Eine 60-jährige Frau, die sich zweimal einer TACE wegen HCC unterzog, besuchte unsere Klinik, nachdem bei einer anschließenden Computertomographie (CT) eine Blasenmasse entdeckt worden war. Bei einer 60-jährigen Frau wurde in einem Labortest das Oberflächenantigen von Hepatitis B positiv nachgewiesen. Die Patientin bestritt jedoch, jemals an Hepatitis B erkrankt zu sein oder eine entsprechende Familienanamnese zu haben. Daher wurden ein HBV-DNA-Test und eine abdominale Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um die erste Diagnose von Hepatitis B zu bestätigen. Der HBV-DNA-Test wurde positiv nachgewiesen. Die Leberzirrhose und ein 3,6 cm großes HCC im Segment 5 mit infiltrativem HCC im Segment 8 wurden bei einer abdominalen Ultraschalluntersuchung und einer dynamischen Leber-CT festgestellt (Abbildung). Für die genaue Diagnose der vermuteten Lebermasse bei HCC führten wir eine erweiterte dynamische MRT-Untersuchung der Leber und eine Leberbiopsie der S5-Masse durch. Als Ergebnis wurde HCC ohne Anzeichen einer Invasion der Pfortader, einer Metastasierung der Lymphknoten oder einer Fernmetastasierung diagnostiziert (Abbildung). Bei mehreren intrahepatischen Massen führten wir TACE unmittelbar nach der Diagnose und 5 Monate nach der 1. TACE an der Hauptmasse durch. TACE wurde durch Infusion einer Mischung aus Adriamycin (50 mg) und Lipiodol (10 ml) durchgeführt, gefolgt von einer Embolisation mit Gelfoam. Nach der zweiten TACE wurde ein Harnblasentumor neu entdeckt, der durch eine dynamische CT der Leber bestätigt wurde (Abbildung). Die Patientin hatte vor 20 Jahren eine Hysterektomie wegen Uterusmyomen. Sie nahm als Antihypertensiva Amlodipin 10 mg und Olmesartan 40 mg. Keine besonderen Hinweise. Beim Aufnahmezeitpunkt war die Patientin 152,0 cm groß und wog 61,8 kg. Ihr systolischer Blutdruck lag bei 124 mmHg und ihr diastolischer Blutdruck bei 83 mmHg. Ihre Herzfrequenz (65 bpm) und Körpertemperatur (36,4°C) waren normal. Ihre Atemfrequenz lag ebenfalls bei 20 Atemzügen pro Minute. Ihr mentaler Status war aufmerksam. Beim Aufnahmezeitpunkt klagte die Patientin nicht über irgendwelche Symptome, einschließlich Bauchschmerzen. Bei der Untersuchung des Bauches wurden keine abnormalen Befunde, wie z. B. Aszites, festgestellt. Bei der Leberfunktionstestung während des Krankenhausaufenthalts waren die Werte für Aspartat-Aminotransferase und Alanin-Aminotransferase 24 U/L bzw. 15 U/L, und der Gesamtbilirubinwert lag bei 0,78 mg/dL, was alles normal war. Die internationale Normalisierte Verhältniszahl für die Prothrombinzeit lag bei 1,05, was ebenfalls im normalen Bereich lag. Der Albuminwert lag bei 4,0 g/dL, was ebenfalls im normalen Bereich lag. Ihre HBV-DNA-Test war negativ (< 10 IU/mL) von 46,0 IU/mL nach Entecavir-Verabreichung. Es wurden keine anderen Koinfektionen einschließlich HCV festgestellt. Die Werte für alpha-Fetoprotein (AFP) und das durch Vitamin K-Mangel oder Vitamin K-Antagonisten II (PIVKA-II) hervorgerufene Protein als Tumormarker lagen bei 3,9 ng/mL bzw. 24,0 mAU/mL. Sie unterzog sich einer TACE für HCC in S5 und S8, die zuvor auf CT bestätigt wurde. Nach der zweiten TACE wurde einen Monat später eine Nachuntersuchung auf CT durchgeführt. Auf dem CT wurde eine polypoide Masse von 1 cm in der Blase festgestellt, die in der vorherigen Untersuchung nicht gesehen wurde, ohne dass es ein lebensfähiges HCC gab (Abbildung). Eine Nachuntersuchung auf CT wurde drei Monate später durchgeführt. Nach 3 Monaten zeigte die zuvor festgestellte Blase eine Zunahme der Größe von 1 cm auf 1,8 cm. Wir führten außerdem eine MRT der Leber, eine Thorax-CT und eine Positron-Emissions-Tomographie (PET)-CT durch. In diesen Studien wurden wahrscheinlich lebensfähige HCCs in S8 festgestellt. Es gab keine anderen prominenten entfernten Metastasen.