele Mexikaner in die USA kommen können. Besonders gut bewacht war zum Beispiel die Grenze der Sowjetunion. Niemand sollte aus der Sowjetunion fliehen können.<eop>Häufig führt eine Straße vom einem Land in das andere. An der Grenze steht dann eine Zollschranke, ein langer Stock quer über die Straße. In einem Häuschen befindet sich ein Beamter des Staates. Wer über die Grenze will, zeigt seinen Reisepass. Der Beamte fragt vielleicht, ob der Reisende etwas Wertvolles dabei hat. Dafür muss man Zoll bezahlen. Es kann aber auch sein, dass man ein Visum braucht. Das ist ein Papier, mit dem man zum Beispiel drei Monate durch das andere Land reisen darf. Dann muss man wieder heraus.<eop>Von der „grünen Grenze“ spricht man, wenn die Grenze einfach durch die Natur läuft. Sie ist eine Linie auf der Landkarte. In der Wirklichkeit kann man so eine Grenze gar nicht erkennen, wenn sie über eine Weide oder einen Wald läuft.<eop>Allerdings bildet oft ein Fluss oder ein Gebirge die Grenze. Das liegt daran, dass man auf diese Weise leicht angeben kann, wo das eigene Land aufhört: am Fluss. Der Rhein ist auf einer langen Strecke die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich.<eop>Auch auf dem Meer verlaufen Grenzen, denn die Staaten dürfen auch Meeresgebiete nahe der Küste besitzen. Viele benachbarte Staaten streiten sich allerdings darüber, wo die unsichtbaren Grenzen auf dem Meer genau verlaufen.<eop>"}, {"title": "Grönland", "id": 125, "text": "Grönland ist die größte Insel der Erde. Sie ist über zwei Millionen Quadratkilometer groß, das ist etwa halb so groß wie die Europäische Union.  Grönland liegt weit im Norden, östlich von Nordamerika. Es gehört zur Arktis und liegt überwiegend nördlich des Polarkreises. Darum ist es dort sehr kalt, und der größte Teil der Insel ist von Schnee und Eis bedeckt. Man nennt das die kalt-gemäßigte Zone. Der Boden bleibt das ganze Jahr über gefroren, es ist also Permafrostboden. Nur im Sommer wird es manchmal bis zu Null Grad Celsius „warm“. Dennoch gibt es außer Insekten auch Säugetiere auf Grönland, wie Eisbären, Rentiere und Moschusochsen. Im Wasser vor der Küste leben nicht nur viele verschiedene Fische, sondern auch Wale und Robben.<eop>Die Hauptstadt heißt Nuuk und liegt im Süden der Insel. Dort leben etwa 15.000 Menschen, ganz Grönland hat etwa 55.000 Einwohner. Die meisten Einwohner Grönlands gehören zu den Inuit, einer Gruppe von Eskimos. Ihre Vorfahren stammen wohl aus Asien. Die übrigen Einwohner kommen aus Dänemark und anderen Ländern Europas. Zwei Drittel der Einwohner gehören zur lutherischen Kirche.<eop>Der Name Grönland, also „grünes Land“, stammt von den Wikingern, welche um das Jahr 1000 auf die Insel kamen. Davor hatten sie schon das benachbarte Island besiedelt. Die norwegischen Siedler hielten sich im Süden auf in einer Gegend, in der zu dieser Zeit ein eher angenehmes Klima herrschte. Nachdem es um das Jahr 1400 kälter wurde, sind die Nachfahren der Wikinger irgendwann ausgestorben.<eop>Um das Jahr 1700 schickte Dänemark, das damals auch über Norwegen und Island herrschte, Walfänger nach Grönland. In der Kolonialzeit wurden auch Handelsniederlassungen gegründet, in denen Dänen und Inuit zusammenlebten. Diese grönländischen Orte trugen einst alle einen dänischen Namen. Später wurden sie auf Grönländisch umbenannt. <eop>Denn seit dem Jahr 1979 dürfen die Einwohner der Insel über sich selbst bestimmen. Allerdings ist Grönland immer noch ein Teil des Königreichs Dänemark. Man bezahlt auch mit der dänischen Währung, die Krone heißt. Zur Europäischen Union aber gehört Grönland nicht. Die USA haben einen Platz mit dem Flughafen Thule, wo etwa 250 Soldaten leben. Von dort aus wollten die Amerikaner besonders im Kalten Krieg das Gebiet um den Nordpol kontrollieren.<eop><eop>"}, {"title": "Gänse", "id": 126, "text": "Gänse sind große Vögel. Die häufigste Art weltweit ist die Kanadagans. Die zweithäufigste Art ist die Graugans. Aus dieser haben die Menschen die Hausgans gezüchtet. Auch Schwäne gehören zur Familie der Gänse, außerdem sind Gänse mit Enten verwandt. Das Männchen heißt Ganter, das Weibchen heißt Gans und das Jungtier ist ein Gössel.<eop>Gänse haben einen langen Hals und leben in der Natur meist auf dem Land, schwimmen aber auch gern auf dem Wasser. In der Natur sind Gänse oft grau, braun oder schwarz. Wenn man ihr die Federn ausreisst, wird die Haut voller kleiner Höcker sichtbar. Das nennt man Gänsehaut. Diesen Ausdruck braucht man auch, wenn bei einem Menschen eine solche Haut entsteht und sich die Haare aufstellen. <eop>Die Hausgans wurde von Menschen gezüchtet. Sie eignet sich deshalb besser für die Haltung auf einem Bauernhof oder in einem besonderen Gänsebetrieb. Ihre Federn sind weiß. Menschen mögen Gänse wegen des Fleisches, aber auch wegen der Federn. Beliebt ist die Gänsestopfleber: Dazu werden Gänse so mit Fressen vollgestopft, dass sie eine riesige, fette Leber bekommen. Das ist aber eine Quälerei und deshalb in vielen Ländern verboten.<eop>Wie lebt die Graugans? Graugänse leben im Sommer in vielen Gebieten Europas und Nordasiens. Sie ernähren sich hauptsächlich von Gräsern und Kräutern. Sie mögen aber auch verschiedene Getreidekörner: Mais, Weizen und andere. Manchmal suchen sie sich ihre Nahrung auch unter Wasser, also Algen und andere Wasserpflanzen.<eop>Ein Graugans-Weibchen und ein Männchen bleiben ein Leben lang zusammen. Ihre Nester bauen sie in nahe vom Wasser. Viele Nester befinden sich auf Inseln. Die Polsterung besteht nur aus einer dünnen Schicht von Federn. Graugänse paaren sich im März oder April, dann legt das Weibchen meist vier bis sechs Eier. Nur das Weibchen brütet, etwa während vier Wochen. Die Jungtiere können das Nest sofort verlassen und werden von den Eltern während etwa zwei Monaten betreut. <eop>Im Herbst ziehen die Graugänse aus Nordeuropa und Nordasien in den Süden. Sie überwintern am westlichen Mittelmeer: in Spanien, Tunesien und in Algerien. Auf dem Vogelzug schwimmen sie nicht einfach in einem Schwarm, sondern sie bilden eine Formation, die wie der Buchstabe V aussieht. Die Graugänse aus Deutschland und ganz Mitteleuropa ziehen nicht in den Süden.<eop><eop> "}, {"title": "Hafen", "id": 127, "text": "Ein Hafen ist ein geschützter Platz, an dem Schiffe anlegen. Seehäfen liegen am Meer oder haben Zugang zum Meer. Binnenhäfen liegen an Flüssen oder Kanälen. Manche Häfen gibt es von Natur aus, zum Beispiel an Meeresbuchten oder Mündungen von Flüssen. Andere müssen künstlich angelegt werden, indem man das Hafenbecken mit Molen, eine Art von Mauern, gegen das offene Meer schützt. <eop>Damit die Schiffe besser am Ufer anlegen können, wird dieses mit sogenannten Kais oder Piers befestigt. Von dort aus werden die Güter meist mit Kränen in die Schiffe ein- und auch wieder ausgeladen. Die meisten Waren werden heute in Containern transportiert. Das sind riesige Kästen, die immer gleich groß sind, so dass man sie gut stapeln kann. Oft werden sie vom Schiff direkt zur Weiterfahrt auf Eisenbahnwaggons oder Lastwagen verladen. Andere Güter, die nicht in Containern verpackt werden können, werden in großen Lagerhallen, Kühlhäusern oder Silos gelagert, bevor sie weitertransportiert werden. <eop>Große Häfen haben eigene Werften, in denen Schiffe repariert werden, oder Fabriken, in denen die angelieferten Waren weiterverarbeitet werden. Manche Häfen, sogenannte Freihäfen, sind sogar durch besondere Grenzen vom Hinterland abgetrennt. Wer über diese Grenze will, muss für seine Waren Zoll bezahlen.<eop>Neben den großen Handelshäfen gibt es auch kleinere Häfen. Man hat sie für unterschiedliche Zwecke gebaut: Fischereihäfen, Fährhäfen, Yachthäfen oder Passagierhäfen, also um Menschen von Ort zu Ort zu bringen.<eop> "}, {"title": "Halloween", "id": 128, "text": "Halloween ist ein sehr altes Fest und wird jedes Jahr am 31. Oktober gefeiert. Das ist der Abend vor dem 1. November, also vor Allerheiligen. Der Name „Halloween“ kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung für „All Hallows‘ Evening“. Übersetzt bedeutet das: „der Abend vor Allerheiligen“.<eop>Eigentlich kommt Halloween aus Irland, also aus Europa. Dort feierten die Einwohner Irlands, die Kelten, schon vor vielen hundert Jahren dieses Fest. Sie glaubten, dass am Abend des 31. Oktobers die Toten auf die Erde zurückkehrten, um den Lebenden Streiche zu spielen. Deswegen sind die meisten Halloweenkostüme gruselig. Die Kelten hofften, dass die Toten dann an ihnen vorbeigehen und sie nicht als Lebende erkennen.<eop> Wie feiert man Halloween? Bisher war das Gruselfest vor allem in den USA sehr beliebt. Inzwischen feiern auch viele Menschen in Deutschland Halloween. Besonders Kindern macht es Spaß, sich als Hexen und Geister zu verkleiden und andere zu erschrecken. Sie gehen dann abends von Haustüre zu Haustüre und klingeln. Wenn jemand aufmacht, rufen sie „Süßes, sonst gibt’s Saures!“. Meistens bekommen die Kinder dann Süßigkeiten. Wenn sie nichts bekommen, spielen sie demjenigen einen kleinen Streich.<eop>Besonders beliebt ist auch die Kürbislaterne, die oft schon an den Tagen vor Halloween hergestellt wird. Dazu höhlt man einen Kürbis aus und schnitzt ein Gesicht hinein. Dann legt man eine Kerze in den Kürbis und kann ihn in den Garten oder auf einen Balkon stellen. Damit man das ausgehöhlte Fruchtfleisch nicht wegwerfen muss, kann man daraus eine Kürbissuppe kochen.<eop><eop>"}, {"title": "Hamster", "id": 129, "text": "Der Hamster ist ein Nagetier und nahe verwandt mit der Maus. Er ist auch etwa gleich groß. Bei uns vor allem als Haustier bekannt, allen voran der Goldhamster. In der Natur gibt es bei uns nur den Feldhamster. <eop>Hamster haben ein dichtes, weiches Fell. Es ist braun bis grau. Einmalig sind bei den Hamstern die riesigen Backentaschen. Sie reichen vom Mund bis zu den Schultern. Darin schleppen sie ihre Nahrung für den Winter in ihren Bau.<eop>Der kleinste Hamster ist der Kurzschwanz-Zwerghamster. Er wird bloß 5 Zentimeter lang. Dazu kommt noch ein kurzes Stummelschwänzchen. Er wird nur knapp 25 Gramm schwer. Es braucht also vier solcher Hamster um eine Tafel Schokolade aufzuwiegen.<eop>Der größte Hamster ist unser Feldhamster. Er kann etwa 30 Zentimeter lang werden, so lang also wie ein Lineal in der Schule. Er wird auch über ein halbes Kilogramm schwer.<eop>Wie leben Hamster? Hamster wohnen in Höhlen. Mit den Vorderpfoten können sie gut graben, aber auch klettern, Nahrung festhalten und ihr Fell pflegen. An den Hinterpfoten haben die Hamster große Ballen. Die helfen ihnen zusätzlich beim Klettern. <eop>Hamster fressen meistens Pflanzen, am liebsten Samen. Das kann auch Getreide vom Feld sein oder Gemüse aus einem Garten. Deshalb ist der Hamster bei Bauern und Gärtnern nicht beliebt. Manchmal fressen Hamster auch Insekten oder andere kleine Tiere. Hamster werden aber auch selber gefressen, am meisten von Füchsen oder Greifvögeln.<eop>Hamster schlafen meist am Tag. In der Dämmerung und in der Nacht sind sie wach. Sie sehen auch nicht sehr gut. Sie spüren aber vieles mit ihren Tasthaaren, wie die Katze. Die größeren Hamsterarten machen einen richtigen Winterschlaf. Die kleineren schlafen nur zwischendurch mal während einer kürzeren Zeit. <eop>Hamster leben allein, außer wenn sie Kinder machen wollen. Eine Schwangerschaft dauert weniger als drei Wochen. Es gibt immer mehrere Junge. Sie kommen ohne Fell zur Welt und trinken Milch bei der Mutter. Man sagt auch: Sie werden von der Mutter gesäugt. Deshalb gehören die Mäuse zu den Säugetieren. Nach etwa drei Wochen sind sie aber bereits selbstständig und ziehen von Zuhause aus. <eop><eop>"}, {"title": "Handball", "id": 130, "text": "Handball ist eine Sportart, die im Jahr 1917 erfunden wurde. Man nannte sie damals „Torball“. Bei einem Handballspiel spielen zwei Mannschaften mit je sieben Spielerinnen oder Spielern im Feld. Sechs davon sind Feldspieler, einer ist Torwart. Die Auswechselspieler sitzen auf der Bank außerhalb des Spielfeldes und warten, bis sie mit einem Spieler wechseln können. <eop>Ziel ist es, während des Spiels möglichst viele Bälle in das gegnerische Tor zu werfen. Das Spiel dauert 60 Minuten, es besteht aus zwei Halbzeiten mit jeweils 30 Minuten. Wenn Kinder spielen, ist die Spielzeit kürzer.  Das Spielfeld ist 40 Meter lang und 20 Meter breit. Es hat die Form eines Rechtecks. Eine Mittellinie teilt es in zwei Hälften. Die Tore befinden sich in der Mitte der schmaleren Seiten. Davor liegen die jeweiligen Torräume. Das Spielfeld selbst ist jener Raum, der sich innerhalb der Spielfläche befindet, die Torräume gehören nicht dazu. <eop>Die Tore sind zwei Meter hoch und drei Meter breit. Der Torraum ist ein Halbkreis mit dem Durchmesser von 12 Metern. Die Feldspieler dürfen den Torraum nicht betreten. Wenn sich jemand nicht an die Regeln hält, kann er wie beim Fußball eine gelbe Karte bekommen. Manchmal wird jemand für zwei Minuten vom Platz gestellt, oder erhält die rote Karte, so dass er nicht weiter mitspielen darf. Häufig gibt es auch für die andere Mannschaft einen 7-Meter-Wurf, ähnlich wie der Elfmeter beim Fußball.<eop>"}, {"title": "Hannover", "id": 131, "text": "Hannover ist die Hauptstadt des Bundeslandes Niedersachsen. Sie hat über 500.000 Einwohner. Damit gehört sie zu den 15 größten Städten in Deutschland. <eop>Hannover wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Ab dem 17. Jahrhundert war Hannover die Hauptstadt des Kurfürstentums Hannover. Seit 1814 lag sie im Königreich Hannover. Im Jahr 1866 verleibte Preußen sich das Königreich Hannover ein. Die Stadt Hannover war erst die Hauptstadt einer preußischen Provinz. Seit 1946 ist es Hauptstadt des Landes Niedersachsen. <eop>Die Sprache von Hannover gilt als das beste Hochdeutsch. In der Stadt werden auch kaum Dialekte gesprochen. Im 17. Jahrhundert sagte man noch, dass in Norddeutschland das reinste Hochdeutsch gesprochen wird. Später konzentrierte man sich auf Hannover, weil es als Hauptstadt eines Königreichs besonders wichtig war. <eop>Hannover ist eine wichtige Messe-Stadt. Dort gibt es das größte Messe-Gelände der Erde. Im Jahr 2000 fand dort eine Weltaustellung statt. Außerdem kommen in Hannover viele Linien der Eisenbahn zusammen. Wichtig ist die Stadt, durch den Mittellandkanal, auch für Schiffe. Hannover hat auch einen Flughafen und eine Universität. <eop><eop>"}, {"title": "Harry Potter", "id": 132, "text": "Harry Potter ist eine Buchreihe mit sieben Bänden und eine Filmreihe mit acht Teilen. Der Titelheld Harry Potter ist Schüler eines Internats für junge Zauberer, Hogwarts. Er kämpft gegen den bösen Zauberer Lord Voldemort. In jedem der sieben Bücher vergeht ein Schuljahr. Die Geschichte spielt in Großbritannien.<eop>Die Buchreihe gehört zu den erfolgreichsten der Welt und ist in über 70 Sprachen übersetzt worden. Insgesamt wurden etwa 500 Millionen Bücher verkauft, 30 Millionen davon in deutscher Sprache. Nur die Geschichten von „Perry Rhodan“ wurden öfter verkauft. Mit den Harry-Potter-Kinofilmen wurde sogar mehr Geld verdient als mit jeder anderen Filmreihe.<eop>Joanne Kathleen Rowling hat sich Harry Potter ausgedacht und alle Bücher geschrieben. Den ersten Teil brachte sie 1997 heraus. Davon wurden erst nur 500 Stück gedruckt. Doch die Nachfrage war deutlich größer als erwartet, so dass noch weitere gedruckt wurden. In den Jahren 1998 und 1999 folgten dann der zweite und der dritte Teil. Doch erst 2000 kam der ganz große Erfolg mit dem vierten Band. Die folgenden drei Teile wurden dann ebenfalls riesige Erfolge.<eop> Was passiert in den Büchern? Der fast elfjährige Harry Potter wächst bei seiner Tante, seinem Onkel und deren Sohn Dudley auf. Noch weiß er nicht, dass er ein Zauberer ist und ab seinem elften Geburtstag die Zauberschule Hogwarts besuchen darf. Tatsächlich haben alle Zauberer bereits etwas über ihn gehört: Als Harry ein kleines Kind war, wollte Lord Voldemort, ein besonders böser Zauberer, ihn umbringen. Aus einem unbekannten Grund überlebte Harry den „unverzeihlichen Todesfluch“, den Voldemort ausgesprochen hatte. Das bedeutete das Ende der Schreckensherrschaft Lord Voldemorts.<eop>Als Harry nach Hogwarts kommt, wird er dem Schulhaus „Gryffindor“ zugeteilt, genau wie seine neuen Freunde Hermine Granger und Ronald Weasley. Gemeinsam mit ihnen erlebt er viele weitere Abenteuer, denn Lord Voldemort hat es immer noch auf ihn abgesehen.<eop> Unterscheiden sich die Harry-Potter-Filme von den Büchern? Im September 2000 begann man, Filme zu den Büchern zu drehen. Als 2001 der erste Film „Harry Potter und der Stein der Weisen“ herauskam, wurde er ein riesiger Erfolg. Obwohl es nur sieben Bücher gibt, wurden daraus acht Filme: Aus dem letzten Band hat man zwei Filme gemacht. Der letzte Film kam 2011 in die Kinos.<eop>Es gab jedoch auch Kritik: Viele Stellen, die in den Büchern vorkommen, waren in den Filmen nicht zu sehen. Das lag daran, dass die Filme sonst zu lang geworden wären. Deshalb entschieden sich die Filmemacher, nur Harrys Geschichte zu erzählen und alles andere wegzulassen. <eop>"}, {"title": "Haus", "id": 133, "text": "Ein Haus ist ein Gebäude, in dem man wohnen oder arbeiten kann. Manche Häuser sind sehr einfach, andere bestehen aus vielen unterschiedlichen Stoffen. Normalerweise ist ein Haus für lange Zeit gebaut. Es dient dazu, dass die Menschen gegen das Wetter und andere Menschen oder gegen Tiere geschützt sind.<eop>Es gibt Häuser mit mehreren Räumen oder sogar mehreren Wohnungen darin. Zu einer Wohnung gehören Räume zum Wohnen, aber oft auch eine Küche, eine Toilette und ein Badezimmer.<eop>Häuser sind oft frei stehend, so dass zwischen ihnen und anderen Häusern zumindest eine Lücke besteht. Reihenhäuser stehen hingegen direkt nebeneinander oder sind eigentlich ein einziges großes Gebäude. Die Wohnungen haben eigene Eingänge, oder man kommt über einen Flur dorthin. Zum Haus kann ein Garten gehören. In vielen Ländern, vor allem den ärmeren, ist es normal, dass auch Tiere dazugehören, von denen man lebt. <eop>Es gibt verschiedene Arten von Häusern. Besonders hohe Häuser heißen Hochhäuser. Andere befinden sich im Fels oder auf dem Wasser. Solche nennt man dann Hausboot. <eop> "}, {"title": "Haut", "id": 134, "text": "Die Haut ist ein Organ des Körpers, sowohl bei Tieren als auch bei Menschen. Sie bedeckt die Außenseite des Körpers. Als Hülle schützt sie uns vor Verletzungen und vor Bakterien. Sie wiegt mehr als jedes andere Organ. Bei einem erwachsenen Menschen ist sie fast zwei Quadratmeter groß.<eop>Unsere Haut hat eine dünne Oberhaut, die auch Hornschicht oder Epidermis genannt wird. Sie besteht aus abgestorbenen Zellen. Darunter ist die Lederhaut, die Dermis. In der Dermis sind Nerven und Blutgefäße. Außerdem befinden sich dort die Wurzeln der Haare sowie die Drüsen für Schweiß und Talg. Der Talg sorgt dafür, dass die Haut nicht austrocknet.<eop>In der Haut sind kleine Farbstoffe, die Pigmente. Menschen mit dunkler Hautfarbe haben sehr viele Pigmente. Wenn die Sonne auf die Haut scheint, stellt sie mehr Pigmente her. Dadurch wird die Haut dunkler und besser gegen die Sonne geschützt. Hellhäutige Menschen hingegen bekommen leicht einen Sonnenbrand. Einzelne Menschen und Tiere haben gar keine Pigmente. Das nennt man Albinismus.<eop>"}, {"title": "Hecht", "id": 135, "text": "Der Hecht ist der größte und kräftigste Fisch im Süsswasser von Europa. Er ist ein Raubfisch mit lang gestrecktem Körper und einer Rückenflosse, die weit hinten sitzt. Der Hecht wird bis zu 1,50 Meter lang. Er hat einen langen Kopf und ein abgeflachtes Maul voller scharfer Zähne. Er kann bis zu 25 Kilogramm schwer werden. Der Bauch ist weißlich oder gelblich.  Der Hecht kommt in fast jedem Süßwasser vor, außer in kleinen Bächen. Er vermeidet starke Strömungen und sucht sich einen Ort, wo er bleiben und sich gut verstecken und auf Beute lauern kann.  Hechte stehen oft gut versteckt in Ufernähe und warten auf kleinere Fische wie Rotaugen, Rotfedern oder Barsche. Gute Fangplätze liegen im Schilf, in Seerosenfelder, unter Bootsstegen, in versunkenen Wurzeln oder unter überhängenden Bäumen. Hechte stoßen blitzschnell aus dem Hinterhalt zu.<eop>Wie vermehren sich Hechte? Hechtweibchen nennt man Rogner, die Männchen nennt man auch Milchner. Ab November belagern die Männchen die Reviere der Weibchen Die Männchen werden immer wilder und können sich gegenseitig stark verletzen. <eop>Die Eier nennt man Laich. Je schwerer das Weibchen, desto mehr Eier kann es tragen, nämlich über 40.000 je Kilogramm des eigenen Körpergewichts. Erst wenn das Weibchen seinen Laich aus dem Körper ausstößt, gibt das Männchen seine Samenzellen dazu. <eop>Nach etwa zwei bis vier Wochen schlüpfen die Larven aus. Sie ernähren sich am Anfang vom Dottersack. Das ist wie das Eigelb eines Hühnereis. Allerdings werden in dieser Zeit die allermeisten von anderen Fischen gefressen.<eop>Sobald die jungen Hechte etwa zwei Zentimeter lang sind, jagen sie kleinere Fischchen. Männchen werden mit etwa zwei Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit vier Jahren.<eop><eop>"}, {"title": "Helgoland", "id": 136, "text": "Helgoland ist eine deutsche Insel in der Nordsee. Sie ist weiter vom Festland entfernt als alle anderen deutschen Inseln, nämlich 40 Kilometer. Bis zum Jahr 1890 gehörte Helgoland zu Großbritannien und noch früher zu Dänemark.<eop>Die Insel Helgoland ist nicht einmal zwei Quadratkilometer groß. Ein Spaziergang rund um sie herum dauert deshalb nur etwa zwei Stunden. In der Nähe befindet sich eine noch kleinere Insel mit dem Namen Düne. Vor langer Zeit konnte man von Helgoland zu Fuß nach Düne gehen, denn die beiden Teile hingen zusammen. Ein großer Sturm hat im Jahr 1721 die Verbindung so flach geblasen, dass sie im Meer versank.<eop>Am Ende des Zweiten Weltkriegs mussten die 3.000 Einwohner 1945 die Insel verlassen. 1947 zündeten britische Soldaten Tausende von Bomben, um die Bunker zu zerstören. Mit einer kleineren Explosion wurden zuvor die Vögel verscheucht. Die Sprengung war halb so stark wie die erste Atombombe. Die Erschütterungen waren noch auf dem Festland zu spüren. Die Insel überstand aber die Sprengung. Allerdings wurde die Südspitze weggesprengt. Auch Teile der Steilküste stürzten ein und es gab viele Krater. Erst 1952 durften die Helgoländer wieder auf ihre Insel. <eop> Leben auf Helgoland Menschen? Auf Helgoland wohnen etwa 1000 Personen. Viel mehr Menschen kommen als Touristen dorthin, nämlich 300.000 pro Jahr. Die meisten fahren mit der Fähre vom Festland nach Helgoland, bleiben ein paar Stunden und nehmen dann das Boot zurück. Ungefähr 60.000 übernachten, manche mit dem Zelt auf Düne.<eop>Auf Helgoland wird es auch im Winter nicht so kalt wie auf dem Festland. Das ist bei vielen Inseln so, besonders wenn sie weit im Meer liegen. Zwar bläst ein kalter Wind, aber es liegt nur ganz selten Schnee. Die Luft ist sehr sauber. Autos dürfen auf Helgoland nicht fahren. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen. Die Polizei hat zum Beispiel ein Auto – ein einziges.<eop>An Helgoland ist besonders, dass hier sehr viele Arten von Vögeln leben. Den Strand der Insel Düne mögen nicht nur Urlauber, sondern auch Robben und Seehunde.<eop> "}, {"title": "Herbst", "id": 137, "text": "Der Herbst ist eine Jahreszeit. In Süddeutschland nennt man ihn auch Spätjahr, das Gegenteil zum Frühjahr oder Frühling. Der Herbst folgt auf den heißen Sommer. Nach dem Herbst kommt der kältere Winter. <eop>In der Natur ist der Herbst die Zeit, wenn die Blätter an den Bäumen sich verfärben. Das Wasser in den Bäumen zieht sich zurück in die Äste, den Stamm und die Wurzeln. Die Blätter werden auch steif und fallen von den meisten Bäumen ab.<eop>Für viele Produkte der Landwirtschaft ist der Herbst die Zeit der Ernte. Auf den Feldern ist der Mais reif und die späten Kartoffeln. Auch die Weintrauben und viele späte Apfelsorten sind im Herbst reif. Es gibt auch Gemüsesorten, die erst im Herbst reif sind, beispielsweise die Kürbisse. Vom Ernten kommt auch der deutsche Name dieser Jahreszeit: „Herbst“ ist verwandt mit einem lateinischen Wort für „pflücken“ und vom griechischen Wort für „Frucht“. Das englische Wort „harvest“, für Ernte, hört sich ganz ähnlich an.<eop>In vielen christlichen Ländern feiert man im Herbst daher das Erntedankfest. Dabei dankt man Gott dafür, dass man genügend Ernte und daher genügend zu essen hat. Dieser Brauch kommt noch aus der Zeit, als viele Menschen Bauern waren. Ein anderes Fest im Herbst ist Halloween.  Von wann bis wann dauert der Herbst? Für die Wetterforscher beginnt der Herbst auf der Nordhalbkugel am 1. September und dauert bis zum 30. November. Herbstmonate sind also der September, der Oktober und der November. <eop>Für die Astronomen jedoch beginnt der Herbst zur Tag-und-Nacht-Gleiche, wenn die Tage und Nächte also gleich lang sind. Das ist immer am 21. oder 22. September. Der Herbst endet bei der Wintersonnenwende, wenn die Tage am kürzesten sind. Das ist am 20. oder 21. Dezember, und damit beginnt dann der Winter.<eop><eop>"}, {"title": "Hessen", "id": 138, "text": "Hessen ist ein Bundesland in der Mitte Deutschlands. Das Land gibt es in seiner heutigen Form erst seit 1945. Vorher war die Gegend die meiste Zeit über in mehrere kleinere Fürstentümer aufgeteilt. Seine Hauptstadt ist Wiesbaden, größte Stadt ist aber Frankfurt am Main. In Hessen leben etwa sechs Millionen Menschen. <eop>Die Landschaft besteht vor allem aus kleineren Mittelgebirgen, wie dem Vogelsberg, dem Taunus, dem Spessart oder der Rhön. Nach Süden wird das Gelände flacher, vor allem in der Gegend am Rhein. Hier wohnen auch die meisten Einwohner Hessens. <eop>Dort wo der Main in den Rhein mündet, spricht man auch vom Rhein-Main-Gebiet. Es gilt als eine der reichsten Gegenden in Deutschland. Viele wichtige Firmen haben hier ihren Sitz, zum Beispiel die Autofabrik Opel oder das Chemie-Unternehmen Aventis. Auch Frankfurt am Main mit seinen vielen Banken gehört zum Rhein-Main-Gebiet. <eop>Der Norden von Hessen ist dagegen eher ländlich. Kassel war früher eine Stadt mit Residenz, dort lebte ein Kurfürst mit seinen Dienern. Heute findet dort eine berühmte Ausstellung für moderne Kunst statt, die „documenta“. Es gibt sie alle fünf Jahre, sie ist auf der ganzen Welt bekannt.<eop>"}, {"title": "Hexe", "id": 139, "text": "Als Hexe stellt man sich eine Frau vor, die besondere Kräfte hat. Diese Kräfte können gut oder böse sein. In einigen Ländern glaubt man noch heute an Hexen. Die Wissenschaft ist sich aber einig, dass es Zauberei und damit auch Hexen nicht gibt. Männliche Hexen nennt man Zauberer oder Hexer.<eop>Schon seit ältesten Zeiten glaubte man an Zauberei. Vor allem in den Jahrhunderten vor und nach dem Jahr 1500 wurden viele Hexen angeklagt. Sie mussten dann beweisen, keine Hexe zu sein. Viele wurden gefoltert, also so lange gequält, bis sie ihr „Verbrechen“ zugaben. <eop>Oft wurden die Beschuldigten danach getötet. Eine bekannte Art, Hexen zu töten, war das Verbrennen auf einem Holzhaufen. Dadurch sollte die Seele der Hexe gereinigt werden. Im Jahr 1775 wurde in Deutschland zum letzten Mal eine Hexe angeklagt. <eop> Warum wurden Hexen verfolgt? Vieles weiß man heute immer noch nicht alles über die Verfolgung der Hexen. Es ist unbekannt, wie viele Frauen verfolgt und getötet wurden. Außerdem rätselt man immer noch über die Gründe.<eop>So wurde behauptet: Männer haben mit der Hexenverfolgung Frauen unterdrückt, damit die Frauen keine Rechte hatten. Allerdings sind auch Männer der Zauberrei beschuldigt worden. Andere behaupteten: An der Verfolgung war vor allem die katholische Kirche schuld. Aber Hexen wurden auch und gerade in Ländern verfolgt, in denen man evangelisch war. Zudem ist der Glaube an Hexerei viel älter als das Christentum.<eop>Mal hat man junge, schöne Frauen verdächtigt, mal alte Frauen. Manchmal wurde eine Frau wohl verfolgt, weil jemand Streit mit ihr hatte. Oder aber ein großes Unglück war passiert, wie ein schweres Unwetter. Dann wollte man eine Schuldige haben. Eine Frau mit roten Haaren wurde verfolgt, weil sie anders aussah.<eop> Was für Hexen gibt es sonst noch? In Europa und anderen reichen Kontinenten glauben die meisten Menschen längst nicht mehr an Hexerei. Zum Beispiel in der Schweiz wurde im Jahr 1782 das letzte Mal eine Hexe verbrannt. Das fanden schon damals viele Menschen in Europa empörend. Anders ist es in Afrika: Dort glauben noch viele an Zauberei, mit der Hexen heilen können, aber auch schaden.<eop>Hexen kommen in vielen Märchen und Geschichten vor. So lockt beispielsweise im Märchen „Hänsel und Gretel” von den Brüdern Grimm eine menschenfressende Hexe zwei Kinder in ihr Knusperhäuschen. Hänsel und Gretel gelingt es aber, die Hexe zu überlisten und zu töten. Hexen gibt es auch in der Fantasy von heute, wie zum Beispiel bei „Harry Potter“.<eop>Manchmal wird auch heute noch eine böse Frau als Hexe bezeichnet. Damit meint man aber nicht, dass sie zaubern kann, es ist einfach nur eine Beleidigung. Es gibt aber auch einige wenige Frauen, die sich selbst Hexen nennen. Sie verehren die Natur und haben daraus so etwas wie eine Religion gemacht.<eop> "}, {"title": "Himalaya", "id": 140, "text": "Der Himalaya ist das höchste Gebirge der Welt. Es liegt in Asien zwischen Indien und China. Hier gibt es mehrere Berge, die mehr als 8000 Meter hoch sind, darunter auch der höchste Berg der Erde: Der Mount Everest ist 8848 Meter hoch. <eop>Wie die meisten Hochgebirge ist auch der Himalaya ein Faltengebirge. Er entstand, weil der indische Subkontinent schon seit langer Zeit mit ungeheurer Kraft gegen Asien drückt. Dabei wird die Erdkruste wie ein Tischtuch in Falten gelegt und nach oben gedrückt. Manchmal kommt es dabei auch zu schweren Erdbeben, wie vor einigen Jahren in Nepal. <eop>Wegen der großen Höhe ist es im Himalaya sehr kalt, der Boden ist meist felsig und zu großen Teilen das ganze Jahr von Eis und Schnee bedeckt. Die Berge wirken außerdem wie eine natürliche Barriere gegen den feuchten Monsunwind vom Indischen Ozean. Deshalb regnet es im Süden des Himalaya sehr viel, und es kommt dort oft zu Überschwemmungen. Auf der anderen Seite, im Hochland von Tibet ist es dagegen sehr trocken. <eop>Für die Einheimischen waren die Berge des Himalaya lange Zeit heilig und wurden so gut wie nie betreten. Seit dem 19. Jahrhundert kommen aber immer mehr Forscher und Abenteurer aus Europa und Nordamerika hierher, um die Gipfel zu erklettern. Das ist sehr gefährlich, und schon viele sind dabei ums Leben gekommen.  <eop> "}, {"title": "Hirsche", "id": 141, "text": "Hirsche bilden eine große Familie innerhalb der Säugetiere. Die Bedeutung des lateinischen Namens „Cervidae“ ist „Geweihträger“. Alle ausgewachsenen Hirsch-Männchen tragen also ein Geweih. Eine Ausnahme bildet das Rentier, da tragen auch die Weibchen ein Geweih. Alle Hirsche ernähren sich von Pflanzen, vorwiegend von Gras, Blättern, Moos und den jungen Trieben von Nadelbäumen.<eop>Es gibt über 50 Arten von Hirschen auf der Welt. Der Rothirsch, der Damhirsch, das Reh, das Rentier und der Elch gehören zu dieser Familie und kommen auch in Europa vor. Hirsche gibt es auch in Asien sowie in Nordamerika und in Südamerika. Sogar in Afrika gibt es eine einzige Hirsch-Art, das ist der Berberhirsch. Wer im deutschen Sprachraum den Hirsch erwähnt, meint meist den Rothirsch, aber eigentlich ist das nicht ganz richtig.<eop>Der größte und schwerste Hirsch ist der Elch. Der kleinste ist der Südpudu. Er lebt in den Bergen Südamerikas und ist etwa so groß wie ein kleiner oder mittlerer Hund. <eop> Wie geht das mit dem Geweih? Das Geweih ist so etwas wie das Markenzeichen der Hirsche. Geweihe bestehen aus Knochen und haben Verzweigungen. Man sollte sie nicht verwechseln mit Hörnern. Denn Hörner haben innen nur einen Zapfen aus Knochen und bestehen außen aus Horn, also aus abgestorbener Haut. Zudem haben Hörner keine Verzweigungen. Sie sind höchstens eher gerade oder etwas runder. Hörner bleiben ein Leben lang, wie bei Kühen, Ziegen, Schafen und vielen anderen Tieren. <eop>Junge Hirsche tragen noch kein Geweih, sie sind auch noch nicht reif um Junge zu machen. Die erwachsenen Hirsche verlieren ihr Geweih nach der Paarung. Seine Blutversorgung wird nämlich eingestellt. Es stirbt dann ab und wächst neu nach. Das kann sofort oder erst in einigen Wochen einsetzen. Auf jeden Fall muss es schnell gehen, denn in weniger als einem Jahr brauchen die Hirsch-Männchen das Geweih wieder für den Kampf um die besten Weibchen.<eop><eop>"}, {"title": "Holz", "id": 142, "text": "Bäume bestehen vor allem aus Holz. Es ist ein wichtiger Rohstoff, denn aus Holz kann man Häuser, Möbel und Kunstwerke bauen. Auch Papier wird heute aus Holz hergestellt. Außerdem wird Holz zum Beispiel in einem Kamin oder einem Ofen verbrannt, um eine Wohnung zu heizen.<eop>Bei jeder Baumart ist das Holz anders. Eichenholz und Buchenholz sind sehr hart. Daraus werden häufig teure Möbel gebaut. Für billigere Möbel verwendet man eher Tannen- oder Fichtenholz. Ahornholz eignet sich sehr gut den Bau von Musikinstrumenten oder Spielzeug. Das Holz der Linde hingegen ist weich, darum nimmt man es gern für die Bildhauerei.<eop>Wenn man einen Baumstamm aufsägt, entdeckt man auf dem Holz ein besonderes Muster. Es entsteht aus den Jahrringen. Im Sommer wachsen die Bäume schneller, das gibt eine dickere, helle Schicht. Im Winter wachsen die Baumstämme langsamer, das gibt eine dünnere, dunkle Schicht. Diese Muster auf einem Brett oder auf einem Balken nennt man „Maserung“ oder „Holzbild“ nennt. <eop>Viele alte Berufe haben mit Holz zu tun. Holzfäller fällen Bäume, Schreiner und Zimmerleute verarbeiten das Holz weiter. Köhler machen aus Holz Holzkohle. Allerdings werden viele dieser Arbeiten heute von Maschinen und in Fabriken erledigt.<eop><eop>"}, {"title": "Impfung", "id": 143, "text": "Eine Impfung sorgt dafür, dass man eine bestimmte Krankheit nicht bekommt. Bei einer Impfung wird ein sogenannter Impfstoff verwendet und meist in den Körper gespritzt. Geimpft werden kann man zum Beispiel gegen Masern, Mumps, Röteln, Tetanus, Windpocken, Keuchhusten und Kinderlähmung.<eop>Es gibt zwei Arten von Impfungen. Bei der aktiven Impfung besteht der Impfstoff aus schwachen oder toten Bakterien oder Viren oder aus Teilen dieser Krankheitsauslöser. Der Körper bildet darauf Abwehrstoffe, die vor der jeweiligen Krankheit schützen. Bei der passiven Impfung bekommt der Körper direkt diese Abwehrstoffe.<eop>Impfungen gegen bestimmte Krankheiten verhindern, dass die Krankheit bleibende Schäden auslöst. Dazu gehören bei Mumps Schwerhörigkeit oder bei Windpocken Narben im Gesicht. Nach einer Impfung hat man manchmal kurz Fieber oder Hautausschlag. Ganz selten wird man schwer krank. Impfungen gegen oft tödliche Krankheiten haben das Leben unzähliger Menschen gerettet. Aber gegen ein paar häufige und schwere Krankheiten wie Malaria oder AIDS gibt es noch keine erfolgreichen Impfungen.<eop> Wie läuft eine Impfung ab? Bei einer Impfung gegen Mumps beispielsweise werden Viren gespritzt, die so schwach sind, dass sie die Krankheit nicht mehr auslösen können. Der Körper erkennt aber auch diese „halbtoten“ Viren noch als Gefahr und versetzt seine Abwehr in Alarm. Dabei bildet er Abwehrstoffe, die er auch gegen „richtige“ Mumpsviren einsetzen könnte. Der Körper erlebt dann die Krankheit, aber nur ganz schwach. Er ist also nach einer Impfung gegen Mumps genauso geschützt dagegen, als hätte er die Krankheit wirklich gehabt. Das nennt man eine aktive Impfung, weil der Körper dabei selbst „etwas tun muss“, nämlich Abwehrstoffe bilden. <eop>Die passive Impfung hat besonders Bedeutung bei schweren Krankheiten wie Tollwut oder Wundstarrkrampf. Dabei enthält der Impfstoff Abwehrstoffe, die ein anderer Körper bereits gebildet hat. Diese Abwehrstoffe geben dem Patienten kurze Zeit einen Schutz gegen die Krankheit. Das nennt man eine „passive“ Impfung, weil der Körper dabei selbst „nichts tun muss“.