Ein 75-jähriger Mann kam mit Schwäche der linken oberen Extremität in die Praxis. Die MRT-Bilder und die MRA zeigten mehrere embolische Infarkte vom rechten VA bis zum rechten Kleinhirn, zur rechten parieto-okzipitalen Verbindung und zum rechten Okzipitallappen. Die MRT des Halses dokumentierte eine signifikante Spinalstenose, und die kontrastverstärkte Computertomographie (CE-CT) zeigte einen großen lateralen rechtsseitigen C5-C6-Osteophyt. Die Angiographie zeigte, dass er den rechten VA vorübergehend komprimierte, wenn der Kopf nach rechts gedreht wurde, aber mit Entlastung der VA-Kompression, wenn der Kopf nach links gedreht wurde, [-]. Um wiederkehrende thromboembolische Ereignisse zu verhindern, wurde die rechte VA durch eine routinemäßige C5-C6 ACDF mit Entfernung des rechten C5-C6-Osteophytens dekomprimiert. Dies dekomprimierte erfolgreich die rechte VA [ und ]. Die Durchgängigkeit und ein ausreichender Blutfluss durch die rechte VA wurden intraoperativ mit einer Videoangiographie mit Indocyaningrün bestätigt []. Da die präoperative MRT auch eine Spinalkanalstenose an C4-C5 gezeigt hatte, wurde eine zusätzliche C4-C5 ACDF durchgeführt. Nach diesen Dekompressionen wurden in die Zwischenräume zwischen C4/5 und C5/6 Gewindegitter aus Titan eingefügt, die mit Knochenersatzmaterial gefüllt waren []. Der postoperative Verlauf des Patienten verlief unauffällig. Eine ausreichende rechtsseitige C5-C6-Osteophytenresektion und eine rechtsseitige VA-Dekompression wurden auf dem postoperativen CECT und 3D-CTA bestätigt. Die postoperative MRA dokumentierte die Durchgängigkeit der rechten VA und keine weiteren Hinweise auf zerebelläre Infarkte. Eine Angiographie 3 Monate später ergab erneut keine residuale rechtsseitige C5-C6-VA-Stenose in keiner Position und die MRT zeigte keine zusätzlichen/rezidivierenden posterioren Schlaganfälle.