78-jähriger Mann mit einer Vorgeschichte von Blasenkrebs in Remission nach endoskopischer Behandlung, ohne psychiatrische und soziale Anamnese und mit einer normalen Koloskopie vier Jahre vor der Vorstellung. Der Patient kam mit einer viertägigen Vorgeschichte von diffusen Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit und einer Episode von Erbrechen mit Gallenflüssigkeit in die Notaufnahme. Sein letzter Stuhlgang war drei Tage vor der Vorstellung. Der Bauch war mit diffusen Schmerzen und ohne Anzeichen einer Peritonitis aufgebläht. Die erste Laboruntersuchung war unauffällig. Eine Computertomographie (CT) des Bauches und des Beckens zeigte eine ringförmige, 4,8 cm lange, hinderliche Masse im Sigmaboden, zusätzlich eine Masse im Pankreaskörper und im kleinen Sakralraum, die die Magen-Antrum-Region betrafen, und eine Leberläsion, die auf eine metastatische Erkrankung hindeutete (,). Der CA-19-9-Wert war auf 112.444 U/ml erhöht (normal <35 U/ml). Aufgrund der vollständigen Darmverschlusses wurde eine dringende chirurgische Resektion für notwendig erachtet. Vor der Operation wurde eine nasogastrische Sonde eingeführt und der Patient mit isotonischen Flüssigkeiten resuspendiert. Der Eingriff wurde von einem erfahrenen kolorektalen Chirurgen in einem akademischen Krankenhaus durchgeführt. Ein laparoskopischer Ansatz wurde gewählt. Eine oberflächliche Leberschädigung im Segment 4B wurde festgestellt und eine Biopsie wurde mit laparoskopischen Biopsie-Pinzetten durchgeführt. Der Bauch wurde inspiziert und es wurden keine Anzeichen von Karzinomatose festgestellt. Bei der Untersuchung des Beckens wurde eine blockierende Masse im Sigmoid mit einem dekomprimierten distalen Rektum sichtbar gemacht. Eine Sigmoidektomie wurde mit einem laparoskopischen gastrointestinalen Anastomosen-Stapler (GIA) durchgeführt. Eine hohe Ligation der inferioren Mesenterialarterie (IMA) wurde aus onkologischen Gründen durchgeführt. Aufgrund des erwarteten Bedarfs an dringender Chemotherapie wurde die Entscheidung getroffen, eine Anastomosis zu verschieben und eine endständige Kolostomie wurde erstellt. Der postoperative Verlauf war unauffällig. Der Patient hatte am postoperativen Tag (POD) 1 eine Rückkehr der Darmfunktion, die Diät wurde nach dem Verträglichkeitsprofil fortgesetzt und er wurde am POD 3 entlassen. Der Patient wurde 2 Wochen nach der Operation ohne größere Beschwerden im Büro gesehen. Die Pathologie für das Sigmoid-Probe war mit 5 von 10 Lymphknoten positiv für metastatische Erkrankung konsistent. Ebenso war die Leberbiopsieprobe mit den gleichen Befunden konsistent. Der Patient wurde zur weiteren systemischen Therapie an die medizinische Onkologie verwiesen.