<eop>"}, {"title": "Indischer Ozean", "id": 144, "text": "Der Indische Ozean ist das kleinste der drei Weltmeere. Er liegt zwischen Afrika im Westen, Asien im Norden und Australien im Osten. Nach Süden geht er in das Südpolarmeer über, das heute meist als Antarktischer Ozean bezeichnet wird. <eop>Benannt ist der Indische Ozean nach dem Land Indien. Es ragt wie ein Keil vom asiatischen Kontinent her in den Ozean hinein. Die größte Insel im Indischen Ozean ist Madagaskar vor der Küste Afrikas. Im Nordosten, zwischen Asien und Australien, liegen die Inseln von Indonesien. Sie trennen den Indischen vom Pazifischen Ozean. Dort gibt es besonders viele Vulkane und häufige Erdbeben. Ein besonders schweres Beben zu Weihnachten 2004 löste eine gewaltige Flutwelle aus. Dabei starben mehr als 200.000 Menschen. <eop>Schon vor dem Altertum reisten Menschen an den Küsten des Indischen Ozeans. Menschen aus Asien besiedelten Madagaskar. Seefahrer des Alten Ägyptens kamen bis in den Süden Afrikas, und auch Araber segelten nach Süden. Darum sind viele Menschen an der Ostküste Afrikas Muslime.<eop>Heute fahren viele Schiffe über den Indischen Ozean und verbinden damit Europa und Afrika mit Asien. Wichtig dazu ist der Sues-Kanal, den man vor 150 Jahren gebaut hat. Dadurch können Schiffe vom Mittelmeer ins Rote Meer fahren, das bereits zum Indischen Ozean gehört. Viele Inseln dieses Ozeans ziehen Touristen an, wie die Seychellen und Réunion. Allerdings ist der Ozean auch gefährlich: Vor allem an der Küste von Somalia überfallen Piraten Schiffe und verlangen Lösegeld.<eop> "}, {"title": "Industrie", "id": 145, "text": "Die Industrie gehört zur Wirtschaft. Das Wort kommt vom lateinischen Wort „industria“, das Betriebsamkeit oder Fleiß bedeutet. Gemeint ist damit, dass Dinge hergestellt oder weiterverarbeitet werden. In der Industrie macht man das aber nicht in kleinen Werkstätten von Handwerkern, sondern in großen Fabriken. Geräte erledigen vieles mechanisch oder gar mit Automaten.<eop>Um das Jahr 1800 begann in Europa langsam die Industrialisierung oder Industrielle Revolution. Davor wurden Dinge hauptsächlich von Handwerkern und nicht in Fabriken hergestellt. In Deutschland ging es damit erst nach 1850 richtig los. In den Fabriken konnte man vieles schneller und billiger herstellen als vorher. Statt Holz verbrannte man Kohle, die viel heißer brannte. Mit dieser Energie konnte man nun aus Eisen Stahl machen. <eop>Die Industrie machte vieles möglich und das Leben der meisten Menschen leichter. Viele zogen von Dörfern in die Stadt, wo sie Arbeit in den Fabriken fanden. Diese Arbeiter hatten es oft auch schwer, denn die Fabriken waren dreckig und staubig und sie mussten schwer arbeiten. Allerdings lebten sie immer noch besser als in der Landwirtschaft, wo es weniger Arbeit gab. Einige Denker und Arbeiter haben die sozialdemokratische Arbeiterbewegung gegründet, die allen Arbeitern helfen sollte. Manche wollten die ganze Gesellschaft verändern und träumten vom Kommunismus.<eop>In Europa, Nordamerika und Japan entstand viel Industrie. Man spricht deshalb von den Industrieländern. Heute gibt es viele Fabriken und Anlagen nicht mehr: Stattdessen wird viel in ärmeren Ländern hergestellt. Dort bekommen die Arbeiter weniger Geld. Aber in den Industrieländern wird immer noch hergestellt. Dank der neuesten Maschinen braucht man dafür weniger Menschen in den Fabriken.<eop>"}, {"title": "Insekten", "id": 146, "text": "Insekten sind kleine Tiere. Sie gehören zu den Gliederfüßern. Sie sind also nahe verwandt mit den Tausendfüßern, den Krebstieren und den Spinnentieren. Man vermutet, dass es etwa eine Million verschiedene Arten von Insekten gibt. Sie leben auf der ganzen Welt, nur nicht im Meer.<eop>Aus Sicht der Menschen sind viele Insekten schädlich. Sie fressen zum Beispiel Pflanzen, die in der Landwirtschaft angebaut werden. Oder sie übertragen Krankheiten wie zum Beispiel die Malaria. Andere Insekten aber fressen die schädlichen Insekten. Marienkäfer ernähren sich zum Beispiel von Blattläusen. Honigbienen sind Insekten, die sich Menschen sogar halten, um Honig von ihnen zu bekommen. Sie sind auch wichtig für die Bestäubung von Obstbäumen.<eop>Wie ist der Körper der Insekten aufgebaut? Der Körper eines Insekts hat drei Teile, die man auch Körperglieder nennt. Der mittlere ist die Brust, daran befinden sich drei Paare Beine. Insekten haben also sechs Beine, anders als die Spinnen mit ihren acht Beinen. Am Brustteil sind auch die Flügel der Insekten. Die anderen beiden Teile des Insektenkörpers sind der Kopf und der Hinterleib.<eop>Insekten haben Blut. Es füllt einen großen Sack, in dem die inneren Organe schwimmen. Im Rücken hat dieser „Blut-Sack“ eine Fortsetzung mit einem einfachen Herz, das sich rhythmisch zusammenzieht und entspannt. Die wichtigste Ader ist die Aorta, sie führt zum Kopf in das Gehirn. Auch die Beine, die Flügel und der Hinterleib werden so mit Blut versorgt.<eop>Insekten haben keine Lunge. Von der Oberfläche des Körpers führen winzige Kanäle ins Innere, die nennt man Tracheen. Sie verästeln sich wie die Zweige eines Baums. Dadurch gelangt der Sauerstoff in den Körper. Ein- und ausatmen können Insekten nicht aktiv. Die Luft bewegt sich nur durch Wind oder durch den Flügelschlag anderer Insekten.<eop>Zur Verdauung haben die Insekten einen Vorderdarm, einen Mitteldarm und einen Enddarm. Der Vorderdarm besteht aus dem Mund und der Speiseröhre. Im Mitteldarm wird die Nahrung verdaut und die brauchbaren Teile werden vom Körper aufgenommen. Im Enddarm wird die übrige Nahrung bereitgemacht und als Kot ausgeschieden.<eop>Insekten vermehren sich ganz ähnlich wie Vögel. Sie haben auch ganz ähnliche Geschlechtsorgane wie Vögel oder Säugetiere. Sie paaren sich, dann legt das Weibchen seine Eier. Aus einem Ei wird eine Larve. Daraus wird dann das erwachsene Tier. Bei den Schmetterlingen nennt man die Larve auch Raupe. Sie verwandelt sich erst noch in eine „Puppe“, aus der dann das erwachsene Tier schlüpft.<eop><eop>"}, {"title": "Internet", "id": 147, "text": "Das Internet ist ein großes Netz von Computern auf der ganzen Welt. Das Wort kommt aus dem Englischen: „net“ bedeutet „Netz“. Der Wortteil „Inter“ bedeutet „zwischen“. Würde man versuchen, alle Verbindungen von Computer zu Computer aufzumalen, könnte man kaum etwas erkennen. Etwa vier und eine halbe Milliarde Menschen auf der Welt nutzen das Internet.<eop>Das Internet ist um das Jahr 1970 entstanden. Damals gab es nur wenige Computer auf der Welt. Die meisten gehörten Universitäten in den USA und standen weit von einander entfernt. Computer waren sehr teuer, sie sollten nicht unbenutzt bleiben. Darum hat man sie über das Telefonnetz verbunden: Wenn ein Computer gerade wenig zu tun hatte, nahm er einem anderen Computer Arbeit ab.<eop>Später hatten immer mehr Menschen auf der Welt einen Computer. Ab 1990 konnte man sich auch als normaler Mensch einen Zugang zum Internet kaufen und „online gehen“. Damals entstand das „Word Wide Web“, das ist Englisch für „weltweites Gewebe“. Dieses WWW ist das bekannteste der Netze, die das Internet ausmachen. Dort findet man sogenannte Websites, einzelne „Orte“ im Netz. Die E-Mail läuft über ein weiteres Netz. Das Internet ist also eigentlich ein Netz von Netzen.<eop>"}, {"title": "Jahr", "id": 148, "text": "<eop>In unserer Zeitrechnung ist ein Jahr der Zeitraum, in dem die Erde einmal um die Sonne wandert. Denn das dauert etwa 365 Tage. Das sind etwas mehr als 52 Wochen und die wiederum verteilen sich auf 12 Monate. Den Jahreswechsel am 31. Dezember nennen wir Silvester. Der 1. Januar wird Neujahr genannt und ist ein Feiertag. <eop>Alle vier Jahre gibt es ein Schaltjahr. Dann hat das Jahr einen Tag mehr, also 366 Tage. In einem Schaltjahr gibt es zusätzlich den 29. Februar. Wir zählen die Jahre seit der Geburt von Jesus. Jesus könnte im Jahr 1 geboren sein, ein Jahr 0 hat es nie gegeben. Alles, was vorher passiert ist, bezeichnen wir als „vor Christus“, die Jahre danach „nach Christus”.<eop>Den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember nennen wir Kalenderjahr. Man muss ein Jahr nicht immer vom 1. Januar bis zum 31. Dezember rechnen. Es gibt zum Beispiel auch das Schuljahr oder das Lebensjahr. Jeder Mensch hat ein Mal im Jahr Geburtstag und beginnt damit sein neues Lebensjahr.<eop>Während eines Jahres gibt es vier Jahreszeiten, nämlich Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ein bekanntes Lied über das Jahr und seine Jahresuhr hat Rolf Zuckowski geschrieben. Damit können kleinere Kinder die Monate von Januar bis Dezember lernen.<eop>"}, {"title": "Jahrhundert", "id": 149, "text": "Ein Jahrhundert besteht aus genau 100 Jahren. Weil das eine so lange Zeit und eine „runde“ Zahl ist, kann man damit leicht die Geschichte einteilen. Unsere Zeitrechnung beginnt mit der Geburt von Jesus Christus im Jahr 1, auch wenn Jesus tatsächlich wohl früher geboren wurde. Das erste Jahrhundert dauerte dann vom Jahr 1 bis ins Jahr 100. Wir selbst leben jetzt im 21. Jahrhundert.<eop>Als man mit unserer Zeitrechnung begonnen hat, kannte man noch keine Null als Zahl. Darum ist das erste Jahr das Jahr 1. Das 21. Jahrhundert begann deshalb am 1. Januar 2001, auch wenn das viele Menschen auf der Welt bereits in der Nacht zum 1. Januar 2000 gefeiert haben. <eop>Wenn man vom „soundsovielten“ Jahrhundert spricht, muss man aufpassen: Das Jahr 1950 liegt nicht im 19. Jahrhundert, trotz der 19 am Anfang, sondern im 20. Jahrhundert. Man kann sich das so vorstellen: Ein Kind, das erst einige Tage alt ist, befindet sich schon im 1. Lebensjahr. Dies endet erst mit dem 1. Geburtstag, so wie das 21. Jahrhundert mit dem Jahr 2100 endet.<eop>Oft denkt man bei einem Jahrhundert an bestimmte Erfindungen und Entdeckungen aus dieser Zeit. Das 19. Jahrhundert nennt man zum Beispiel das Jahrhundert der Eisenbahnen und das 20. Jahrhundert das Jahrhundert, in dem sich das Auto durchgesetzt hat.<eop>Ein Jahrtausend umfasst 10 Jahrhunderte. Man sagt dem Jahrtausend auch Millenium. Das kommt aus dem Lateinischen. Das 1. Jahrtausend dauerte vom Jahr 1 bis zum Jahr 1000 nach Christus. Wir leben also heute bereits im 3. Jahrtausend. Jahrtausende gibt es auch in der Zeit vor Christus. Diesen Zeitbegriff braucht man oft, wenn man von Abschnitten in der Geschichte spricht, die bereits weit zurückliegen.<eop>Man spricht auch von Jahrhunderten vor Christus. Das erste dauerte vom Jahr 100 vor Christus bis zum Jahr 1 vor Christus.<eop>"}, {"title": "Johann Sebastian Bach", "id": 150, "text": "Johann Sebastian Bach war Musiker und Komponist. Auch heute noch ist er einer der wichtigsten Komponisten in der Geschichte der Musik. Seine Stücke für das Klavier, die Orgel, die Flöte, Gesang und das Orchester werden oft gespielt. Er wurde im Jahr 1685 in Eisenach in Thüringen geboren und steht für den Stil des Barock.<eop>Bach kam aus einer musikalischen Familie und lernte die Musik vom Vater und einem älteren Bruder. Das Komponieren, also Schreiben von Musikstücken, brachte er sich selbst bei. Mit 17 Jahren arbeitete er schon als Orgel-Spieler. <eop>Als er fast 40 war, wurde er Thomaskantor. Das heißt, er leitete den Chor der Thomaskirche in Leipzig in Sachsen. Die Kirche und ihre Thomasschule gibt es auch heute noch. Hier arbeitete Bach bis zu seinem Lebensende.<eop>Im Gegensatz zu seinen Söhnen Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emmanuel war Johann Sebastian Bach eher etwas für Musik-Kenner. Nach seinem Tod im Jahre 1750 wurde er bald vergessen. Auch in der Thomaskirche hat man seine Werke kaum noch gespielt. Es dauerte fast 100 Jahre, bis man Bachs Werke wiederentdeckte und schätzen lernte.<eop> Was für Musik machte Bach? Johann Sebastian Bach interessierte sich für allerlei Arten von Musik und hatte Respekt für andere Musiker. Mit Instrumenten kannte er sich gut aus. Er wusste auch von den Ideen, die hinter der Musik stecken. <eop>Besonders gut konnte Bach Orgel spielen. Wenn man ihm eine Melodie vorgesungen hat, konnte er sie sofort mit bis zu acht Stimmen auf der Orgel nachspielen. Ein berühmtes Stück Bachs ist „Das Wohltemperierte Klavier“, das zeigen soll, was man alles aus den Tasten herausholen kann. Noch berühmter sind die großen Werke für Orchester und Chöre: Das „Weihnachtsoratorium“ wird zu Weihnachten gespielt und erzählt von der Geburt von Jesus Christus.<eop>"}, {"title": "Judo", "id": 151, "text": "Judo ist eine Sportart, bei der man kämpft. Diese Kampfsportart kommt aus Japan. Sie wurde etwa 1882 erfunden: Ein Japaner hat mehrere alte Kampfstile zu einem neuen vereint. Einen Judo-Kämpfer nennt man Judoka. Judo bedeutet so viel wie „der sanfte Weg“, weil der Kämpfer nachgeben können muss.<eop>Mit Judo verbessert man seinen Körper, aber auch den Geist: Man soll besser denken und fühlen können. Der Judo-Kämpfer soll lernen, zu helfen und seinen Körper und seinen Geist gut zu verwenden. <eop>Bei einem Judo-Wettkampf geht es trotzdem darum, zu gewinnen: Man wirft oder drückt seinen Gegner auf den Boden. Anders als beim Karate wird nicht geschlagen. Das Wichtigste sind stattdessen gekonnte Griffe und die Art, wie man die Füße bewegt.<eop>"}, {"title": "Julius Cäsar", "id": 152, "text": "Julius Cäsar, auf Latein Gaius Iulius Caesar, war ein Politiker und Soldatenführer im Römischen Reich. Er lebte in den Jahren 100 vor Christus bis 44 vor Christus. Cäsar eroberte Gallien, also in etwa das heutige Frankreich, und viele andere Gebiete. Er versuchte, in Rom alles alleine entscheiden zu können. Darum haben ihn römische Politiker ermordet.<eop>Der Name „Cäsar“ war damals ein Beiname – was er genau bedeutete, weiß man nicht. Jedenfalls entstand daraus später unser Ausdruck „Kaiser“. Cäsar wuchs in Zeiten auf, als es in Rom schon viel Streit um die Macht gab. Es wurde oft Krieg im Reich geführt, und wenn ein Politiker das Reich verteidigte, brauchte er viele Soldaten. Damit wurde dieser Politiker selbst sehr mächtig.<eop>Übrigens hat Cäsar den Julianischen Kalender eingeführt. Dieser Kalender teilte das Jahr in zwölf Monate oder 365 Tage ein. Irgendwann hat der Kalender aber nicht mehr gestimmt. Darum hat ein Papst am Ende des 16. Jahrhunderts den Gregorianischen Kalender einführen lassen, der seither gilt. Der Name des Monats Juli erinnert noch heute an Cäsars Namen.<eop> Was hat Cäsar als Politiker gemacht? Cäsar schloss sich mit zwei anderen Politikern zusammen, die älter und viel reicher waren. Sie sorgten dafür, dass Cäsar eine mächtige Stellung bekam und im südlichen Gallien für Ordnung sorgen durfte. Das war damals nur ein kleiner Teil Galliens, der zu Rom gehörte. Zehn Jahre später hatte Cäsar den Rest erobert, angeblich nur zur Verteidigung. Cäsar plünderte aber das Land und machte viele Gallier zu Sklaven.<eop>Den anderen Politikern in Rom wurde Cäsar zu reich und stark. Sie beschlossen, dass Cäsar ohne seine Soldaten zurück nach Rom kommen sollte. Cäsar hatte aber Angst, dass man ihn dann vor Gericht stellen würde. Darum marschierte er mit seinen Soldaten in Rom ein.<eop>Seine Gegner flüchteten, und fünf Jahre lang gab es Bürgerkrieg zwischen ihnen und Cäsar. Währenddessen wurde er in Rom immer mächtiger. Es gab Gerüchte, dass er König werden wollte, was er aber empört von sich wies. Bevor Cäsar zu einem Feldzug gegen ein weiteres Land aufbrechen konnte, haben ihn einige Politiker erstochen. Sein Neffe Oktavian übernahm dann später Cäsars Macht und wurde als Kaiser Augustus bekannt. <eop> "}, {"title": "Jupiter", "id": 153, "text": "Der Jupiter ist der größte der acht Planeten unseres Sonnensystems. Ausgehend von der Sonne ist er der fünfte Planet. Benannt hat man ihn nach dem Göttervater der Römer. <eop>Der Jupiter ist völlig anders aufgebaut als die Erde. Er hat wahrscheinlich einen kleinen Kern aus felsigem Material. Darüber befindet sich flüssiger Wasserstoff und Helium. Und dann kommt eine dichte Gashülle. Deshalb wird er auch als ein Gasplanet bezeichnet. Kräftige Stürme mit Winden, die schneller als unsere schnellsten Flugzeuge wehen, wüten in der Atmosphäre um den gesamten Planeten herum. Dabei kommt es zu starken, riesig großen Wirbeln. <eop>So ganz klar ist jedoch noch nicht, woraus der Jupiter besteht und was auf ihm passiert. Der Jupiter hat wegen seiner Größe eine wichtige Funktion für die Erde. Wie ein kräftiger Magnet zieht seine Schwerkraft große Gesteinsbrocken, die im Weltraum herumfliegen, an und verhindert so, dass sie mit der Erde zusammenstoßen.<eop> Wie groß und schnell ist der Planet? Damit man eine Vorstellung von den Größen im Sonnensystem bekommt: Wäre die Sonne ein großer Gymnastikball, dann wäre der Jupiter ein großer Apfel, die Erde etwa eine Kirsche. Der „Jupiter-Apfel“ würde etwa mit 700 Metern Abstand um die „Gymnastikball-Sonne“ kreisen, die Erde mit etwa einem Fünftel von diesem Abstand.<eop>Während die Erde in einem Erdjahr einmal um die Sonne kreist, benötigt der Jupiter dafür fast zwölf Erdjahre. Das wäre dann ein „Jupiterjahr“. Dafür dreht er sich besonders schnell um seine eigene Achse, also um sich selbst. Die Erde benötigt dafür 24 Stunden, der Jupiter schafft es in knapp zehn Stunden.<eop> Was können wir von der Erde aus auf dem Jupiter sehen? Wenn man den Jupiter durch ein Teleskop sieht, beeindruckt der Planet mit seinen vier größten Monden um ihn herum und mit seinem „Großen Roten Fleck“. Dabei handelt es sich um einen Wirbel in der Atmosphäre des Jupiters, der doppelt so groß ist wie die Erde. Dieser Wirbel wurde schon vor über 300 Jahren gesehen und wütet also schon mindestens so lange auf dem Jupiter.<eop>Die vier größten Monde wurden vor über 400 Jahren von dem Astronomen Galileo Galilei entdeckt. Daher heißen sie die galileischen Monde. Heutzutage hat man schon über 60 Monde des Jupiters entdeckt.<eop> "}, {"title": "Kalender", "id": 154, "text": "Mit einem Kalender wird das Jahr in Tage, Wochen und Monate eingeteilt. Ein Jahr entspricht ungefähr der Länge eines Sonnenjahres, also einer Runde der Erde um die Sonne. Fast überall auf der Welt gilt der Gregorianische Kalender, auch in Kulturen, die zusätzlich einen eigenen Kalender verwenden. <eop>Den Gregorianischen Kalender gibt es seit dem 16. Jahrhundert. Er ist so ähnlich wie der Julianische Kalender, den Julius Cäsar vor gut 2000 Jahren im Jahr 45 vor Christus eingeführt hat. Die Römer haben schon damals das Jahr in 12 Monate eingeteilt. Mit dem Julianischen Kalender hatte das Jahr nun aber 365 Tage statt bisher 355. Die Monate waren jetzt auch so lang wie wir es heute kennen: elf Monate mit 30 oder 31 Tagen und der Februar mit 28 Tagen und alle vier Jahre im Schaltjahr mit 29 Tagen. Ein Schaltjahr wie 2016 hat deshalb auch 366 Tage.<eop>Nach Julius Cäsar ist seitdem der Monat Juli benannt, nach dem römischen Kaiser Augustus der Monat August. September heißt eigentlich so viel wie „siebter“, Oktober „achter“, November „neunter“ und Dezember „zehnter“ Monat. Die Bedeutung dieser „Zählmonate“ stimmt aber nicht mehr. Schon im Jahr 153 vor Christus haben die Römer den Jahresanfang vom 1. März auf den 1. Januar vorgezogen. Die übrigen Monate von Januar bis Juni haben ihre Namen vor allem von Göttern: der Januar zum Beispiel von Janus, dem römischen Gott für den Anfang und der März vom römischen Kriegsgott Mars.<eop>Kalender gibt es gedruckt oder elektronisch. Darin kann man Termine und Notizen festhalten. Gedruckte Kalender gibt es in der Größe von kleinen Notizbüchern bis hin zu Wandkalendern. Sie gelten meist nur für ein Jahr.<eop>"}, {"title": "Kanton", "id": 155, "text": "Die 26 Kantone der Schweiz sind so etwas ähnliches wie die Bundesländer in Deutschland und Österreich. Allerdings sind viele Kantone deutlich älter und bestehen schon seit dem Mittelalter. Die Kantone sind sehr unterschiedlich groß: Während im Kanton Zürich fast eineinhalb Millionen Menschen leben, sind es in Appenzell-Innerrhoden nur etwas mehr als 15.000. <eop>Trotzdem hat jeder Kanton eine eigene Verfassung, ein Parlament, eine Regierung und ein Gericht. Die Kantone sind für viele Aufgaben selber zuständig, insbesondere für die Polizei, die Schulen und für die Spitäler. Für andere Aufgaben ist die gesamte Schweiz zuständig, beispielsweise für die Eisenbahn, die Post, die Sicherung der Landesgrenze usw. Jeder Kanton kann zwei Ständeräte abordnen und so an der Gesetzgebung des Bundes teilnehmen. Dies geschieht unabhängig von der Größe und Einwohnerzahl der Kantone. <eop>In der Schweiz gibt es mehrere Sprachen, die der Staat verwendet, die Amtssprachen. Viele Kantone haben nur eine Amtssprache. In diesen Kantonen sprechen die allermeisten Einwohner eine bestimmte Sprache, wie zum Beispiel Deutsch. Auch Französisch ist in vielen Kantonen allein die Amtssprache. Im Kanton Tessin, ganz im Süden der Schweiz, ist Italienisch die Amtssprache. <eop>Manche Kantone haben aber mehrere Amtssprachen. Der Kanton Wallis beispielsweise ist zweisprachig, auf Französisch heißt er Valais, sprich: Walä. Ein Einwohner des Wallis kann sich also aussuchen, ob er im Rathaus auf Deutsch oder Französisch mit den Beamten reden will. Der Kanton Graubünden ist der einzige mit drei Amtssprachen: Deutsch, Italienisch und Rätoromanisch. Das letztere ist eine kleine romanische Sprache, die es nur in der Schweiz gibt. Sie ist vom Aussterben bedroht.<eop>Nebst der Schweiz gibt noch in anderen Ländern Kantone. Luxemburg ist in zwölf Kantone unterteilt. Die meisten leben in den Kantonen Luxemburg und Esch an der Alzette. In Frankreich ist ein Kanton das nächstgrößere nach einer Gemeinde, aber noch kleiner als eine Region. Auch einige Staaten in Südamerika verwenden diese Begriff für Teile ihrer Länder. "}, {"title": "Kartoffel", "id": 156, "text": "Die Kartoffel ist eine Pflanze, die entfernt mit Tomate, Paprika und Tabak verwandt ist. Man nennt die Kartoffel in einigen Gegenden auch Erdapfel. Das Wort Kartoffel geht auf einen lateinischen Ausdruck zurück, der Erdknolle bedeutet.<eop>Die eigentliche Pflanze ist grün und leicht giftig. Auch die Früchte kann man nicht essen. Was man isst, das sind Knollen, die im Erdboden wachsen. Die Knolle besteht vor allem aus Wasser und Stärke. Stärke gehört zu den Kohlenhydraten wie Zucker oder viele Teile des Getreides.<eop>Die Kartoffel stammt aus den Anden, einem Gebirge in Südamerika. Schon die Inka haben sie angebaut. Später haben spanische Entdecker die Pflanze kennengelernt. Um das Jahr 1570 scheint sie zum ersten Mal nach Spanien gekommen zu sein. Mit der Zeit baute man sie auch in anderen Ländern Europas und der Welt an. Es gibt viele Geschichten, wer genau die Kartoffeln nach Europa gebracht hat. Tatsächlich weiß man es nicht.<eop>Viele Menschen hatten dank der Kartoffel genug zu essen. Als aber die Kartoffelpflanzen krank wurden, zum Beispiel um das Jahr 1850 in Irland, verhungerten viele. Heute bebauen die Menschen auf der Welt große Landflächen mit Kartoffeln, vor allem in Europa und Asien. In diese Flächen würde Österreich zweimal hineinpassen. Ein Deutscher isst im Jahr durchschnittlich etwa 50 Kilogramm Kartoffeln, also etwa jede Woche ein Kilogramm.<eop>Kartoffeln kann man höchstens über einen Winter aufbewahren. Später werden sie faul. Man kann mit ihnen also keine Vorräte anlegen wie mit Getreide. Kartoffeln werden erst gekocht, bevor man sie isst. Oft werden aber gar nicht die gekochten Kartoffeln gegessen. Die Industrie verarbeitet Kartoffeln zu Pommes frites, Chips oder anderen Produkten.<eop><eop>"}, {"title": "Katzen", "id": 157, "text": "<br /> 2. Zeile von links: Löwe und Luchs <br /> 3. Zeile von links: Puma und Schneeleopard <br /> 4. Zeile von links: Sibirischer Tiger und Hauskatze  Katzen sind eine Familie der Raubtiere und gehören somit zu den Säugetieren. Es gibt sie auf allen Kontinenten außer in Ozeanien und in der Antarktis. Sie fressen fast nur Fleisch. Es gibt von ihnen viele verschiedene Arten, die sehr unterschiedlich aussehen. In der Natur leben bei uns nur Wildkatzen und Luchse.<eop>Wenn man bei uns von einer Katze spricht, meint man oft die Hauskatze. Tatsächlich sind alle Katzen unserer Hauskatze ähnlich. Die Hauskatze wurde jedoch besonders gezüchtet und ist mehr oder weniger zahm.<eop>Was ist typisch für Katzen? Alle Katzen sehen ähnlich aus und verhalten sich auch ähnlich. Ihr Körper ist geschmeidig, das Fell ist weich mit kurzen Haaren. Der Kopf ist eher klein im Verhältnis zum Körper. Die Augen sind aber im Vergleich zum Kopf eher groß. Die Pupillen bilden einen schmalen Schlitz, der sich in der Dunkelheit weit öffnet. Deshalb können Katzen auch bei wenig Licht noch gut sehen. Die Tasthaare an der Schnauze helfen ihnen dabei zusätzlich.<eop>Katzen hören sehr gut. Ihre Ohren stehen aufrecht und laufen spitz zu. Sie können ihre Ohren drehen und so in eine bestimmte Richtung hören. Katzen haben einen guten Geschmackssinn, sie schmecken also sehr gut mit der Zunge, sie riechen aber nicht so gut mit der Nase. <eop>Katzen haben sehr kräftige Zähne. Vor allem mit den Eckzähnen können sie ihre Beute gut packen und töten. Auch mit den Krallen halten sie ein Beutetier fest. Katzen haben an den Vorderpfoten je fünf Zehen mit Krallen, an den Hinterpfoten je vier. <eop>Katzen sind meist Einzelgänger. Männchen treffen ein Weibchen nur, um sich zu paaren und um Junge zu machen. Nur die Löwen leben in Rudeln. Auch die Hauskatzen kann man gut in Gruppen von Weibchen halten.<eop>Wie lassen sich Katzen einteilen? Es gibt drei Unterfamilien der Katzen: die ausgestorbenen Säbelzahnkatzen, die Großkatzen und die Kleinkatzen. Sie Säbelzahnkatzen sind schon während der Steinzeit ausgestorben.<eop>Zu den Großkatzen gehören der Tiger, der Jaguar, der Löwe, der Leopard, der Schneeleopard und der Nebelparder. Der Fachmann erkennt die Großkatzen nicht nur an der Körpergröße, denn das stimmt nicht immer ganz. Ein wesentlicher Unterschied ist der Knochen unter der Zunge, den man „Zungenbein“ nennt. Auch in den Genen sind die Großkatzen anders.<eop>Zu den Kleinkatzen gehören der Gepard, die Pumas, die Luchse, der Karakal und die „Echten Katzen“. Die Echten Katzen bilden eine eigene Gattung. Von ihnen stammt unsere Hauskatze ab.<eop>"}, {"title": "Kaugummi", "id": 158, "text": "Kaugummi ist eine weiche Masse, die wir mehrere Stunden kauen können, ohne dass sie zerfällt. Die meisten Kaugummis sind süß, es gibt aber auch die Geschmacksrichtungen Sauer oder Scharf. Das hängt von den Aromastoffen ab, die im Kaugummi enthalten sind. Sie sorgen für den lang anhaltenden Geschmack.<eop>Als Grundstoff werden heute vor allem Kunststoffe benutzt. Früher waren es Baumharze wie zum Beispiel Fichtenharz. Bis heute werden auch Kaugummis aus Kautschuk hergestellt, der wiederum aus dem Milchsaft des Kautschukbaums gewonnen wird und vor allem in Autoreifen enthalten ist. Wenn Kaugummi keinen Süßstoff enthält, also keine künstlichen Süßmittel, dann besteht er oft mindestens zur Hälfte aus Zucker. Weitere Zutaten sind zum Beispiel Mittel, die ein Kaugummi feucht halten, sauer machen oder ihm eine Farbe geben.<eop>Wenn man kaut, erhält das Gehirn mehr Blut und Sauerstoff. Zusätzlich wird das Gehirn angeregt und „wach gehalten“, weil sich im Mund ein dichtes Netz von Nerven befindet, die mit dem Gehirn verbunden sind. Kaugummi kann aber auch entspannen. Wenn man häufig oder lange Kaugummi kaut, kann es durch die verschluckte Luft zu Blähungen im Bauch kommen, außerdem kann der Zucker die Zähne schädigen. Ein verschlucktes Kaugummi ist in den allermeisten Fällen ungefährlich. Es verklebt nicht etwa den Magen, sondern wird wieder ausgeschieden.<eop>Schon in der Steinzeit haben Menschen bestimmte Baumharze gekaut. Die erste Kaugummi-Fabrik gab es vor gut 150 Jahren. Am Anfang wurden Kugeln verkauft, die gar keinen Geschmack hatten. Später wurden Kaugummis auch in Streifen und mit Aromastoffen und Zucker angeboten.<eop>"}, {"title": "Kiel", "id": 159, "text": "Kiel ist die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein. Die Stadt liegt an der Kieler Förde, das ist ein Teil der Ostsee, der weit ins Land hineinreicht. In Kiel leben etwa 240.000 Menschen. Damit gehört Kiel zu den 30 größten Städten Deutschlands.<eop>Kiel wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Damals lag ein wenig nördlich von der Kieler Förde schon die Grenze zu Dänemark. Darum wurde die Stadt als nördlichste Hafenstadt im Heiligen Römischen Reich gegründet. Sie gehörte zum Fürstentum Holstein, dem südlichen Teil des heutigen Schleswig-Holstein. <eop>Kiel wurde bald Mitglied der Hanse, einem Handelsbund, der über die gesamte Ostsee reichte. Der Handel lief aber nicht so gut wie in nahe gelegenen Hansestädten wie Lübeck oder Hamburg. So schied Kiel im 16. Jahrhundert wieder aus der Hanse aus. In der Neuzeit gehörte Kiel dann auch einige Zeit zu Dänemark. Seit dem Jahr 1900 ist Kiel eine Großstadt mit über 100.000 Einwohnern.<eop>Heute ist Kiel die nördlichste Großstadt Deutschlands. Der Kieler Hafen ist ein wichtiger Stützpunkt der deutschen Marine. Das ist der Teil der Armee, der auf dem Meer für Sicherheit sorgt. Außerdem ist Kiel durch den Nord-Ostsee-Kanal, der hier in die Ostsee mündet, auch für Handelsschiffe wichtig.<eop>Kiel hat außerdem eine Universität und mehrere Hochschulen und einen erfolgreichen Handballverein. Einmal im Jahr findet hier die Kieler Woche statt: Dieser internationale Wettbewerb für Segler zieht auch viele Besucher an.<eop> "}, {"title": "Kind", "id": 160, "text": "Ein Kind ist ein junger Mensch. Gemeint sind Jungen und Mädchen von der Geburt bis zur Pubertät. Die Pubertät beginnt etwa mit 13 oder 14 Jahren, manchmal auch früher. Dann wird der Körper des Menschen erwachsen und man ist ein Jugendlicher.<eop>Nach deutschen und weltweiten Gesetzen stehen Kinder unter einem besonderen Schutz, weil sie noch so jung sind. Darin ist festgelegt, dass das Wohlergehen jedes Kindes gesichert sein soll. Außerdem haben sich viele Länder der Welt auf Kinderrechte geeinigt. Vieles dürfen Kinder trotzdem nicht selbst entscheiden. Wenn ein Kind zum Beispiel etwas einkauft, dann darf es das nur, weil die Eltern es erlauben. <eop>Mit ungefähr drei Jahren gehen Kinder in den Kindergarten. Danach besteht in Deutschland und anderen Ländern für sie Schulpflicht, sie müssen also zur Schule gehen. Etwa mit sechs Jahren beginnt die Grundschule. <eop>"}, {"title": "Kinderrechte", "id": 161, "text": "Jedes Kind hat Rechte. Kinderrechte sind vor allem zum Schutz der Kinder. Sie sollen vor Gewalt geschützt werden. Außerdem sollen Kinder auf eine geeignete Weise mitbestimmen können. Der 20. November ist der Tag der Kinderrechte, oder auch Weltkindertag. In Deutschland gibt es auch den 1. Juni als Tag des Kindes und den 20. September als Kindertag. <eop>Seit 1989 gibt es eine Vereinbarung über Kinderrechte, die von den meisten Ländern angenommen wurde. Sie heißt Kinderrechtskonvention und kommt von den Vereinten Nationen. Dadurch sollen Kinder diese Rechte haben, bis sie 18 Jahre alt sind. In den Ländern sollen die Gesetze die Kinderrechte beachten. <eop>Alle Kinder haben die gleichen Rechte, egal wie alt sie sind, woher sie kommen oder ob sie Mädchen oder Junge sind. Jedes Kind hat das Recht, Hilfe zu holen. Das nennt man auch das Recht auf Schutz und Fürsorge. Schutz bedeutet, dass niemand über den Körper eines anderen Menschen bestimmen kann. So darf auch niemand ein Kind anfassen, wenn das Kind es nicht möchte. <eop>Kinder haben das Recht mitzureden, wenn es um eine Entscheidung geht, die sie betrifft. Jedes Kind hat das Recht, angehört zu werden und seine Meinung zu vertreten. Wenn zehn Kinder beisammen sind, kann es sein, dass es bei einer Entscheidung sechs gegen vier steht. Da gilt dann das Mehrheitsrecht. Es gibt zum Beispiel Kinderkrippen, wo die Kinder mitentscheiden können, ob ein neuer Betreuer eingestellt wird oder nicht.<eop>"}, {"title": "Klexikon", "id": 162, "text": " Das Klexikon ist ein Kinderlexikon. Dieses Lexikon besteht seit dem Jahr 2014. Das Vorbild dafür war die Wikipedia: Man findet es kostenlos im Internet und kann etwas nachschlagen, also sich über Themen informieren. Auf jeder Seite befindet sich ein Artikel über ein Thema, zum Beispiel „Elefanten“, „Römisches Reich“ oder „Konrad Adenauer“.<eop>Die Bilder und Texte stammen von ehrenamtlichen Helfern. Die Mitmacher schreiben und bearbeiten also in ihrer Freizeit. Kinder machen nur ausnahmsweise mit, zum Beispiel in einer Schulklasse mit dem Lehrer oder der Lehrerin. <eop>Das Mitmachen ist gar nicht so einfach, da man sich an Regeln halten muss. Zum Beispiel sollen die Artikel nicht zu kurz und nicht zu lang sein. Die Texte müssen so geschrieben sein, dass Kinder sie gut verstehen können. Darum darf man keine zu schwierigen Wörter verwenden, und die Sätze sollen nicht zu lang sein.<eop>Dabei ist es erwünscht, dass die Mitmacher untereinander diskutieren, sich austauschen und sich Tipps und Ratschläge geben. Eine wichtige Regel ist, dass alle freundlich miteinander umgehen, damit jeder Mitmacher Freude an der Mitarbeit haben kann.<eop>Das Klexikon hat mehrere Preise gewonnen. Ein Beispiel ist der OER Award, ein Preis für etwas im Internet, das man in der Schule gebrauchen kann. Man findet das Klexikon auch über die großen Suchmaschinen für Kinder, wie die „Blinde Kuh“.<eop>"}, {"title": "Knochen", "id": 163, "text": "Knochen sind harte Teile des Körpers, die ihn stützen. Sie bilden auch eine Schutzschicht: Der Schädel für das Gehirn, die Rippen für den Brustraum. Alle zusammen bilden das Skelett. <eop>Tiere und Menschen haben nicht immer die gleichen Arten von Knochen. Vögel zum Beispiel haben mit Luft gefüllte Röhrenknochen, damit sie leichter sind und gut fliegen können. Die Knochen der Fische nennt man Gräten.<eop>Aus welchen Teilen bestehen Knochen? Knochen bestehen vor allem aus Knochengewebe, dem Knochenmark und der Knochenhaut. Das Knochengewebe besteht einerseits aus harten Teilen, welche ihm die Stabilität geben. Das sind Mineralstoffe mit viel Kalk. Andererseits enthält der Knochen weiche Teile aus Eiweißstoffen, die geben ihm die Elastizität. Man nennt diese Teile auch Knochenleim. <eop>Knochen wachsen mit dem Körper mit, denn es sind lebende Organe. Sie verändern sich aber auch: Kinderknochen enthalten viel Knochenleim, deshalb sind sie so weich und elastisch. Knochen von älteren Menschen enthalten mehr Mineralstoffe. Sie brechen deshalb leichter. <eop>Jeder Knochen ist von einer dünnen Knochenhaut überzogen. Die Knochenhaut ist sehr empfindlich auf Schmerzen. Das merkt man, wenn man sich beispielsweise das Schienbein anschlägt.<eop>Im Inneren des Knochens befindet sich das Knochenmark. Im Knochenmark wird das Blut neu gebildet und laufend ersetzt. Deshalb befinden sich in den Knochen viele Adern.<eop><eop>"}, {"title": "Koala", "id": 164, "text": "Der Koala ist eine Säugetier-Art, das in Australien lebt. Er sieht aus wie ein kleiner Bär, in Wirklichkeit gehört er aber zu den Beuteltieren. Der Koala ist eng verwandt mit den Kängurus. Diese beiden Tiere sind die wichtigsten Symbole Australiens.<eop>Das Fell eines Koalas ist bräunlich-grau oder silbergrau. In der freien Natur werden sie etwa 20 Jahre alt. Koalas schlafen sehr lang: 16-20 Stunden täglich. Wach sind sie in der Nacht.<eop>Koalas können mit ihren scharfen Klauen gut klettern. Tatsächlich leben sie meistens auch auf Bäumen. Dort fressen sie Blätter und andere Teile von bestimmten Eukalyptus-Bäumen. Täglich nehmen sie etwa 200-400 Gramm davon zu sich. Koalas trinken fast nie etwas, weil die Blätter für sie genügend Wasser enthalten.<eop>Wie vermehren sich Koalas? Koalas sind mit 2-4 Jahren geschlechtsreif. Zur Zeit der Paarung hat die Mutter meist noch ein größeres Jungtier bei sich. Dieses lebt dann allerdings schon außerhalb seines Beutels.<eop>Die Schwangerschaft dauert nur fünf Wochen. Das Jungtier ist bei der Geburt nur etwa zwei Zentimeter lang und einige Gramm schwer. Trotzdem krabbelt es schon selber in seinen Beutel, den die Mutter am Bauch trägt. Dort drin findet es auch die Zitzen, aus denen es Milch trinken kann.<eop>Mit etwa fünf Monaten guckt es zum ersten Mal aus dem Beutel. Später kriecht es dort heraus und frisst die Blätter, die ihm die Mutter reicht. Es trinkt aber immer noch Milch, bis es etwa einjährig ist. Die Zitze der Mutter ragt dann aus dem Beutel heraus, und das Jungtier kriecht nicht mehr in den Beutel hinein. Die Mutter lässt es dann auch nicht mehr auf ihrem Rücken reiten.