Eine 66-jährige Frau mit Gangstörungen stürzte und fiel aus ihrem Rollstuhl zu Hause. Sie war rechtshändig und benötigte einen Rollstuhl im Alltag aufgrund einer unbekannten Schwäche der Beine. Sie nahm keine Medikamente ein. Sie stellte sich in der orthopädischen Abteilung eines örtlichen Krankenhauses mit Beschwerden über Schmerzen in der rechten Schulter vor. Die körperliche Untersuchung ergab eine deutliche Schwellung um die rechte Schultergelenk. Außerdem waren die Pulsationen der rechten Radial- und Ulnar-Arterien schwach, aber spürbar. Sie hatte auch eine Ulnarnervparese; jedoch verbesserte sich die Parese während der körperlichen Untersuchung allmählich. Die rechte Schulterröntgenaufnahme zeigte eine proximale Humerusfraktur mit medialer Verschiebung des Humerus. Außerdem waren die Pulsationen der rechten Radial- und Ulnar-Arterien schwach, aber spürbar. Sie wurde auch mit einem 6-mm-Ultraschallsonden-Katheter in die rechte Achselarterie eingeführt, um die Achselarterie zu untersuchen. Die Achselarterie war mit einer 6-mm-Ultraschallsonde untersucht worden, die eine Thrombose und eine Dissektion der Achselarterie zeigte. Die Achselarterie hatte einen Durchmesser von 4,5 bis 5 mm an der verschlossenen Läsion und an der proximalen normalen Achselarterie. Wir vergrößerten die verschlossene Läsion mit einem 3,5 mm x 40 mm großen Ballon und führten einen 5 mm x 50 mm großen Viabahn-Stent-Graft (Gore, Flagstaff, AZ, USA) über die Läsion über eine Achselarterie ein. Außerdem wurde der Stent-Graft mit einem 5 mm x 40 mm großen Ballon erweitert. Die endgültige subklavische Injektion stellte sicher, dass der distale Fluss zur Brachialarterie erhalten blieb und dass kein Kontrastmittel aus der Achselarterie auslief. Die intravaskulären Ultraschallbilder zeigten eine ausreichende Erweiterung des Stent-Grafts. Nach den Verfahren waren die rechte Brachial-, Radial- und Ulnar-Arterien gut palpabel. Die am Tag nach dem Verfahren durchgeführte Computertomographie-Angiographie zeigte eine gute Durchgängigkeit und kein Kontrastmittel aus der Achselarterie. Die Patientin erhielt eine duale Antiplatelet-Therapie mit Aspirin und Clopidogrel nach dem Verfahren. Die Schulterersatzoperation war erforderlich und geplant, und die Patientin wurde 24 Tage nach dem Verfahren entlassen. 12 Monate nach der Entlassung hatte die Patientin keine neurologischen Symptome, und die Radial- und Ulnar-Arterien waren gut palpabel. Es wurden keine abnormalen Befunde festgestellt, die auf Restenose oder eine Okkusion der Achselarterie hindeuteten.