Eine 72-jährige Frau stellte sich mit 6-monatigen Schmerzen im oberen Rücken vor, die sich innerhalb eines Monats mit dem Auftreten einer Paraparese (d. h. 3/5-Defizit) akut verschlechterten. Laboruntersuchungen ergaben einen Serumkalziumspiegel von 144 mg/l (normal: 90–105 mg/l) und einen leicht erhöhten PTH-Spiegel (pg/ml; normal: 10–53 pg/ml). Eine Schilddrüsenultraschalluntersuchung war negativ, aber die PTH-Scintigraphie mit Tc-99m zeigte eine fokale Aktivität im unteren rechten Schilddrüsenlappen, die mit einem PTH-Adenom vereinbar war. Beide CT- und MRT-Untersuchungen zeigten, dass die BTs die Nervenwurzeln von T3 bis T5 aufgrund eines Hyperparathyreoidismus komprimieren. Die thorakale CT zeigte mehrere osteolytische Läsionen der Wirbelkörper und der hinteren Elemente von Th3 bis Th5. Die thorakale MRT zeigte eine große, ausdehnbare Wirbelmasse von T3 bis T5 mit extradura-lerer Ausdehnung, die zu einer erheblichen Nervenwurzelkompression führte. Die MRT-Aufnahmen waren auf T1-Bildern isointen-s und auf T2-gewichteten Bildern hyperintensiv. Nach einer Th3-5 Laminektomie wurde die extradurale Masse vollständig entfernt und der Nerv ausreichend entlastet. Die histopathologische Untersuchung bestätigte eine BT, die auf einen Hyperparathyreoidismus zurückzuführen war. Nach der Operation verschwanden die Symptome der Patientin innerhalb von 3 Wochen. Anschließend wurde sie für eine Parathyreoidektomie überwiesen.