<eop>Wenn die Mutter wieder schwanger wird, kann das ältere Junge noch bei ihr bleiben. Mit etwa eineinhalb Jahren scheucht es die Mutter jedoch davon. Falls die Mutter nicht schwanger wird, bleibt ein Jungtier auch mal bis zu drei Jahre lang bei seiner Mutter.<eop>Sind Koalas gefährdet? Die Fressfeinde der Koalas sind Eulen, Adler und die Python-Schlange. Aber auch die Echsen-Art der Warane und eine bestimmte Art von Wölfen, die Dingos, fressen gerne Koalas.<eop>Am meisten gefährdet sind sie jedoch, weil der Mensch ihre Wälder abholzt. Dann müssen die Koalas fliehen und finden oft kein Gebiet mehr. Wenn die Wälder sogar abgebrannt werden, dann sterben viele Koalas auf einmal.<eop>Es gibt noch etwa 50.000 Koalas auf der Erde. Sie werden zwar weniger, trotzdem sind Koalas noch nicht vom Aussterben bedroht. Die Bevölkerung wehrt sich immer stark, wenn Koalas getötet werden.<eop>"}, {"title": "Kohle", "id": 165, "text": "Kohle ist ein schwarzbraunes, brennbares Gestein und ein wichtiger Rohstoff. Man braucht sie vor allem zum Heizen und um Strom zu erzeugen. Außerdem kann man aus Kohle viele andere Dinge herstellen, zum Beispiel Farben oder Kunststoffe. Früher hat man auch Maschinen oder Lokomotiven angetrieben, indem man Kohlen in ihnen verbrannt hat.<eop>Kohle entsteht, wenn Pflanzen absterben und dann im Moor versinken oder von Erde bedeckt werden. Auf diese Weise kann keine Luft mehr heran. Mit der Zeit kommen neue Schichten von Erde darüber. Sie sind sehr schwer und drücken auf die Pflanzenreste darunter. So entsteht erst Torf und später Kohle.<eop>Das alles dauert aber sehr lange. Braunkohle ist etwa 20 bis 60 Millionen Jahre alt und liegt oft nur wenige Meter unter der Erde. Sie wird deshalb meist im „Tagebau“, das heißt in einer offenen Grube, aus der Erde gegraben. Solche Tagebaue gibt es heute in Deutschland vor allem zwischen Köln und Aachen, aber auch in Sachsen und im Süden von Brandenburg. <eop>Wenn die Kohle noch länger im Boden liegt, etwa 250 bis 300 Millionen Jahre, ist sie noch weiter zusammengedrückt und deshalb auch härter und dunkler. Sie wird Steinkohle genannt und liegt meist mehrere hundert Meter tief im Boden. Um sie heraus zu holen, muss man tiefe Schächte in die Erde bohren und dann in unterirdischen Tunneln graben. Diese Art von Bergwerken gab es früher besonders im Ruhrgebiet oder auch im Saarland.<eop> Ist Holzkohle auch Kohle? Zum Grillen verwendet man meist Holzkohle. Die wird nicht aus der Erde geholt, sondern aus Holz hergestellt. Die Leute die das können, nennt man Köhler.<eop>Für Holzkohle stapelt man Holzstücke auf einen Haufen. Darüber kommt Erde. Dann zündet man den Haufen von unten her an. Die Erde führt dazu, dass nur wenig Luft an das Holz herankommt. Dadurch verbrennt das Holz nicht, sondern wird nur sehr stark getrocknet und „verkohlt“. Diese Art Kohle zu machen ist schon sehr alt. <eop>"}, {"title": "Köln", "id": 166, "text": "Köln ist eine Stadt am Rhein und liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Sie hat etwa eine Million Einwohner und ist damit die größte Stadt Nordrhein-Westfalens und die viertgrößte Stadt Deutschlands. Köln ist bekannt für seinen Karneval und sein Wahrzeichen, den Kölner Dom: Diese Kirche ist eine der größten in Europa.<eop>Ursprünglich war Köln eine römische Siedlung. Rund um 50 vor Christus wurde sie von römischen Soldaten unter Führung des Feldherrn Marcus Vipsanius Agrippa und dem germanischen Volksstamm der Ubier unter dem Namen „Oppidum Ubiorum“ gegründet. Ab dem Jahr 50 nach Christus durfte die Siedlung sich Stadt nennen und bekam den Namen „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“. Ab dann war Köln auch die Hauptstadt der römischen Provinz Germanien.<eop>Im Lauf der Zeit wurde Köln immer größer, sodass die Stadtbefestigungen mehrmals erweitert werden mussten. Das kann man auch heute noch auf dem Stadtplan an dem ringförmigen Straßenmuster erkennen. Im Mittelalter wurde Köln von einem Erzbischof regiert, der nicht nur über andere Bischöfe bestimmen, sondern seit 1356 auch den deutschen König mitwählen durfte. Im 19. Jahrhunderts gehörte Köln eine Zeitlang zu Frankreich, wurde dann Teil des Königreichs Preußen und noch später dann Teil des Deutschen Kaiserreiches.<eop>Heute leben in Köln viele Menschen, die aus anderen Ländern hierher gezogen sind. Es gibt große Fabriken, in denen zum Beispiel Autos und Maschinen gebaut werden, aber auch mehrere Fernseh- und Radiosender, Filmstudios, Zeitungsverlage und eine Universität. Auf dem Rhein werden bis heute viele Waren transportiert, aber auch viele Schiffe mit Besuchern. Gelegentlich kommt es zu Hochwasser.<eop>Vieles aus Köln kennen die Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen oder ganz Deutschland. Das liegt unter anderem am Westdeutschen Rundfunk und an RTL. Man weiß, dass der Dialekt Kölsch heißt. Und man kennt Figuren wie Tünnes und Schäl, das Hänneschen-Theater, die Musikgruppe Bläck Föss oder auch das Millowitsch-Theater.<eop> "}, {"title": "Kolosseum", "id": 167, "text": "Das Kolosseum ist ein Stadion in Rom. Es stammt aus dem Altertum und war das größte geschlossene Bauwerk des Römischen Reiches. Weil es so alt ist und auch nach heutigem Maß noch groß ist, gehört es zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Rom. <eop>Der römische Kaiser Vespasian ließ das Kolosseum im ersten Jahrhundert nach Christus bauen. Im Jahr 80 nach Christus war es fertig, das erlebte der Kaiser aber nicht mehr. Das Kolosseum hat seinen Namen von einer Koloss-Statue, die davor gestanden haben soll. Ein Koloss ist ein großer Mann. Ursprünglich war es eine Statue von Kaiser Nero, der kurz zuvor herrschte. Später diente sie der Verehrung des Sonnengottes.<eop>Die Römer nannten das Kolosseum häufiger „Amphitheatrum Flavium“ oder „Amphitheatrum Novum“. Das heißt Flavius-Amphitheater oder Neues Amphitheater. Amphitheater war das Wort der Römer für runde Spielstätten, die wir heute Stadion nennen. <eop>Im Kolosseum hatten bis zu 50.000 Menschen Platz. Im Altertum wurden dort vor allem Kämpfe ausgetragen, bei denen es um Leben und Tod ging. Zum Beispiel griffen Menschen mit Schwertern einander an. Wilde Tiere wie Löwen, Panther und Elefanten kämpften gegen andere wilde Tiere oder gegen Menschen. Die Spiele gingen oft viele Tage lang. Römische Kaiser richteten sie zu bestimmten Festen aus, um sich beim Volk beliebt zu machen. Die Zuschauer saßen auf einfachen Stufen und gelangten über 80 Eingänge in den Innenraum. Bei heißem Wetter sollen sogar große Segel aus Stoff aufgespannt worden sein, die die Zuschauer vor der Sonne schützten.<eop>"}, {"title": "Kontinent", "id": 168, "text": "Ein Kontinent oder Erdteil ist eine sehr große, zusammenhängende Landfläche. Nach der Größe geordnet sind es Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, die Antarktis, Europa und Australien zusammen mit Ozeanien, also sieben Kontinente.<eop>Die meisten Kontinente sind durch Ozeane klar voneinander getrennt. Eine Ausnahme bilden Europa und Asien, weil dazwischen kein Meer liegt. Zwischen Westen und Osten gilt das Gebirge des Ural als Grenze. Zwischen Norden und Süden, also zwischen dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer gibt es verschiedene mögliche Grenzen. Europa und Asien nennt man deshalb oft auch „Eurasien“. <eop>Asien, Europa und Afrika nennt man die „Alte Welt“, schon im Altertum reiste man zwischen Europa, Asien und Afrika hin und her. Die „Neue Welt“ entdeckten die Europäer erst zu Beginn der Neuzeit. Die Neue Welt bestand aus Nordamerika und Südamerika. Diese beiden kann man auch als einen großen Doppelkontinent sehen, also Amerika. Australien gehörte nicht zur Neuen Welt. Die Entdeckung Australiens folgte mindestens 100 Jahre später.<eop>Wenn man Europa und Asien als Eurasien und Amerika als einen Doppelkontinent ansieht, dann kommt man zusammen mit Afrika, der Antarktis und Australien nur auf fünf Kontinente. Ansonsten zählt man bis zu sieben Kontinente. Ozeanien ist kein richtiger Kontinent. Er wird aber manchmal auch gezählt, manchmal zu Australien gerechnet.<eop> Wie sind die Kontinente entstanden? Die Kontinente sahen früher nicht so aus wie heute. Vor vielen Millionen Jahren waren sie eine große Landmasse. Dieser Urkontinent hieß Pangäa. Danach haben sie sich wieder getrennt, sie sind „auseinandergedriftet“. <eop>Man kann heute anhand der Landkarte erkennen, dass Afrika und Südamerika früher einmal nebeneinander gelegen haben. Die Ostküste von Südamerika und die Westküste von Afrika passen nämlich zusammen. Das ist den Leuten schon früher aufgefallen. Dass die Kontinente sich bewegt haben, hat im Jahr 1915 der Forscher Alfred Wegener beschrieben.<eop> "}, {"title": "Krokodile", "id": 169, "text": "Krokodile sind eine Ordnung von Reptilien. Sie kommen in heißen Gegenden vor und leben sowohl an Land als auch im Wasser. Außer in Europa findet man sie auf allen Kontinenten. Genau wie Vögel haben sie sich aus den Dinosauriern entwickelt. Schon vor über 80 Millionen Jahren gab es Krokodile.<eop>Man teilt die Krokodile in drei Familien ein. Neben den eigentlichen Krokodilen gibt es noch die Alligatoren und die Gaviale. Alligatoren, zu denen auch die Kaimane gehören, haben meist eine breitere Schnauze als Krokodile. Der Gavial hat eine lange dünne.<eop>Krokodile fressen Fleisch. Ihre Beute sind vor allem Fische, Wasservögel und andere kleine Tiere. Nilkrokodile ziehen auch schon mal große Tiere wie Zebras ins Wasser. Erwachsene Krokodile sind so stark, dass kein anderes Tier ihnen gefährlich wird. Allerdings machen Menschen Jagd auf Krokodile, so dass manche Arten vom Aussterben bedroht sind.<eop>Krokodile leben gern an Flüssen und Seen, wo die Strömung schwach ist. Sie können mit Brackwasser gut umgehen. Das ist leicht salziges Wasser, wie man es dort findet, wo ein Fluss ins Meer fließt. Richtiges Meerwasser verträgt aber nur eine Art, das Leistenkrokodil aus Asien.<eop>Wo es besonders trocken ist, halten Krokodile Sommerruhe. Sie fressen dann nicht und bewegen sich kaum. Allerdings bleibt ihr Körper genauso warm wie sonst, anders als beim Winterschlaf, den andere Tiere kennen.<eop><eop>"}, {"title": "Kultur", "id": 170, "text": "Kultur ist das Gegenteil von Natur. Was der Mensch macht, sich ausdenkt, sagt und erschafft, ist Kultur. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet eigentlich soviel wie Landwirtschaft oder Ackerbau. Darum sagt man auch „Agrikultur“ für Landwirtschaft oder „Aquakultur“ für Fischzucht.<eop>Kultur ist ein Ausdruck, den man in vielen, sehr unterschiedlichen Zusammenhängen benutzt. Man spricht oft von der Kultur einer bestimmten Gegend oder Zeit oder einem Teil des Lebens: die frühe Kultur Asiens, religiöse Kultur, die Kultur der Alten Ägypter oder auch die Kultur Russlands. Gemeint ist damit zum Beispiel, wie die Menschen in Russland gekleidet sind, was sie gerne lesen, was sie in der Freizeit machen und so weiter. Eine Hochkultur ist ein Volk oder Land im frühen Altertum, das viel hervorgebracht hat, wie das Alte Ägypten.<eop>Man sagt auch von einem einzelnen Menschen: „Sie hat Kultur, sie ist kultiviert.“ Das soll bedeuten, dass sie viel gelernt hat, Geschmack hat oder sich gut benehmen kann. Das Gegenteil ist ein kulturloser, unkultivierter Mensch.<eop>Viele Leute denken bei dem Wort Kultur vor allem an schöne, klug ausgedachte und gut gemachte Dinge, die Kunstwerke. Das können Gemälde, Skulpturen, besondere Bauwerke und so weiter sein. Man nennt dies auch die „hohe Kultur“. Ein Museum, in dem Kunst gezeigt wird, wird deshalb auch „Kulturtempel“ genannt.<eop>"}, {"title": "Kunst", "id": 171, "text": " Kunst heißt, dass man etwas kann, das nicht jeder kann. Ein Kunstwerk ist dann ein Ding, das zur Kunst gehört. Wer Kunstwerke macht, ist ein Künstler, wer sich mit Kunst auskennt, ein Kunstkenner.<eop>Ursprünglich meinte man mit Kunst auch Wissenschaft und Technik. Heute denkt man bei dem Wort vor allem an die „Schönen Künste“. Solche Kunstwerke müssen nicht unbedingt zu etwas dienen: Oft mögen die Menschen ein Kunstwerk nur, weil es besonders aussieht, weil es sie zum Nachdenken bringt oder sie etwas fühlen lässt. Viele Museen bieten die Möglichkeit, sich Kunstwerke anzuschauen.<eop>In der Bildenden Kunst wird etwas hergestellt, zum Beispiel ein Gemälde oder eine Statue oder ein Bauwerk. Zur Darstellenden Kunst gehören der Tanz, aber auch das Theater und der Film. Auch die Musik und die Literatur sind Arten der Kunst.<eop>Kunst kann „gegenständlich“ oder abstrakt sein. Gegenständliche Kunst zeigt etwas deutlich, man erkennt sofort, was gemeint ist. Trotzdem beschreibt sie mehr, als man sieht oder hört: Eine Blume auf einem Gemälde ist eine Blume, aber sie steht auch für Frische, Leben und Schönheit. Auch Comics sind konkrete Kunst. Bei der abstrakten Kunst muss man meist länger überlegen. Sie zeigt nicht so sehr Dinge, sondern Formen und Farben: Striche, Kreise, Vierecke, Flächen.<eop> "}, {"title": "Kängurus", "id": 172, "text": "Kängurus sind Beuteltiere und somit Säugetiere. Wie andere Beuteltiere, zum Beispiel Koalas, leben sie in Australien. Heute gibt es elf große, verschiedene Gruppen von Känguru-Arten. Ihren Namen haben sie aus einer Sprache der australischen Ureinwohner.<eop>Der Körper eines Kängurus ist lang und hat am Ende einen langen, stabilen Schwanz. Darauf kann das Tier sich abstützen, wenn es steht. Beim Springen hilft der Schwanz, das Gleichgewicht zu behalten. Springen kann das Känguru sehr gut dank seiner langen, kräftigen Beine.<eop>Die großen Känguru-Arten fressen normalerweise Gras. Sie leben in Gegenden, in denen es ziemlich trocken ist und wenig wächst. Darum hilft es ihnen, dass sie mit ihrem sprungartigen Laufen weite Strecken überwinden können. Kurze Zeit lang kann ein Känguru bis zu 50 Stundenkilometer schnell laufen. So schnell darf ein Auto in der Stadt fahren. <eop>Die Schwangerschaft eines Kängurus dauert nur etwa 3-6 Wochen. Bei der Geburt ist ein Känguru-Junges nur etwa 2-3 Zentimeter groß und nicht einmal ein Gramm schwer. Trotzdem krabbelt es selbständig in den Beutel der Mutter. Dort nimmt es die Zitze in den Mund, um Milch zu trinken. Die Zitze lässt es während zwei oder drei Monaten nicht mehr los. Im Beutel verbleibt es etwa ein halbes bis fast ein ganzes Jahr. Zwillinge gibt es nur sehr selten.<eop> Was bedeuten Kängurus für den Menschen? Die Ureinwohner haben Kängurus gejagt, damit sie Fleisch zu essen hatten und das Fell verarbeiten konnten. Auch die Einwanderer aus Europa erbeuteten Kängurus, vor allem die großen Tiere. Besonders gefährlich für die Kängurus ist es aber, dass die Menschen aus Europa viele Gebiete für sich verwenden, in denen sonst Kängurus leben würden. Aber nicht alle Arten sind davon bedroht, auszusterben. Manche darf man immer noch jagen.<eop>Viele Australier sind stolz auf Kängurus. Zusammen mit einigen anderen Tieren ist es ein Nationaltier, ein Wahrzeichen für das Land. Weil Kängurus nicht rückwärts gehen können, gelten sie als Zeichen für den Fortschritt, dafür, dass alles besser wird. <eop><eop>"}, {"title": "Küste", "id": 173, "text": "Eine Küste ist die Grenze zwischen Meer und festem Land. Diese Grenze ist keine dünne Linie, sondern ein Gebiet. Ein Strand kann ein solches Gebiet sein. Am Strand berühren sich Wasser und Land. Flüsse und Seen hingegen haben keine Küste, sondern Ufer.<eop>Die Küste ändert sich ständig. Das kommt durch die Wellen, die das Wasser immer wieder Richtung Strand spülen. Das nennt man Brandung. An manchen Küsten sind Ebbe und Flut sehr stark: Je nach Tageszeit entfernt sich das Wasser vom festem Land. Das so trocken liegende Land heißt in Norddeutschland Watt.<eop>Mit dem Küstenschutz versuchen die Menschen, dass nicht zu viel Land an das Meer verloren geht. So baut man zum Beispiel Deiche. Sonst würde das Meer Sand und Erde wegschwemmen. An der Küste findet man aber nicht immer Sand: Bei einer Steilküste trifft das Meer sofort auf das Festland, meistens auf Felsen, den man Kliff nennt.<eop>Das Küstengewässer ist der Teil des Meeres, der in der Nähe des Landes liegt. Ein Staat verlangt, dass im Küstengewässer seine Gesetze eingehalten werden. Das ist besonders wichtig für die Fischerei und für Bodenschätze in diesem Gebiet. Für die meisten Staaten endet das Küstengewässer erst zwölf Seemeilen von der eigenen Küste, das sind etwa 22 Kilometer.<eop>"}, {"title": "Landkarte", "id": 174, "text": "Eine Landkarte ist eine Zeichnung. Damit zeigt man, wie es auf einem Teil der Erde aussieht. Es gibt allerdings nicht nur Landkarten von der Erde, sondern auch von anderen Planeten und von Monden: eine Mondkarte, eine Marskarte und so weiter. Eine Karte von einem Meer ist eine Seekarte.<eop>Wer eine Karte macht, ist ein Kartograf. Die Wissenschaft dazu heißt Kartografie. Zunächst muss man wissen, wie es in einer Gegend aussieht: Zum Beispiel, welche Straßen und Flüsse es dort gibt, ob dort Häuser oder gar Städte stehen, ob einige Landstriche höher liegen als andere.<eop>Dann zeichnet man die Karte. Dabei wird vieles einfacher beschrieben als es in der Wirklichkeit ist. Ein Fluss ist auf der Karte eine dünne blaue Linie. Tatsächlich sind nicht alle Flüsse blau, und sie sind nicht alle gleich breit. Aber für den Leser der Karte ist es einfach, wenn er eine blaue Linie sofort als Fluss erkennt.<eop>Wichtig ist zu wissen, welchen Maßstab eine Landkarte hat. Die Karte kann schließlich nicht genauso groß sein wie das Land, das sie beschreibt. Wenn eine Karte zum Beispiel den Maßstab 1:10.000 hat, dann heißt das: Was auf der Karte 1 Zentimeter lang ist, ist in Wirklichkeit 10.000 Zentimeter, also 100 Meter lang. Außerdem schaut man nach der Himmelsrichtung. Bei den meisten Landkarten ist oben Norden, unten Süden, links Westen und rechts Osten. Ein Buch mit vielen Karten nennt man auch Atlas.<eop> "}, {"title": "Landwirtschaft", "id": 175, "text": "In der Landwirtschaft baut man Pflanzen an und züchtet Tiere. Man isst oder verkauft sie. Daraus lassen sich außerdem viele Dinge herstellen. Die Landwirtschaft ist also ein wichtiger Teil der Wirtschaft: Ohne sie hätten wir nicht genug zu essen und auch vieles andere nicht.<eop>Beim Ackerbau pflanzt man etwas an und sorgt dafür, dass es gut gedeiht. Schließlich erntet man die Pflanzen. Manche Pflanzen wie Obst und Gemüse sind direkt essbar, Getreide muss dazu beispielsweise erst zu Brot verarbeitet werden. Andere Pflanzen werden angepflanzt, um Tiere zu mästen. Wiederum andere Pflanzen wie Raps werden auch angebaut, um deren Öl in Motoren zu verbrennen oder ihre Energie in elektrischen Strom umzuwandeln. Aus Leinen oder Baumwolle macht man Kleidung.<eop>Tiere züchtet und hält man einerseits, um sie zu schlachten und Fleisch zu erhalten. In Europa sind das vor allem Schweine, Rinder und Geflügel, zum Beispiel Hühner. Andererseits, liefern uns viele Tiere auch nützliche Produkte solange sie leben. So geben Kühe beispielsweise Milch und Hühner legen Eier. Dank der Tiere hat man ferner Wolle oder Leder.<eop>Für die Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, gibt es verschiedene Ausdrücke. Viele sprechen von einem Bauern oder einer Bäuerin. Heute nennt man sie Landwirte. Das sind aber nur diejenigen, die auch einen eigenen Bauernhof haben. In der Landwirtschaft haben auch immer Leute für Bauern gearbeitet. Ein bekannter Ausdruck ist Landarbeiter.<eop>Imker, die Bienen halten oder Winzer, die Trauben anpflanzen um Wein herzustellen, arbeiten auch in der Landwirtschaft. Es gibt noch viele weitere Berufe, die mit Landwirtschaft zu tun haben, zum Beispiel Tierärzte.<eop>"}, {"title": "Laubbaum", "id": 176, "text": "Ein Laubbaum ist ein Baum, der keine Nadeln hat, sondern Blätter. Die Blätter von Bäumen und Sträuchern nennt man auch Laub. Ein Laubbaum ist ein sogenannter Bedecktsamer: Die Samen wachsen in Körnern oder Früchten. <eop>In Europa und anderen Teilen der Welt, wo es weder zu kalt noch zu heiss ist, verlieren die Laubbäume ihr Laub im Winter. Die Laubbäume bei uns sind also normalerweise „sommergrün“. Die Blätter fallen im Herbst ab. So verliert der Baum weniger Wasser.<eop>Ein Wald mit lauter Laubbäumen ist ein Laubwald. In manchen Wäldern stehen Laubbäume und Nadelbäume, das ist dann ein Mischwald. Man kann aber auch Laubmischwald sagen, das ist ein Wald mit verschiedenen Arten von Laubbäumen. Ein Wald aus lauter Nadelbäumen ist ein Nadelwald.<eop>Von welcher Baumart gibt es am meisten Bäume? Vor etwa hundertfünfzig Jahren bestanden die Wälder zu zwei Dritteln aus Laubbäumen und zu einem Drittel aus Nadelbäumen wie Fichten und Kiefern. Auf Platz Eins stand als Laubbaum die Buche und danach die Eiche. Seit der Mensch die Wälder mehr bewirtschaftet und selber Bäume pflanzt, ist es genau umgekehrt: Es hat doppelt so viele Nadelbäume wie Laubbäume, weil man mit Nadelbäume mehr Geld verdienen kann. <eop>Die Laubbäume sind also in unserem Tiefland eher am Verschwinden. Forscher sagen aber, dies werde sich wieder ändern: Durch die Erwärmung des Klimas haben es die Nadelbäume schwerer, und sie werden eher noch in höheren Gegenden gedeihen. So wird unten wieder mehr Platz frei für Nadelbäume.<eop>Die Liste der häufigsten Bäume in Deutschland sieht heute so aus: Ahorn, Apfelbaum, Birke, Birnbaum, Buche, Eberesche (das ist die Vogelbeere), Eibe, Eiche, Erle, Esche, Hainbuche, Hasel, Kastanie, Kirschbaum, Linde, Pappel.<eop> "}, {"title": "Lego", "id": 177, "text": "Lego ist ein Spielzeug aus Dänemark. Es besteht aus Bauklötzen und Figuren aus Plastik. Damit können die Spieler Gebäude, Straßen oder anderes zusammenbauen. Das Unternehmen, das die Lego-Klötze herstellt, heißt ebenfalls Lego.<eop>Der Gründer des Lego-Unternehmens war Ole Kirk Christiansen, ein Tischler. Erst machte er vor allem Möbel, seit dem Jahr 1932 aber auch Spielzeug. Der Name „Lego“ kommt von den dänischen Wörtern „leg godt“, zu Deutsch: „spiel gut“. Christiansens Sohn wurde schließlich der Chef des Unternehmens, und etwa seit dem Jahr 1960 sehen die Klötzchen so aus, wie man sie heute kennt.<eop>Lego-Baukästen gehören zu sogenannten Themenserien. Ein Thema ist beispielsweise „Piraten“, ein anderes „Western“. Eine Zeitlang um das Jahr 2000 hat das Lego-Unternehmen auch Baukästen zu bekannten Kinofilmen verkauft, wie „Star Wars“ oder „Harry Potter“. Allerdings musste das Unternehmen dafür viel Geld an die Eigentümer dieser Filme bezahlen, damit sie die Namen und Themen verwenden durften. Das hat sich schließlich nicht mehr gelohnt.<eop> "}, {"title": "Lehrer", "id": 178, "text": "Lehrer sind Menschen, die anderen Menschen etwas beibringen und sich mit Bildung beschäftigen. Meistens denkt man dabei an Lehrer, die an einer Schule mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Aber auch an Universitäten wird gelehrt oder privat in Gruppen oder für einzelne Schüler, die besondere Hilfe brauchen. Es gibt auch Schwimmlehrer oder Fahrlehrer, die in keiner Schule arbeiten, aber trotzdem anderen etwas beibringen.<eop>Wer Lehrer an einer Schule werden will, muss dafür an einer Universität oder Fachhochschule studieren. Dort lernt man einerseits den Inhalt von bestimmten Fächern. Wer zum Beispiel Chemielehrer werden will, studiert Chemie. Andererseits lernt man aber auch den Umgang mit Menschen und wie man anderen etwas beibringt. <eop>"}, {"title": "Leipzig", "id": 179, "text": "Leipzig ist eine Stadt im deutschen Bundesland Sachsen. Hier wohnen über eine halbe Million Menschen. Damit ist Leipzig etwa gleich groß wie die sächsische Hauptstadt Dresden.<eop>Leipzig wurde im Mittelalter gegründet und erhielt im 12. Jahrhundert das Stadtrecht. Bald wurde hier sehr viel Handel getrieben und die Stadt wurde wichtiger. Die Völkerschlacht bei Leipzig im Jahr 1813 dauerte drei Tage. Damals wurde der französische Kaiser Napoleon vernichtend geschlagen und aus Deutschland vertrieben. Die Schlacht heißt so, weil rund 600.000 Soldaten aus vielen Ländern Europas gegeneinander kämpften. <eop>Heute ist Leipzig vor allem für seine Buchmesse bekannt. Sie ist neben der Frankfurter Buchmesse die wichtigste in Deutschland. Zu dieser Messe kommen viele Menschen aus anderen Ländern nach Leipzig.<eop>Leipzig ist auch eine wichtige Stadt der Musik. Hier lebte und arbeitete der Komponist Johann Sebastian Bach. Außerdem hat Leipzig die älteste Musikhochschule und einen der bekanntesten Kirchenchöre Deutschlands.<eop> "}, {"title": "Lerchen", "id": 180, "text": "Lerchen sind kleine Singvögel. Auf der ganzen Welt gibt es etwa 90 Arten, in Europa gibt es elf Arten. Am bekanntesten sind die Feldlerche, die Heidelerche, die Haubenlerche und die Kurzzehenlerche. Einige dieser Lerchenarten verbringen das ganze Jahr am selben Ort. Sie sind also Standvögel. Andere ziehen nach Spanien und Portugal, wieder andere nach Afrika. Die sind also Zugvögel. <eop>Das Besondere an den Lerchen ist ihr Gesang. Immer wieder haben Dichter und Musiker darüber geschrieben oder ihre Musik dem Gesang der Lerchen nachgeahmt. Sie können steil aufsteigen und dann in einer Spirale hinuntersegeln und dabei immer singen.<eop>Lerchen bauen ihre Nester auf den Boden. Sie brauchen dazu etwas Land, das gerade kein Bauer bewirtschaftet und das nicht durch Menschen verändert wurde. Dort graben sie eine kleine Grube und polstern sie aus. Weil es immer weniger solche Orte gibt, nehmen es bei einigen Arten immer weniger Lerchen. Manche Bauern lassen mitten in einem Acker ein Stück Land unberührt für die Lerchen. Das nennt man „Lerchenfenster“.<eop>Lerchenweibchen legen ein- bis zweimal im Jahr Eier, jedes Mal etwa zwei bis sechs Stück. Das hängt von der Lerchenart ab. Meistens brütet nur das Weibchen, das dauert knapp zwei Wochen. Beide Eltern füttern dann ihre Jungtiere gemeinsam. Nach einer guten Woche fliegen die Jungen schon aus.<eop>Mit der Nahrung sind die Lerchen nicht wählerisch: Sie fressen Raupen, kleine Käfer, Ameisen, aber auch Spinnen oder Schnecken. Aber auch Samen gehören auf ihren Speiseplan, ebenso Knospen und ganz junge Gräser.<eop>Lerchen sind meist bräunlich. Sie sind somit gut der Erdfarbe angepasst. Zum Schutz vor Räubern haben sie nämlich nur ihre Tarnfarbe. Trotzdem gibt es von einigen Lerchenarten immer weniger. Dies liegt nicht an den Feinden sondern daran, dass sie immer weniger geeignete Stellen für ihre Nester finden.<eop><eop>"}, {"title": "Leuchtturm", "id": 181, "text": "Leuchttürme stehen meist an der Küste, auf Inseln oder auch im Wasser vor der Küste. Sie leuchten weit aufs Meer hinaus und helfen so den Schiffen, ihren Weg zu finden. Manchmal warnen sie auch vor gefährlichen Stellen, an denen das Wasser nicht tief genug ist. Auch an Flüssen und an Binnen-Seen findet man manchmal kleinere Leuchttürme.<eop>Der älteste bekannte Leuchtturm der Welt stand im Altertum in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria. Im Jahr 1303 stürzte er bei einem Erdbeben ein. Etwa zur gleichen Zeit wurde der älteste Leuchtturm Deutschlands gebaut: auf der Insel Neuwerk, vor der Mündung der Elbe in die Nordsee. Der älteste noch bestehende Leuchtturm der Welt steht in Spanien: Er wurde im 2. Jahrhundert nach Christus von den Römern erbaut. <eop>Heute finden die meisten Schiffe mit Hilfe von Satelliten ihren Weg. Trotzdem sind Leuchttürme zur Sicherheit immer noch sehr wichtig, falls die Satellitentechnik mal ausfällt, oder für kleinere Schiffe. Viele Leuchttürme sind auch bekannte Wahrzeichen der Orte, an denen sie stehen. <eop> Wie funktioniert ein Leuchtturm? Früher wurden auf den Türmen große Feuer angezündet. Deshalb heißen Leuchttürme in der Seemannssprache auch heute noch „Leuchtfeuer“. In der Neuzeit wurden die Feuer durch Öllampen und später Gaslampen ersetzt. Heute nimmt man meist elektrisches Licht. Seit dem 19. Jahrhundert baut man besondere Glas-Linsen ein, die das Licht bündeln und verstärken. Außerdem drehen sich die Linsen so, dass jeder Leuchtturm ein ganz eigenes Signal aus Licht und Pausen aussendet. Daran kann der Kapitän eines Schiffes erkennen, welchen Leuchtturm er gerade sieht. <eop>Wie weit ein Leuchtturm leuchten kann, hängt von der Höhe des Turmes sowie von der Stärke und Farbe des Lichtes ab. Die meisten reichen zwischen zehn und 35 Kilometer weit. <eop> "}, {"title": "Lexikon", "id": 182, "text": "In einem Lexikon schlägt man nach, was man wissen will. Das Lexikon kann ein Buch sein, eine Reihe von Büchern, eine CD-ROM oder eine Internetseite wie die Wikipedia. Im Lexikon stehen Informationen, die für viele Menschen interessant sind. Normalerweise beschäftigt sich ein Lexikon mit vielen unterschiedlichen Wissensgebieten oder Fächern, wie Kunst, Geschichte, Erdkunde und Natur. Ein Fachlexikon hingegen beschreibt ein einziges Wissensgebiet oder Fach.<eop>Das Wort Lexikon kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Wort“. Die Mehrzahl von Lexikon heißt Lexika. Ein anderer Ausdruck für Lexikon ist Enzyklopädie, auch das kommt aus dem Griechischen. Es ist nicht genau bekannt, was es bedeutet, aber möglicherweise hat es damit zu tun, dass von vielen verschiedenen Dingen handelt.<eop>Viele Lexika sind nach dem Alphabet geordnet. Man sucht also nach dem Begriff über die Buchstaben, mit denen er anfängt. Es gibt aber auch Lexika, die nach den Themen geordnet sind: Zuerst alle Länder in Afrika, dann die in Amerika und so weiter. Man nennt das dann ein Handbuch. Oder man ordnet ein Lexikon nach der Zeit: erst das, was zuerst passiert ist, dann das danach und so weiter. Einige Lexika erklären die Begriffe mit sehr langen, andere mit sehr kurzen Beschreibungen.<eop>"}, {"title": "Libelle", "id": 183, "text": "Libellen sind eine Ordnung der Insekten. In Europa gibt es etwa 85 verschiedene Arten, auf der ganzen Welt sogar über 5.000. Ihre ausgestreckten Flügel sind etwa 2-11 Zentimeter lang. Einzelne Arten bringen es auf fast 20 Zentimeter. <eop>Libellen haben zwei Flügelpaare, die sie unabhängig voneinander bewegen können. Sie können damit ganz enge Kurven fliegen oder in der Luft stehen bleiben. Einige Arten beherrschen sogar den Rückwärtsflug. Die Flügel bestehen aus einem feinen Gerippe. Dazwischen spannt sich eine sehr dünne Haut, die oft durchsichtig ist.<eop>Libellen sind Räuber. Sie fangen ihre Beute im Flug. Dazu sind ihre Vorderbeine besonders ausgebildet. Libellen fressen vorwiegend andere Insekten, sogar Libellen der eigenen Art. Ihre eigenen Feinde sind Frösche, Vögel und Fledermäuse. Wespen, Ameisen und einige Spinnen fressen die Jungtiere der Libellen. Diese fallen auch fleischfressenden Pflanzen zum Opfer.<eop>Mehr als die Hälfte der europäischen Arten ist gefährdet, ein Viertel ist sogar vom Aussterben bedroht. Ihre Lebensgebiete schrumpfen, weil der Mensch auf immer mehr Naturland Landwirtschaft betreiben will. Zudem werden die Gewässer verschmutzt, so können sich die Larven der Libellen nicht mehr darin entwickeln.<eop>Wie vermehren sich Libellen?<eop>Libellen paaren sich im Flug und halten sich aneinander fest. Sie verbiegen sich so, dass dabei eine Körperform entsteht, die man Paarungsrad nennt. So gelangen die Samenzellen des Männchens in den Körper des Weibchens. Manchmal hält sich das Männchen dabei an einer Pflanze fest.<eop>Das Weibchen legt dann seine Eier meist im Wasser ab. Einige Arten legen ihre Eier aber auch unter Baumrinden. Aus jedem Ei schlüpft die Vorstufe einer Larve, die dann ihre Haut abstreift. Dann ist sie eine richtige Larve.<eop>Die Larven leben während drei Monaten bis zu fünf Jahren im Wasser. Während dieser Zeit atmen die meisten von ihnen durch Kiemen. Sie ernähren sich von Insektenlarven, winzigen Krebsen oder Kaulquappen. Dabei müssen die Larven mehr als zehn Mal ihre Haut abstreifen, weil sie nicht mitwachsen kann.<eop>Zum Schluss verlässt die Larve das Wasser und setzt sich auf einen Stein oder hält sich an einer Pflanze fest. Dann verlässt sie ihre Larvenhülle und entfaltet ihre Flügel. Ab dann ist sie eine richtige Libelle. Als solche lebt sie allerdings nur wenige Wochen oder einige Monate. Während dieser Zeit muss sie sich paaren und Eier legen.<eop><eop>"}, {"title": "Luchs", "id": 184, "text": "Luchse gehören zu den Kleinkatzen und sind somit Säugetiere. Es gibt vier verschiedene Arten, die alle in Nordamerika, Europa und Asien leben. Wenn wir vom Luchs sprechen, meinen wir üblicherweise den europäischen Luchs. <eop>Luchse sind größer und schwerer als unsere Hauskatzen. Sie entsprechen eher einem mittleren bis größeren Hund. Sie haben scharfe Krallen, die sie einziehen und ausfahren können, um damit ihre Beute zu erlegen. Sie werden 10 bis 20 Jahre alt.<eop>Wie leben Luchse? Luchse jagen nachts oder in der Dämmerung. Sie fressen alle kleinen oder mittelgroßen Säugetiere und Vögel wie Füchse, Marder, Kaninchen, junge Wildschweine, Eichhörnchen, Rehe, Hirsche, Hasen, Mäuse, Ratten und Murmeltiere sowie Schafe und Hühner. Aber auch Fische gehören auf ihren Speiseplan. <eop>Luchse leben allein. Nur wenn sie Kinder machen wollen, suchen sich die Männchen ein Weibchen. Man nennt dies Paarung. Es geschieht zwischen Februar und April. Nach etwa zehn Wochen bringt die Mutter zwei bis fünf Jungtiere zur Welt. Sie sind blind und nur knapp 300 Gramm schwer, also etwa so schwer wie drei Tafeln Schokolade. <eop>Luchse trinken Milch bei der Mutter. Man sagt auch: Sie werden von der Mutter gesäugt, und zwar etwa fünf Monate lang. Deshalb gehören die Luchse zu den Säugetieren. Mit etwa vier Wochen beginnen sie Fleisch zu fressen. Im nächsten Frühling verlassen sie ihre Mutter. Die Weibchen sind mit etwa zwei Jahren geschlechtsreif, die Männchen mit drei Jahren. Das bedeutet, sie können dann selber Junge machen.<eop>Sind Luchse vom Aussterben bedroht? In Mitteleuropa und Westeuropa waren die Luchse fast ausgerottet. Luchse mochten die Schafe und Hühner der Menschen. Darum haben die Menschen in Luchsen einen Schädling gesehen.<eop>In den letzten Jahren wurden Luchse in verschiedenen Gebieten wieder ausgesetzt oder wanderten selbst wieder ein. Damit der Luchs überleben kann, ist streng geregelt, wie er gejagt werden darf. In Deutschland gilt der Luchs immer noch als stark gefährdet. Auch in der Schweiz mögen ihn lange nicht alle Menschen. Vor allem Bauern und Schäfer wehren sich, weil sie ihre Herden nun bewachen müssen. Jäger sagen, der Luchs fresse ihre Beute weg.<eop>Viele Luchse wurden vor dem Aussetzen mit Sendern ausgerüstet, mit denen man sie orten kann. So kann man verfolgen, wie sie sich bewegen und wo sie leben. Dadurch kann man sie auch besser schützen. Ab und zu erwischt man auch einen Jäger, der verbotenerweise einen Luchs abgeschossen hat. <eop><eop>"}, {"title": "Luft", "id": 185, "text": "Luft ist ein Gemisch aus Gasen. Dieses Gemisch umhüllt unsere Erde, die Lufthülle nennt man Atmosphäre. Menschen und Tiere brauchen Luft, um atmen zu können. Genauer gesagt brauchen sie den Sauerstoff in der Luft.<eop>Sauerstoff macht nur etwa ein Fünftel der Luft aus. Fast vier Fünftel sind Stickstoff, ein anderes Gas. Dazu kommen noch geringe Mengen von anderen Gasen, wie zum Beispiel das Edelgas Argon. Wichtig ist Kohlendioxid: Davon leben Pflanzen. Sie nehmen es gemeinsam mit Wasser auf und wandeln es dann in Glucose um. Diesen Stoff brauchen die Pflanzen zum Wachsen. Als Überschuss entsteht Sauerstoff, den sie wieder in die Luft abgeben.<eop>Außerdem befindet sich in der Luft Dampf aus Wasser. Er steigt nach oben, wo es kälter ist. Dort wird daraus, wenn die Luftfeuchtigkeit sehr groß geworden ist, wieder flüssiges Wasser, das als Regen, Schnee oder Nebel auf die Erde zurückkehrt. Darum ist in der gesamten Atmosphäre kaum Wasserdampf: weniger als ein halbes Prozent.<eop>Schließlich findet man in der Luft nicht nur Gase, sondern auch Staub. Davon ist ein Teil von Menschen gemacht. Fabriken stoßen durch Schornsteine und Autos durch den Auspuff auch Staub aus. Gerade in großen Städten gibt es deshalb viel Luftverschmutzung.