Patienteninformation: Eine 67-jährige Frau stellte sich mit einer schmerzlosen, seit zwei Monaten bestehenden, linken präaurikulären Schwellung vor, die in dieser Zeit an Größe zugenommen hatte. Die Patientin war Diabetikerin und Hypertensivpatientin und nahm daher antidiabetische und antihypertensive Medikamente ein. Ihre Krankengeschichte war bis auf diese Tatsache nicht signifikant. Klinische Befunde: Bei der Untersuchung wurde eine schmerzfreie, feste und bewegliche Masse mit gut definierten Grenzen in der linken Parotiddrüse festgestellt. Es wurden keine Hautveränderungen oder Geschwüre über der Masse beobachtet. Diagnostische Untersuchung: Hämatologische Untersuchung ergab HbA1c von 7,7%, Blutzucker von 227 mg/dl und einen Entzündungsmarker (CRP) von 3,18 mg/l. Bei der Ultraschalluntersuchung wurde ein gut definierter, hypoechoischer, fester Knoten von etwa 33 × 27 × 11 mm in der linken präaurikulären Region festgestellt. Der Knoten stand in Kontakt mit dem Ramus der Mandibula und wies bösartige Merkmale auf. Daneben wurde ein 7 mm langer lymphatischer Knoten in der linken infraaurikulären Region ohne pathologische sonographische Merkmale festgestellt. An anderen Stellen im Nacken wurde kein offensichtlicher lymphatischer Knoten festgestellt. Eine Feinnadelaspirationszytologie (FNAC) wurde durchgeführt, die eine riesenzellreiche Läsion zeigte, die hochzellulär war und eine große Anzahl von osteoklastenähnlichen, mehrkernigen Riesenzellen mit Cluster von Spindel- und Epithelioidzellen (Stroma) und einigen lobulären, gutartig aussehenden Acini der Parotiddrüsen enthielt. Der Patient wurde zur MRT-Untersuchung des Halses geschickt, die eine einzelne gut definierte Läsion im oberflächlichen Lappen der linken Parotiddrüse ergab, die etwa 33 × 20 mm misst und ein heterogenes Signal auf T1 und T2 aufweist, was auf ein pleomorphes Adenom hindeutet. Die rechte Parotiddrüse war normal mit beidseitigen gutartig aussehenden zervikalen Lymphknoten von 6 mm in der kurzen Achse - mit normalen submandibulären und Schilddrüsen. Der Pharynx und das Larynx waren normal. Therapeutische Intervention: Eine oberflächliche tiefe Parotidektomie wurde bei der Patientin durchgeführt. Das Ergebnis der histopathologischen Untersuchung ergab einen Riesenzelltumor von 3,4 cm ohne Beteiligung von Lymphknoten (). Der Tumorresektionsrand lag 1,5 cm entfernt. Nach der Operation wurde die Patientin zur Strahlentherapie geschickt. Folgeuntersuchung: Der Patient war sechs Monate nach der Operation gesund und wohlauf.