Wir stellen den Fall eines 72-jährigen Mannes indischer Herkunft vor, der mit Beschwerden über eine schmerzfreie Masse mit abdominaler Fülle in unser Krankenhaus kam. Es gab keine signifikanten medizinischen, familiären oder psychosozialen Vorgeschichten. Es gab keine Vorgeschichten von Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt oder von medizinischen oder chirurgischen Eingriffen. Bei der körperlichen Untersuchung hatte er eine leichte Blässe mit schlecht definierten schmerzfreien Schwellungen im Magenbereich. Es gab keine Organvergrößerung oder Lymphadenopathie. Eine Endoskopie des oberen Gastrointestinaltraktes wurde durchgeführt, die auf eine submuköse Läsion im Magen hinwies. Unser Gastroenterologe dachte an ein GIST; auch Leiomyome und sogar ein Magenkarzinom wurden aufgrund des hohen Alters des Patienten vermutet. Eine anschließende Biopsie ergab, dass es sich nur um Schleimhautgewebe handelte. Eine Computertomographie (CT) des Abdomens des Patienten zeigte eine eiförmige, homogene 4 x 3 x 2 cm große Masse an der großen Krümmung des Magens. Es gab keine andere Läsion im ganzen Körper. Wir vermuteten schließlich einen submukösen Tumor mit der Möglichkeit eines GIST. Angesichts der Größe des Tumors, der Lage, der Schwierigkeit, trotz Biopsie eine definitive präoperative Diagnose zu stellen, des Verdachts auf ein malignes GIST/Karzinom, des Alters und um mögliche Komplikationen wie Blutungen oder Pylorusstenose zu verhindern, wurde ein chirurgischer Eingriff geplant und eine subtotale Magenresektion durchgeführt. Das chirurgische Präparat wurde in der Pathologieabteilung erhalten. Bei der makroskopischen Untersuchung wurde eine intramurale, knochenförmige, solide Masse mit einer Größe von 4 x 3 x 2 cm gesehen. Eine Schnittprobe ergab eine wirbelnde Trabekulation. Die histologischen Beobachtungen zeigten einen zellulären Tumor in der Submukosa, der sich bis in die Muskularis propria erstreckte. Die überlagernde Mukosa war unauffällig. Die Schnitte aus dem Tumor zeigten verflechtete Bündel von Spindelkernen mit verlängerten Zellkern, schlecht definierten zytoplasmatischen Grenzen und palisadenförmigen Zellkern. Eine leichte nukleare Atypie wurde festgestellt. Diese Zellen waren durch kollagene Stränge getrennt. Eine hohe Anzahl von 5/50-fachen hochauflösenden Mikroskopfeldern wurde beobachtet; es wurden jedoch keine Nekrosen/atypische Mitose festgestellt. Es gab keine Lymphknotenbeteiligung und der chirurgische Rand war negativ für Tumorzellen. Eine histologische Diagnose eines gutartigen mesenchymalen Tumors wurde gestellt. Die Immunhistochemische Färbung (IHC) war stark positiv für Vimentin und S-100, wohingegen c-Kit, SMA und Zytokeratin (CK) negativ waren. Daher wurde eine endgültige Diagnose eines Schwannoms gestellt. Sein postoperativer Verlauf verlief unauffällig und er wurde in gutem Zustand entlassen. Die Kontrollbesuche bis zu 1,5 Jahren waren unauffällig.