<eop>"}, {"title": "Lunge", "id": 186, "text": "Die Lunge ist ein Organ in der Brust. Sie versorgt den Körper mit Sauerstoff. Außerdem entfernt sie Kohlendioxid aus dem Körper, das ist der verbrauchte Sauerstoff. Der Mensch besitzt wie jedes Säugetier zwei Lungenflügel. Der rechte besteht aus drei Lungenlappen, der linke aus zwei, denn dort braucht das Herz noch seinen Platz. <eop>Die Lunge ist aus vielen verzweigten kleinen Luftrohren aufgebaut. Sie beginnen mit zwei Hauptrohren an der Luftröhre, den Hauptbronchien. Diese Hauptrohre verzweigen sich in immer kleiner werdende Rohre. Sie enden in kleinen Bläschen, den Alveolen. An den Wänden dieser Luftbläschen liegen winzige Adern. <eop>Über diese Adern nimmt das Blut Sauerstoff aus der Atemluft auf. Umgekehrt gibt der Körper so Kohlendioxid aus dem Blut an die Bläschen ab. Das Kohlendioxid kann dann ausgeatmet werden. Die Adern der Lunge sind über einen eigenen Blutkreislauf mit dem Herz verbunden. Man nennt ihn den „kleinen Kreislauf“ oder „Lungenkreislauf“.<eop>Es gibt verschiedene Lungenkrankheiten. Ein einfacher Husten reicht meist nur bis zu den Bronchien, also den dicken Rohren. Bei einer Lungenentzündung sitzt die Krankheit tiefer und die Lunge hat sich entzündet. Meist kommt das von einer Ansteckung durch Viren oder Bakterien. Da muss man zum Arzt gehen. Viele Menschen schädigen ihre Lungen durch das Rauchen von Zigaretten.<eop><eop>"}, {"title": "Löwenzahn", "id": 187, "text": "Löwenzahn ist eine Wildpflanze, die fast überall auf der Welt wächst. Es gibt verschiedene Arten, die sich in der Form der Blätter, Blüten und Stiele unterscheiden. Bei uns am häufigsten ist der Gewöhnliche Löwenzahn, auch als Butterblume oder Pusteblume bekannt. <eop>Er wird etwa 10 bis 30 Zentimeter hoch und hat eine kräftige Wurzel. Sie reicht bis zu einem Meter tief in die Erde. Die Blätter sind länglich und gezackt, man kann sie als Salat essen. Auch Kaninchen und Meerschweinchen mögen sie gern. Die Stiele der Blüten enthalten eine Art Milch, die bitter schmeckt und auf der Haut dunkle Flecken macht. <eop>Löwenzahn blüht vor allem im Frühling, von März bis Mai, aber auch noch im Sommer. Die Blüten sind leuchtend gelb, deshalb nennt man sie auch manchmal Butterblume. Jede Blüte besteht eigentlich aus vielen kleinen Blüten. Aus jeder kleinen Blüte wird ein Samenkorn mit einem kleinen Federbusch, damit es der Wind forttragen kann. Alle Federbüsche einer großen Blüte bilden zusammen einen weißen Ball. Wenn man dagegen bläst, fliegen sie davon – daher kommt der Name Pusteblume.<eop><eop>"}, {"title": "Magdeburg", "id": 188, "text": "Magdeburg ist die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalt. In Magdeburg leben etwa 230.000 Menschen. Damit gehört die Stadt zu den 40 größten Städten Deutschlands und ist nach Halle an der Saale die zweitgrößte Stadt in Sachsen-Anhalt. Magdeburg liegt an der Elbe.<eop>Magdeburg wurde im frühen Mittelalter gegründet und von einem Erzbischof regiert. Magdeburg war wie Hamburg, Bremen oder Lübeck Mitglied der Hanse, einem wichtigen Bund für den Handel. Im späten Mittelalter war Magdeburg eine der ersten Städte, die reformiert wurden, die also vom katholischen zum evangelischen Christentum wechselten. Die weitere Reformation in Deutschland ging zu einem großen Teil von hier aus. <eop>Im Dreißigjährigen Krieg und im Zweiten Weltkrieg wurde Magdeburg stark zerstört. Nach dem Jahr 1945 gehörte die Stadt zur Deutschen Demokratischen Republik. Seit 1990 ist sie Hauptstadt von Sachsen-Anhalt und Teil der Bundesrepublik Deutschland. Weil Magdeburg an der Elbe und in der Nähe zwei bedeutender Kanäle liegt, hat es heute einen wichtigen Hafen und ist eine bedeutende Stadt für die Industrie.<eop><eop>"}, {"title": "Magen", "id": 189, "text": "Der Magen ist ein Organ, das bei der Verdauung hilft. Fast alle Tiere haben einen Magen. Beim Mensch hat er die Form eines Sackes und befindet sich zwischen Speiseröhre und Dünndarm. Er kann bei erwachsenen Menschen etwa 1,5 Liter Nahrung aufnehmen und hat viele Muskeln, die längs wie Ringe und quer verlaufen.<eop>Wenn die Nahrung aus der Speiseröhre kommt, gelangt sie in den Magen. Dort kneten die Muskeln sie gründlich durch. Außerdem vermischt sich die Nahrung dort mit dem Magensaft. <eop>Der Magensaft ist sehr sauer. Er besteht vor allem aus Salzsäure und kommt aus den Magendrüsen. Der Magensaft spaltet das Eiweiss in kleinere Teile auf, damit sie der Darm weiterverarbeiten kann. Die Säure des Magensafts tötet die meisten Bakterien ab, die mit dem Essen in den Körper kommen. Sie ist so ätzend, dass sie den Magen selbst auflösen würde, wenn er nicht von einer dicken Schleimschicht geschützt wäre.<eop>Der menschliche Magen hat nur eine Kammer. Es gibt jedoch Tiere mit mehreren Magenkammern, beispielsweise die Kühe. Sie schlucken das Gras zuerst in ihren Vormagen. Nachher legen sie sich hin und würgen die Nahrung nochmals in den Mund hinauf. Sie kauen ihn dann erst richtig durch, das nennt man wiederkäuen. Dann schlucken sie die Nahrung nochmals hinunter. Sie gelangt in die zweite Magenkammer und von dort aus in den Darm.<eop>"}, {"title": "Mainz", "id": 190, "text": "Mainz ist die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz. In Mainz leben etwa 200.000 Menschen. Damit ist sie die größte Stadt in Rheinland-Pfalz. Mainz liegt am Rhein, direkt gegenüber der Mündung des Mains. Der Rhein ist hier die Grenze zu Hessen.<eop>Mainz wurde von den Römern im 1. Jahrhundert vor Christus gegründet. Der Ort hieß damals Mogontiacum und war ein befestigtes Lager von römischen Soldaten. Um das Legionslager entstanden bald kleine Siedlungen. So wurde Mogontiacum bald zu einem wichtigen Ort für den Handel.<eop>Ab dem 4. Jahrhundert nach Christus wurde Mainz von einem Bischof regiert. Seit dem Jahr 1356 durfte dieser Bischof als einer von sieben Kurfürsten den deutschen Kaiser wählen. In der Neuzeit wurde Mainz eine Zeit lang von Frankreich regiert, kam dann aber bald zum deutschen Land Hessen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte es zur französischen Besatzungszone. Seit 1949 ist Mainz Teil der Bundesrepublik Deutschland und Hauptstadt von Rheinland-Pfalz.<eop>Heute ist Mainz bekannt für die Mainzer Fastnacht, ein Teil des Karnevals, der im Rheinland gefeiert wird. Außerdem haben hier mehrere Fernseh- und Radiosender ihren Sitz, zum Beispiel das Zweite Deutsche Fernsehen, kurz ZDF genannt. Seit 1946 hat Mainz auch eine Universität. Sie heißt Johannes-Gutenberg-Universität, zu Ehren von Johannes Gutenberg. Der lebte im 15. Jahrhundert in Mainz und war ein Erfinder des Buchdrucks. <eop>"}, {"title": "Masern", "id": 191, "text": " Masern sind eine Krankheit, die vor allem Kinder bekommen. Sie gehört damit zu den Kinderkrankheiten. Masern werden durch ein Virus verursacht. Man steckt sich an, wenn man einen Kranken anfasst oder durch feinste Wassertröpfchen in der Luft, die von einem Kranken kommen. Die Viren dringen dabei durch die Schleimhaut der Nase in den Körper ein. Danach vermehren sie sich und verbreiten sich über das Blut. <eop>Etwa zwei Wochen, nachdem man sich angesteckt hat, bekommt man Schnupfen, Fieber und Halsschmerzen. Weitere zwei Wochen später bilden sich rote Flecken auf der Haut und im Mund. Selten können Masern auch zu Entzündungen führen, an Lunge, Gehirn oder Mittelohr.<eop>Bei Kindern verlaufen Masern meist harmlos. Nachdem die Krankheit überstanden ist, hat der Körper Abwehrstoffe gegen diese Viren aufgebaut. Darum ist er für den Rest seines Lebens geschützt. Wenn man sich erst als Erwachsener ansteckt, ist die Krankheit meist schlimmer. Gegen Masern kann man geimpft werden. Man bekommt bei der Impfung eine Spritze, die gleichzeitig gegen einige andere Krankheiten wie Röteln schützt.<eop>"}, {"title": "Matterhorn", "id": 192, "text": "Das Matterhorn ist ein Berg in den Alpen. Er liegt zum großen Teil in der Schweiz. Nur die Südseite gehört zu Italien. Dort nennt man den Berg „Monte Cervino“. Die Spitze ist 4478 Meter hoch. Das Matterhorn gilt als Wahrzeichen der Schweiz.<eop>Besonders bekannt ist das Matterhorn wegen seiner dreieckigen Form: Es sieht so ähnlich aus wie eine Pyramide, jedenfalls, wenn man vom Schweizer Ort Zermatt aufs Matterhorn schaut. Zermatt liegt nördlich des Berges und zieht viele Urlauber an. <eop>Viele von ihnen steigen auch hinauf, obwohl das ziemlich gefährlich ist. Dazu brauchen die Bergsteiger viel Mut und erfahrene Bergführer. Solche Bergführer können die Bergsteiger im steilen Fels sichern. Der Bergführer Richard Andenmatten aus Zermatt hält übrigens einen Rekord: Er ist über 850-mal hinaufgestiegen.<eop>Ungefährlich ist der Aufstieg bis zur Hörnlihütte. Man erreicht sie von Zermatt aus in vier bis fünf Stunden. Dazu muss man nicht klettern, sondern nur tüchtig wandern können. Eine Bahn kürzt den Aufstieg um zwei Stunden ab. Viele Kletterer übernachten in der Hörnlihütte und starten von dort aus am frühen Morgen auf den Gipfel. Jeden Sommer sind es gegen 3.000 Kletterer.<eop> Was passierte bei der ersten Besteigung? Edward Whymper aus London war ein guter Zeichner. Darum schickte man ihn in Gebirge, um die Berge für Zeitungen zu zeichnen. So kam es, dass er eine Reihe von Bergen in Europa zum ersten Mal bestiegen hat.<eop>Im Jahr 1865 machte Whymper sich an das Matterhorn. Er nahm dazu Freunde mit, die ebenfalls Bergsteiger waren, und auch Bergführer. Zusammen waren sie zu siebt und kletterten von Norden her hinauf. Gleichzeitig wollte der Franzose Jean-Antoine Carrel von Italien her den Gipfel erreichen.<eop>Kurz vor dem Gipfel zerschnitten Whymper und ein Freund das Seil, das sie sicherte. Sie liefen los zum Gipfel, wo Whymper als erster ankam. Von dort sahen sie Richtung Süden, wo der Franzose sich abmühte. Als Carrell nach oben guckte und feststellte, dass auf dem Gipfel schon Menschen waren, kehrte er um.<eop>Beim Abstieg der Sieben passierte ein Unglück. Ein Freund von Whymper, der noch kein guter Bergsteiger war, stürzte. Dabei zog er drei andere Menschen in die Tiefe. Ein Seil, das sie halten sollte, zerriss. Nur drei Leute kamen lebend wieder nach Zermatt: Whymper und die Zermatter Bergführer Vater und Sohn Taugwalder.<eop>Später kamen die Überlebenden vor Gericht. Man wollte untersuchen, ob sie Schuld am Tod der anderen vier hatten. Sie hatten ein veraltetes Seil verwendet, das dann riss. Manche behaupteten, Vater Taugwalder habe das Seil zerschnitten, um sich selbst zu retten. Aber das Gericht sprach die Überlebenden frei.<eop> "}, {"title": "Mecklenburg-Vorpommern", "id": 193, "text": "Mecklenburg-Vorpommern ist ein Bundesland im Nordosten von Deutschland. Obwohl es das sechstgrößte Bundesland ist, leben hier nur eineinhalb Millionen Menschen, weniger als in Hamburg. Die meisten Einwohner hat Rostock, die Hauptstadt ist aber Schwerin. Weitere größere Städte sind Stralsund und Greifswald.<eop>Mecklenburg-Vorpommern liegt an der Ostsee, vor seiner Küste liegen viele Inseln. Dazu gehören auch die größten deutschen Inseln, Rügen und Usedom. Im Sommer fahren viele Menschen dorthin in den Urlaub. Ansonsten leben die meisten Menschen von der Landwirtschaft. Auf großen Feldern wird hier vor allem Mais oder Raps angebaut, aber auch Getreide und Kartoffeln. In den großen Städten gibt es auch einige Fabriken und Schiffswerften. <eop>Mecklenburg-Vorpommern als Bundesland ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Der westliche Landesteil, Mecklenburg, war zuvor über 1000 Jahre ein eigenes Herzogtum. Vorpommern dagegen gehörte lange Zeit erst zu Schweden und später zum Königreich Preußen.<eop> "}, {"title": "Medikament", "id": 194, "text": "Medikamente verwendet man, damit jemand wieder gesund oder gar nicht erst krank wird. Man nennt sie auch Arzneien oder Arzneimittel. Es gibt Arzneimittel für Menschen und für Tiere. Verschiedene Arten von Arzneimitteln werden unterschiedlich benutzt. Tabletten, Saft oder Tropfen werden „eingenommen“, also geschluckt. Salben werden eingerieben. Zäpfchen steckt man in den Po. Manche Arzneimittel werden mit einer Spritze gegeben. <eop>Eine Arznei kauft man meistens in einer Apotheke. Viele Arzneimittel darf man nicht einfach so kaufen. Man braucht für sie ein Rezept vom Arzt. Das ist ein Zettel, auf dem genau steht, was der Kranke bekommen soll und dass der Arzt das erlaubt. Außerdem darf nicht jeder Arzneimittel herstellen oder verkaufen. Dafür gibt es strenge Regeln.<eop>Bereits seit Jahrtausenden gibt es Arzneimittel. Früher wurden sie hauptsächlich aus Pflanzen und Tieren hergestellt. In modernen Medikamenten sind meistens Arzneistoffe, die künstlich hergestellt werden. Außer dem Arzneistoff enthalten Medikamente auch noch andere Stoffe, die den Arzneistoff umhüllen oder in sich aufnehmen. So entsteht beispielsweise eine Tablette, ein Saft oder eine Salbe.<eop>"}, {"title": "Mensch", "id": 195, "text": "Der Mensch ist eine Art der Säugetiere. Ihr Vorfahre war der „Homo“. Zusammen mit den Gorillas, den Schimpansen und den Orang-Utans gehören die Homos zur Familie der Menschenaffen, die von der Wissenschaft die Hominiden genannt wird.<eop>Das deutsche Wort „Mensch“ stammt von einem Wort ab, das sowohl Mensch als auch Mann bedeutete. „Mennisch‟ stand für „mannhaft“, daraus wurde dann Mensch. In der Wissenschaft nennt man den Menschen „homo sapiens‟, das ist Latein für „der weise Mensch‟. Mit dem Wort Menschheit denkt man an alle Menschen auf der Welt.<eop>Die ersten Menschen der Art „homo sapiens‟ lebten vor ungefähr 200.000 Jahren in Afrika. Viel früher, vor zwei bis drei Millionen Jahren, lebten die ersten Hominiden, welche als Menschen gelten können, ebenfalls im Osten Afrikas. Zu dieser Zeit begann die sehr lange dauernde Steinzeit. Während der Steinzeit verbreiteten sich die Menschen über alle Kontinente. Nur die Antarktis blieb unbesiedelt.<eop>Alle Menschen, die heute leben, gehören zu einer Art: Der lateinische Name ist homo sapiens. Aber die Menschen haben unterschiedliche Sprachen und Kulturen, auch Religionen. <eop> Sind Menschen anders als Tiere? Besonders am Menschen ist, dass er Sprache und Kultur kennt. Er kann über sich und seine Umgebung nachdenken. Außerdem kann er lange für die Zukunft planen. Menschen sind bei der Geburt sehr unreif. Sie können noch nicht ohne fremde Hilfe überleben und sind noch lange Zeit Kind. <eop>Menschen laufen aufrecht, während die meisten Säugetiere sich auf allen Vieren bewegen. Außerdem können Menschen sowohl Tiere als auch Pflanzen essen. Dadurch passen sie sich gut an die verschiedenen Gegenden der Erde an.<eop> Wie viele Menschen gibt es auf der Welt? Auf der Welt leben über sieben Milliarden Menschen. Eine Milliarde sind 1000 Millionen. Zum Vergleich: In Deutschland leben achtzig Millionen Menschen. Richtig weiß aber niemand, wie groß die Weltbevölkerung ist. Man kann das nur schätzen, denn ständig wird irgendwo jemand geboren, oder stirbt jemand.<eop>Lange Zeit lebten nur relativ wenige Menschen gleichzeitig. Aber vor allem in den Jahren nach 1900 ist die Weltbevölkerung stark gewachsen. Im Jahr 1900 lebten auf der Welt etwa eine Milliarde Menschen, hundert Jahre später waren es schon sechs Milliarden. Man spricht von einer Bevölkerungsexplosion oder auch Überbevölkerung.<eop>"}, {"title": "Merkur", "id": 196, "text": "Der Merkur ist ein Planet in unserem Sonnensystem. Von allen Planeten ist er der Sonne am nächsten. Auch darum ist es auf ihm sehr heiß. Für einen Umlauf um die Sonne braucht er nur 88 Tage. <eop>Zum Vergleich: Bei der Erde sind es dagegen 365 Tage. Dabei sind natürlich unsere „Erdentage“ gemeint. Auf dem Merkur dauert ein Tag, also die Zeit von Sonnenaufgang bis zum nächsten Sonnenaufgang, viel länger: Ein „Merkurtag“ ist fast 59 „Erdentage“ lang. Der Merkur ist nur etwas größer als der Mond der Erde. Er selbst hat aber keinen Mond.<eop>Damit man eine Vorstellung von den Größen im Sonnensystem bekommt: Wäre die Sonne ein großer Gymnastikball, dann wäre der Merkur nur eine kleine Erbse, die Erde etwa eine Kirsche. Die „Merkur-Erbse“ würde etwa mit 50 Metern Abstand um die „Gymnastikball-Sonne“ kreisen, die Erde mit fast dreimal so viel Abstand.<eop>Weil der Merkur keine Lufthülle um sich hat, hat er lauter Krater auf der Oberfläche. Einige sind 100 Meter im Durchmesser groß, andere mehre 100 Kilometer. Das Caloris-Becken ist von einem Ende zum anderen 1300 Kilometer weit. Deutschland würde etwa viermal hineinpassen. Vor Millionen von Jahren muss dort ein gewaltiger Meteorit eingeschlagen sein.<eop>Die Menschen kennen den Planeten Merkur schon seit dem Altertum, weil man ihn von der Erde aus mit bloßen Augen sehen kann. Das geht allerdings nur für etwa eine Stunde am Morgen oder am Abend, weil er der Sonne so nah ist. Der Name „Merkur“ kommt von einem römischen Gott.<eop>Im Jahr 1974 flog die Raumsonde Mariner 10 am Merkur vorbei. Dank dieser Sonde haben die Forscher sehr viel Neues über den Planeten gelernt. Erst 2008 wurde der Merkur wieder von einer Raumsonde besucht.<eop>"}, {"title": "Million", "id": 197, "text": "Eine Million ist ein Wort für eine Zahl. Eine einzige Million ist eine 1 mit sechs Nullen dahinter: 1.000.000. Drei Million und fünfhunderttausend schreibt man: 3.500.000. Das Wort Million kürzt man mit „Mio.“ ab. Tausend Millionen sind eine Milliarde.<eop>Bei Maßeinheiten benutzt man für das Millionenfache das griechische Wort „Mega“. Es wird abgekürzt zu „M“. MB ist die Abkürzung von Megabyte und bedeutet „Millionen Bytes“. Der millionste Teil heißt „Mikro“ und wird abgekürzt mit dem griechischen Buchstaben „μ“, sprich: „mü“. So ist ein Mikrometer ein millionstel Meter und schreibt sich „μm“. <eop>Das heutige Wort Million kommt aus dem Italienischen. Auf Italienisch heißt „mille“ Tausend. Hängt man an italienische Wörter ein „-ione“ an, dann meint man, dass etwas größer ist. Eine Million ist also ein größeres Tausend. In der deutschen Sprache tauchte das Wort schon um das Jahr 1530 auf.<eop>Dank der Million kann man auch sehr hohe Zahlen ausdrücken. In Luxemburg zum Beispiel leben mehr als eine halbe Million Menschen. Von der Erde bis zur Sonne sind es etwa 150 Millionen Kilometer. Eine Million Sekunden dauert umgerechnet über elf Tage. Manchmal sagt man auch „Million“, wenn man einfach nur sagen will: „sehr viel“.<eop> Ist eine Million die größte Zahl? Eine Million ist schon eine sehr große Zahl, aber es gibt auch noch viel größere. Deshalb gibt es auch noch andere Wörter für größere Zahlen: 1000 Millionen nennt man man eine Milliarde. 1000 Milliarden nennt man dann eine Billion (das ist dann schon eine Million mal eine Million). 1000 Billionen sind dann eine Billiarde und 1000 Billiarden sind eine Trillion. Danach kommt die Trilliarde und immer weiter neue Wörter für noch größere Zahlen. Das lässt sich so beliebig fortführen, aber je größer die Zahlen werden, um so seltener braucht man sie. Bei der Arbeit der Astronomen zum Beispiel, kommen solche Riesenzahlen aber oft vor.<eop>In der Englischen Sprache ist es etwas anders. Dort gibt es auch die Wörter „''million''“, „''billion''“ und „''trillion''“, aber es fehlen die Wörter, die mit „...arde“ aufhören. Das kann zu Verwirrungen und Übersetzungsfehlern führen: das englische ''million'' bedeutet auf Deutsch Million, aber ''billion'' bedeutet Milliarde, ''trillion'' ist Billion und so weiter. "}, {"title": "Moskau", "id": 198, "text": "Moskau ist die Hauptstadt von Russland. Keine andere Stadt in Europa ist größer: Mehr als 12 Millionen Menschen leben dort. Sie liegt am Fluss Moskwa, durch den sie ihren Namen hat. Seit dem Jahr 2012 ist Moskau fast dreimal so groß wie vorher, weil man der Stadt neue Gebiete angeschlossen hat.<eop>So groß geworden ist die Stadt, weil sie der wichtigste Ort eines alten Fürstentums war: Moskowien. Das war der Vorläufer des heutigen Russlands. Allerdings war über 200 Jahre lang Sankt Petersburg die Hauptstadt. Zurück nach Moskau kam die Regierung erst wieder, nachdem die Kommunisten die Macht übernommen hatten. Das war 1918.<eop>In Moskau liegen mehrere Stätten des Weltkulturerbes der UNESCO. Das sind wichtige Orte für die Geschichte und Kultur. Am bekanntesten in Moskau sind wohl der Kreml und der Rote Platz. Durch seine Größe ist Moskau nicht nur für Russland wichtig, sondern für ganz Osteuropa.<eop><eop>"}, {"title": "Mücken", "id": 199, "text": "Die Weibchen der Stechmücken trinken Blut. Ihr Mund ist wie ein dünner spitzer Rüssel geformt. Damit stechen sie durch die Haut von Menschen und Tieren und saugen das Blut auf. Deswegen nennt man ihn Stechrüssel. Die Weibchen brauchen das Blut, damit sie Eier legen können. Wenn sie mal kein Blut saugen, trinken sie süße Pflanzensäfte. Die männlichen Stechmücken trinken nur süßen Pflanzensaft und saugen nie Blut. Man erkennt sie an ihren buschigen Fühlern.<eop> Können Mücken gefährlich sein? Einige Stechmücken können mit ihrem Stich Krankheitserreger übertragen und dadurch Menschen und Tiere krank machen. Ein Beispiel ist die Malaria, eine Tropenkrankheit. Man bekommt dabei hohes Fieber. Gerade Kinder sterben daran oft. <eop>Zum Glück überträgt nicht jede Mücke Krankheiten. Eine Mücke muss nämlich zuerst einen Menschen stechen, der schon krank ist. Dann dauert es über eine Woche, bis die Mücke die Krankheitserreger weitergeben kann. <eop>Außerdem werden solche Krankheiten nur von bestimmten Mückenarten übertragen. Bei Malaria sind es nur die Malariamücken, die bei uns in Europa nicht vorkommen. Andere Krankheiten können gar nicht von Mücken übertragen werden, dazu gehören zum Beispiel Mumps, Windpocken oder AIDS.<eop> Wie vermehren sich Mücken? Die Eier von Stechmücken sind sehr klein und werden meist auf die Oberfläche von Wasser gelegt. Bei einigen Arten einzeln, bei anderen in kleinen Paketen. Aus den Eiern schlüpfen dann kleine Tiere, die ganz anders aussehen als die erwachsenen Mücken. Sie leben im Wasser und können gut tauchen. Man nennt sie Mückenlarven. <eop>Viele Mückenlarven hängen oft mit ihrem Schwanz unter der Wasseroberfläche. Dieser Schwanz ist hohl und sie atmen dadurch, wie durch einen Schnorchel. Später schlüpfen aus den Larven Tiere, die wieder anders aussehen als die Larven oder die erwachsenen Mücken. Man nennt sie Mückenpuppen. Auch sie leben im Wasser. Sie atmen durch zwei Hörnchen am Vorderende. Erst aus den Puppen schlüpfen die erwachsenen Tiere.<eop>Man kann die Larven und Puppen von Mücken oft in Regentonnen oder Eimern finden, in denen seit einiger Zeit Wasser ist. Wenn man genau hinsieht, kann man sogar die „Ei-Pakete“ finden. Sie sehen aus wie kleine schwarze Boote, die auf dem Wasser schwimmen und heißen deshalb auch Mückenschiffchen. In so einem Gelege sind bis zu 300 Eier. Normalerweise dauert es eine bis drei Wochen, bis aus dem Ei eine erwachsene Mücke geworden ist.<eop>"}, {"title": "Multiplikation", "id": 200, "text": "In der Mathematik gibt es vier Grundrechenarten: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Man spricht auch vom Zusammenzählen, Abziehen, Malnehmen und Teilen.<eop>Das sind die einfachsten Rechen-Übungen, die man mit Zahlen anstellen kann. Alles andere in der Mathematik baut darauf auf. Deshalb lernt man sie auch schon in den ersten Jahren der Grundschule. <eop> Addition Das Addieren nennt man auch Zusammenzählen. Dabei zählt man eine Zahl zu einer anderen hinzu. Das Rechenzeichen dafür ist das Plus, das als + aufgeschrieben wird. Dieses Zeichen hat sich der Mathematiker Johannes Widmann im Jahr 1489 ausgedacht.<eop>Fügt man zu drei Dingen zwei hinzu, hat man fünf Dinge. Man schreibt 3 + 2 = 5, gesprochen: drei plus zwei ergibt fünf. Das Ergebnis der Addition nennt man Summe. Die beiden Zahlen, die addiert werden, heißen Summanden.<eop> Subtraktion Das Gegenteil der Addition ist die Subtraktion. Dabei zieht man von einer Zahl eine andere ab. Das Rechenzeichen dafür ist das Minus, das als - aufgeschrieben wird. Auch dieses Zeichen stammt von Johannes Widmann.<eop>Nimmt man von 10 Dingen zwei weg, bleiben acht übrig. Man schreibt: 10 - 2 = 8, gesprochen: zehn minus zwei ergibt acht. Die Zahl, von der etwas abgezogen wird, heißt Minuend. Das ist lateinisch und heißt „der zu verringernde“. Die Zahl, die abgezogen wird, heißt Subtrahend, „der abzuziehende“. Das Ergebnis einer Subtraktion nennt man Differenz.<eop>Ein praktisches Beispiel, bei dem man subtrahieren muss: Man möchte ein Brötchen kaufen, das kostet 1 Euro. Man hat 3 Euro im Portemonnaie. Man rechnet also: 3 - 1 = 2. Nachdem man das Brötchen gekauft hat, hat man noch 2 Euro übrig.<eop> Multiplikation Bei der Multiplikation nimmt man zwei Zahlen miteinander „mal“. Als Rechenzeichen schreibt man einen Punkt: · Weil man den aber auf dem Bildschirm oder der Tastatur nicht so gut sieht, nimmt man dort lieber ein Kreuz: ×<eop>Multiplikation ist eine Art, Zahlen, die man immer mit sich selbst addieren würde, kürzer aufzuschreiben. Dazu ein Beispiel: man möchte 3+3+3+3 rechnen. Dies kann man vereinfacht auch als 4 × 3 schreiben, gesprochen: vier mal drei, da man vier mal die Zahl drei addiert. Zahlen, die man miteinander multipliziert, werden Faktoren genannt, das Ergebnis heißt Produkt.<eop> Division Das Gegenteil der Multiplikation ist die Division oder das Teilen. Dabei teilt man eine Zahl durch eine andere. Man hat zum Beispiel sechs Euro, die drei Freunde unter sich aufteilen wollen: Jeder bekommt zwei Euro. Das Rechenzeichen ist der Doppelpunkt : Auf Taschenrechnern und Computern findet man ihn oft mit einem Strich dazwischen ÷ Die zu teilende Zahl heißt Dividend, sie wird durch den Divisor geteilt. Das Ergebnis heißt Quotient. <eop><eop>"}, {"title": "Mumie", "id": 201, "text": "Eine Mumie ist eine Leiche, die von den alten Ägyptern so behandelt wurde, dass sich nicht nur die Knochen, sondern auch zum Beispiel die Haut bis heute gehalten haben. Dieser Vorgang heißt Mumifizierung.<eop>Zuerst wurden dem Toten die Organe entfernt, die in Krügen aufbewahrt werden, sogenannte Kanopenkrügen. Das einzige Organ, das im Körper bleibt, ist das Herz. Danach wurde der Körper mit Salz bedeckt und so etwa 40 Tage liegen gelassen, sodass das ganze Wasser aus dem Körper gezogen wurde. Dann wurde der Körper mit Binden umwickelt in einen Sarg gelegt. <eop>Das war aufwändig, nur der Pharao und die Reichen konnten sich es leisten. Die Armen legten ihre Verstorbenen einfach in ein Sandloch in der Wüste. Auch wurde die Leiche ähnlich mumifiziert.<eop>So eine natürliche Mumifizierung funktioniert auch in sehr kalten Regionen wie im Gebirge oder an einem luftdichten Ort, wie zum Beispiel in einem Moor. Es gibt sogenannte Moorleichen, deren Haut sich ebenso erhalten hat wie etwa bei „Ötzi“: Das ist eine 5000 Jahre alte Gletschermumie, die an der Grenze von Tirol und Südtirol in den Alpen gefunden worden ist.<eop>"}, {"title": "Musik", "id": 202, "text": "Musik ist eine Kunst aus Tönen. Die Töne können Gesang sein oder mit Instrumenten erzeugt werden. Man kann zum Beispiel mit einem Klavier, einer Gitarre, einem Schlagzeug oder mit einem Computer Musik machen. Es gibt Tausende von Musikinstrumenten. <eop>Auch der eigene Körper ist ein Instrument, zum Beispiel wenn man singt, in die Hände klatscht, mit den Fingern schnippt oder mit dem Mund pfeift und andere Geräusche von sich gibt. Leute, die Musik machen, heißen Musiker. Einige von ihnen verdienen auch Geld damit.<eop>Musik wird wie die Sprache vom Instrument zum Ohr mit Schallwellen übertragen. Diese Schallwellen sind unsichtbare Schwingungen der Luft, die von unserem Gehör als Töne wahrgenommen werden. <eop>Schon im alten Ägypten fingen die Menschen an, sich eine Schrift für die Musik auszudenken. Wir sprechen heute von Musiknoten. Wenn mit Hilfe dieser Noten die Melodie aufgeschrieben wird, geht sie nicht verloren. Das Erfinden von Melodien nennt man komponieren.<eop>Seit es Computer mit Musikprogrammen gibt, kann jeder Musik machen. Früher musste man lange üben, bis man ein Instrument beherrschte. Heute setzt man mit dem Computer Musik aus Bausteinen zusammen, zum Beispiel aus Rhythmen, die sich wiederholen. Die meiste Pop- und Rockmusik, die heute in Clubs oder im Radio gespielt wird, besteht aus vielen Wiederholungen solcher Bausteine. <eop> Gibt es gute und schlechte Musik? Welche Musikstücke und welche Musiker jemand besonders mag, ist sehr unterschiedlich. Das nennt man Musikgeschmack. Niemand kann einem anderen einen Musikgeschmack vorschreiben, also was gute oder schlechte Musik ist. <eop>Musik gibt es in den unterschiedlichsten Arten. Was man gerne hört, kann auch vom Land oder von der Kultur abhängen. So findet man in Europa eine bestimmte Reihenfolge von Tönen normal, in anderen Kulturen mag man andere. Was gefällt hängt auch sehr davon ab, was jemand als Kind oder Jugendlicher schon gehört hat. Dadurch findet mit der Zeit auch eine Veränderung des Musikgeschmacks statt. Junge Menschen wollen anders sein als ihre Eltern und andere Erwachsene. Die Musik bietet hierzu die Möglichkeit, in dem neue Musikformen ausprobiert werden. Das hatte zu seiner Zeit auch der Komponist Johann Sebastian Bach gemacht. <eop>Einige Musiker und Musikstücke sind schon seit sehr langer Zeit beliebt und werden immer noch gern gespielt. Beispiele sind Musikstücke von Johann Sebastian Bach, den Beatles und Michael Jackson. Solche Musikstücke nennt man „Klassiker“.   "}, {"title": "Märchen", "id": 203, "text": "Ein Märchen ist eine kurze Geschichte, eine Erzählung. Viele Märchen handeln von Menschen oder Tieren, die ein Abenteuer erleben. Dazu gehören auch Zauberei und Übernatürliches: Es passieren Dinge, die es im richtigen Leben nicht gibt. Manchmal treten Fabelwesen auf.<eop>Oft hat ein Märchen einen bestimmten Gedanken in sich. Das kann auch eine Lehre am Ende, die man liest. So sollen die Leser zum Beispiel Mut bekommen und nicht aufgeben, wenn es schwierig wird im Leben.<eop> Wer hat sich die Märchen ausgedacht? Bei manchen Märchen weiß man genau, wer sie geschrieben hat. Hans Christian Andersen war etwa ein bekannter Schriftsteller aus Dänemark. Von ihm stammen Märchen wie „Die kleine Meerjungfrau‟. Die Schriftsteller haben sich das Märchen gründlich ausgedacht und sich dabei vorgestellt, wie ein Märchen aussehen soll. Man nennt solche Märchen Kunstmärchen.<eop>Andere Märchen heißen Volksmärchen. Früher glaubte man, dass das Volk selbst sich diese Märchen ausgedacht hat. Heute sagt man genauer, dass diese Märchen immer wieder neu erzählt worden sind. Wer das gemacht hat, und wie sich die Märchen verändert haben, weiß man nicht. Die Brüder Grimm zum Beispiel haben geglaubt, alte Märchen aus dem deutschen Volk aufzuschreiben. Später fand man heraus, dass manche dieser Märchen tatsächlich aus Frankreich kamen und dort schon in Büchern standen.<eop> Sind Märchen für Kinder da? Märchen sind oft einfach, damit alle Leute sie gut verstehen können. Sie waren aber nicht nur für Kinder gedacht. Über manche Märchen sagt man sogar, dass sie für Kinder eigentlich zu grausam sind: So werden Hexen verbrannt, wie bei Hänsel und Gretel. Manche Leute möchten deshalb nicht, dass Kinder Märchen lesen. Zumindest sollen die Märchen so geändert werden, dass Kinder keine zu große Angst bekommen. <eop>Andere Leute hingegen sagen: Zu einem Märchen gehört, dass die Zuhörer sich manchmal auch fürchten. Ansonsten wäre das Märchen auch nicht so spannend. Die Figuren im Märchen müssen richtig in Gefahr sein, und die Bösen werden hart bestraft. Wichtig ist es aber, dass ein Märchen gut ausgeht. <eop> "}, {"title": "Möwen", "id": 204, "text": "Möwen sind eine Vogelfamilie. Es gibt von ihnen sehr viele Gattungen und Arten. Sie alle haben lange, schmale, spitze Flügel und kräftige, schlanke Schnäbel. Zwischen den Zehen haben sie Schwimmhäute. Es gibt sie in weiß über grau bis schwarz. Sie stoßen laute Schreie aus. <eop>Möwen gibt es fast auf der ganzen Welt, vor allem aber in einem gemäßigten oder kalten Klima. Sie leben an Küsten oder an Seeufern. Sie können ausgezeichnet fliegen, gerade auch bei starkem Wind. Sie segeln über dem Wasser und schießen plötzlich herunter, um im Wasser einen Fisch zu fangen. Sie stehlen sich jedoch auch im Flug gegenseitig die Beute aus dem Schnabel. <eop>Möwen fressen alles, was sie gerade finden: Fische, Krebse und andere kleine Meerestiere aber auch Mäuse. Außerdem mögen sie auch Abfälle oder Aas, das sind tote Tiere. Einige Möwenarten fressen auch Würmer und Insekten. Andere können sogar Salzwasser trinken. Sie scheiden das Salz ab und geben es durch die Nasenlöcher wieder von sich.<eop>Die meisten Möwen bauen ihre Nester auf dem Boden. Wenige Arten nehmen dazu Nischen in Felsen. Möwen brüten immer gemeinsam in Kolonien. Das Weibchen legt zwei bis vier Eier. Beide Eltern brüten abwechselnd während drei bis fünf Wochen. <eop>Nach dem Schlüpfen können die Küken sofort laufen und schwimmen. Sie bleiben aber meist im Nest sitzen. Dort werden sie von beiden Eltern gefüttert. Fliegen lernen sie zwischen drei und neun Wochen. Dann können sie etwa 30 Jahre alt werden.<eop><eop>"}, {"title": "Nadelbaum", "id": 205, "text": "Die meisten Nadelbäume tragen keine Blätter, sondern Nadeln. So unterscheiden sie sich von den Laubbäumen. Man nennt sie auch Nadelhölzer oder Koniferen. Dieser Name kommt aus dem Latein und bedeutet Zapfenträger. Die häufigsten Nadelbäume in unseren Wäldern sind die Fichten, die Kiefern und die Tannen.<eop>Bezeichnend für die Nadelbäume ist nämlich eine Eigenart bei der Fortpflanzung: Die Samenanlagen sind nicht durch Fruchtblätter geschützt wie bei den Blüten, sondern sie liegen offen da. Deshalb nennt man diese Gruppe auch die „Nacktsamigen Pflanzen“. Zu ihnen gehören nämlich auch die Zypressen oder die Thuja, die man oft als Hecken anpflanzt. Sie tragen Nadeln, die schon halbwegs an Blätter erinnern.<eop>In Deutschland und in der Schweiz wachsen mehr Nadelbäume als Laubbäume. Erstens wächst Nadelholz schneller, zweitens ist es als Bauholz sehr geschätzt: Die Stämme sind lang und gerade. Daraus lassen sich sehr gut Balken, Leisten, Paneele und vieles mehr sägen. Zudem ist Nadelholz leichter als Laubholz.<eop>Nadelbäume sind auch mit Böden zufrieden, die weniger Nährstoffe enthalten. So können sie weit oben in den Bergen leben, wo den Laubbäumen schon lange der Sauerstoff fehlt und wo ihnen das Klima nicht behagt.<eop>Nadelbäume verlieren ihre Nadeln nach einigen Jahren, wenn sie alt sind. Sie werden aber ständig durch neue Nadeln ersetzt, so sieht man das kaum. Deshalb bezeichnet man sie auch als „immergrüne Bäume“. Die einzige Ausnahme ist die Lärche: Ihre Nadeln werden jeden Herbst goldgelb und fallen dann zu Boden. Vor allem in Graubünden in der Schweiz zieht dies jedes Jahr viele Touristen an.<eop><eop>"}, {"title": "Nagetiere", "id": 206, "text": " Nagetiere sind Säugetiere mit vier besonderen Nagezähnen: Zwei in der Mitte der oberen Zahnreihe und zwei unten. Diese Nagezähne wachsen immer nach, bis zu fünf Millimeter pro Woche. Die Nagezähne nutzen sich nämlich ständig ab, weil die Nagetiere damit Nüsse knacken, Bäume fällen oder Erdhöhlen graben, je nach Nagetierart. <eop>Der Schädel der Nagetiere ist so gebaut, dass sie viel Kraft zum Nagen haben. Dazu gehören auch sehr starke Kaumuskeln. Das ganze Skelett ist ähnlich wie bei den übrigen Säugetieren. <eop>Nagetiere gibt es fast überall auf der Welt, außer auf einigen abgelegenen Inseln und in der Antarktis. Alle Nagetiere haben ein Fell. Das kleinste und leichteste Nagetier ist eine Zwergmaus, die höchstens fünf Gramm erreicht. Das größte Nagetier ist ein Wasserschwein aus Südamerika. Vom Kopf bis zum Po wird es über einen Meter lang. Es wird bis zu 60 Kilogramm schwer.<eop>Die meisten Nagetiere fressen Pflanzen. Die meisten von ihnen können sogar Holz verdauen. Nur wenige Nagetiere fressen auch Fleisch. Die meisten Nagetiere leben an Land. Einige wie die Biber haben sich aber auch gut an das Leben im Wasser angepasst. Wieder andere wie die Stachelschweine haben im Lauf der Evolution Stacheln entwickelt, um sich gegen ihre Feinde zu schützen.<eop>Nagetiere paaren sich wie die übrigen Säugetiere, damit im Bauch des Weibchens Jungtiere heranwachsen. Einige Nagetierarten halten einen Winterschlaf, beispielsweise der Siebenschläfer und das Murmeltier.<eop>Zu den Nagetieren gehören Eichhörnchen, Murmeltiere, Biber, Mäuse, Ratten, Hasen, Hamster, Meerschweinchen, Chinchillas, Stachelschweine und viele ähnliche Tiere. Die Nagetiere bilden eine eigene Ordnung innerhalb der Klasse der Säugetiere.<eop><eop> "}, {"title": "Name", "id": 207, "text": " Mit einem Namen kann man deutlich machen, wen oder was man meint. Es gibt vor allem zwei Arten von Namen. Ein Eigenname ist der Name, den zum Beispiel ein einzelner Mensch hat. Ein Gattungsname ist der Name von einer Gruppe von Dingen, wie „Haus“ oder „Ziege“.<eop>Meistens denkt man an einen Eigennamen. Das kann ein Vorname oder ein Nachname sein. Schon im Mittelalter wurde es in vielen Ländern Europas üblich, dass Menschen sowohl Vornamen als auch Nachnamen haben.<eop>In manchen Sprachen spielt der Name des eigenen Vaters eine große Rolle: Im Russischen gibt es Menschen mit einem Namen wie Pjotr Wladimirowitsch Smirnow. Dieser Mann heißt mit Vornamen Pjotr, während sein Vater Wladimir heißt. Der Nachname lautet in diesem Beispiel Smirnow.<eop>Namen haben viel mit einer Kultur zu tun. So kommen viele Vornamen in Europa aus der Bibel, weil in Europa das Christentum viele Anhänger hat. Nachnamen zeigen oft, woher die Vorfahren kommen oder was sie gemacht haben. Wenn jemand Schlesinger heißt, kamen sie wohl aus der Gegend Schlesien, und wenn jemand Schmitt heißt, gab es in der Familie wahrscheinlich jemanden mit diesem Beruf. Ein Schmied bearbeitet Eisen.<eop>Nicht nur Menschen können Namen haben. Auch Haustiere erhalten von ihren Besitzern oft einen Namen. Außerdem haben Pflanzen- und Tierarten sowie Orte und andere Dinge in der Erdkunde einen Namen. „Frankreich“ ist ein Landesname, „Kopenhagen“ ein Ortsname und „Rhein“ der Name eines Flusses.<eop>"}, {"title": "Nase", "id": 208, "text": "Menschen und viele Tiere haben eine Nase. Sie ist ein Sinnesorgan und liegt im Gesicht oder bei Tieren vorne an der Schnauze. Die Nase sorgt dafür, dass wir einatmen und ausatmen können. Nase und Mund sind die Eingänge, wodurch Luft in die Lunge gebracht wird. Die Lunge holt aus der Luft den Sauerstoff, den der Mensch zum Leben braucht.<eop>Außerdem gibt es im Inneren der Nase Stellen, die für das Riechen zuständig sind. Menschen können eine Billion verschiedene Gerüche unterscheiden. Eine Billion ist eine Eins mit zwölf Nullen.<eop>Innen in der Nase gibt es die Nasenschleimhaut und die Nasenhaare. Dazwischen befindet sich auch das Nasensekret, eine Flüssigkeit, die man auch „Rotz“ oder „Schnodder“ nennt. Damit werden Staub und Dreck aus der eingeatmeten Luft zurückgehalten, damit sie nicht mit der Luft in die Lunge kommen. Wenn sich die Flüssigkeit in der Nase mit dem Dreck vermischt und trocknet, entstehen bei Menschen und Affen die „Popel“. <eop> Kann die Nase krank werden? Wenn man erkältet oder allergisch ist, entzündet sich oft die Nasenschleimhaut. Dann bekommt man einen Schnupfen. Die Nase ist verstopft oder läuft ständig. Sie juckt und man muss niesen. <eop>Manchmal blutet die Nase. Das kann einfach so passieren, das tut nicht weh und ist meist nicht gefährlich. Das Blut kann aber ebenso daher kommen, dass man in der Nase gebohrt hat. Ganz empfindliche Nasen bluten sogar bei Schnupfen.<eop> Was für Nasen haben Tiere? Bei den Walen kann man die Nase nicht mehr sehen, die Nasenlöcher sind oben am Kopf. Der Wal kann sie verschließen. Wenn der Wal seine feuchte Atemluft herausbläst, nennt man das Blas.<eop>Bei vielen Tieren ist die Nase umgekehrt gerade gut sichtbar. Besonders auffällig ist die Nase des Elefanten, die wie ein langer Schlauch aussieht und Rüssel heißt. Mit kleinen „Fingern“ am Ende des Rüssels kann der Elefant sogar Dinge greifen.<eop>Gutes Riechen ist für sie sehr wichtig, um andere Tiere schon von weitem zu bemerken. Hunde sind wahre Meister im Riechen. Das liegt unter anderem daran, dass sie schnell atmen können, so dass häufig und viele Geruchsstoffe in die Nase geraten. Sie können sich die Gerüche auch gut merken.<eop>"}, {"title": "Natur", "id": 209, "text": "Die Natur ist alles, was nicht von Menschen gemacht wurde. Alle Dinge und Teile der Welt, die es auch ohne den Menschen gibt. Was von Menschen hergestellt wurde, nennt man stattdessen Kultur. Außerdem ist die Natur dasjenige, was nicht übernatürlich ist. Mit dem Übernatürlichen beschäftigt sich die Religion.<eop>Zur belebten Natur gehören zum Beispiel alle Pflanzen und Tiere, zur unbelebten Natur die Gebirge und vieles mehr. Wir Menschen gehören auch zur belebten Natur: Wie die Tiere besitzen wir einen Körper. Die verschiedenen Bereiche der Natur werden von den Naturwissenschaften erforscht. <eop>Wenn man von der Natur spricht, meint man oft die Umwelt oder eine Landschaft. Umweltschutz heißt auch Naturschutz. Natur ist eine Gegend, in der die Menschen noch nichts gebaut haben. Darum ist Natur mittlerweile selten geworden: Fast überall gibt es Felder, Gebäude oder zumindest Wege.<eop>"}, {"title": "Neil Armstrong", "id": 210, "text": "Neil Armstrong war ein amerikanischer Weltraumfahrer. Im Jahr 1969 war er der erste Mensch, der den Mond betreten hat. Das hat ihn außerordentlich berühmt gemacht. Außerdem war er in seinem Leben Pilot für die Armee und hat Firmen geleitet.<eop>Armstrong kam 1930 zur Welt, sein vollständiger Name war Neil Alden Armstrong. Er interessierte sich für Flugzeuge und musste mit 19 Jahren in der Armee der USA dienen. Zwei Jahre lang flog er im Krieg in Korea Militär-Flugzeuge, vor allem, um das Land zu beobachten.<eop>Danach studierte er weiter an einer Universität die Technik, die für die Luftfahrt nötig ist. Danach flog er wieder für das Militär. Im Jahr 1962 ging er zur NASA. Diese Organisation der amerikanischen Regierung kümmert sich um die Raumfahrt. Die Sowjetunion, ein anderer mächtiger Staat damals, war mit der Raumfahrt schon viel weiter. Die USA wollten deshalb Menschen zum Mond bringen, um zu zeigen, dass sie in der Raumfahrt besser waren.<eop>Bald nach der Mondreise bekam Armstrong einen wichtigen Posten bei der NASA. Er studierte wieder und wurde dann Professor für die Technik der Luftfahrt und der Raumfahrt. Schließlich gründete er einige Firmen und wurde dadurch sehr reich. Im Jahr 2012 ist er gestorben.<eop> Was hat Armstrong auf dem Mond gemacht? Armstrong flog mehrere Male in den Weltraum und hatte auch wichtige Aufgaben auf der Erde. Er hatte Glück, dass er zu den drei Männern gehörte, die schließlich zum Mond fliegen durften. Ihr Raumschiff brauchte für die Reise drei Tage. Der dritte Mann umrundete mit dem Raumschiff weiter den Mond. Währenddessen landeten Armstrong und ein anderer Astronaut mit der Landefähre „Eagle“ auf dem Mond. „Eagle“ ist das englische Wort für Adler.<eop>Armstrong war sehr geschickt darin, die Mondfähre zu steuern und einen guten Landeplatz zu finden. Sonst wären er und sein Kollege wohl umgekommen. Sechs Stunden nach der Landung kletterte Armstrong als erster aus der Fähre. <eop>Auf dem Mondboden angekommen, sagte er den berühmten Satz: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit“. Das war am frühen Morgen des 21. Juli 1969, als in Europa noch tiefe Nacht war. Viele Menschen waren aber wach geblieben, um die Mondlandung über das Fernsehen zu erleben.<eop> "}, {"title": "Neptun", "id": 211, "text": "Der Neptun ist ein Planet unseres Sonnensystems. Er ist weiter von der Sonne entfernt als alle anderen sieben Planeten. Für seine lange Umlaufbahn um die Sonne braucht er fast 165 Erdjahre, das wäre dann ein „Neptunjahr“. Ein „Neptuntag“ dauert aber nur etwa 16 Stunden, so lange braucht der Neptun, um sich einmal um seine eigen Achse zu drehen. Wie alle vier äußeren Planeten ist er ein Gasplanet: Er besteht vor allem aus Wasserstoff und Helium. <eop>Damit man eine Vorstellung von den Größen im Sonnensystem bekommt: Wäre die Sonne ein großer Gymnastikball, dann wäre der Neptun eine Mandarine, die Erde etwa eine Kirsche. Die „Neptun-Mandarine“ würde etwa mit vier Kilometern Abstand um die „Gymnastikball-Sonne“ kreisen. Das ist fast 30 mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde.<eop>Im Jahr 1846 wurde der Neptun entdeckt. Vorher hatte man sich die unregelmäßige Umlaufbahn des Uranus angeschaut. Man vermutete, dass ein weiterer Planet mit seiner Schwerkraft den Uranus beeinflusste. Tatsächlich fand man so diesen Planeten. Der Name Neptun stammt von einem römischen Gott, dem Gott des Meeres. Das passt zu der bläulichen Farbe des Planeten.<eop>Bald darauf fand man den größten Mond des Neptun, Triton. Heute hat man schon 14 Monde entdeckt. Außerdem hat der Planet Ringe. Wie beim Jupiter und Uranus sind sie dünn und dunkel und deshalb nur sehr schwer zu sehen.<eop>"}, {"title": "Neujahr", "id": 212, "text": "Der 1. Januar heißt in vielen Ländern Neujahr. Es ist der erste Tag im neuen Jahr. Er fängt oft mit einem Silvester-Feuerwerk an und wird mit Kirchenglocken „eingeläutet“.<eop>Auf der Erde gibt es unterschiedliche Zeitzonen. Darum beginnt das neue Jahr auf einigen Inseln im Pazifischen Ozean bereits 13 Stunden früher als bei uns in Mitteleuropa. In Neuseeland ist zwölf Stunden früher Neujahr, im Osten Australiens noch zehn Stunden. So geht es Stunde um Stunde weiter in Richtung Westen. Als letztes findet der Jahreswechsel auf Hawaii statt, das ist eine Inselgruppe der USA. Dann ist in Mitteleuropa bereits 11 Uhr morgens am Neujahrstag.<eop>Viele Religionen und Kulturen haben einen anderen Neujahrstag als den 1. Januar. Deshalb gibt es auch zum Beispiel das chinesische, das muslimische oder das jüdische Neujahrsfest. Der 1. Januar als erster Tag unseres Kalender-Jahres ist von den Römern eingeführt worden, als die den Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar vorverlegt haben. Das war im Jahr 153 vor Christus, also vor über 2000 Jahren.<eop>"}, {"title": "Neuseeland", "id": 213, "text": " Neuseeland ist ein Staat im südlichen Pazifischen Ozean. Er besteht aus zwei großen Inseln und 700 kleineren. Seit dem Jahr 1974 gehört auch die weit entfernte Insel Niue dazu. Die Hauptstadt heißt Wellington. Das Land ist etwa ein Drittel kleiner als Deutschland und hat nur etwa so viele Einwohner wie das Bundesland Hessen.<eop>Zu den Nachbarstaaten von Neuseeland gehören Australien im Westen und ein paar kleine Inselstaaten im Norden. Bis Australien sind es mehr als 1500 Kilometer. Selbst mit einem schnellen Flugzeug braucht man dafür gut zwei Stunden. Fliegt oder fährt man nach Süden, kommt man in die Antarktis.<eop>Durch die große Entfernung zu anderen Ländern und Kontinenten gibt es in Neuseeland Pflanzen und Tiere, die es nur dort gibt. Dazu gehört auch der Kiwi, das ist ein Vogel, der nicht fliegen kann und meist nur nachts aktiv ist. Der Kiwi-Vogel ist so etwas wie ein Symbol für Neuseeland, deshalb nennen sich die Neuseeländer auch selbst „Kiwis“.<eop>Am meisten Geld verdienen die Neuseeländer mit der Landwirtschaft, mit der Herstellung von Lebensmitteln wie Milchprodukten und mit dem Tourismus. Viele Urlauber schätzen Neuseeland als „grüne Insel“, so wird das Land auch genannt. Denn die Natur ist wegen der wenigen Einwohner in weiten Teilen noch ziemlich unberührt.<eop> "}, {"title": "Niedersachsen", "id": 214, "text": "Niedersachsen ist ein Bundesland im Nordwesten von Deutschland. Außer Bayern ist kein Bundesland größer. Es hat fast acht Millionen Einwohner. Die Hauptstadt heißt Hannover, weitere große Städte sind Braunschweig, Oldenburg und Osnabrück. Bremen liegt zwar auch mitten in Niedersachsen, ist aber ein eigenes Bundesland. <eop>Das Land Niedersachsen gibt es erst seit 1946. Der Name des Landes kommt von dem alten Germanenstamm der Sachsen, die hier im frühen Mittelalter lebten. Die sächsischen Herzöge waren damals bedeutende Herrscher, einige wurde sogar Könige und Kaiser. Später regierten die sächsischen Herrscher auch andere Gebiete weiter im Osten, wo heute die Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt liegen. Diese Gebiete nannte man damals „Obersachsen“, weil sie weiter „oben“ in den Bergen liegen. Niedersachsen war eben da, wo das Land eher flach ist, daher kommt das Wort „Nieder“ am Anfang des Namens.<eop>Auch heute noch besteht Niedersachsen überwiegend aus Flachland, vor allem in der Nähe der Nordsee. Im Südosten gibt es aber auch einige Mittelgebirge wie das Weserbergland und den Harz. Der höchste Berg des Landes ist der Wurmberg im Harz, er ist 971 Meter hoch. <eop>Viele Menschen in Niedersachsen leben von der Landwirtschaft, vor allem von der Tierzucht. Ein großer Teil der Rinder, Schweine und Hühner, deren Fleisch man in Deutschland isst, kommt aus Niedersachsen. In manchen Gegenden gibt es viel mehr Tiere als Menschen. In den großen Städten sieht man aber auch viele Fabriken. Besonders bekannt sind das Volkswagen-Werk in Wolfsburg oder die Meyer-Werft in Papenburg, die große Kreuzfahrtschiffe baut. <eop><eop>"}, {"title": "Niere", "id": 215, "text": "Die Nieren sind wichtige Organe eines Menschen. Sie liegen im Bauch, ganz hinten nahe der Wirbelsäule. Normalerweise hat man zwei Nieren.<eop>Die Nieren filtern das Blut. Zuerst einmal holen sie das überschüssige Wasser heraus. Dabei entsteht Urin. Wenn das Blut durch eine Niere hindurchfließt, reinigt sie es auch. Was der Körper nicht mehr braucht oder was giftig ist, wird herausgefiltert. Das gibt dem Urin die gelbe Farbe. Der Urin fließt durch die Harnleiter, das sind dünne „Schläuche“, und von dort in die Harnblase. Die Blase ist eine Art Warteraum, damit wir nicht immer auf das WC rennen müssen.<eop>Wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten, stauen sich im Körper die Giftstoffe. Ein Arzt verschreibt dann oft ein Medikament. Es gibt Geräte, die anstelle der Nieren die Giftstoffe aus dem Blut filtern, das nennt man Dialyse. Manchmal ist eine Operation nötig. Heutzutage kann man einem Menschen die Niere eines anderen Menschen geben, man „transplantiert“ sie. Man kann auch leben, wenn man nur eine Niere hat.<eop>Bei manchen Menschen bilden sich Nierensteine. Das sind eine Art Kristalle, die sich aus verschiedenen Teilen des Urins bilden. So lange sie in der Niere bleiben, richten sie meist keinen Schaden an. Manchmal wandern sie aber in den Harnleiter und verstopfen diesen. Das führt zu großen Schmerzen. Man muss die Steine dann mit einer Operation entfernen. Es gibt aber auch ein besonderes Gerät, den Nierenstein-Zertrümmerer. Der sendet besondere Wellen durch die Haut, die die Steine zu Pulver zerfallen lassen. Der Urin spült es dann weg.<eop><eop>"}, {"title": "Nobelpreis", "id": 216, "text": "Der Nobelpreis ist ein Preis, der jedes Jahr verliehen wird. Man bekommt ihn, wenn man etwas Besonders für die Medizin, die Physik, die Chemie, die Literatur oder den Frieden gemacht hat. Das Geld für den Preis hat Alfred Nobel aus Schweden gegeben.<eop>Nobel war der Erfinder des Dynamits. Das ist ein Sprengstoff. Bisher gab es zwar schon Nitroglycerin. Das war aber sehr gefährlich, weil es schon bei einer Erschütterung explodieren konnte. Durch Nobels Erfindung wurde es zum weniger gefährlichen Dynamit. Man konnte damit zum Beispiel Tunnel in Berge sprengen, oder es in die Munition von Kanonen einfüllen. Nobel hat mit seiner Erfindung viel Geld verdient. <eop>Nobel wollte Menschen auszeichnen lassen, die für die Menschheit den größten Nutzen gebracht haben. Im Jahr 1901 wurden die ersten Preise vergeben. Damals war Nobel schon einige Jahre tot. <eop>Wer einen Nobelpreis bekommt, das wird in Stockholm entschieden. Den Nobelpreis für Medizin zum Beispiel vergibt das Karolinska-Institut, eine angesehene Universität für Medizin. Eine Ausnahme ist der Friedenspreis: Darüber entscheidet eine Gruppe, die vom Parlament in Norwegen gewählt wird. Daher erhält man diesen Preis auch in Oslo, der norwegischen Hauptstadt.<eop>Seit 1968 gibt es noch einen besonderen Preis, den für Wirtschaft. Die schwedische Reichsbank vergibt ihn zu Ehren von Alfred Nobel. Er wird als Wirtschaftsnobelpreis gesehen, obwohl Nobel ihn sich nicht selbst ausgedacht hat.<eop>Der Nobelpreis ist vielleicht die wichtigste Anerkennung auf der Welt, die ein Mensch bekommen kann. Allerdings wollte Nobel, dass man für etwas ausgezeichnet wird, das man im Jahr davor geleistet hat. Stattdessen kriegen ihn meist ältere Menschen für Taten, Werke und Erfindungen, die schon viele Jahre alt sind. Wie wichtig etwas gewesen ist, kann man nämlich oft erst im Laufe der Zeit erkennen.<eop>Im Klexikon findest du Artikel über einige bekannte Nobelpreisträger: Henri Dunant (Frieden 1901), Marie Curie (Physik 1903 und Chemie 1911), Albert Einstein (Physik 1921), Gustav Stresemann (Frieden 1926), Winston Churchill (Literatur 1953), Albert Schweitzer (Frieden 1954), Martin Luther King (Frieden 1964), Willy Brandt (Frieden 1971), Mutter Teresa (Frieden 1979), Michail Gorbatschow (Frieden 1990), Nelson Mandela (Frieden 1993), Barack Obama (Frieden 2009) und Malala Yousafzai (Frieden 2014). <eop>Den Friedensnobelpreis haben oft auch Organisationen erhalten, so das Rote Kreuz (1917, 1944 und 1963), die Vereinten Nationen (2001) und die Europäische Union (2012).<eop>"}, {"title": "Nordamerika", "id": 217, "text": " Nordamerika ist der nördliche Teil von Amerika. Wenn man den Kontinent meint, dann liegt die Grenze von Nordamerika zu Südamerika zwischen Panama und Kolumbien. Kolumbien gehört schon zu Südamerika. In Nordamerika gibt es so gut wie jede Landschaft, von den Wüsten in Mexiko und den USA bis zur Arktis in Kanada. <eop>Auf dem Kontinent Nordamerika gibt es 23 Staaten. Die meisten davon sind kleinere Länder wie Panama oder Inseln in der Karibik. In Nordamerika leben ungefähr 450 Millionen Menschen. Nur Asien und Afrika sind größer.<eop>Viele Leute denken bei Nordamerika aber vor allem an die USA und manchmal auch an Kanada. Das kommt daher, dass man in diesen beiden Ländern vor allem Englisch spricht, während in Mexiko und fast überall sonst Spanisch gesprochen wird.<eop>Die ersten Menschen sind in der letzten Eiszeit über Alaska im Norden auf den Kontinent gekommen. Sie waren die Vorfahren der heutigen Indianer. Zu den großen Hochkulturen Nordamerikas gehörten die Maya, die im heutigen Mexiko lebten. Die ersten Europäer in Nordamerika waren Wikinger.<eop> "}, {"title": "Nordpol", "id": 218, "text": " Der Nordpol ist eine bestimmte Stelle auf der Erde. Der Planet Erde dreht sich um seine eigene Achse, einmal am Tag. Am einen Ende der Achse ist der Nordpol, am anderen Ende der Südpol. Schaut man aus dem Weltraum von oben auf den Nordpol, dann dreht sich die Erde gegen den Uhrzeigersinn. Das ist der sogenannte geografische Nordpol.<eop>Es gibt aber auch noch den magnetischen Pol. Die Erde hat ein großes Magnetfeld. Es führt dazu, dass die Kompassnadel in eine bestimmte Richtung zeigt. Diesen Pol nennt man auch den arktischen magnetischen Pol. Das Magnetfeld der Erde ändert sich im Laufe von vielen Jahren. Deshalb liegt dieser Pol nicht immer an derselben Stelle und eben auch nicht am geografischen Nordpol.<eop>Am Nordpol gibt es kein Land, sondern Meer. Weil es aber so weit im Norden sehr kalt ist, befindet sich dort immer eine Eisschicht auf dem Meer. Sie ist zwischen einem und vier Meter dick. Im Winter ist sie dicker als im Sommer. Das gesamte Gebiet um den Nordpol herum nennt man Arktis.<eop> Wann waren Menschen zuerst am Nordpol? Es ist unsicher, wann Menschen zum ersten Mal den Nordpol erreicht haben. Zum Beispiel hat der Amerikaner Robert Edwin Peary behauptet, dass er dort im Jahr 1909 gewesen ist. In Wirklichkeit konnte er aber kaum so schnell vorankommen, wie er behauptet hat. <eop>Sicher ist: Zum ersten Mal sind im Jahr 1927 Menschen mit dem Flugzeug über den Nordpol geflogen. Gelandet ist man dort erst zehn Jahre später. Walter William Herbert aus Großbritannien war der erste Mensch, der mit dem Hundeschlitten den Nordpol erreicht hat. Er war dort im Jahr 1969. Allerdings haben ihn Flugzeuge mit Lebensmitteln versorgt.<eop><eop>"}, {"title": "Nordsee", "id": 219, "text": "Nordsee heißt das Meer nordwestlich von Deutschland. Die Nordsee ist 575.000 Quadratmeter groß, also größer als Frankreich. Allerdings ist sie nicht sehr tief, denn sie gehört noch zum Schelf, dem Meeresboden direkt am Kontinent Europa. Die tiefste Stelle liegt etwa 200 Meter unter dem Meeresspiegel, im Süden der Nordsee sind es höchstens 50 Meter. <eop>Das Wasser der Nordsee ist salzig, weil sie direkt mit dem Atlantischen Ozean verbunden ist. In der Nordsee fängt man Fische wie Hering und Kabeljau. Im Meeresboden findet man manchmal Erdöl und Erdgas, das man nach oben holt. Außerdem fahren dort viele Schiffe und bringen Waren von Land zu Land. An der Küste und auf den Inseln machen viele Menschen ihre Ferien.<eop> Wo fängt die Nordsee an und wo hört sie auf? <eop>Die Nordsee wird begrenzt durch Großbritannien im Westen, Norwegen und Dänemark im Osten sowie Deutschland, die Niederlande, Belgien und Frankreich im Süden. Fährt man von einer deutschen Hafen-Stadt wie Hamburg in Richtung Norden, kommt man nach Dänemark und Norwegen. Zwischen diesen beiden Ländern liegt der Weg zur Ostsee. Fährt man hingegen von Hamburg aus nach Westen, entlang der deutschen Küste, fährt man an den Niederlanden und Belgien vorbei. Kurz nach Beginn der französischen Küste endet die Nordsee, und man kommt in den Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien und dann in den Atlantischen Ozean.<eop>Die Nordsee ist in den vergangenen Millionen Jahren mal größer, mal kleiner gewesen. Das liegt an den Eiszeiten: Wenn es auf der Erde kalt war und viel Wasser zu Eis wurde, war auch der Meeresspiegel tiefer, und es gab mehr Land. Das Erdöl sind die Reste von Pflanzen, die dort einmal gewachsen sind. So wie jetzt sieht die Nordsee erst seit etwa 11.000 Jahren aus. Davor konnte man noch zu Fuß zu dem Land laufen, das heute die Insel Großbritannien ist.<eop> "}, {"title": "Oase", "id": 220, "text": "Eine Oase ist eine Wasserstelle in der Wüste. Um die Wasserstelle wachsen Pflanzen, es ist also ein grüner Fleck in der heißen Wüste. In einer Oase können auch Menschen leben. Oasen gibt es in Afrika, Asien, Amerika und Australien.<eop>Das Wasser kommt oft aus einer Quelle aus der Erde. Andere Oasen sind Flussoasen. Beispielsweise der Nil ist eine solche Flussoase, wenn auch eine besonders große oder lange. Eine Oase kann auch künstlich durch Menschen entstehen, wenn sie Wasser aus dem Grundwasser nach oben pumpen. <eop>Oasenwirtschaft nennt man es, wenn in der Oase etwas angebaut wird wie Gemüse oder Getreide. Bekannt für Oasen ist die Dattelpalme. Je mehr Wasser die Pflanze braucht, desto näher an der Quelle baut man sie an.<eop>Früher waren Oasen wichtig für den Verkehr von Karawanen, also Gruppen von Menschen, die gemeinsam durch die Wüste gereist sind. An der Oase konnte man Wasser mitnehmen oder Handel treiben. Wichtig waren sie auch für Völker, die nicht an einem einzigen Ort wohnten, sondern umherwanderten.<eop> "}, {"title": "Obst", "id": 221, "text": " Obst sind Früchte, die von Menschen gegessen werden können. Man kann sie roh essen, und meist enthalten sie viel Flüssigkeit. Oft sind sie auch süßer als Gemüse. Außerdem kommen sie von Pflanzen, die mehrere Jahre lang leben. Gemüse stammt hingegen von „einjährigen‟ Pflanzen. Die Unterscheidung zwischen Obst und Gemüse ist aber nicht immer ganz klar.<eop>Es ist gesund, Obst zu essen. Darin befinden sich viele Vitamine und andere Nährstoffe, die gut für den Körper sind. In Obst ist viel Wasser enthalten. Außerdem hat Obst sehr wenig Fett und Eiweiß. Eine Ausnahme davon sind zum Beispiel die Avocado und die Banane.<eop>Obst wächst auf Obstbäumen, an Sträuchern oder Stauden. Kommt das Obst von Bäumen in der freien Natur, spricht man von Wildobst. Fallobst ist Obst, das bereits vom Baum auf den Boden gefallen ist.<eop>Wie unterscheidet man Obst? Oft unterscheidet man zwischen Kernobst, Steinobst, Beerenobst und Schalenobst. Zum Kernobst gehören zum Beispiel Äpfel und Birnen, zum Steinobst gehören Aprikosen, Pfirsiche, Zwetschgen und Kirschen, zum Beerenobst gehören Erdbeeren und Johannisbeeren und zum Schalenobst gehören Nüsse wie Haselnüsse und Walnüsse. <eop>Dann spricht man noch von Südfrüchten wie Ananas, Bananen und Zitronen sowie von exotischen Früchten wie zum Beispiel der Kiwi oder dem Granatapfel. Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbisse und Melonen sind kein Obst, sondern zählen zum Gemüse, weil die Früchte an einjährigen Pflanzen wachsen. <eop>"}, {"title": "Ohr", "id": 222, "text": "Das Ohr ist ein Sinnesorgan bei vielen Tieren und beim Menschen. Man kann damit Geräusche wahrnehmen. Wie bei den Augen hat man zwei davon, ein Ohr links und ein Ohr rechts. Weil die Ohren an zwei unterschiedlichen Stellen sitzen, hört man mit jedem Ohr ein Geräusch ein kleines bisschen anders. Darum kann man beim Hören merken, woher das Geräusch kommt. <eop>Was man außen am Kopf sieht, ist nur die Ohrmuschel. Ein bisschen sieht man noch vom äußeren Gehörgang. An das Außenohr schließt sich das Mittelohr an, das mit Luft gefüllt ist. Noch weiter innen liegt das Innenohr. Darin ist eine Flüssigkeit.<eop>Der Arzt kann mit einem besonderen Instrument, dem Ohrenspiegel, bis zum Trommelfell sehen – aber nur, wenn der Gehörgang nicht mit Ohrenschmalz verstopft ist. Der Ohrenspiegel sieht aus wie ein kleiner Trichter mit Lupe und Taschenlampe. Ein Teil des Ohres dient uns zum Hören. Zum Innenohr gehört auch unser Gleichgewichtsorgan.<eop>Wenn die Schallwellen von einem Geräusch an unser Ohr kommen, werden sie von der Ohrmuschel aufgefangen. Durch den äußeren Gehörgang kommen die Schallwellen zum Trommelfell. Das ist eine dünne Haut, die mit den Schallwellen vor und zurück schwingt. <eop>Drei Gehörknöchelchen des Mittelohres passen die Größe der Schwingungen an. Über ein kleines Fenster, das mit einem Häutchen geschützt wird, werden die Schwingungen auf das Innenohr übertragen. Hinter diesem ovalen Fenster beginnt das flüssigkeitsgefüllte Innenohr. Um das empfindliche Innenohr vor zu großen Schalldruck zu schützen, kann die Schallübertragung im Mittelohr durch zwei kleine Muskeln verschlechtert werden. Die Muskeln werden bei großem Schalldruck automatisch angespannt.<eop>Das Innenohr ist in Form einer Schnecke angeordnet. Entlang der Schnecke wird die Druckwelle in ihre Frequenzen zerlegt und von spezialisierten Zellen in elektrische Signale gewandelt. Die Nervenfasern des Hörnerven leiten die elektrischen Impulse zum Gehirn. Das Gehirn bildet aus den Impulsen, also der Information über Frequenz und Lautstärke den von uns wahrgenommenen Klangeindruck. <eop><eop>"}, {"title": "Oper", "id": 223, "text": "Eine Oper ist ein Theaterstück, bei dem viel Musik gespielt wird. Die Schauspieler einer Oper müssen deshalb gut singen können, und im Saal spielt auch ein Orchester. Wegen der vielen Menschen, die mitmachen, ist es meist recht teuer, die Oper zu besuchen. Oft spielt die Oper in einem eigenen Haus nur für Opern, das man Opernhaus oder einfach nur „die Oper“ nennt.<eop>Das Wort Oper bedeutet „Werk“, gemeint ist ein Werk aus der Musik. Auf der Bühne gesungen wird nicht nur in der Oper. Auch in manchen Theaterstücken kommt Gesang vor, oder sie werden von Musik begleitet. <eop>„Operette“ bedeutet wörtlich „kleine Oper“. Damit meinte man zunächst nur eine kurze Oper, später eine Oper, die eine eher einfache und lustige Handlung hatte. In den USA hat man das Musical erfunden. Es ist schwierig zu sagen, was genau eine Oper und was eine andere Art von Musiktheater ist.<eop>Schon im Altertum gab es Musik beim Theater. Die Oper, wie man sie heute kennt, stammt aber erst aus dem 17. Jahrhundert. Beliebt waren Opern über die Sagen und Götter der alten Griechen. Kamen die ersten Opern aus Italien, so schrieben bald auch Franzosen und Deutsche Opern.<eop>Bekannte Opern sind die „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart, der „Troubadour“ von Giuseppe Verdi und der „Fliegende Holländer“ von Richard Wagner. Auch im 20. Jahrhundert hat man noch Opern geschrieben. In den Opernhäusern spielt man aber meistens die älteren Stücke.<eop>"}, {"title": "Ostsee", "id": 224, "text": " Die Ostsee ist ein Meer im Norden von Europa. Es ist fast ganz von Ländern umgeben. Nur im Westen gibt es einen schmalen Meeresweg in die Nordsee. Auch Deutschland hat eine Ostseeküste, hier liegt auch die größte deutsche Insel, Rügen. Die größte Ostseeinsel ist allerdings die dänische Insel Seeland.<eop>Im Vergleich zur Nordsee ist die Ostsee etwa ein Fünftel kleiner, ungefähr so groß wie Deutschland und Österreich zusammen. Das Wasser der Ostsee ist deutlich weniger salzig, denn aus den Flüssen erhält es viel Süßwasser, zum Beispiel aus der Oder. Teile der Ostsee frieren im Winter zu: im Norden bei Schweden und Finnland und im Osten bei Russland.<eop>Für viele Länder an der Ostsee ist sie der einzige Weg, um mit dem Schiff in den Atlantischen Ozean zu kommen. Außerdem fängt man hier Hering und Dorsch, und an der Küste machen viele Menschen Urlaub. Beliebt sind auch Schiffsfahrten zwischen den großen Städten. Früher gab es über die Ostsee Butterfahrten, auf denen man übers Meer in andere Ländern fuhr und dort günstige Lebensmittel wie Butter kaufen konnte.<eop> "}, {"title": "Papageien", "id": 225, "text": "Papageien sind Vögel. Es gibt davon über 300 Arten. Einige von ihnen können die Stimmen von Menschen nachmachen. Papageien haben ein ziemlich großes Gehirn, darum können sie gut lernen. Zu den Papageien gehören auch die Sittiche und Kakadus.<eop>Der Körper des Vogels steht aufrecht und ist eher schwer. Papageien mögen Körner, Nüsse und Früchte, darum ist der Schnabel kräftig und gebogen. Die Federn haben bei manchen Arten viele verschiedene Farben, während andere Arten fast einfarbig sind.<eop>Einige Menschen halten Papageien als Haustiere. Allerdings hält man in vielen Ländern Papageien für Schädlinge, weil sie die Früchte in der Landwirtschaft wegfressen. Es werden auch Papageien gejagt und dann als Haustiere gehalten. Manche Papageienarten sind auch darum vom Aussterben bedroht. <eop>Papageien leben normalerweise in den warmen Gegenden der Welt: in Südamerika, Afrika, Australien und im Süden von Asien. Einige Hauspapageien sind ihren Besitzern weggeflogen, so dass es heute auch Papageien in nördlichen Ländern gibt.<eop><eop>"}, {"title": "Pazifischer Ozean", "id": 226, "text": "Der Pazifische Ozean wird auch Stiller Ozean oder kurz Pazifik genannt und ist das größte der drei Weltmeere. Er liegt zwischen Asien und Australien im Westen und Amerika im Osten. Zusammen mit seinen Nebenmeeren ist er fast so groß wie alle anderen Meere der Erde zusammen. Außerdem ist er größer als alle Kontinente zusammen.<eop>Der Name des Ozeans kommt von dem portugiesischen Seefahrer Ferdinand Magellan. Er umsegelte 1520 als erster Europäer die Südspitze von Südamerika. Dabei musste er viele Stürme überstehen und war froh, als der neuentdeckte Ozean auf einmal so still vor ihm lag. Trotzdem gibt es aber auch hier manchmal heftige Stürme und Wirbelstürme.<eop>In der Westhälfte des Stillen Ozeans liegen einige größere Inseln wie Neuguinea oder Neuseeland. Vor allem aber gibt es hier unzählige kleine Inseln. Alle zusammen nennt man manchmal „Ozeanien“, so als wäre es ein eigener Kontinent.<eop>Auch einige der tiefsten Stellen der Erde befinden sich hier: Der Marianengraben ist an seiner tiefsten Stelle über 11.000 Meter tief. Außerdem gibt es im und rund um den Pazifischen Ozean besonders viele Vulkane, feuerspeiende Berge. Wissenschaftler sprechen deshalb vom „Pazifischen Feuerring“.<eop> "}, {"title": "Pfau", "id": 227, "text": " Pfauen sind eine Vogelart. Sie sind nahe mit den Hühnern verwandt. Am bekanntesten ist bei uns der Blaue Pfau, der ursprünglich aus Indien und seinen Nachbarländern kommt. Der Grüne Pfau wohnt etwas östlicher: von Bangladesch bis nach Malaysia. <eop>Das Männchen ist auch beim Pfau der Hahn. Er trägt einen verlängerten Schwanz, den man Schleppe nennt. Sie besteht aus etwa 150 Federn, die auf jedem Ende ein „Auge“ tragen. Damit will der Pfau Feinde vertreiben und die Weibchen beeindrucken, wenn er das Rad schlägt. Die Weibchen sind die Hennen. Sie tragen nur zurückhaltende Farben. Der Vorteil: Sie fallen weniger auf und sind dadurch beim Ausbrüten ihrer Eier besser geschützt. <eop>Pfauen fressen alles, was Hühner auch fressen: Körner, Kräuter, Würmer, aber auch kleine Schlangen. In den Ursprungsländern gibt es zwar etwas weniger Pfauen als früher, aber gefährdet sind sie nicht. Ihre größten Feinde sind Tiger und Leoparden.<eop>Schon vor 4000 Jahren brachten die Menschen Pfauen in die Länder rund um das Mittelmeer. Das Pfauenfleisch aßen sie. Die Tiere wurden aber auch als Schmuck in Parks gehalten. Weil sie nicht weglaufen, ist das recht einfach. Pfauen können fliegen, aber nicht weit. Füttern kann man sie mit Hühner- oder Gänsefutter.<eop>Zu einer Pfauenfamilie gehört ein Hahn, mehrere Hennen und die Jungtiere. Nach der Paarung bauen die Hennen ein Nest, am liebsten an einem Waldrand mit dichten Büschen. Sie legen vier bis sechs Eier. Die Hennen brüten die Eier allein aus. Das dauert etwa vier Wochen. Nach einem Monat bekommen die Küken ihre Krone. Mit drei Jahren bekommen die Männchen ihr leuchtendes Federkleid. Geschlechtsreif sind sie aber schon etwas vorher.<eop><eop>"}, {"title": "Pflanzen", "id": 228, "text": "Eine Pflanze ist ein Lebewesen. Pflanzen sind eines von sechs großen Reichen in der Biologie, der Wissenschaft vom Leben. Tiere sind ein anderes Reich. Bekannte Pflanzen sind Bäume und Blumen. Auch Moose sind Pflanzen, Pilze hingegen gehören wieder zu einem anderen Reich.<eop>Die meisten Pflanzen leben auf dem Erdboden. In der Erde haben sie Wurzeln, mit denen sie Wasser und andere Stoffe zum Leben aus dem Boden holen. Oberhalb der Erde ist ein Stamm oder Stängel. Daran wachsen die Blätter. Pflanzen bestehen aus vielen kleinen Zellen, mit Zellkern und Zellhülle.<eop>Eine Pflanze braucht das Licht der Sonne. Die Energie aus dem Licht hilft dabei, dass die Pflanze ihre Nahrung herstellen kann. Dafür hat sie einen besonderen Stoff in den Blättern, das Chlorophyll, sprich Kloro-Füll.<eop>Was sind Pionierpflanzen? Pionierpflanzen sind Pflanzen, die an einem besonderen Ort als erste wachsen. Solche Orte entstehen plötzlich durch Erdrutsche, Vulkanausbrüche, nach Hochwassern, nach Waldbränden, beim Rückzug von Gletschern und so weiter. Solche Orte können aber auch frisch ausgehobene Gräben, oder planierte Flächen auf Baugrundstücken sein. Pionierpflanzen brauchen besondere Eigenschaften:<eop>Die eine Eigenschaft ist die Art, wie sich die Pionierpflanzen verbreiten. Die Samen müssen so beschaffen sein, dass sie mit dem Wind weit fliegen können, oder Vögel tragen sie mit und scheiden sie mit ihrem Kot wieder aus.<eop>Die zweite Eigenschaft betrifft die Genügsamkeit mit dem Boden. Eine Pionierpflanze darf keine Ansprüche stellen. Sie muss fast oder sogar ganz ohne Dünger auskommen. Dies gelingt, indem sie den Dünger aus der Luft beziehen kann oder zusammen mit bestimmten Bakterien aus dem Erdboden. So machen es beispielsweise die Erlen.<eop>Typische Pionierpflanzen sind auch Birken, Weiden oder der Huflattich. Die Pionierpflanzen werfen jedoch ihr Laub ab oder die ganze Pflanze stirbt nach einer gewissen Zeit. Dadurch entsteht neuer Humus. Der ermöglicht es anderen Pflanzen, sich auszubreiten. Meist sterben dafür nach einer gewissen Zeit die Pionierpflanzen ab.<eop> "}, {"title": "Philosophie", "id": 229, "text": " Die Philosophie ist eine Wissenschaft. Sie stellt wichtige, allgemeine Fragen, um die Welt zu verstehen: Was können Menschen wissen? Wie soll man sich richtig verhalten? Was ist veränderlich, und was bleibt?<eop>Der Ausdruck Philosophie kommt aus dem Griechischen und heißt so viel wie „Liebe zur Weisheit“. Im Alten Griechenland gab es weise Leute, die neugierig auf die Welt waren. Die Philosophen haben immer neues Wissen gesucht, und sie haben sich Fragen über die Welt gestellt.<eop>Vieles, was man damals und später „Philosophie“ genannt hat, würde man heute als Wissenschaft bezeichnen. Wie soll ein Staat funktionieren? Das ist jetzt eine Frage für die Politikwissenschaft. Wie soll man Kinder erziehen? Damit beschäftigt sich die Pädagogik. Woraus bestehen die Dinge? Das ist ein Thema für die Chemie und die Physik. Früher waren das alles philosophische Themen.<eop>Aber auch heute noch gibt es Philosophie. Wo ein „normaler“ Wissenschaftler etwas erforscht und Antworten findet, stellt ein Philosoph sich immer weiter Fragen. Er will wissen, wie etwas eigentlich ist und rätselt über das Wissen an sich. Bekannte Philosophen waren zum Beispiel Sokrates, Plato und Aristoteles im Alten Griechenland oder Immanuel Kant in der Neuzeit.<eop>"}, {"title": "Pizza", "id": 230, "text": " Eine Pizza ist ein Gericht aus Italien. Heute kennen wir die Pizza als Hefeteig, der mit Tomatensoße, Mozzarella und anderen Zutaten wie zum Beispiel Salami, Schinken oder Pilzen belegt und mit Basilikum oder Oregano gewürzt ist. Sie gilt neben Spaghetti als das italienische Nationalgericht.<eop>Ursprünglich war die Pizza aber nur ein Fladenbrot, das mit würzigen Kräutern im Ofen gebacken wurde. Solche Kräuterbrote sollen schon die Etrusker im Altertum gebacken haben, die Etrusker sind ein Volk aus Mittelitalien. Die Pizza mit Tomaten ist wahrscheinlich vor etwa 250 Jahren im 18. Jahrhundert erfunden worden, als in Italien die Tomate weiter verbreitet war. <eop>Eine Pizza mit Tomatensoße und Käse, wie wir sie heute kennen, soll zuerst 1889 in Neapel, einer Stadt im Süden Italiens, verkauft worden sein. Es heißt, dass damals der italienische König mit seiner Frau, der Königin Margherita, bei einem Pizzabäcker Pizza bestellt habe. Der Pizzabäcker wollte dem Königspaar eine besondere Mahlzeit servieren und belegte die Pizza in den italienischen Nationalfarben: Grünes Basilikum, weißer Mozzarella und rote Tomaten. So entstand das Gericht, was wir heute als Pizza Margherita kennen. Wissenschaftler sind sich inzwischen sicher, dass die Geschichte nicht ganz stimmt. Die Königin hatte sich von verschiedenen Pizzabäckern Pizza in ihren Palast liefern lassen und so die Pizza Margherita entdeckt. <eop>Später wurde die Pizza durch italienische Auswanderer erst in den USA, dann auch im Rest von Europa bekannt. Die erste Pizzeria in Deutschland, eröffnete 1952 in Würzburg in Bayern. Heute gibt es auch viele Läden, die Pizza als Fastfood anbieten und frei Haus liefern. Außerdem kann man sich im Supermarkt tiefgekühlte Pizza kaufen, die man dann zu Hause aufbacken kann. <eop><eop>"}, {"title": "Politik", "id": 231, "text": "In der Politik versucht man, mit mehreren Menschen eine Entscheidung zu treffen. Das Wort kommt aus dem Griechischen: „polis“ nannte man Städte im alten Griechenland. Es ging darum, wer was wie bestimmen durfte. Meistens denkt man beim Wort „Politik“ an das, was im Staat passiert und viele Leute angeht.<eop>Politik findet in einem bestimmten Staat statt. Die Grundlage dafür ist eine Verfassung, ein besonderes Gesetz. Darin wird beschrieben, welche Organe was machen dürfen. Die wichtigsten Organe sind das Parlament und die Regierung.<eop>Zweitens geht es in der Politik um die sogenannten Inhalte. Was genau soll gemacht werden? Soll eine Gemeinde Geld für ein Schwimmbad oder für eine Schule ausgeben? Für wen wäre welche Entscheidung gut?<eop>Aber es ist auch wichtig, auf welche Weise man zu Entscheidungen kommt. Manchmal dauert das lang, manchmal kurz. Vielleicht dürfen viele Leute mitentscheiden, vielleicht nur sehr wenige oder nur einer. <eop>Die Wissenschaft, die sich mit Politik beschäftigt, ist die Politikwissenschaft. Politikwissenschaftler oder Politologen interessieren sich für drei Dinge: Politische Systeme haben damit zu tun, welche Organe und welche Menschen etwas machen. Politische Ideen sind die Gedanken, die man sich vom Altertum bis heute über gute Politik gemacht hat. Internationale Politik ist die Politik zwischen den Staaten oder für mehrere Staaten gemeinsam.<eop>"}, {"title": "Polizei", "id": 232, "text": " Die Polizei gehört zum Staat. Sie ist dazu da, dass die Einwohner sicher leben. Wenn jemand etwas getan hat, wofür er bestraft werden kann, dann hilft die Polizei dabei, dass er vor ein Gericht kommt. Polizisten sorgen auch dafür, dass sich Autos, Fahrradfahrer und andere an die Verkehrsregeln halten. Was genau die Polizei macht, ist von Land zu Land etwas unterschiedlich.<eop>Das Wort Polizei kommt vom selben griechischen Wort wie „Politik“ und „Stadt“. Es macht deutlich, dass die Einwohner einer Stadt gemeinsame Abmachungen und Regeln brauchen. Im Deutschen gibt es das Wort schon seit dem Mittelalter. <eop>Lange Zeit dachte man bei der Polizei an das, was der Staat Gutes für seine Einwohner tut: Sie kümmert sich um Sicherheit und Wohlfahrt, also, dass die Menschen gesund sind und zu essen haben. Im 19. Jahrhundert kam es dazu, dass man nur noch an die Sicherheit dachte. Dabei war nicht jeder zufrieden mit der Polizei: Sie diente auch dazu, die Einwohner zu überwachen und zu bestrafen, wenn man eine andere Meinung als der König hatte. Um die Wohlfahrt kümmern sich heute die Sozialämter. <eop>In einer heutigen Demokratie dürfen Polizisten meist viel weniger als früher. Sie müssen sich an die Verfassung, die Gesetze und weitere Regeln halten. Sonst bekommen sie nicht nur Ärger mit ihrem Chef: Auch der einzelne Einwohner kann sich beschweren, wenn er sich von einem Polizisten schlecht behandelt fühlt. Manchmal wird sogar ein Polizist von einem Gericht verurteilt.<eop>Zur Polizei gehören aber nicht nur Polizisten, die wir im Straßenverkehr sehen. Sie sorgen auch für die Sicherheit bei Konzerten und anderen Anlässen mit vielen Menschen. Die Mitarbeiter der Kriminalpolizei tragen keine Uniform. Man soll sie auch nicht gleich erkennen. Auch Abteilungen, die sich gegen den Gebrauch von Drogen einsetzen und viele andere sind im Einsatz.<eop><eop>"}, {"title": "Potsdam", "id": 233, "text": "Potsdam ist die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Brandenburg. Mit etwa 160.000 Einwohnern ist es die größte Stadt Brandenburgs. Potsdam liegt am Fluss Havel und grenzt im Nordosten an Berlin.<eop>Potsdam wurde wohl im 10. Jahrhundert gegründet. 1345 erhielt es das Stadtrecht, blieb aber zuerst eher unbedeutend. Ab 1416 gehörte die Stadt den Hohenzollern, der Königsfamilie von Preußen. Der preußische König Friedrich der Große machte Potsdam 1745 zu seinem Regierungssitz. Viele preußische Könige nach ihm regierten auch in Potsdam, darum gibt es in Potsdam viele Schlösser. Das bekannteste ist das Schloss Sanssouci, das Friedrich der Große erbauen ließ. Im Park Sanssouci, der darum liegt, gibt es aber noch mehrere andere Schlösser. <eop>Im Schloss Cecilienhof hielten im Sommer 1945 drei Siegermächte des Zweiten Weltkriegs die Potsdamer Konferenz ab. Die Teilnehmer aus den USA, Großbritannien und der Sowjetunion berieten, wie es im besetzten Deutschland weitergehen sollte. Ab dem Jahr 1949 gehörte Potsdam zur Deutschen Demokratischen Republik. Seit der Wiedervereinigung 1990 ist es die Hauptstadt von Brandenburg. <eop>Außerdem ist Potsdam bekannt für die Babelsberger Filmstudios, die ersten großen Filmstudios der Welt. Dort werden bis heute deutsche Filme für das Kino gedreht. Auch für die Astronomie ist Potsdam ein wichtiger Ort: Das Astrophysikalische Institut steht auf dem Telegrafenberg.<eop> "}, {"title": "Puls", "id": 234, "text": "Der Puls ist der Herzschlag, wie er durch die Blutbahn in den Körper geht. Mit dem „Puls“ meint man, wie schnell und wie kräftig das Herz schlägt. Durch das Fühlen oder Messen des Pulses kann man feststellen, wie gut es dem Körper geht. Der Puls sollte nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam gehen.<eop>Was für ein Pulsschlag normal ist, hängt vom Alter ab. Bei Babys und Kindern geht der Puls recht schnell, und zwar 100 bis 150 mal pro Minute. Bei Erwachsenen schlägt er zwischen 50 und 100 mal in der Minute. Bei gut trainierten Sportlern ist er langsamer.<eop>Man misst den Puls normalerweise dann, wenn der Mensch ruhig ist. Das heißt auch Ruhepuls. Aber auch während einer körperlichen Belastung muss der Puls manchmal gemessen werden, dann spricht man von Belastungspuls. Das tun zum Beispiel Sportler, um optimal zu trainieren.<eop>Am einfachsten ist es, wenn man den Puls eines anderen Menschen mit Zeigefinger und Mittelfinger an der Innenseite seines Handgelenks fühlt. Auf dem Bild rechts kann man die Stelle gut sehen. Hier verläuft eine Ader, an der man den Puls gut fühlen kann. Dabei zählt man die Schläge eine Minute lang. Man darf nicht den Daumen verwenden, weil man dann versehentlich den eigenen Puls fühlt. Man kann den Puls auch gut seitlich vorne am Hals fühlen. Es gibt aber auch besondere Geräte zum Pulsmessen.<eop><eop>"}, {"title": "Puma", "id": 235, "text": "Der Puma ist eine Katzenart, die wild lebt. Er gehört zu den Kleinkatzen. Pumas gibt es nur in Nord- und Südamerika. Der Puma heißt auch Silberlöwe, Berglöwe oder Kugar. Es gibt von ihm etwa 50.000 Tiere. Sie sind nicht vom Aussterben bedroht.<eop>Ein Pumamännchen ist an den Schultern etwa 60 Zentimeter hoch. Von der Schnauze bis zum Po misst er 70 Zentimeter bis über einen Meter. Der Schwanz ist nochmals fast so lang. Es wiegt etwa 60 Kilogramm. Weibchen sind etwas kleiner und leichter.<eop>Pumas sind sehr kräftig. Sie können vom Boden aus auf über fünf Meter Höhe springen. So gelangen sie auch bei großen Bäumen auf die untersten Äste. Damit retten sie sich, wenn sie von einem Wolfsrudel angegriffen werden.<eop>Pumas erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. Das ist schneller als ein Auto in den Städten fahren darf. Mit einem kurzen Spurt jagen sie vor allem Hirsche, aber auch Elche, Rentiere, Mäuse, Ratten, Waschbären, Biber und viele andere Tiere.<eop>Pumas sind Einzelgänger. Sie durchstreifen riesige Gebiete und treffen sich nur um sich zu paaren. Die Mutter trägt die Jungen etwa drei Monate lang im Bauch. Schon vor der Geburt verlässt das Männchen sie wieder. <eop>Die Puma-Mutter bringt meist Zwillinge oder Drillinge zur Welt. Jedes ist etwa 300 bis 400 Gramm schwer, also etwa so schwer wie drei bis vier Tafeln Schokolade. Die Jungen trinken Milch bei der Mutter. Mit etwa sieben Wochen fressen sie auch Fleisch. Nach etwas weniger als zwei Jahren verlassen sie die Familie.<eop> "}, {"title": "Pyramide", "id": 236, "text": "Eine Pyramide ist zunächst eine bestimmte Form, die auch in der Mathematik vorkommt. Oft denkt man bei diesem Ausdruck aber an ein Bauwerk, das diese Form hat. Dabei ist die Grundfläche viereckig. Die Ecken kommen oben spitz in einer einzigen Ecke zusammen. Verschiedene Hochkulturen auf der Erde haben solche Gebäude gebaut, ohne voneinander zu wissen.<eop>Die größte und bekannteste Pyramide ist die Cheops-Pyramide aus dem Alten Ägypten. Pharao Cheops hat sie vor über 4500 Jahren bauen lassen. Sie ist das einzige der Sieben Weltwunder, das heute noch zu sehen ist. In Ägypten hat man ungefähr 80 Pyramiden gefunden, die meistens viel kleiner sind. In einer Pyramide wurde ein König begraben.<eop>Weitere Pyramiden gab es in Mesopotamien, diese Gegend liegt heute im Irak. Man nennt sie Zikkurat. Sie dienten als Tempel, als Ort, wo man zu den Göttern gebetet hat. Tempel-Pyramiden gab es aber auch auf einem ganz anderen Kontinent, in Amerika: Dort haben Indianer vor der Zeit von Christoph Kolumbus solche Pyramiden gebaut.<eop>Nicht nur im Altertum hat man Pyramiden gebaut. Die späteren Pyramiden sollten aber meistens durchaus eine Erinnerung an das Alte Ägypten sein. Ein bekanntes Beispiel ist die Pyramide auf dem Marktplatz von Karlsruhe in Süddeutschland. Darunter ist der Gründer der Stadt begraben.<eop> "}, {"title": "Quallen", "id": 237, "text": " Quallen nennt man auch Medusen. Sie sind Nesseltiere. Sie heißen so, weil sie ein Gift ausstoßen, wenn man sie berührt. Dieses Gift brennt manchmal auf der Haut, ähnlich wie bei Brennnesseln. <eop>Quallen leben nicht immer als Quallen. Wenn sie noch klein sind, sitzen sie fest am Meeresgrund und heißen „Polypen“. Später lösen sie sich vom Boden und lassen sich im Wasser treiben, noch später schwimmen sie frei herum. Dann erst nennt man sie Quallen.<eop>Quallen leben im Meer und ernähren sich von kleinen Tieren, Krebsen und Larven anderer Tiere. Größere Quallen fressen auch andere Quallen oder sogar kleine Fische. Quallen können Hell und Dunkel unterscheiden. Sie haben besondere Augen, die man „Flachaugen“ nennt. Jedes dieser Augen besteht aus mehreren Sinneszellen. Damit erkennen sie eine Lichtquelle oder einen Schatten. <eop>Der Körper einer Qualle besteht aus einem Oberteil, der ein bisschen wie ein Schirm aussieht. Sie bewegen sich fort, indem sie Wasser in ihren Körper einsaugen und dann schnell wieder ausstoßen. Das sieht aus wie ein Regenschirm, der sich langsam öffnet und schnell wieder schließt. <eop>An der Unterseite befinden sich die „Nesseln“. Die Nesseln enthalten ein Gift, damit betäubt die Qualle ihre Beute. Das Gift mancher Quallen kann auch für Menschen gefährlich sein: Wenn man sie berührt, fühlt man Schmerzen, die Haut juckt und wird rot. Manchmal kriegt man auch Blasen. Vom Gift einiger weniger Arten kann man sogar sterben. Die meisten Quallen sind aber für Menschen ungefährlich. In Asien werden nichtgiftige Quallen sogar gefangen und gegessen.<eop>Wie vermehren sich Quallen?<eop>Für die Fortpflanzung braucht es eine männliche und eine weibliche Qualle. Die Befruchtung geschieht im Wasser. Das nennt man eine geschlechtliche Fortpflanzung. Aus einer befruchteten Eizelle entsteht eine kleine Larve. Die Larve schwimmt zu einem geeigneten Stein oder zu einer Koralle und klebt sich dort fest. Auf dem Bild sind das die Nummern 1 – 4. <eop>Ab jetzt ist es ein Polyp. Er kann aus sich selber eine Art Zwillinge und noch viel mehr Geschwister machen, die alle genau gleich sind. Auf dem Bild ist nur ein einziger Polyp dargestellt. <eop>In der nächsten passenden Jahreszeit streckt sich der Polyp und schnürt sich in einzelne Ringe ab. Das sind die Bilder 5 – 10. Diese Polypen sind erst wenige Millimeter groß.<eop>Bild 11 zeigt, wie sich einzelne Ringe ablösen. Jeder Ring ist eine selbständige Qualle. Das alles zusammen ist eine ungeschlechtliche Fortpflanzung. Dann beginnt der ganze Kreislauf von vorne.<eop><eop>"}, {"title": "Rad", "id": 238, "text": "Ein Rad ist ein Gegenstand in Kreisform. In der Mitte des Gegenstandes kann man eine Achse anbringen. Die ersten Räder waren meist aus Holz. Befestigt man am anderen Ende der Achse, einem länglichen Stab, ein zweites Rad, kann man damit schwere Lasten transportieren. Damit die Ladung nicht rutscht oder herunterfällt, baut man über die Achse einen Wagen. Das Rad ist eine der wichtigsten Erfindungen der Welt.<eop>Bevor es das Rad gab, konnte man zum Beispiel einen Schlitten bauen und diesen ziehen. Auf einem trockenen Boden war das recht schwer. So rieb der Schlitten gegen den Boden und ging bald kaputt.<eop>Das Rad wurde in den frühen Hochkulturen erfunden, vor etwa 5000 Jahren. Es stammt aus Europa und aus Mesopotamien, das liegt im heutigen Irak. Schließlich verwendete man das Rad überall, um etwas zu transportieren. Bevor Christoph Kolumbus nach Amerika kam, war das Rad dort unbekannt. Das Fahrrad, das oft auch kurz Rad genannt wird, gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert.<eop><eop>"}, {"title": "Rakete", "id": 239, "text": "Eine Rakete ist ein Flugkörper mit einem Rückstoßantrieb. Das bedeutet, dass eine Rakete sich vorwärts bewegt, indem sie nach hinten etwas ausstößt. Das ist ihr verbrannter Treibstoff. Man kann sich das in etwa so vorstellen: Wenn man in einem Schlauchboot auf einem See sitzt und einen schweren Stein nach hinten aus dem Schlauchboot wirft, dann wird sich das Schlauchboot dadurch vorwärts bewegen. Man hat sich also an dem Stein, den man nach hinten geworfen hat, nach vorne abgestoßen. Der Stoß hat einen Rückstoß bewirkt.<eop>Raketen haben meist eine lange schlanke Form, vorne eine Spitze und am hinteren Ende kurze Flügel zur Stabilisierung der Flugbahn. Sie beschleunigen recht lange, während der gesamten Brenndauer des Treibstoffes. Das unterscheidet Raketen von Geschossen, bei denen die Beschleunigung extrem kurz aber dafür viel stärker ist.<eop>Eine Rakete führt alles mit sich, was sie zum Antrieb benötigt, also Brennstoff und Sauerstoff. Deshalb kann sie auch in luftleerem Raum fliegen. Nur so kommt man auch ins Weltall. Eine Rakete ist dann ein Raumschiff. Flugzeugmotoren brauchen Luft zur Verbrennung des Treibstoffs. Die gibt es im Weltall aber nicht.<eop> Wozu dienen Raketen? Es gibt verschiedene Arten von Raketen. Jeder kennt zum Beispiel die Feuerwerksraketen von Silvester. Sie sollen nur eine Ladung mit Feuerwerkseffekten hoch in den Himmel tragen, dahin, wo man sie gut sehen kann. Dazu brauchen sie keine Steuerung. Der lange Holzstab stabilisiert ihre Flugbahn.<eop>Mit Raketen werden auch Astronauten oder Satelliten in den Weltraum befördert. Diese Raketen müssen natürlich gesteuert werden können, damit sie auf Kurs bleiben. Sie sind sehr groß und müssen sehr viel Treibstoff enthalten. Dadurch werden sie auch extrem schwer. Nur ganz vorne in der Spitze befindet sich das, was transportiert werden soll. Der ganze Rest ist Treibstoff und Tank.<eop>Um nicht die ganze Zeit unnötig viel Gewicht mitzunehmen, werden Teile der Rakete abgesprengt. Man nennt das auch mehrstufige Raketen. Das Absprengen geschieht bei den meisten, wenn sie ausgebrannt sind, also keinen Treibstoff mehr enthalten. Bei manchen Raketen lässt man aber noch etwas Treibstoff drin und lenkt sie kontrolliert zur Erde zurück. So kann man die Tanks später wieder verwenden. <eop>Es gibt aber auch Raketen, die nur militärischen Zwecken dienen. Sie sollen zum Beispiel im Krieg Geschosse oder Sprengkörper befördern. Die ersten Raketen der Geschichte wurden zu diesem Zweck in China bereits vor fast 800 Jahren, also im 13. Jahrhundert gezündet. Im Kampf gegen die Mongolen wurden von Schwarzpulver angetriebene Raketen verschossen. Die Mongolen wurden durch diese fliegenden, rauchenden und stinkenden Waffen in Angst und Schrecken versetzt.<eop><eop>"}, {"title": "Rathaus", "id": 240, "text": "Rathaus nennt man das Haus, in dem die Politiker und Mitarbeiter einer Stadt oder Gemeinde „Politik machen“ und arbeiten. Hier trifft sich der Rat, das heißt die Volksvertretung der Stadt. So ein Parlament entscheidet über die wichtigsten Dinge in der Stadt. Außerdem arbeiten dort der Bürgermeister und die Verwaltung: der Chef der Stadt und seine Mitarbeiter. <eop>In manchen Städten sind die Politiker und Mitarbeiter in ein neues Gebäude umgezogen. Das alte Gebäude heißt dann vielleicht immer noch „Rathaus“ oder „Altes Rathaus“. Manchmal sagt man „Rathaus“ und meint damit nicht wirklich das Gebäude, sondern die Politiker der Stadt oder die Stadtverwaltung.<eop> Was passiert in einem Rathaus? In Europa gibt es schon seit dem Mittelalter solche Rathäuser, wie man sie heute kennt. Allerdings hat man sie oft nicht nur für den Rat verwendet. Ein Ort war eine Stadt unter anderem, wenn man dort einen Markt abhalten durfte. Daher fand der Markt oft im Rathaus statt. Im Rathaus gab oder gibt es außerdem vielleicht ein Restaurant.<eop>Ein Rathaus braucht einen großen Saal, in dem der Rat sich treffen kann. Bei einer großen Stadt wie Hamburg sind das 121 Ratsmitglieder. Der Rat kommt aber nicht ständig zusammen. Darum nutzen viele Rathäuser ihren Saal noch für etwas anderes. Zum Beispiel spielt man in Konzerten Musik, oder es finden Treffen von Wissenschaftlern oder Künstlern statt.<eop> "}, {"title": "Ratten", "id": 241, "text": "Ratten sind eine Gattung von Nagetieren. Es gibt über 60 verschiedene Arten von Ratten. Außerdem werden manchmal andere kleine Nagetiere als Ratten bezeichnet, obwohl sie nicht zu dieser Gattung gehören.<eop>Am weitesten verbreitet ist die Wanderratte, von der auch die heutigen Ratten abstammen, die wir als Haustiere halten. Sie leben gern zusammen und sind sehr klug. Sie können gut riechen, hören und bei wenig Licht sehen. Wichtig für die Ratte ist der Schwanz. Er ist leicht behaart und dient als eine Art Antenne, mit der die Ratte ihre Umgebung abtastet. Außerdem können sie sich mit ihm abstützen oder das Gleichgewicht halten.<eop>Viele Menschen fürchten Ratten, andere finden Ratten toll. Manche haben sogar eine Ratte als Haustier, diese bestimmten Ratten werden Farbratten genannt, sind aber sehr selten.<eop>Die Wanderratten, die draußen leben, fühlen sich in der Nähe von Menschen sehr wohl, weil sie dort leicht Futter finden. Sie halten sich zum Beispiel in Abwasser-Kanälen auf, weil sie dort Essenreste finden. Viele Menschen spülen diese nämlich ins Klo runter, aber das sollte man eben deshalb nicht tun. Früher haben diese Tiere das Getreide aus den Kornkammern gefressen.<eop>Ratten sind sehr scheue Tiere, man braucht keine Angst haben, sie ziehen sich schnell zurück, wenn sie Menschen begegnen. Aber man sollte sie auch nicht anfassen, da sie Krankheiten übertragen.<eop>"}, {"title": "Raubtiere", "id": 242, "text": "Raubtiere jagen, töten und fressen andere Tiere. Von ihnen ernähren sie sich zur Hauptsache. Alle Raubtiere sind Säugetiere. Ihre Beute sind meist Tiere mit einem Skelett und einer Wirbelsäule, also Wirbeltiere. Die eine Gruppe der Raubtiere ist verwandt mit den Katzen, die andere mit den Hunden. Es gibt sie fast auf der ganzen Welt.<eop>Zu den Katzenartigen gehören die Hyänen und alle Katzen wie die Löwen, Tiger, Pumas, Leoparden und viele andere. Zu den Hundeartigen gehören die Hunde, Bären, Walrosse, Marder und einige mehr. <eop>In der Wissenschaft nennt man die Raubtiere „Carnivora“. Das kommt von den lateinischen Wörtern „Fleisch“ und „verschlingen“, sie verschlingen also Fleisch. Allerdings stimmt das nicht immer: Der Bär frisst fast alles, was er findet. Der Pandabär frisst vor allem Bambusblätter und nur selten ein kleines Wirbeltier. <eop>Die Raubtiere haben gewisse gemeinsame Merkmale. Dazu gehört vor allem ein starkes Gebiss, damit sie ihre Beute töten und zerkleinern können. Weil sie meist nur Fleisch essen, haben sie einen kurzen Darm. Dazu haben alle ein eher großes Gehirn. <eop> "}, {"title": "Reh", "id": 243, "text": "Das Reh gehört zur Familie der Hirsche und ist ein Säugetier. Das Männchen heißt Rehbock. Das Weibchen heißt Ricke oder Geiß. Das Jungtier ist ein Rehkitz oder einfach ein Kitz. Nur das Männchen trägt ein kleines Geweih, also kein so mächtiges Geweih wie etwa der Rothirsch.<eop>Ausgewachsene Rehe werden über einen Meter lang. Die Schulterhöhe liegt zwischen 50 und 80 Zentimeter. Das misst man vom Boden bis zum obersten Teil des Rückens. Das Gewicht liegt zwischen etwa 10 und 30 Kilogramm, also etwa so wie viele Hunde. Dabei kommt es ganz darauf an, ob sich das Reh gut ernähren konnte. <eop>Bei uns meint man mit dem Reh immer das Europäische Reh. Es lebt in ganz Europa außer ganz oben im Norden, aber auch in der Türkei und in einigen ihrer Nachbarländer. Weiter weg gibt es keine Europäischen Rehe. Das Sibirische Reh ist ganz ähnlich. Es lebt im Süden Sibiriens, in der Mongolei, in China und in Korea.<eop>Wie leben Rehe? Rehe fressen Gräser, Knospen, verschiedene Kräuter sowie junge Blätter. Auch junge Triebe mögen sie gerne, beispielsweise von kleinen Tannen. Das wiederum mag der Mensch nicht, weil sich dann die Tannen nicht richtig entwickeln können. <eop>Wie unsere Milchkühe sind Rehe Wiederkäuer. Sie kauen ihre Nahrung also nur grob und lassen sie dann in eine Art Vormagen gleiten. Später legen sie sich gemütlich hin, würgen die Nahrung wieder herauf, kauen sie ausgiebig und schlucken sie dann in den richtigen Magen.<eop>Rehe sind Fluchttiere, weil sie sich nicht verteidigen können. Sie leben gerne an Orten, an denen sie Deckung vorfinden. Außerden können Rehe sehr gut riechen und erkennen ihre Feinde frühzeitig. Adler, Wildkatzen, Wildschweine, Hunde, Füchse, Luchse und Wölfe fressen gerne Rehe, vor allem die jungen Rehe, die nicht fliehen können. Auch der Mensch jagt Rehe, und viele werden von Autos totgefahren.<eop>Wie vermehren sich Rehe? Rehe leben üblicherweise allein. Im Juli oder August suchen sich die Männchen ein Weibchen und haben Geschlechtsverkehr. Man sagt: Sie paaren sich. Die befruchtete Eizelle entwickelt sich jedoch erst etwa ab dem Dezember weiter. Im Mai oder Juni kommt es zur Geburt. Üblicherweise gibt es ein bis vier Jungtiere. Nach einer Stunde können diese bereits stehen, nach zwei Tagen können sie richtig laufen.<eop>Rehkitze trinken Milch bei der Mutter. Man sagt auch: Sie werden von der Mutter gesäugt. Deshalb gehören die Rehe zu den Säugetieren. Vorerst bleiben sie dort liegen, wo sie geboren wurden. Nach etwa vier Wochen unternehmen sie erste Streifzüge mit der Mutter und beginnen, Pflanzen zu fressen. Im übernächsten Sommer sind sie selbst geschlechtsreif. Sie können dann also selber Junge haben.<eop><eop>"}, {"title": "Reptilien", "id": 244, "text": "Reptilien oder Kriechtiere nennt man eine Klasse von Tieren, die zumeist auf dem Land leben. Zu ihnen gehören die Echsen, Krokodile, Schlangen und Schildkröten. Nur Meeres-Schildkröten und See-Schlangen leben im Meer.<eop>Früher hat man die Reptilien als eine von fünf großen Gruppen von Tieren angesehen, die eine Wirbelsäule im Rücken haben. Diese Ansicht ist jedoch teilweise überholt. Heute nennen Wissenschaftler nur noch Tiere mit ungefähr den folgenden Ähnlichkeiten so: <eop>Reptilien haben eine trockene Haut ohne Schleim. Das unterscheidet sie von den Amphibien. Sie haben auch keine Federn oder Haare, das unterscheidet sie von Vögeln und Säugetieren. Außerdem atmen sie mit einer Lunge, sind also keine Fische. <eop>Die meisten Reptilien haben einen Schwanz und vier Beine. Ihre Haut ist mit harten Hornschuppen geschützt, die manchmal sogar einen richtigen Panzer bilden. Weil diese Schuppen aber nicht mitwachsen, müssen Reptilien sich von Zeit zu Zeit häuten. Das heißt: Sie stoßen ihre alte Haut ab. <eop>Die meisten Reptilien vermehren sich, indem sie Eier legen. Nur die Eier der Krokodile und vieler Schildkröten haben eine harte Schale aus Kalk wie die Vogeleier. Die übrigen Reptilien legen Eier mit weichen Schalen. Oft erinnern diese an eine starke Haut oder an Pergament.<eop>Reptilien haben keine bestimmte Körpertemperatur. Sie passen sich der Umgebung an. Man nennt das „wechselwarm“. Eine Schlange beispielsweise hat also nach einem ausgiebigen Sonnenbad die höhere Körpertemperatur als nach einer kalten Nacht.<eop>"}, {"title": "Rheinland-Pfalz", "id": 245, "text": "Rheinland-Pfalz ist ein Bundesland im Südwesten von Deutschland. Hier wohnen etwa 4 Millionen Menschen, also nur wenig mehr als in Berlin. Die Hauptstadt des Bundeslandes ist Mainz, weitere größere Städte sind Ludwigshafen, Koblenz, Worms und Trier. <eop>Wie die meisten „Bindestrich-Länder“ ist auch Rheinland-Pfalz erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden, vorher war das Gebiet auf viele kleinere und größere Fürstentümer und Königreiche aufgeteilt. Das Rheinland gehörte zum Beispiel lange Zeit zu Preußen, die Pfalz dagegen zu Bayern. Aber auch die Bischöfe in Mainz und Trier herrschten früher über große Gebiete. Wegen ihrer Nähe zu Frankreich war die Region in früheren Jahrhunderten Schauplatz vieler Kriege.<eop>Der Name sagt es schon: Das Land liegt am Rhein, der es einmal von Süden nach Norden durchquert. Abseits der Talebene ist die Landschaft hauptsächlich von Mittelgebirgen geprägt, wie der Eifel, dem Westerwald, dem Hunsrück oder dem Pfälzerwald. Fast die Hälfte der Landesfläche ist von Wald bedeckt, damit gehört Rheinland-Pfalz zu den waldreichsten Gegenden von Deutschland. Das Bundesland hat zudem besonders viele Burgen und Festungen, die heute viele Touristen aus aller Welt anziehen. <eop>Bekannt ist Rheinland-Pfalz außerdem für seinen Wein, der vor allem entlang der Flüsse Rhein und Mosel angebaut wird. In Koblenz mündet die Mosel am Deutschen Eck in den Rhein. In der Rheinebene gibt es viel Industrie, darunter das Chemie-Unternehmen BASF in Ludwigshafen. Bis vor wenigen Jahren wohnten in Rheinland-Pfalz auch viele Soldaten: Nicht nur die deutsche Bundeswehr, sondern auch die Armee der USA hatte hier viele Stützpunkte. <eop> "}, {"title": "Rind", "id": 246, "text": "Rinder sind eine Gattung von Säugetieren mit glatten Hörnern am Kopf. Am bekanntesten ist unser Hausrind. Alle Rinder sind Vegetarier und Wiederkäuer. Sie ernähren sich meistens von Gras. Sie legen sich dann nieder, würgen das Gras aus dem Vormagen ins Maul hinauf und kauen es nochmals. Dann schlucken sie es in den richtigen Magen hinunter.<eop>Rinder sind groß: Vom Kopf bis zum Hinterteil messen sie 1,60 bis 3,50 Meter. Dazu kommt noch ein Schwanz, der etwa einen Meter lang ist. An den Schultern sind sie 70 Zentimeter bis zwei Meter hoch. Sie wiegen 150 bis 1000 Kilogramm. Die Weibchen sind etwas kleiner als die Männchen. Die Hörner der Weibchen sind etwas kürzer und dünner als bei den Männchen.<eop>Ursprünglich lebten die Rinder in Europa, Nordamerika, Asien und in Afrika. Zu den Rindern gehören alle Büffel und damit auch der Amerikanische Bison und der Yak. Auf unseren Bauernhöfen sehen wir vor allem das Hausrind, von dem unsere Milch kommt. Das Hausrind wurde aus dem ausgestorbenen Auerochsen gezüchtet, der ebenfalls ein Rind war. Auch andere Rinder wurden zu Haustieren gemacht. Rinder als Haustiere gibt es deshalb heute auch in Südamerika, Australien und Ozeanien.<eop>Die Ziegen gehören nicht zu den Rindern. Sie bilden eine eigene Gattung, ebenso die Schafe. Rinder, Ziegen und Schafe gehören zur Familie der Hornträger, zusammen mit vielen Antilopen.<eop><eop>"}, {"title": "Robben", "id": 247, "text": "Robben sind Säugetiere. Sie sind eine Gruppe von Raubtieren, die im und am Meer leben. Selten bewohnen sie auch Seen. Die Vorfahren der Robben waren Landtiere, die sich an das Wasser angepasst haben. Anders als Wale kommen sie aber auch ans Land.<eop>Bekannte große Robben sind Seebären und Walrosse. Die Kegelrobbe lebt an Nordsee und Ostsee und ist das größte Raubtier in Deutschland. See-Elefanten werden bis zu sechs Meter lang. Damit sind sie viel größer als Raubtiere an Land. Die Seehunde gehören zu den kleineren Robbenarten. Sie werden etwa eineinhalb Meter lang.<eop>Wie leben Robben? Robben müssen sowohl unter Wasser als auch an Land einigermaßen gut hören und sehen können. Die Augen sehen selbst in der Tiefe noch ziemlich viel. Trotzdem können sie dort nur wenig Farben unterscheiden. An Land hören sie nicht besonders gut, dafür umso besser unter Wasser.<eop>Meistens fressen Robben Fisch, deshalb können sie gut tauchen. See-Elefanten können bis zu zwei Stunden lang tauchen und bis zu 1500 Meter tief – viel länger und tiefer als die meisten anderen Robben. Seeleoparden fressen auch Pinguine, während andere Arten Tintenfisch oder Krill fressen, das sind kleine Krebstierchen im Meer. <eop>Die meisten Robbenweibchen tragen einmal im Jahr ein einziges Jungtier im Bauch. Die Schwangerschaft dauert je nach Robbenart acht Monate bis über ein Jahr. Nach der Geburt säugen sie es mit ihrer Milch. Nur selten gibt es Zwillinge. Davon stirbt dann aber meist das eine, weil es zu wenig Milch bekommt.<eop>Sind Robben gefährdet? Feinde der Robben sind die Haie und Schwertwale, in der Arktis auch Eisbären. In der Antarktis fressen die Seeleoparden Robben, obwohl sie selber eine Robbenart sind. Die meisten Robben werden etwa 30 Jahre alt.<eop>Viele Menschen machten früher Jagd auf Robben, so die Eskimo im hohen Norden oder die Aborigines in Australien. Sie brauchten das Fleisch als Nahrung, die Felle als Kleidung. Das Fett verbrannten sie in Lampen, damit sie Licht und Wärme hatten. Mit ihren einfachen Jagdmethoden erlegten sie jedoch immer nur einzelne Tiere, so dass die Arten nicht gefährdet waren.<eop>Ab dem 18. Jahrhundert fuhren jedoch Männer mit Schiffen über das Meer und erschlugen an Land ganze Kolonien von Robben. Sie zogen ihnen nur noch das Fell ab und ließen den Körper liegen. Es ist wie ein Wunder, dass nur eine einzige Robbenart ausgerottet wurde.<eop>Immer mehr Tierschützer wehrten sich gegen diese Abschlachtungen. Schließlich unterschrieben die meisten Länder Verträge, damit die Robben geschützt würden. Seither darf man auch keine Robbenfelle und kein Robbenfett mehr verkaufen.<eop> "}, {"title": "Roboter", "id": 248, "text": "Ein Roboter ist eine Maschine, die programmiert werden kann und meistens vor allem Bewegungen ausführt. Das Wort kommt aus der tschechischen Sprache und bedeutet so etwas wie „Sklave“. Er muss immer Befehlen folgen und darf nichts selbst bestimmen. Schon lange vor den ersten Robotern wurde das Wort Roboter in Science-Fiction-Romanen verwendet. Das sind erfundene Geschichten, die in der Zukunft und wie bei „Star Wars“ im Weltraum spielen.<eop>Ein Roboter ist so ähnlich wie ein Automat, nur dass viele Roboter von Ort zu Ort gehen können. Außerdem können sie schwierige Dinge tun, manche können sogar ähnlich wie Menschen arbeiten. Roboter haben auch eine Art Augen und Ohren. Damit können sie erkennen, was in ihrer Umwelt ist. Mit Sensoren können sie zum Beispiel Farben erkennen oder Temperaturen messen.<eop>Die ersten Roboter wurden in der Industrie eingesetzt, um einfache Arbeiten zu erledigen, die sich immer wiederholen. Zum Beispiel biegen sie Bleche für Autos oder legen ein Bauteil an eine andere Stelle. Heute gibt es gehende, rollende und fliegende Roboter. Fliegende Roboter werden auch Drohnen genannt.<eop>"}, {"title": "Rom", "id": 249, "text": "Rom ist die Hauptstadt von Italien. In und um Rom leben etwa drei Millionen Einwohner. Damit ist es die größte Stadt des Landes. Ein kleiner Teil von Rom gehört nicht zu Italien, sondern ist ein eigener Staat: die Vatikanstadt.<eop>Nach einer alten Sage wurde Rom etwa im Jahr 750 vor Christus von den Zwillingen Romulus und Remus gegründet. Die beiden waren ausgesetzt worden und angeblich von einer Wölfin großgezogen worden. Der kleine Ort wurde dann in Hunderten von Jahren zur Hauptstadt des Römischen Reiches. Das Gründungsdatum Roms ist der Beginn der Römischen Zeitrechnung. Am Ende des Altertums konnte das Reich sich aber gegen seine Feinde kaum noch wehren: Im Jahr 410 eroberten Germanen die Stadt Rom und nahmen viele wertvolle Sachen mit.<eop>Rom war aber immer noch eine wichtige Stadt. Lange Zeit regierte dort der Papst, das Oberhaupt der katholischen Kirche. Das endete erst im Jahr 1870. Damals eroberte das Königreich Italien das Gebiet, in dem Rom lag. Das Parlament und die Regierung zogen von Florenz in die neue Hauptstadt Rom.<eop>In Rom kann man ganz besonders viele Sehenswürdigkeiten bestaunen. Aus der Zeit der Römer stammen noch das Kolosseum und das Forum Romanum. Es gibt viele alte schöne Häuser, aber auch prächtige Parks, Straßen und Brunnen. Die Mitte von Rom, die Altstadt, ist von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt worden. Die Unesco zeichnet Denkmäler aus, die für die ganze Welt wichtig sind.<eop><eop>"}, {"title": "Russland", "id": 250, "text": "Die Vorfahren der Russen waren Ostslawen. Im frühen Mittelalter regierten Wikinger über viele Ostslawen. Einer von ihnen war Rurik, der die Kiewer Rus gegründet hat. Die Rus war ein großer Bund von Völkern. Von dieser Rus hat Russland seinen Namen, aber auch Weißrussland und die Ukraine halten das Rus für ihren Ursprung.<eop>Russland hatte bis 1917 einen Kaiser, den Zaren. Danach gab es eine Revolution und das Land wurde von einer Gruppe regiert, die sich Kommunisten nannte. Damals hieß das Land Sowjetunion und bestand auch aus anderen Teilen, zum Beispiel dem heutigen Kasachstan und der Ukraine. <eop>Erst im Jahr 1991 mussten die Kommunisten die Macht abgeben. Damit zerfiel die Sowjetunion. Heute hat Russland ein Parlament und einen Präsidenten, beide werden vom Volk gewählt. Im Jahr 2014 hat Russland sich einen Teil der Ukraine einverleibt, nämlich die Halbinsel Krim.<eop> Wer hat in Russland das Sagen? Russland hat seit dem Jahr 1993 seine Verfassung von heute. Darin steht geschrieben, dass die Russen Rechte haben. Ein Beispiel ist das Recht, seine Meinung frei zu äussern. Trotzdem kommen dafür immer wieder Menschen ins Gefängnis. Das Land nennt sich Russländische Föderation. Es soll also Bundesländer haben wie auch zum Beispiel Deutschland oder Österreich.<eop>Russland hat ein Staatsoberhaupt, das vom Volk gewählt wird. Der Gewählte ist dann sieben Jahre lang Präsident. Das Parlament heißt Föderationsversammlung und besteht aus zwei Teilen. Das eigentliche Parlament ist die Staatsduma, die alle fünf Jahre gewählt wird.<eop>In der Wirklichkeit hat der Präsident viel mehr Macht, als es nach der Verfassung aussieht. Seit dem Jahr 2000 war das vor allem Wladimir Putin. Putin will, dass Russland wieder so groß und mächtig wie die Sowjetunion wird. Politiker und Journalisten, die nicht seiner Meinung sind, werden eingeschüchtert. Viele Menschen sagen, dass Russland keine Demokratie mehr ist.<eop><eop>"}, {"title": "Saarbrücken", "id": 251, "text": "Saarbrücken ist die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Saarland. In Saarbrücken leben über 150.000 Menschen. Damit ist es die größte Stadt im Saarland und unter den 50 größten Städten Deutschlands. Saarbrücken liegt an der Saar, dem Fluss, der dem Saarland seinen Namen gegeben hat.<eop>Saarbrücken wurde im Mittelalter gegründet. 1909 wurde die Stadt Saarbrücken mit ihrer Nachbarstadt Sankt Johann und einer weiteren kleinen Stadt zusammengeschlossen. Darum ist die Saarbrücker Innenstadt zweigeteilt: in Alt-Saarbrücken, die alte Innenstadt von Saarbrücken, und Sankt Johann. In Alt-Saarbrücken befindet sich das Schloss Saarbrücken, in Sankt Johann das Saarbrücker Rathaus Sankt Johann und der Sankt Johanner Markt. Er ist der bekannteste Platz in der Saarbrücker Innenstadt.<eop>Saarbrücken gehörte mehrfach zu Frankreich. Der französische Name ist heute noch „Sarrebruck“. Als Belohnung für die Volksabstimmung im Jahr 1935 bekam Saarbrücken vom deutschen Staat das Staatstheater geschenkt. Damals hatten sich die Menschen dafür entschieden, wieder zu Deutschland zu gehören.<eop>Außerhalb der Innenstadt gibt es in Saarbrücken, wie im gesamten Saarland, viel Industrie. Wie auch im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen wurde hier früher nach Kohle gegraben und Eisen zu Stahl verarbeitet. Das kann man auch heute noch im Stadtbild von Saarbrücken sehen. Saarbrücken hat außerdem eine Universität und einen internationalen Bahnhof, von dem viele Züge nach Frankreich fahren.<eop><eop>"}, {"title": "Saarland", "id": 252, "text": "Das Saarland ist ein kleines deutsches Bundesland. Es liegt ganz im Westen an der Grenze zu Frankreich und Luxemburg. Die Landeshauptstadt ist Saarbrücken. Nach der Fläche ist das Saarland etwa doppelt so groß wie Berlin, es hat aber nur knapp eine Million Einwohner. Nur die Bundesländer Berlin, Hamburg und Bremen sind noch kleiner.<eop>Die Landschaft im Saarland besteht vor allem aus Mittelgebirgen, in denen früher viel Bergbau betrieben wurde. Das Gebiet des heutigen Bundeslandes war über Jahrhunderte auf viele kleine Fürstentümer aufgeteilt und bekam auch mehrfach andere Herrscher. So gehörte es manchmal zu Frankreich, später zu Preußen. Wichtig wurde es aber erst im 19. Jahrhundert: Damals entstanden hier viele Kohle-Bergwerke, sowie Eisen- und Stahlwerke. <eop>Kohle und Stahl braucht man auch um Kanonen, Panzer und Kriegsschiffe zu bauen. Darum hat man sich oft gestritten, wem das Gebiet gehören soll. „Saargebiet“ nannte man es zum ersten Mal nach dem Ersten Weltkrieg. Fünfzehn Jahre lang regierte der Völkerbund, das war der Vorläufer der Vereinten Nationen. Frankreich durfte die Kohle haben. Etwas Ähnliches passierte noch einmal nach dem Zweiten Weltkrieg. <eop>Beide Male haben die Einwohner schließlich abstimmen dürfen. Die allermeisten entschieden sich dafür, dass sie wieder zu Deutschland gehörten. Seit 1957 ist das Saarland ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Wegen der Geschichte und der Nähe zu Frankreich, spielt die Französische Sprache noch immer eine etwas größere Rolle dort als im Rest von Deutschland. So findet man zum Beispiel manchmal zweisprachige Schilder.<eop>In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden viele Bergwerke und Eisenhütten geschlossen. Ein besonders großes Eisenwerk in Völklingen ist heute ein Museum und kann besichtigt werden. Aber auch heute arbeiten noch viele Saarländer in der Stahlindustrie und bauen Maschinen. <eop>"}, {"title": "Sachsen-Anhalt", "id": 253, "text": "Sachsen-Anhalt ist ein Bundesland in der Mitte Deutschlands. Hier leben etwas mehr als zwei Millionen Menschen. Hauptstadt ist Magdeburg, weitere große Städte sind Halle an der Saale und die Doppelstadt Dessau-Roßlau. <eop>Die Landschaft ist meist flach bis hügelig, nur im Südwesten des Landes gibt es Berge. Hier liegt der Harz mit seinem höchstem Berg, dem 1141 Meter hohen Brocken. Größter Fluss ist die Elbe, die das Land von Südosten nach Nordwesten durchquert. <eop>Wie die meisten „Bindestrich-Länder“ mit zwei zusammengesetzten Namen ist auch Sachsen-Anhalt erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Dennoch hat das Land eine lange Geschichte. Im Mittelalter waren die sächsischen Herrscher sehr mächtig und Magdeburg schon eine bedeutende Stadt. Von hier aus regierte Kaiser Otto der Erste sein Reich. <eop>Im 16. Jahrhundert wirkte Martin Luther in Wittenberg: Er kritisierte die damalige Kirche der Christen und wollte sie reformieren, das heißt erneuern. Aus dem Streit um Luthers Ideen entstand die evangelische Kirche. Später gehörten große Teile des heutigen Bundeslandes zum Königreich Preußen, nur ein kleiner Teil blieb eigenständig: das Fürstentum Anhalt.<eop>Im Harz und dessen Vorland wurde schon seit dem Mittelalter Bergbau betrieben. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts hat man im Mansfelder Land Kupfer und andere Metalle gefördert. Heute gibt es im Süden des Landes, zwischen Halle und Bitterfeld, noch einige größere Chemiefabriken. Außerdem wird dort noch Braunkohle im Tagebau gewonnen, also nicht unter der Erde.<eop>Aufgrund seiner Geschichte hat Sachsen-Anhalt viele Sehenswürdigkeiten. Touristen aus aller Welt kommen hierher, um sich schöne alte Städte und Burgen anzusehen. Beliebt sind auch die Schlösser und Gärten der anhaltinischen Fürsten in Dessau und Wörlitz.<eop>"}, {"title": "Sage", "id": 254, "text": "Eine Sage ist etwas, was gesagt wird, eine Erzählung. Sie berichtet von etwas aus der Vergangenheit. Es geht meist um Menschen, Orte oder Ereignisse, die es wirklich gegeben hat. Bei einer Sage ist also nicht alles erfunden, anders als beim Märchen. Eine Legende ist etwas ganz Ähnliches. Das Wort „Legende“ hat mit „lesen“ zu tun.<eop>Allerdings ist sehr vieles in Sagen oder Legenden erfunden. Wahrheit und Erfindung sind vermischt. Außerdem kommen in Sagen oft auch Geister, Elfen, Zauberer oder Götter vor. Meist weiß man heute nicht, wer sich eine Sage ausgedacht hat. Von anderen weiß man, wer das war, weil es noch nicht so lange her ist.<eop>Manche Forscher hoffen trotzdem, dass man aus Sagen etwas über die Geschichte lernen kann. Aber Sagen haben die Leute lange Zeit immer nur erzählt und nicht aufgeschrieben. Deshalb kann sich die Sage bis zum ersten Aufschreiben stark verändert haben.<eop>Der Ausdruck „Legende“ kann auch noch eine weitere Bedeutung haben: Es ist der kurze Text, der unter einem Bild steht und das Bild erklärt. Oft nennt man das auch „Bildlegende“ oder „Bildunterschrift“. Schließlich ist das ja auch etwas, was man lesen kann oder soll.<eop><eop>"}, {"title": "Sahara", "id": 255, "text": "Die Sahara ist die größte trockene Wüste der Welt. In ihre neun Millionen Quadratkilometer würde die Europäische Union zweimal hineinpassen. Sie nimmt fast den ganzen Norden von Afrika ein. Noch größer ist die Antarktis, das ist aber eine kalte, feuchte Wüste aus Eis und Schnee.<eop>Früher hat das Meer die Gegend mehrmals überspült. Noch vor einigen tausend Jahren war es dort deutlich feuchter. Große Tiere wie Giraffen und auch Krokodile lebten dort.<eop>Heute ist die Sahara jedoch Wüste und Wasser sehr knapp. Man findet es höchstens im Erdboden und holt es mit Brunnen nach oben. Um solche Brunnen liegen manchmal Oasen. Es gibt Wadis, das sind Flüsse, die nur zu manchen Zeiten im Jahr Wasser haben. Nur der Nil und der Niger führen ständig Wasser.<eop>Allerdings besteht nur etwa ein Fünftel der Sahara aus Sandflächen. Die meisten Gegenden sind bedeckt von Steinen und Felsen. Der höchste Berg ist der Emi Koussi im Staat Tschad, mit 3415 Metern. Es ist heiß in der Sahara, im Durchschnitt 40 Grad Celsius, manchmal sogar 47.<eop>In dem riesigen Gebiet leben nur etwa vier Millionen Menschen. Die größte Stadt heißt Nuakschott und ist die Hauptstadt von Mauretanien. In diesem Land wohnen auch die meisten Sahara-Bewohner.<eop>Im Norden der Sahara folgt die Küste des Mittelmeeres, im Westen des Atlantiks. Südlich der Sahara liegt Regenwald. Zwischen Wüste und Regenwald gibt es aber noch eine weitere Landschaft, die Savanne. Sie ist der Wüste ähnlich, hat aber mehr Wasser, Pflanzen und Tiere.<eop><eop>"}, {"title": "Salz", "id": 256, "text": "Salze sind bestimmte chemische Verbindungen. Mit Salz meint man meistens Speisesalz, das auch Kochsalz heißt. Das ist vor allem eine Verbindung aus den Elementen Natrium und Chlor. Es gibt aber auch andere Salze, die man nicht zum Kochen, sondern zum Beispiel zum Düngen der Felder benutzt.<eop>Alle Menschen und Tiere brauchen Salz. Nur so kann der Körper genügend Wasser speichern. Ein Erwachsener muss jeden Tag etwa ein bis drei Gramm zu sich nehmen, denn beim Schwitzen und durch den Urin verliert man Salz. <eop>Salz war früher wichtig zum Haltbarmachen und Würzen von Lebensmitteln. Manchmal wurde es sogar als Geld verwendet. Ein alter Spruch sagt: „Auf Gold kann man verzichten, nicht aber auf Salz.“<eop>Salz befindet sich allerdings bereits in vielen Lebensmitteln wie Fleisch. Wer besonders viel Salz zu sich nimmt, kann davon krank werden. Schlecht ist dies vor allem für die Nieren und das Herz.<eop>Zudem schmeckt das Essen damit besser, und mit Salz kann man Fleisch, Wurst, Käse und viele andere Nahrungsmittel haltbar machen. Salz gibt es zwar auch in der Natur, aber lange nicht überall. Deshalb kamen früher viele Menschen nur schwer an Salz heran. Darum war es so teuer, dass man es als Zahlungsmittel benutzte, also wie Geld.<eop>Salz befindet sich im Meerwasser. Wenn man dieses Wasser in einem flachen Becken stehen lässt, verdunstet es unter der Sonne. Zurück bleibt das Meersalz. So gewinnt man noch heute ein Fünftel des Salzes auf der Welt. <eop>Es gibt aber auch Salz unter der Erde, das Steinsalz. Man baut es in Bergwerken ab ähnlich wie Kohle. Oder man spült es mit Wasser aus der Erde heraus. Ein solches Bergwerk gibt es zum Beispiel in Salzburg. Daher hat die Stadt ihren Namen.<eop><eop> "}, {"title": "Salzburg", "id": 257, "text": "Salzburg ist ein Bundesland in der Mitte von Österreich. Hier leben etwas mehr als eine halbe Million Menschen, damit gehört Salzburg zu den kleineren Bundesländern. <eop>Die Hauptstadt des Landes heißt auch Salzburg und liegt am Fluss Salzach. Dort leben etwa 150.000 Menschen. Die Stadt Salzburg kam durch den Salztransport auf der Salzach zu ihrem Namen. <eop>Seit dem Mittelalter war Salzburg ein eigenes Fürstentum und wurde von einem Bischof regiert. Erst im Jahr 1805 kam die Gegend zu Österreich, also vor etwa 200 Jahren. Die Salzburger Fürsten liebten die Kunst. Sie förderten zum Beispiel Musiker wie Wolfgang Amadeus Mozart, der in der Stadt geboren wurde. Deshalb nennt sich Salzburg die „Mozartstadt“.<eop>Heute leben die Menschen in Salzburg vor allem vom Tourismus. Sehr viele Menschen machen hier Urlaub, auch aus Deutschland. Sie kommen vor allem zum Skifahren, Wandern und Klettern in den Alpen. Andere mögen lieber kulturelle Veranstaltungen wie die „Salzburger Festspiele“, ein sehr bekanntes Festival für klassische Musik.<eop><eop>"}, {"title": "Sand", "id": 258, "text": "Sand ist einer der Stoffe, die am häufigsten auf der Erde vorkommen. Sand besteht aus sehr kleinen Stücken Gestein. Wenn die Sandkörner größer als zwei Millimeter sind, spricht man von Kies.<eop>Sand entsteht im Laufe vieler Jahre aus Felsen, die verwittern. Der meiste Sand besteht aus Quarz, einem Mineral. Anderer Sand stammt aus dem Gestein von Vulkanen. <eop>Sand kommt allerdings auch von Tieren oder Pflanzen. So haben Muscheln eine Schale aus einem Stoff, aus dem auch Eierschalen sind. Kleine Muschelstückchen oder auch die Reste von Korallen machen oft einen Teil von Sand aus, vor allem an Stränden oder auch im Flussbett.<eop>Es gibt verschiedene Arten von Sand: Die Körner des Wüstensandes sind rund und haben eine glatte Oberfläche. Das sieht man gut unter dem Mikroskop. Wenn der Wind sie herumweht, schleifen sie sich aneinander ab. Die Sandkörner aus dem Meer hingegen sind eckig und haben eine raue Oberfläche.<eop>Sand gibt es aber nicht nur in Wüsten, an Küsten und auf dem Meeresboden. In jedem Erdboden gibt es einen Anteil an Sand. Wenn die Erde viel Sand enthält, spricht man von einem Sandboden. Die sind in Europa durchaus häufig.<eop> Wozu brauchen die Menschen Sand? Die Menschen brauchen heute riesige Mengen an Sand, um daraus Beton herzustellen. Dazu braucht es zusätzlich Zement, Wasser und weitere Zusatzstoffe aus der Chemie. Mit dem Beton bauen sie Häuser, Brücken und viele andere Bauwerke.<eop>Bauen kann man jedoch nur mit Sand aus dem Meer. Die Körner des Wüstensandes sind zu kugelig und bilden auch mit noch so viel Zement keinen starken Beton. An vielen Küsten und in vielen Meeresteilen gibt es schon keinen Sand mehr, weil er aufgebraucht ist. Sand wird deshalb mit großen Schiffen von weit her geholt, oft sogar von einem anderen Kontinent. <eop>Viele Menschen mögen es, wenn es am Strand viel Sand gibt. Manchmal wird Sand dafür aufgeschüttet. Das nützt jedoch nicht viel, weil die Strömung den Sand wieder wegträgt. Man muss ihn immer wieder frisch aufschütten.<eop>Weil Sand nachgibt, springt man beim Weitspringen oft auf eine Fläche mit Sand. Spielgeräte baut man oft in Sandmulden, damit sich ein Kind weniger verletzt, falls es herunterfallen sollte. Aus Sand kann man ferner etwas formen. Das gilt für einen Sandkasten zum Spielen und ebenso für eine Statue aus Sand.<eop><eop>"}, {"title": "Saturn", "id": 259, "text": "Der Saturn ist ein Planet in unserem Sonnensystem. Von der Sonne aus gesehen ist er der sechste von insgesamt acht Planeten. Seine Bahn befindet sich zwischen der des Jupiters und der des Uranus. Für einen Umlauf um die Sonne braucht er über 29 Erdjahre, das wäre dann ein „Saturnjahr“. Dafür dreht er sich besonders schnell um seine eigene Achse, also um sich selbst. Die Erde benötigt dafür 24 Stunden, der Saturn schafft es in gut zehn Stunden.<eop>Damit man eine Vorstellung von den Größen im Sonnensystem bekommt: Wäre die Sonne ein großer Gymnastikball, dann wäre der Saturn ein Apfel, die Erde etwa eine Kirsche. Der „Saturn-Apfel“ würde etwa mit 1.300 Metern Abstand um die „Gymnastikball-Sonne“ kreisen. Das ist etwa zehn mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde.<eop>Wie alle vier äußeren Planeten ist er ein Gasplanet. Er hat einen kleinen harten Kern, ansonsten besteht er vor allem aus den Gasen Wasserstoff und Helium. Im Sonnensystem ist nur noch der Planet Jupiter größer.<eop> Was hat es mit den Saturnringen auf sich? Schon im Altertum kannte man den Saturn. Sein Name kommt von einem römischen Gott, der für den Ackerbau wichtig war. Erst im 17. Jahrhundert hat die Astronomie herausgefunden, dass er Ringe und auch Monde hat. Gerade die Ringe waren nur schwer zu erkennen. Sie sind nämlich so dünn, dass man sie von der Seite kaum sieht.<eop>Die Ringe sind aus über 100.000 einzelnen Ringen zusammengesetzt. Sie bestehen aus kleinen Staubteilchen bis hin zu größeren Brocken. Diese kreisen um den Saturn, genau wie ein Mond. Die inneren Ringe brauchen dafür mindestens sechs Stunden, die äußeren bis zu vierzehn Stunden. Man weiß nicht, wie die Ringe genau entstanden sind. Anscheinend sind sie aber ähnlich alt wie der Saturn selbst.<eop>Im Jahr 1655 hat man den Saturnmond Titan entdeckt. Er ist auch der weitaus größte Mond des Saturn, größer als der Mond der Erde und größer als der Planet Merkur. Titan besteht zur Hälfte aus Eis, darum ist er viel leichter als zum Beispiel der Merkur. Heute kennt man über 60 Monde des Saturn.<eop> "}, {"title": "Sauerstoff", "id": 260, "text": "Sauerstoff ist ein Element. Normalerweise findet man diesen Stoff als Gas vor. Ein Fünftel der Luft um uns ist Sauerstoff. Für Menschen und Tiere ist Sauerstoff besonders wichtig: Man braucht ihn zum Atmen. <eop>Lange Zeit kannten die Menschen nur die Luft. Im 18. Jahrhundert aber verstand man, dass sie aus mehreren Stoffen besteht. Sauerstoff spielt oft eine Rolle, wenn etwas im Feuer verbrennt. Dann verbinden sich Elemente mit Sauerstoff. Das passiert auch beim Rosten: Eisen nimmt dabei langsam Sauerstoff auf, und Rost ist eigentlich eine Verbindung von Eisen und Sauerstoff.<eop>Sauerstoff ist das häufigste Element auf der Erde. Es gibt ihn nicht nur in der Luft: Gestein und Sand enthalten Sauerstoff. Wasser besteht aus Wasserstoff und Sauerstoff. <eop>Das Element hat keine Farbe und keinen Geruch. Wenn man es sehr kalt macht, wird es flüssig oder sogar fest. Es besteht dann aus blauen Kristallen.<eop><eop>"}, {"title": "Säugetiere", "id": 261, "text": "Ein Tier gehört zu den Säugetieren, wenn die Tierkinder gesäugt werden. Dabei saugt das Tierkind an der Zitze der Mutter, um Milch zu trinken. So wird es ernährt. Auch die Menschen gehören zu den Säugetieren.<eop>Bei den Säugetieren paart sich ein Männchen mit einem Weibchen. Dann beginnen im Bauch des Weibchens die Jungtiere zu wachsen. Die Mutter bringt diese als lebendige Junge zur Welt, nicht in Eiern. Es gibt trotzdem ein paar wenige Säugetiere, die Eier legen. Das Schnabeltier bildet eine dieser Ausnahmen. <eop>Die meisten Säugetiere haben ein Fell aus Haaren. Ihr Körper hat eine eigene Temperatur, die immer gleichbleibt. Ein Säugetier ist also nicht einfach so warm oder kalt wie die Umgebung. Säugetiere atmen mit Hilfe von Lungen.<eop>Säugetiere sind eine Klasse von Tieren. Zusammen mit den Fischen, Vögeln, Reptilien und Amphibien sind sie Wirbeltiere. Sie haben also eine Wirbelsäule im Rücken.<eop>Zu den Säugetieren gehören nicht nur Hunde, Katzen, Pferde, Hasen und Mäuse, sondern auch Wale und Delfine. Diese bringen nämlich ebenfalls lebendige Jungtiere zur Welt. Diese saugen Milch bei der Mutter. Wale und Delphine haben zwar kein Fell, aber eine glatte Haut. <eop>"}, {"title": "Schafe", "id": 262, "text": "Schafe sind eine Gattung der Säugetiere. Zu ihnen gehört das Wildschaf, aus dem schließlich das Hausschaf gezüchtet wurde. Ein anderes Schaf, das in der freien Natur lebt, ist zum Beispiel das Argali, das Riesenwildschaf aus Kasachstan.<eop>Wildschafe findet man sowohl in sehr warmen Gebieten, wie am Mittelmeer, als auch in der Kälte von Sibirien oder Alaska. Oftmals leben sie im Gebirge. Das ist ihnen möglich, weil sie gut klettern können. Es liegt meist am Menschen, dass sie dort leben müssen, denn der Mensch beansprucht für sich viele andere Gebiete.<eop>Bei uns findet man auf den Weiden und Bauernhöfen fast nur Hausschafe. Es gibt nur wenige Züchter, die andere Schafe halten. Unter Schaf versteht man normalerweise ein weibliches Tier, oft ein Mutterschaf. Das Männchen ist der Bock. Ein Hammel ist ein Bock, der so operiert wurde, dass er keine Jungtiere mehr machen kann. Das Jungtier ist ein Lamm.<eop>Schafe sind recht genügsame Tiere. Sie fressen auch härteres Futter als Kühe. Sie sind jedoch wählerischer als Ziegen oder gar Esel, die noch zähere Kräuter fressen und verdauen können.<eop>Die Menschen züchten Schafe, um Wolle zu bekommen. Schafe geben Milch, außerdem kann man ihr Fleisch essen. Lammfleisch stammt von Schafen, die beim Schlachten jünger als ein Jahr waren. Die meisten Hausschafe leben in China, Australien und Indien.<eop> "}, {"title": "Schiff", "id": 263, "text": "Ein Schiff ist ein Fahrzeug auf dem Wasser. Mit einem Motor oder mit Segeln kann es sich aus eigener Kraft bewegen. Ein Boot ist ein kleines Schiff.<eop>Der untere Teil des Schiffes ist der Rumpf. Er verdrängt Wasser, und das sorgt für Auftrieb. Aus diesem Grund kann ein Schiff auf dem Wasser treiben, auch wenn es schwerer ist als Wasser. Wenn aber Wasser in den Rumpf eindringt, sinkt es.<eop>Schon im Altertum gab es Schiffe. Archäologen haben viele Überreste gefunden. Schiffe waren wichtig, um Menschen, Tiere und Waren von einem Ort zum anderen zu bringen, also über das Meer oder über einen Fluss zu befördern. Weil die Straßen damals schlecht waren, wurden möglichst viele Waren auf den Wasserwegen befördert. Mit Kriegsschiffen transportierte man Soldaten oder griff andere Schiffe oder die Küste an.<eop>Noch heute sind Schiffe von großer Bedeutung für die Wirtschaft. Mit Schiffen kann man viele schwere Waren von Kontinent zu Kontinent transportieren. Das geht zwar nicht besonders schnell, ist aber billiger als die Eisenbahn oder das Flugzeug. Andere Menschen fahren gern mit dem Schiff in den Urlaub. Wenn das Reisen auf dem Schiff selbst der Urlaub ist, nennt man das eine Kreuzfahrt.<eop>"}, {"title": "Schildkröten", "id": 264, "text": "Schildkröten gehören zu den Reptilien. Man unterscheidet zwischen Land- und Wasserschildkröten, von denen manche im Süßwasser und andere im Salzwasser leben. Eine Schildkröte kann bis zu 100 Jahre alt werden, eine Riesenschildkröte noch älter.<eop>Landschildkröten ernähren sich überwiegend von Wiesenkräutern, Salat und gelegentlich auch Früchte oder Gemüse. Meeresschildkröten bevorzugen Tintenfische, Krebstiere oder Quallen als Nahrung. Die im Süßwasser lebenden Arten fressen Pflanzen, kleine Fische oder Insektenlarven. <eop>Schildkröten sind wechselwarme Tiere und deshalb bei Wärme sehr aktiv. Im Winter halten sie eine Winterstarre von drei bis vier Monaten bei einer Temperatur von vier Grad Celsius. Während dieser Zeit ruhen sie und fressen auch nichts.<eop>Im Sommer legen Schildkröten ihre Eier. Dabei gräbt das Weibchen mit den Hinterfüßen ein Loch, in dem es seine Eier legt. Die Eier werden vergraben und von der Wärme der Sonne im Boden ausgebrütet. Die Mutter kümmert sich nicht weiter darum. Bei einigen Arten bestimmt erst die Bruttemperatur, ob daraus männliche oder weibliche Schildkröten schlüpfen. Als Nestflüchter sind sie dann sofort auf sich allein gestellt. Sie leben auch später allein.<eop> "}, {"title": "Schleswig-Holstein", "id": 265, "text": "Schleswig-Holstein ist das nördlichste deutsche Bundesland. Es liegt zwischen Nordsee und Ostsee und grenzt im Norden an Dänemark. Im Land leben etwa drei Millionen Menschen. Die Landeshauptstadt heißt Kiel. Außerdem gibt es noch die alte Hansestadt Lübeck sowie einige kleinere Städte. <eop>Die Landschaft ist überwiegend flach bis hügelig. An beiden Küsten gibt es einige vorgelagerte Inseln und Halbinseln, an der Nordsee außerdem das Wattenmeer. Hier leben viele Seevögel, deshalb gibt es einige Vogelschutzgebiete. Das Klima ist von der Nähe zum Meer geprägt, das heißt im Sommer wird es nicht so heiß und im Winter auch nicht so kalt wie anderswo. Auch weht fast immer ein frischer Wind. <eop>Bis 1864 wurden Schleswig und Holstein vom dänischen König regiert, erst danach kamen sie zu Preußen und damit zu Deutschland. Deshalb leben auch heute noch einige zehntausend Menschen hier, die Dänisch als Muttersprache sprechen. Viele Menschen sprechen auch noch Plattdeutsch, einige auch Friesisch. <eop>Die Menschen im Land lebten lange Zeit vor allem vom Fischfang und der Landwirtschaft, aber auch vom Handel und der Seefahrt. Seit dem 19. Jahrhundert wurden große Fabriken gebaut, vor allem Schiffswerften. Außerdem wurde damals ein großer Kanal quer durchs Land gegraben, um die Schifffahrt zwischen Nord- und Ostsee zu erleichtern. <eop>Heute kommen auch viele Menschen nach Schleswig-Holstein, um Urlaub zu machen, vor allem zum Baden, aber auch zum Radfahren und Wandern. In der Nähe der Stadt Schleswig gibt es auch ein Wikinger-Museum. Dort kann man viel über das Leben dieser früheren Bewohner des Landes erfahren. <eop> "}, {"title": "Schnee", "id": 266, "text": "Schnee ist eine Art von gefrorenem Wasser. Er entsteht in den Wolken. Das passiert, wenn es sehr kalt ist und die Temperatur mindestens 12 Grad Celsius unter Null liegt. Außerdem muss es in der Wolke sehr feine Wassertröpfchen geben und dazu noch Staubteilchen. <eop>An winzigen Schneekristallen frieren immer mehr Wassertröpfchen fest. So werden die Schneeflocken größer. Wenn Schneeflocken auf den Boden fallen, verbinden sie sich mit vielen anderen Schneeflocken zu einer Schneedecke.<eop>Schnee bedeutet für viele Menschen aber auch einfach nur die Freude, mit dem Schlitten zu fahren oder einen Schneemann zu bauen. Ohne Schnee gäbe es keinen Wintersport.<eop> Sind alle Schneeflocken gleich? Man sieht schon mit bloßem Auge, dass Schneeflocken nicht nur einfache Klumpen sind. Doch will man ein Muster erkennen, muss man näher heran gehen. Unter der Lupe zeigt sich: Alle Schneeflocken ähneln sich. <eop>Jede Schneeflocke ist grundsätzlich gleich aufgebaut. Der Kern ist sechseckig, und sechs Strahlen gehen von ihm aus. Eine Schneeflocke ist also ein Spiegelmuster. Sie besitzt sechs Spiegellinien, drei durch die Zacken und nochmal drei genau dazwischen. Jede Schneeflocke ist einzigartig, keine zwei sehen gleich aus.<eop>"}, {"title": "Schokolade", "id": 267, "text": "Schokolade ist eine Süßigkeit aus verarbeiteten Früchten der Kakaopflanze. Außerdem enthält Schokolade Zucker und meistens auch Milch. Der Name kommt aus der Sprache der Azteken. Sie kannten ein Getränk aus Wasser, Kakao, Vanille und Pfeffer, das sie „Xocólatl“ nannten. Weil es wie die Schokolade Kakao enthält, wurde der Name auf die Süßigkeit übertragen. <eop>Nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus brachten spanische Seefahrer den Kakao aus Südamerika nach Europa. Dort entdeckte man, dass sich die Kakaobohnen pressen und zu Pulver verarbeiten ließen. Aus diesem Pulver konnte man ein süßes Getränk machen, wenn man es in Wasser löste und Zucker und Honig dazugab. Dieses Schokoladen-Getränk wurde beliebt, es war aber auch sehr teuer, weil der Kakao und der Rohrzucker von weit her kamen. Darum konnten es sich nur reiche Leute leisten.<eop>Anfang des 19. Jahrhunderts wurden dann Schokoladenfabriken errichtet, in denen man feste Schokolade zum Essen herstellte. Die erste feste Schokolade mit Milch wurde 1839 in Dresden hergestellt. Doch so wie wir sie heute kennen, süß und schmelzend, gibt es die Schokolade erst seit 1879. In diesem Jahr erfand der Schweizer Fabrikant Lindt das Conchierverfahren: Mit einer Maschine vermischte er Kakaopulver und Zucker so, dass eine feste, schmelzende Schokolade entstand. Die Schweizer Fabrikanten verkauften ihre Produkte in großen Läden, die sie Chocolaterien nannten.<eop>Heute ist Schokolade eines der beliebtesten süßen Genussmittel. Sie wird meistens in Tafeln verkauft. Viele Hersteller füllen sie auch gern mit Nugat, Nüssen oder Massen aus Milch oder Joghurt. Die Schokolade-Macher, die Chocolatiers, stellen Pralinen her, kleine Happen aus Schokolade, die sie kunstvoll verzieren und füllen. Man kann Schokolade auch heute noch in Chocolaterien kaufen, sie ist dann meistens sehr teuer und edel.<eop><eop>"}, {"title": "Schottland", "id": 268, "text": "Schottland ist ein Teil von Großbritannien, so wie auch England, Wales und Nordirland. Es liegt nördlich von England, ist etwa so groß wie Österreich und hat rund fünf Millionen Einwohner. Die meisten Schotten leben im Süden, auch weil der Norden von Schottland sehr gebirgig ist.<eop>Schottland war lange Zeit ein eigenes Königreich. Doch 1603 starb der König von England. Der schottische König Jakob erbte daraufhin den englischen Thron und wurde König beider Königreiche. Hundert Jahre später bekamen die Länder dann auch eine gemeinsame Regierung und ein gemeinsames Parlament. So entstand das Königreich Großbritannien. Dennoch blieben in Schottland die Gesetze und Bräuche oft schottisch.<eop>Seit 1999 hat Schottland wieder ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung. Die Hauptstadt von Schottland ist Edinburgh. Das ist schon seit dem Mittelalter so. Viele Schotten wählen am liebsten ihre eigene Partei, die es nur in Schottland gibt, nicht im Rest von Großbritannien.<eop>Die Hochländer im Norden von Schottland haben tiefe Täler. Dadurch gibt es viele Seen und lange Meeresarme. Einen See nennt man in Schottland ein „Loch“. Das Wort stammt aus einer keltischen Sprache. Bekannt ist zum Beispiel Loch Ness, in dem angeblich ein See-Ungeheuer lebt. Aber die Landschaft zieht auch sonst viele Urlauber aus ganz Großbritannien an. <eop>In den Hochländern finden regelmäßig sportliche Wettkämpfe statt. Diese nennt man „Highland-Games“. Dort gibt es verschiedene Wettbewerbe wie Seilziehen, Hammerwerfen, Wettrennen oder traditionelles Tanzen. Weil viele Schotten ausgewandert sind, gibt es die Highland-Games mittlerweile auf der ganzen Welt. <eop>"}, {"title": "Schwarzes Meer", "id": 269, "text": "Das Schwarze Meer liegt zwischen Europa und Asien. Es ist etwa so groß wie die Nordsee, aber viel tiefer, nämlich bis zu 2000 Meter tief. Durch die Meerenge des Bosporus ist das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer verbunden. <eop>Warum das Meer „schwarz“ heißt, weiß man heute nicht mehr genau. Manche Forscher vermuten, dass der Name mit bestimmten Algen zu tun hat, die den Meeresboden und das Wasser manchmal besonders dunkel aussehen lassen. Andere glauben, dass es einfach nur eine falsche Übersetzung eines alten Namens ist. <eop>Am Schwarzen Meer liegen viele Länder: Bulgarien, Rumänien, die Ukraine, Russland, Georgien und die Türkei. Mehrere große Flüsse wie zum Beispiel die Donau fließen ins Schwarze Meer. Im Norden des Meeres gibt es eine große Halbinsel, die Krim. <eop>Schon seit dem Altertum verlaufen über und um das Schwarze Meer viele wichtige Handelswege. Es gab aber auch immer wieder Kriege, weil einzelne Länder bestimmen wollten, wer auf dem Meer fuhr und Handel trieb.<eop>Heute fahren Menschen vor allem ans Schwarze Meer, um Urlaub zu machen. Es gibt viele berühmte Badeorte, zum Beispiel Jalta auf der Krim. Die größte Stadt am Schwarzen Meer ist Odessa in der Ukraine.<eop>"}, {"title": "Schweine", "id": 270, "text": "Schweine sind Säugetiere. Die Schweine, die vom Menschen gegessen werden, sind normalerweise „gemeine Hausschweine“. Davon gibt es heute viele verschiedene Rassen. Sie stammen von Wildschweinen ab.<eop>Das männliche Schwein heißt Eber, das weibliche Sau. Die Jungen heißen Ferkel. Eine Sau ist etwa 115 Tage lang schwanger. Dann werden bis zu 20 Ferkel geboren. Davon überleben im Durchschnitt etwa 13. Solange die Sau ihre Ferkel noch säugt, nennt man die Ferkel Spanferkel. Span ist ein altes Wort für Zitze. Diese Zeit dauert drei bis vier Wochen.<eop>Schweine können nicht schwitzen. Vor allem im Sommer drehen sie sich deshalb gern im Schlamm, damit Dreck kleben bleibt. Das schützt sie vor der Sonne. Schweine sind ziemlich intelligent: In Experimenten können sie gut Aufgaben lösen. Sie ähneln dadurch eher Hunden als zum Beispiel Schafen und Kühen.<eop>Allein in Deutschland werden heutzutage über 27 Millionen Schweine gehalten. In China sind es sogar 450 Millionen. Das liegt daran, dass viele Menschen gern das Fleisch essen. Es gibt allerdings auch Menschen, die gar kein Schwein essen wollen, weil ihre Religion dagegen ist. Viele Juden und Muslime finden, dass Schweine „unreine“ Tiere sind.<eop><eop>"}, {"title": "See", "id": 271, "text": " Ein See ist ein Gewässer. Seen liegen im Land und sind kein Teil eines Ozeans. Anders als beim Fluss fließt das Wasser nicht oder kaum. Jedenfalls gibt es kein Gefälle, das Wasser ist überall mehr oder weniger auf derselben Höhe. <eop>Ein See ist viel tiefer als ein Teich. Daher ist es unten im See viel kühler als weiter oben an der Oberfläche. Darum sagt man von einigen großen, aber flachen Seen, dass sie keine richtigen Seen seien.<eop> Ist im See immer Süßwasser? Normalerweise ist das Wasser im See „süß“. Es enthält also kaum Salz. In vielen Ländern ist das Wasser aus Seen sehr wichtig, damit die Menschen Trinkwasser haben. Das Wasser wird allerdings meist noch aufbereitet, bevor es in unsere Wasserhähne kommt.<eop>Manche Seen sind hingegen Salzseen. Sie entstehen vor allem in Gegenden, in denen das Klima sehr heiß ist. Dadurch verdunstet viel Wasser. Im übrigen Wasser des Sees verbleibt ziemlich viel Salz.<eop>In solchen Salzseen leben meist keine Fische. Aber es gibt kleine Lebewesen, wie bestimmte Krebse. Dank der Krebse kommen Flamingos und andere Tiere an den Salzsee. Für Menschen sind Salzseen manchmal interessant, weil man dort Salz abbauen kann.<eop>Der wohl bekannteste Salzsee ist das Tote Meer in Israel, Palästina und Jordanien. Das Wasser dort besteht zu einem Viertel aus Salz. Man kann darin liegen, ohne unterzugehen, aber das Wasser brennt schlimm in den Augen. <eop>Andere Salzseen haben nur Wasser, wenn es stark geregnet hat. Sonst sind es Salzwüsten. Ein Beispiel ist der Lake Eyre in Australien.<eop> Ist alles, was See heißt auch ein See? In der deutschen Sprache ist heute ein Meer ein Teil des großen Weltmeeres, des Ozeans. Das Wasser dort ist Salzwasser. Ein See hingegen ist völlig von Land umschlossen, und das Wasser ist normalerweise nicht salzig.<eop>Früher aber hat man die Wörter Meer und See nicht so deutlich unterschieden. In der niederdeutschen Sprache, auch im Niederländischen, sagt man es umgekehrt. Ein „Meer“ ist dort ein See, also ein Binnengewässer, und „die See“ ist ein Teil des Ozeanes.<eop>Darum haben Nordsee und Ostsee haben zwar auch das Wort „See“ im Namen, sind aber eigentlich Meere. Auch bei den Wörtern Seefahrt und Seemann meint man Menschen, die mit Schiffen auf dem Meer fahren. Umgekehrt gibt es in Norddeutschland das Steinhuder Meer, das ein See ist. Wir nennen ferner das Kaspische Meer Meer, weil es so groß ist.<eop> "}, {"title": "Seepferdchen", "id": 272, "text": " Seepferdchen sind Fische. Sie kommen nur im Meer vor, da sie Salzwasser zum Leben benötigen. Die meisten Arten leben im Pazifischen Ozean. <eop>Das Besondere an Seepferdchen ist ihr Äußeres. Ihr Kopf ähnelt dem eines Pferdes. Wegen dieser Kopfform hat das Seepferdchen seinen Namen bekommen. Ihr Hinterleib sieht aus wie der eines Wurmes. <eop>Seepferdchen sind zwar Fische, haben aber keine Flossen zum Schwimmen. Sie bewegen sich durch Bewegungen mit ihrem Schwanz durch das Wasser. Sie halten sich besonders gerne im Seegras auf, denn daran können sie sich mit ihrem Schwanz festhalten. <eop>Ungewöhnlich ist bei den Seepferdchen auch, dass die Männchen schwanger sind und nicht die Weibchen. Das Männchen brütet in seiner Bruttasche bis zu 200 Eier aus. Nach etwa zehn bis zwölf Tagen zieht sich das Männchen ins Seegras zurück und bringt die kleinen Seepferdchen zur Welt. Die Kleinen sind von da an auf sich allein gestellt.<eop><eop>"}, {"title": "Sieben Weltwunder", "id": 273, "text": "Die Sieben Weltwunder waren großartige Gebäude und Statuen aus dem Altertum. Von diesen Weltwundern steht nur noch eines, die Große Pyramide in Ägypten. Die anderen waren: der Leuchtturm von Pharos, ein Grabmal in Halikarnassos, der Koloss von Rhodos, eine Statue in Olympia, ein Tempel in Ephesos und die Hängenden Gärten von Babylon.<eop>Wer genau diese Liste der Sieben Weltwunder aufgestellt hat, weiß man nicht. Die Zahl Sieben wurde wohl gewählt, weil viele Menschen sie magisch finden. Später machte man noch andere Listen von Weltwundern: mit neueren Bauwerken oder mit besonders beeindruckenden Landschaften. <eop> Was weiß man heute noch über die Weltwunder? Fünf der Sieben Weltwunder haben die alten Griechen gebaut. Die beiden anderen waren die Große Pyramide von Gizeh im alten Ägypten und die Hängenden Gärten von Babylon im heutigen Irak. Wie diese Weltwunder ausgesehen haben, weiß man heute höchstens aus Beschreibungen, also aus Texten. Bilder von damals gibt es schon lange nicht mehr.<eop>Die griechischen Weltwunder waren drei Gebäude und zwei Statuen. In Ephesos befand sich ein Tempel für die Göttin Artemis. In Halikarnassos hatte König Mausolos ein Haus bauen lassen, in dem er begraben wurde. Deshalb sagt man zu einem übergroßen, prächtigen Grabmal oft auch Mausoleum. Vor der Stadt Alexandria, auf der Insel Pharos, stand ein riesiger Leuchtturm.<eop>In Olympia stand ein Tempel für Zeus mit einer berühmten Statue für diesen Gott. In Rhodos stand eine riesige Statue in Form eines Mannes, der Koloss von Rhodos. Die Statue diente als Leuchtturm des Hafens.<eop> Gibt es heute noch Weltwunder? Immer wieder stellt jemand eine Liste von neuen Weltwundern auf. Im Jahr 1994 haben amerikanische Ingenieure, also Fachleute für das Bauen, auch eine Liste gemacht. Danach gehört zum Beispiel der Eurotunnel zu den modernen sieben Weltwundern. Dieser Tunnel ist besonders lang und verläuft unter der Nordsee zwischen Frankreich und Großbritannien. <eop>Ein anderes Weltwunder aus der neuen Liste ist der Panamakanal in Panama. Durch diesen Kanal können Schiffe vom Atlantischen in den Pazifischen Ozean fahren. Seit 1914 müssen sie nicht mehr den langen Umweg um Südamerika herum nehmen. <eop>Es gibt noch viele weitere Listen, zum Beispiel nur für Bauwerke aus dem Mittelalter. Eine andere Liste erwähnt Wunder der Natur. Darauf stehen unter anderem die Viktoria-Wasserfälle in Afrika und der Grand Canyon, ein riesiges Fluss-Tal in Nordamerika.<eop><eop>"}, {"title": "Silvester", "id": 274, "text": "Silvester ist der letzte Tag des Jahres, der 31. Dezember. Auf ihn folgt am 1. Januar Neujahr, der erste Tag im nächsten Jahr. Am Silvestertag werden in vielen Ländern der Welt Feste gefeiert. Den Namen hat der Silvestertag vom Papst Silvester, der vor rund 1700 Jahren am 31. Dezember gestorben ist. Der Papst ist der Chef der katholischen Kirche.<eop>Ein Fest am Jahresende gab es bereits im Altertum, bei den Römern. Die fingen damit an, als sie das Jahr am 1. Januar beginnnen ließen und nicht mehr am 1. März. Von den Germanen kommen die Feuerfeste am letzten Tag des Jahres. Das Silvesterfeuerwerk, wie wir es kennen, hat also eine lange Geschichte. Pünktlich um Mitternacht wird mit Feuerwerk das neue Jahr begrüßt, die meisten Kirchen lassen dann auch alle Glocken läuten.<eop>Eins der weltweit größten Silvesterfeste findet jährlich in Berlin am Brandenburger Tor statt. Hunderttausende Menschen feiern dort gemeinsam unter freiem Himmel. Feuerwerkskörper dürfen nicht mitgebracht werden. Dafür gibt es aber ein gut zehn Minuten langes Feuerwerk, das wie ein Kunstwerk von Pyrotechnikern abgefeuert wird, also von Feuerwerks-Experten.<eop>Es gibt aber auch viele Menschen, die Silvester lieber zu Hause feiern. Sie schauen oft die lustige Sendung „Dinner for One“, die vom Fernsehen an jedem Silvesterabend gezeigt wird. Manche Leute laden Freunde ein, begehen den Abend mit einem besonders schönen Essen und stoßen um Mitternacht mit ihren Trinkgläsern an. Damit wünschen sie einander viel Glück im neuen Jahr.<eop>"}, {"title": "Singvögel", "id": 275, "text": "Von den Singvögeln gibt es etwa 4.000 verschiedene Arten. Bei uns am bekanntesten sind der Eichelhäher, der Zaunkönig, die Meisen, die Finken, die Lerchen, die Schwalben, die Drosseln und die Stare. Auch die Sperlinge sind Singvögel. Der weit verbreitete Haussperling wird auch Spatz genannt.<eop>Singvögel haben besondere Lungen: sie sind sehr leistungsfähig und trotzdem sehr klein. Auch in großen Höhen können Singvögel immer noch Sauerstoff aus der Luft holen. Sie haben im Körper große Luftsäcke, damit sie ihre Muskeln kühlen können.<eop>Singvögel können sehr gut fliegen. Sie haben ein leichtes Skelett. Viele Knochen sind innen hohl, auch der Schnabel. Das ergibt einerseits weniger Gewicht. Andererseits klingt ihre Stimme wegen der Hohlräume stärker. Das ist ähnlich wie bei einer Gitarre oder einer Geige.<eop>Der Name Singvögel gilt nicht einfach für alle Vögel, die besonders gut singen können. Alle Singvögel sind miteinander verwandt. Sie entstanden in Australien vor etwa 33 Millionen Jahren. Durch die Evolution entstanden die verschiedenen Arten. Von Australien aus haben sie sich über die ganze Welt verbreitet.<eop><eop>"}, {"title": "Skelett", "id": 276, "text": "Das Skelett gibt einem Körper die Festigkeit. Ein inneres Skelett aus Knochen haben alle Wirbeltiere. Dies sind die Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und die Fische. Es gibt außerdem Tiere mit einem äußeren Skelett, das ist eine Art Schale. Das haben die Insekten, Krebse und einige andere Tiere.<eop>Wenn ein Mensch zur Welt kommt, hat sein Skelett etwas mehr als 300 Knochen. Wenn er erwachsen ist, sind es nur noch etwas über 200 Knochen. Einige Knochen verwachsen nämlich miteinander. Zudem kommt es drauf an, wie man genau zählt. Dies ist besonders in den Füssen, weil es dort viele kleine Knochen gibt.<eop>Ein Skelett muss zusammengehalten werden. Diese Arbeit übernehmen Bänder und Muskeln. Ohne sie würde ein Skelett auseinanderfallen. Aber auch Knorpel sind daran beteiligt. Sie halten beispielsweise die Rippen vorne zusammen.<eop>Skelette sind wichtig für Archäologie. Die Knochen sind nämlich das, was am längsten von den Menschen übrigbleibt. Anhand der Skelette können die Wissenschaftler vieles herausfinden: Wie alt der Mensch ungefähr war, ob es ein Mann oder eine Frau war, ob er bestimmte Erkrankungen hatte und vieles anderes mehr.<eop>Anhand alter Skelette aus der Erde können die Mediziner auch erkennen, ob es in einem Volk gute Ärzte gab. Man sieht nämlich, ob ein Knochenbruch richtig verheilt ist oder ob die beiden Knochenteile schräg stehen. <eop> "}, {"title": "Sommer", "id": 277, "text": "Der Sommer ist die wärmste der vier Jahreszeiten. Er folgt auf den Frühling. Nach dem Sommer kommt der kühlere Herbst.<eop>Viele Pflanzen tragen nur im Sommer Blätter. Die sorgen dafür, dass im Sommer die Landschaften grün aussehen. Im Sommer ernten die Bauern die frühen Kartoffeln, und das meiste Getreide. Im Sommer müssen die Tiere ihre Jungen so weit kriegen, dass sie danach die kalten Jahreszeiten überleben. Manche Tiere fressen sich schon Fett für den Winterschlaf oder sammeln Vorräte.<eop>Im Sommer gibt es die längsten Ferien. Das lag früher daran, dass die Schüler bei der Ernte mithelfen mussten. Heute hingegen geht es vor allem darum, dass die meisten Leute einen schönen, langen Urlaub im Sommer machen wollen. An der Küste und in anderen Urlaubsgebieten ist es meist voller Menschen.<eop>Von wann bis wann dauert der Sommer? Für die Wetterforscher beginnt der Sommer auf der Nordhalbkugel am 1. Juni und dauert bis zum 30. August. Sommermonate sind also der Juni, der Juli und der August. <eop>Für die Astronomen jedoch beginnt der Sommer zur Sommersonnenwende, wenn die Tage am längsten sind. Das ist immer am 20., 21. oder 22. Juni. Der Sommer endet bei der Tag-und-Nacht-Gleiche, wenn der Tag genauso lang ist wie die Nacht. Das ist am 22., 23. oder 24. September, und damit beginnt dann der Herbst.<eop><eop>"}, {"title": "Sonne", "id": 278, "text": " Die Sonne ist ein Stern. Sie ist in der Mitte unseres Sonnensystems. Unsere Erde ist einer der acht Planeten, die um die Sonne kreisen. Die Sonne ist von der Erde 150 Millionen Kilometer entfernt. Selbst das Licht braucht dafür etwa 8 Minuten.<eop>Im Vergleich zur Sonne sind alle Planeten winzig klein. Wenn man alles Material im ganzen Sonnensystem zusammen nimmt, dann ist fast alles davon die Sonne. Die Erde würde mit ihrer Größe weit mehr als eine Million mal in die Sonne hineinpassen. Damit ist die Sonne ähnlich groß wie viele andere Sterne.<eop>Die Sonne besteht fast nur aus Gasen. Sie ist heißer, als man sich das irgendwie vorstellen kann. Wenn ein Satellit der Sonne auch nur ein bisschen zu nahe kommt, verglüht er. Wegen dieser Hitze strahlt die Sonne wie andere Sterne Licht und Wärme aus. Manches davon kommt auf der Erde an. Dank der Sonne ist es auf der Erde am Tag hell. Unser Mond und auch die Planeten leuchten, weil sie von der Sonne angestrahlt werden. Manchmal befindet sich der Mond genau zwischen Erde und Sonne, sodass er die Sonne verdeckt: Das ergibt eine Sonnenfinsternis.<eop>Von der Sonne gehen aber auch viele Strahlen aus, die alles Leben auf der Erde töten würden, wenn sie nicht abgehalten werden. Das Magnetfeld der Erde schützt uns aber vor dieser gefährlichen Strahlung.<eop> "}, {"title": "Spinnen", "id": 279, "text": "Spinnen sind meist kleine Tiere, eigentlich heißen sie Webspinnen. Es gibt von ihnen ungefähr 100.000 Arten. Spinnen haben immer acht Beine und zwei Körperglieder, Insekten haben immer sechs Beine und drei Körperglieder. Spinnen haben auch bis zu acht einfache Punktaugen. Auch hier unterscheiden sie sich von Insekten, die zwei sogenannte Facettenaugen besitzen.<eop>Bekannt sind die Spinnen für ihre Netze. Die Netze bauen sie, um damit ihre Beute zu fangen. Die Beutetiere sind meist Insekten, die sich in einem Spinnennetz verfangen. Das Netz ist aus klebrigen Seidenfäden gebaut, welche die Spinne mit ihrem Hinterleib bildet. Aber nicht alle Spinnen bauen Netze.<eop>Nach der Paarung legt das Spinnenweibchen Eier. Manchmal schleppt es sie aber auch in einem Kokon mit sich herum, bis die Jungtiere ausschlüpfen. Sie müssen sich dann mehrmals häuten. Sie streifen also ihre Haut ab, denn die ist gleichzeitig ihr Skelett und kann nicht mitwachsen.<eop>Die Webspinnen bilden eine Ordnung im Tierreich. Zusammen mit den Skorpionen und den Zecken bilden sie die Klasse der Spinnentiere. Diese gehören wiederum zum Stamm der Gliederfüßer.<eop>Auf Englisch heißt Spinne Spider, sprich: Speider. Daher gibt es die Comic-Figur des Spider-Man, der so gut klettern kann wie eine Spinne. Sein Anzug erinnert an ein Spinnennetz.<eop> Sind Spinnen gefährlich? Manche Spinnen sind sehr giftig: Bekannt ist hier die Schwarze Witwe. Es gibt verschiedene Arten von Schwarzen Witwen, und sie sind nicht die giftigsten Spinnen. Trotzdem kann ihr Biss für Menschen tödlich sein.<eop>Es gibt auch sehr große Spinnen. Die Vogelspinnen werden so groß wie eine ganze Hand, manche Arten sogar noch größer. Sie sind aber meist harmlos, und es gibt sie nicht bei uns, sondern in den Tropen.<eop>Viele Menschen fürchten sich vor Spinnen. Dabei sind nur wenige Spinnen wirklich gefährlich. Vielleicht ekeln sich die Menschen vor den behaarten Beinen der Spinnen oder vor den vielen Augen.<eop><eop>"}, {"title": "Sport", "id": 280, "text": "Sport nennt man es, wenn Menschen sich bewegen. Es macht ihnen Spaß, es ist gesund oder sie treten im Wettbewerb gegen andere an. Dabei geht es also nicht darum, einfach von einem Ort zum anderen zu kommen.<eop>Das Wort kommt aus dem Englischen. Es verbreitete sich etwa um das Jahr 1900. Früher sprach man vom Spielen oder vom Turnen. Beim Wort Sport dachte man vor allem daran, dass Menschen ihre Kräfte messen. Außerdem war es „sportlich“, wenn man sich dabei anständig und edel verhielt, auch zum Gegner.<eop>Heute gibt es unzählige Sportvereine. Allein in Deutschland sind sechs Millionen Menschen Mitglied in so einem Verein. Dort spielen sie Fußball oder Handball, sie schwimmen, springen, laufen oder werfen oder betreiben eine der vielen anderen Sportarten. Die wichtigsten Sportarten sind in der olympischen Bewegung zusammengeschlossen. Deren beste Sportlerinnen und Sportler nehmen alle vier Jahre an den Olympischen oder den Paralympischen Spielen teil.<eop>Mit Breitensport meint man den Sport, den viele Menschen aus Spaß oder für die Gesundheit betreiben. Beim Leistungssport hingegen dreht sich alles darum, in einem Wettbewerb zu gewinnen. Sehr gute Sportler in einer beliebten Sportart üben diesen Sport sogar als Beruf aus.<eop> "}, {"title": "Staatsoberhaupt", "id": 281, "text": "Das Staatsoberhaupt ist ein Mann oder eine Frau und vertritt einen Staat. Man sagt auch, dass das Staatsoberhaupt den Staat „verkörpert“ und dass es den Staat „repräsentiert“. Wenn im eigenen Land ein wichtiges Ereignis ist, lädt man gern das Staatsoberhaupt ein. Ein Staatsoberhaupt vertritt manchmal sein eigenes Land in einem anderen Land, das nennt man dann einen Staatsbesuch. <eop>Was ein Staatsoberhaupt tun darf oder soll, hängt vom einzelnen Staat ab. In manchen Staaten repräsentiert es nur, in anderen Staaten darf es über viele wichtige Dinge entscheiden. Das Staatsoberhaupt ernennt die Regierung und unterschreibt Gesetze, damit sie in Kraft treten können. Die eigentliche Entscheidung über die Regierung oder Gesetze trifft aber oft jemand anders, meistens das Parlament. In manchen Staaten ist das Staatsoberhaupt gleichzeitig Mitglied in der Regierung. <eop>Manche Staatsoberhäupter werden vom Parlament gewählt, andere direkt vom Volk, andere haben sich mit Gewalt selbst zum Staatsoberhaupt gemacht. Das Staatsoberhaupt Deutschlands, der Bundespräsident, wird durch wenige Volksvertreter bestimmt. In Österreich wählt das ganze Volk den Bundespräsidenten. In der Schweiz ist der Gesamtbundesrat das Staatsoberhaupt. Der Schweizer Bundespräsident ist ein Regierungsmitglied wie die sechs übrigen Bundesräte und wird vom Parlament nur für ein Jahr in dieses Amt gewählt. <eop>Früher waren die meisten Staatsoberhäupter Monarchen, also Kaiser, Könige, Fürsten oder Herzöge. Wer Monarch wurde, blieb das normalerweise bis an das Ende seines Lebens. Es gibt heute Monarchen mit viel oder wenig Macht. Außer den Monarchen gibt es auch Präsidenten. Sie werden für eine bestimmte Zeit gewählt. Manche Präsidenten sind allerdings so mächtig, dass sie sehr lange Staatsoberhaupt bleiben.<eop>"}, {"title": "Stuttgart", "id": 282, "text": "Stuttgart ist die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg. In Stuttgart leben über 600.000 Menschen. Damit ist es die größte Stadt in Baden-Württemberg und die sechstgrößte in Deutschland. <eop>Typisch für Stuttgart sind die vielen Hänge. Das Stadtzentrum selbst liegt in einem Kessel, durch den der Fluss Neckar fließt. <eop>Stuttgart wurde im 10. Jahrhundert gegründet. Ab dem 15. Jahrhundert lebten hier Herzöge, später Kurfürsten und ab 1806 die Könige von Württemberg. Im Jahr 1952 entstand das heutige Bundesland Baden-Württemberg, und Stuttgart wurde Hauptstadt.<eop>Stuttgart ist in der Welt bekannt als Sitz von Daimler und Porsche, zweier großer Firmen, die Autos herstellen. Einer der Erfinder des Autos, Gottlieb Daimler, lebte in Stuttgart. 1886 begann er damit, einen Motor in eine Pferdekutsche einzubauen. Aus seinem Unternehmen gingen die Fahrzeuge der Marke Mercedes hervor. Porsche und Daimler haben Museen in Stuttgart, wo heute viele Fahrzeuge ausgestellt werden, die früher gebaut wurden.<eop>Ein wesentliches Wahrzeichen von Stuttgart ist der Fernsehturm. Solche Türme gibt es auch in anderen Städten, aber Stuttgart hatte den ersten. Er wurde als erster Fernsehturm aus Stahlbeton gebaut und hatte als erster einen Turmkorb unterhalb der Antenne. In diesem Turmkorb befindet sich ein Restaurant. Auch das war neu und wurde an vielen Orten nachgeahmt.<eop>Viele Besucher hat Wilhelma. Das ist ein kombinierter Tiergarten und Pflanzengarten. Eine Besonderheit ist Gorilla-Kindergarten. Dort werden Jungtiere aus anderen Zoos aufgenommen, die von ihren Müttern verstoßen wurden.<eop><eop>"}, {"title": "Subtraktion", "id": 283, "text": "In der Mathematik gibt es vier Grundrechenarten: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Man spricht auch vom Zusammenzählen, Abziehen, Malnehmen und Teilen.<eop>Das sind die einfachsten Rechen-Übungen, die man mit Zahlen anstellen kann. Alles andere in der Mathematik baut darauf auf. Deshalb lernt man sie auch schon in den ersten Jahren der Grundschule. <eop> Addition Das Addieren nennt man auch Zusammenzählen. Dabei zählt man eine Zahl zu einer anderen hinzu. Das Rechenzeichen dafür ist das Plus, das als + aufgeschrieben wird. Dieses Zeichen hat sich der Mathematiker Johannes Widmann im Jahr 1489 ausgedacht.<eop>Fügt man zu drei Dingen zwei hinzu, hat man fünf Dinge. Man schreibt 3 + 2 = 5, gesprochen: drei plus zwei ergibt fünf. Das Ergebnis der Addition nennt man Summe. Die beiden Zahlen, die addiert werden, heißen Summanden.<eop> Subtraktion Das Gegenteil der Addition ist die Subtraktion. Dabei zieht man von einer Zahl eine andere ab. Das Rechenzeichen dafür ist das Minus, das als - aufgeschrieben wird. Auch dieses Zeichen stammt von Johannes Widmann.<eop>Nimmt man von 10 Dingen zwei weg, bleiben acht übrig. Man schreibt: 10 - 2 = 8, gesprochen: zehn minus zwei ergibt acht. Die Zahl, von der etwas abgezogen wird, heißt Minuend. Das ist lateinisch und heißt „der zu verringernde“. Die Zahl, die abgezogen wird, heißt Subtrahend, „der abzuziehende“. Das Ergebnis einer Subtraktion nennt man Differenz.<eop>Ein praktisches Beispiel, bei dem man subtrahieren muss: Man möchte ein Brötchen kaufen, das kostet 1 Euro. Man hat 3 Euro im Portemonnaie. Man rechnet also: 3 - 1 = 2. Nachdem man das Brötchen gekauft hat, hat man noch 2 Euro übrig.<eop> Multiplikation Bei der Multiplikation nimmt man zwei Zahlen miteinander „mal“. Als Rechenzeichen schreibt man einen Punkt: · Weil man den aber auf dem Bildschirm oder der Tastatur nicht so gut sieht, nimmt man dort lieber ein Kreuz: ×<eop>Multiplikation ist eine Art, Zahlen, die man immer mit sich selbst addieren würde, kürzer aufzuschreiben. Dazu ein Beispiel: man möchte 3+3+3+3 rechnen. Dies kann man vereinfacht auch als 4 × 3 schreiben, gesprochen: vier mal drei, da man vier mal die Zahl drei addiert. Zahlen, die man miteinander multipliziert, werden Faktoren genannt, das Ergebnis heißt Produkt.<eop> Division Das Gegenteil der Multiplikation ist die Division oder das Teilen. Dabei teilt man eine Zahl durch eine andere. Man hat zum Beispiel sechs Euro, die drei Freunde unter sich aufteilen wollen: Jeder bekommt zwei Euro. Das Rechenzeichen ist der Doppelpunkt : Auf Taschenrechnern und Computern findet man ihn oft mit einem Strich dazwischen ÷ Die zu teilende Zahl heißt Dividend, sie wird durch den Divisor geteilt. Das Ergebnis heißt Quotient. <eop><eop>"}, {"title": "Suchmaschine", "id": 284, "text": " Eine Suchmaschine ist eine Website im Internet, auf der man nach anderen Seiten suchen kann. Sie hat meist ein Suchfeld, eine Art Kasten, in den man ein oder mehrere Suchwörter eingibt. Die Seite stellt dann eine Liste mit anderen Seiten zusammen, in denen das oder die gesuchten Wörter vorkommen. Wer sich zum Beispiel für Wale interessiert, kann das Wort in die Suchmaschine eingeben und erhält Links zu Internetseiten über Wale. <eop>In den Jahren nach 1990 war das Internet noch klein. Es gab noch keine Suchmaschinen. Man musste deshalb die genaue Anschrift der Seite kennen, die man ansehen wollte. Es gab aber auch sogenannte Web-Kataloge, in denen man wie in einem Telefonbuch nachschlagen konnte. Die Web-Kataloge waren Listen, die von Menschen zusammengestellt wurden. <eop>Doch es wurde zu viel Arbeit, solche Listen zu machen. Sie veralteten schnell, und es gab immer mehr Seiten im Netz. Das Nachschlagen war ebenfalls mühsam. Um 1995 wurden deshalb die ersten Suchmaschinen entwickelt, mit denen man das Internet selbst durchsuchen konnte. Eine der ersten Suchmaschinen war „AltaVista“. <eop>Die bekannteste Suchmaschine heute ist Google. Neun von zehn Menschen in Deutschland benutzen sie. Google merkt sich nicht nur, welche Suchwörter in welchen Seiten vorkommen, sondern auch welche Suchwörter besonders oft eingegeben werden, und von wem. So erfährt Google auch sehr viel darüber, wofür jemand sich interessiert. Manche Leute fürchten, dass Google auf diese Weise viel Macht bekommt.<eop>Es gibt auch Suchmaschinen für Kinder. Dazu gehören die Blinde Kuh, Frag Finn und Helles Köpfchen. Mit diesen Suchmaschinen soll dafür gesorgt werden, dass Kinder nur Inhalte finden, die für sie geeignet sind. Denn Google kann nicht erkennen, ob ein Kind oder ein Erwachsener etwas sucht.<eop>"}, {"title": "Teich", "id": 285, "text": "Ein Teich ist ein kleines Gewässer, in dem das Wasser nicht fließt. Er ist höchstens 15 Meter tief. Teiche werden von Menschen angelegt. Dazu gräbt man entweder selbst ein Loch, oder man nutzt eine vorhandene tiefe Stelle. In das Loch oder die tiefe Stelle füllt man Wasser.<eop>Früher hat man Teiche vor allem angelegt, um frisches Wasser zu haben oder um Fische zu züchten und sie dann zu essen. Die Feuerwehr nutzt einen Feuerlöschteich, um schnell an Wasser für ihre Pumpen zu kommen. Heute sind die meisten Teiche allerdings Zierteiche: Sie sorgen dafür, dass ein Garten schöner aussieht. Außerdem ziehen Teiche Pflanzen und Tiere an.<eop>Bei Teichpflanzen denkt man vor allem an Teichrosen, Binsen, Sumpfdotterblumen und Rohrkolben. Typische Fische im Fischteich sind Karpfen und Forellen, im Gartenteich eher Goldfische und Koi. Weitere Tiere am und im Teich sind Frösche und Libellen und viele weitere.<eop>Bei einem Teich kann es passieren, dass zu viele Pflanzen wie auch Algen wachsen. Dadurch würde er versumpfen. Wenn zu viel Erde in den Teich gerät, versandet er. Darum braucht ein Teich Pflege, so dass das Wasser stets frisch bleibt und nicht stinkt.<eop>"}, {"title": "Telefon", "id": 286, "text": " Ein Telefon ist ein Gerät. Damit kann man mit jemandem sprechen, der weit entfernt ist. Früher nannte man es deshalb auch „Fernsprecher“. <eop>Ein Telefon besteht aus einem Mikrofon, in das man hineinspricht, und einem kleinen Lautsprecher, mit dem man den anderen hören kann. Das Mikrofon verwandelt Töne in elektrische Signale, die über Kabel oder Funk an das Telefon des anderen Gesprächspartners übermittelt werden. Dort wandelt der Lautsprecher sie wieder in hörbare Töne um. <eop>Erfunden wurde das Telefon im 19. Jahrhundert. Der deutsche Erfinder Philipp Reis baute im Jahr 1861 als erster einen Apparat dafür. Er konnte Töne durch eine elektrische Leitung übertragen. Die ersten richtigen Telefone entwickelten dann fünfzehn Jahre später die beiden Amerikaner Alexander Bell und Thomas Edison. <eop>Am Anfang konnte man mit dem Telefon noch nicht selbst wählen, sondern musste im nächsten Postamt anrufen und dort sagen, mit wem man verbunden werden möchte. Erst später wurden Telefonapparate mit Wählscheibe entwickelt, mit der man selber die Nummer wählen konnte. Noch später wurde die Wählscheibe durch Zahlentasten ersetzt.<eop>Anfangs waren Telefone noch über Kupferkabel verbunden. Um mit anderen Kontinenten telefonieren zu können, hat man sogar riesige Telefonleitungen über den Boden der Ozeane verlegt. Die ersten Funktelefone gab es seit etwa 1940, sie waren damals aber noch sehr groß und sehr teuer. Mobiltelefone für jedermann, wie wir sie heute kennen, kamen erst seit den 1990er Jahren in Gebrauch. Smartphones, mit denen man nicht nur telefonieren, sondern auch im Internet surfen kann, verkauft man seit etwa 2007. <eop>"}, {"title": "Tennis", "id": 287, "text": "Tennis ist ein Ballspiel, das von zwei oder vier Spielern gespielt wird. Erfunden hat man ein ähnliches Spiel schon im Mittelalter in französischen Klöstern. Das Spiel verbreitete sich in ganz Frankreich und in anderen Ländern. Damals spielte man es noch mit der Hand oder einem Handschuh. Schläger werden erst im Jahre 1495 erwähnt.<eop>Ein Tennisplatz hat zwei Hälften, die durch ein Netz getrennt werden. Ein Spieler muss den Ball über das Netz in die andere Hälfte schlagen. Dort steht der andere Spieler, der den Ball wieder zurück in die andere Hälfte schlägt. Ein Platz hat einen Boden aus Gras, Sand, Ton oder eine Art Plastik. <eop>Ähnlich wie Golf nennt man Tennis einen „weißen“ Sport. Das liegt nicht nur daran, dass die Spieler meist weiße Kleidung anhaben. Gemeint ist: Der Sport ist eher etwas für reiche Leute, die sich viel Platz für nur zwei Spieler leisten können.<eop>Die besten Tennisspieler der Welt sind Profis. Sie verdienen mit dem Sport viel Geld und reisen von einem Tennisturnier zum nächsten. Viermal im Jahr spielen die besten Frauen und Männer an einem sogenannten Grand-Slam-Turnier, das jeweils zwei Wochen lang dauert. Das älteste und wichtigste dieser Turniere ist in Wimbledon, einem Stadtteil von London. Tennis ist alle vier Jahre auch eine Sportart bei den Olympischen Sommerspielen.<eop><eop>"}, {"title": "Theater", "id": 288, "text": "Ein Theater ist ein Ort, an dem eine Geschichte gespielt wird, ein Schauspiel oder Theaterstück. In manchen Theatern zeigt man auch Opern oder Musicals. Theater gab es schon im Altertum. Manchmal nennt man aber auch das Theaterstück selber abgekürzt einfach Theater.<eop>Am wichtigsten ist beim Theater die Bühne. Dieser Platz liegt meistens etwas höher, damit die Zuschauer gut sehen können, was dort gezeigt wird. Die meisten Theater haben Sitzplätze für die Zuschauer. Manche Theater sind im Freien, die Bühne oder die Zuschauerplätze sind unter freiem Himmel. Meistens denkt man beim Theater aber an ein Gebäude.<eop>Auf der Bühne spielen die Schauspieler oder andere Künstler. Kulissen nennt man einen Hintergrund, der so aussieht, als wenn man an einem bestimmten Ort wäre. So können die Kulissen so aussehen, als wenn das Stück im Wald spielen würde. Heute haben die Theater viel Technik, damit sie die Kulissen schnell wechseln können.<eop>Wichtig ist nicht nur der Bühnenbildner, der die Kulissen und anderes baut. Ein Kostümbildner sorgt dafür, dass die Schauspieler das Richtige zum Anziehen haben für ihre Rolle. Maskenbildner schminken die Schauspieler. Noch viele weitere Leute arbeiten mit, damit das Theaterstück gut aussieht. Am bekanntesten ist meist der Regisseur, der mit den Schauspielern das Stück geübt hat.<eop> Wie ist ein Theaterstück aufgebaut? Einem Theaterstück sagt man auch Bühnenwerk oder Bühnenstück, weil die Schauspieler auf der Bühne eine Geschichte spielen. Theaterstücke gehören zur literarischen Gattung des Dramas. Sie sind deshalb meist so geschrieben, dass die Spannung während dem Stück laufend zunimmt. Die Sprache ist vor allem bei alten Stücken oft sehr hochstehend. Es wird auch viel sinnbildlich geredet. Ein Theaterstück ist in Akte, Szenen und Auftritte unterteilt. Ein Akt besteht dabei aus mehreren Szenen. Eine Szene beinhaltet mehrere Auftritte. <eop>Viele Menschen mögen Theaterstücke. Einige Autoren, die Theaterstücke geschrieben haben, sind auch nach Jahrhunderten noch berühmt. William Shakespeare kennt man vor allem für die Werke „Hamlet“ sowie „Romeo und Julia“. Molière schrieb in der Zeit des Absolutismus viele Komödien, also lustige Theaterstücke. Aber auch einige deutsche Stücke sind sehr bekannt, zum Beispiel „Wilhelm Tell“ von Friedrich Schiller. Daraus wurde eine wichtige Geschichte für die Schweiz als Nation.<eop><eop>"}, {"title": "Thüringen", "id": 289, "text": "Thüringen ist ein Bundesland in der Mitte Deutschlands. Wie Bayern und Sachsen nennt es sich Freistaat. Hauptstadt und zugleich größte Stadt von Thüringen ist Erfurt, weitere große Städte sind Gera, Jena und Weimar. In Thüringen leben etwa zwei Millionen Menschen, das sind weniger als in Berlin. <eop>Thüringen wird von mehreren Gebirgen eingerahmt, dem Harz im Norden sowie dem Thüringer Wald und der Rhön im Süden. Dazwischen findet man das Thüringer Becken, dort ist die Landschaft flacher. Hier wohnen auch die meisten Menschen und findet man die meisten Städte. <eop>Der Name Thüringen ist schon sehr alt. Im frühen Mittelalter, zur Zeit der Völkerwanderung, gab es einen Stamm der Germanen: die Thüringer. Sie ließen sich in der Gegend nieder. Im 7. und 8. Jahrhundert gab es auch ein Herzogtum Thüringen. Später zerfiel es aber in viele kleinere Fürstentümer. Einige von ihnen gab es bis 1920.<eop>Nach Thüringen fahren viele Menschen gern in den Urlaub, zum Beispiel zum Wandern. Das Land ist auch bekannt für den Wintersport. Viele erfolgreiche Skiläufer, Rennrodler und Biathleten kommen aus Thüringen. Sehr bekannt sind auch manche Speisen wie die Thüringer Bratwurst oder Thüringer Klöße.<eop><eop>"}, {"title": "Tiere", "id": 290, "text": "Tiere sind eine bestimmte Art von Lebewesen. Wenn sie fressen, nehmen Tiere Stoffe von anderen Lebewesen auf: Eine Kuh frisst zum Beispiel Gras. Bei der Verdauung nimmt sie so Nahrung auf und bereitet sie für den Verbrauch vor. Dadurch kann sich die Energie der Nahrung in Kraft oder Wärme umwandeln. Pflanzen dagegen holen sich die Energie aus dem Licht der Sonne. Nur die Bausteine holen sie durch die Wurzeln aus dem Erdboden.<eop>Außerdem brauchen Tiere Sauerstoff, um zu atmen. Fische holen sich den Sauerstoff aus dem Wasser, die anderen Tiere aus der Luft. Normalerweise können sich Tiere aus eigener Kraft bewegen und entdecken ihre Welt mit Augen, Ohren und anderen Sinnesorganen. Manche Tiere bestehen aus nur einer einzigen Zelle, andere haben sehr viele Zellen.<eop>Auch der Mensch ist wissenschaftlich gesehen ein Tier. Im Allgemeinen meint man aber meistens „Tiere mit Ausnahme des Menschen“, wenn man von „Tieren“ spricht. <eop>Wie kann man Tiere einteilen? Es gibt verschiedene einfache Möglichkeiten, die Tiere einzuteilen, zum Beispiel nach ihrem Lebensraum: Waldtiere, Meerestiere und so weiter. Auch eine Einteilung in Wildtiere und Haustiere ist möglich und sinnvoll. Allerdings sind diese Einteilungen meist nicht eindeutig. Das Reh beispielsweise ist gleichzeitig ein Waldtier und ein Wildtier. Schnecken können im Meer, in einem See oder an Land leben.<eop>Die erste wissenschaftliche Einteilung stammt von Carl von Linné. Er lebte vor etwa 300 Jahren. Er gab den Pflanzen, den Tierarten und Mineralien lateinische Namen, an denen man die Lebewesen eindeutig erkennen konnte. Die Namen gaben auch bereits einen Hinweis auf die Verwandtschaft. Sein System wurde im Lauf der Zeit immer weiter verfeinert.<eop>Die Wissenschaft spricht heute vom Reich der Tiere, vom Reich der Pflanzen, vom Reich der Pilze und noch von einigen mehr. Das Reich der Tiere nennt man auch das Tierreich. Man kann es aufteilen in den Stamm der Wirbeltiere, den Stamm der Weichtiere und den Stamm der Gliederfüßer und noch einige mehr. Die Wirbeltiere kennen wir am besten. Wir teilen sie auf in die Klassen der Säugetiere, Vögel, Amphibien, Reptilien und Fische. <eop><eop>"}, {"title": "Titanic", "id": 291, "text": "Die Titanic war ein Schiff aus dem Jahr 1912. Es war damals das größte Schiff der Welt. Aber schon auf der ersten Reise, von Großbritannien nach Amerika, ist es gesunken. Es war mit einem Eisberg zusammengestoßen. Etwa 2200 Menschen waren an Bord, von ihnen sind etwa 1500 umgekommen. Dreiundsiebzig Jahre später hat man das Wrack gefunden: Es liegt 3800 Meter tief im Atlantischen Ozean. <eop>Die Titanic war als Transatlantikliner für die Fahrt über den Atlantik gebaut worden. Mit ihr wurden aber nicht nur Menschen befördert. Sie war auch ein „Königliches Postschiff“, das Briefe und Pakete transportierte. <eop>Über den Untergang der Titanic sind viele Irrtümer verbreitet worden. So wurde behauptet, dass die Schiffsleute nicht gut genug aufgepasst hätten. Das Schiff sei zu weit im Norden gefahren, um möglichst schnell anzukommen, weil es einen Preis gewinnen sollte. Es sei nicht gut genug gebaut gewesen. Es seien zu wenig Rettungsboote an Bord gewesen.<eop>Von diesen Behauptungen ist nur die mit den Rettungsbooten wahr. Wer ins eiskalte Wasser gefallen ist, konnte nur wenige Minuten überleben. Aber damals musste ein Schiff nicht so viele Rettungsboote haben, dass alle Mitreisende Platz gehabt hätten. Die Leute von der Titanic haben sich an die Regeln gehalten und hätten das Unglück wohl nicht verhindern können. Der Eisberg schwamm weiter südlich als man das von Eisbergen gewohnt war. <eop>Nach dem Unglück hat sich vieles in der Schiffahrt verbessert. Zum Beispiel hatten seitdem mehr Schiffe ein Funkgerät an Bord: Dadurch konnten die Schiffe besser einander vor Eisbergen warnen.<eop>Über den Untergang der Titanic wurden zahlreiche Bücher geschrieben und Filme gedreht. Am berühmtesten ist der Hollywood-Film mit Leonardo DiCaprio aus dem Jahr 1997. Es geht darin um eine erfundene Liebesgeschichte. Ein armer Auswanderer und eine reiche Amerikanerin verlieben sich und werden vom Unglück auseinandergerissen. Für den Filmdreh wurden Teile des Schiffs nachgebaut und in einem Wasserbecken in Bewegung gebracht.<eop> "}, {"title": "Trompete", "id": 292, "text": "Die Trompete ist ein Musikinstrument aus Blech. Es kommt in fast allen Arten der Musik vor und war schon vor 1000 Jahren wichtig. Sowohl in der Militärmusik, in der Blasmusik, im großen Symphonieorchester, aber auch im Jazz und der Rockmusik werden Trompeten gespielt. Man nennt sie auch Blasinstrument. Wenn man die Trompete auseinanderbiegen würde, wäre sie 137 Zentimeter lang.<eop>Der Ton entsteht nicht dadurch, dass man in die Trompete hineinbläst. Der Spieler setzt seine Lippen an das Mundstück. Seine Lippen schwingen, damit sorgt er dafür, dass auch die Luft in der Trompete schwingt.<eop>Bis 1820 hatten die Trompeten keine Ventile um alle Töne spielen zu können. Sie wurden deshalb vor allem benutzt, um einfache Signale zu blasen, zum Beispiel in der Armee oder bei der Post. Deshalb hat die Post in vielen Ländern noch heute ein solches Posthorn als Erkennungszeichen. <eop>Heutzutage hat eine Trompete drei Ventile. Damit können alle Töne gespielt werden, genauso wie mit den schwarzen und weißen Tasten am Klavier. Da die Töne aber mit den Lippen erzeugt werden, ist das Spielen gar nicht so einfach. Anfänger kommen besonders schwer an die hohen Töne heran.<eop>"}, {"title": "Tyrannosaurus", "id": 293, "text": "Der Tyrannosaurus war ein Dinosaurier. Er ist heute einer der bekanntesten Dinosaurier überhaupt. Es gibt viele Filme und Bücher, in denen der Tyrannosaurus vorkommt. Der Name bedeutet in etwa „König der Echsen“.<eop>Diese Dinosaurier lebten vor über 68 Millionen Jahren in Nordamerika. Sie wurden bis zu zwölf Meter lang und liefen auf ihren großen, kräftigen Hinterbeinen. Ein langer Schwanz half ihnen dabei, nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Die Vorderbeine waren eher kurz. Die großen und scharfen Zähne des Tyrannosaurus deuten darauf hin, dass er ein Fleischfresser war.<eop> Welche Irrtümer gab es über diesen Dinosaurier? Von Dinosauriern sind fast nur Knochen übrig geblieben. Aber es wurden immer nur ein paar Knochen eines Dinosauriers gefunden und nicht etwa das gesamte Skelett. Für die Wissenschaftler ist es sowieso schwierig, nur an den Knochen zu erkennen, wie ein bestimmter Dinosaurier ausgesehen hat. Man muss dann vermuten, wie dick er war, welche Farbe seine Haut hatte, ob er Federn hatte und so weiter.<eop>Beim Tyrannosaurus dachte man lange Zeit, dass er aufrecht gegangen ist und dass er sich auf seinen langen, dicken Schwanz aufgestützt hat. Heute weiß man aber: Der Tyrannosaurus ist mit Vögeln verwandt, und so ähnlich lief er wohl auch. Der Oberkörper war nach vorne gebeugt, und der Schwanz sorgte für das Gleichgewicht.<eop>Im Film „Jurassic Park“ ist der Tyrannosaurus ein schneller Läufer: Er verfolgt seine Beute, also die Tiere, die er fressen will. In Wirklichkeit konnte er bestimmt nicht so gut rennen wie im Film. Vielleicht hat er weniger gejagt, sondern eher Tiere gefressen, die schon tot waren. Diese Beute nennt man Aas.<eop> Warum sagt man auch Tyrannosaurus rex? Um das Jahr 1900 hat man Knochen gefunden, mit deren Hilfe Wissenschaftler herausgefunden haben, dass es mal eine bestimmte Art von Dinosauriern gegeben hat. Wegen des großen Gebisses nannte man diese Art „König der Echsen“. Mit griechischen Wörtern wurde daraus der Name Tyrannosaurus.<eop>Tyrannosaurus ist eine Gattung von Tieren, eine Gruppe unterschiedlicher Arten. Bislang kennt man nur eine einzige Art aus dieser Gattung. Man hat ihr den Namen Tyrannosaurus rex gegeben. Rex ist Lateinisch und heißt König. Tyrannosaurus rex bedeutet deshalb eigentlich: König der Königsechsen.<eop>"}, {"title": "Uhr", "id": 294, "text": "Eine Uhr ist ein Gerät, das die Zeit anzeigt. So weiß man, wie spät es ist. Früher haben die Menschen nach der Sonne geschaut. Eine Sonnenuhr ist ein Stab, der einen Schatten wirft. Am Schatten konnte man erkennen, wie viel Uhr es war.<eop>Schon im Mittelalter hat jedoch man mechanische Uhren erfunden. Sie funktionieren mit Zahnrädern. Es war nämlich wichtig zu wissen, wann man zu arbeiten hatte oder wann der Gottesdienst begann. Am Ende des Mittelalters konnte man sogar Uhren bauen, die in eine Tasche passten.<eop>Heute brauchen die meisten Uhren Strom. Man hängt eine Uhr an die Wand, stellt sie in der Wohnung auf oder trägt sie am Handgelenk. Außerdem haben viele Leute ein Gerät wie einen Tablet-Computer oder ein Smartphone, das auch die Uhrzeit anzeigt. Eine andere Uhr brauchen sie gar nicht mehr. <eop>Die genaueste Uhr ist die Atomuhr. In fünf Millionen Jahren geht sie höchstens eine Sekunde falsch. Sie wird in der Wissenschaft und der Raumfahrt genutzt. <eop> "}]}