Eine 28-jährige Frau stellte sich mit einer Schwellung in der rechten Leiste vor. Bei ihr wurde eine Leistenhernie vermutet und sie wurde zur Operation überwiesen. Bei der Kompression des Abdomens in stehender Position war keine offensichtliche Vergrößerung der Masse zu erkennen. Die Ultraschalluntersuchung ergab eine echolose Flüssigkeitsregion in der rechten Leiste ohne Blutfluss (Abb. a). Die Computertomographie (CT) ergab ein zystisches Ödem in der rechten Leiste und keine Einklemmung des Darmkanals (Abb. b). Bei der Patientin wurde HCN diagnostiziert. Da einige Patienten eine HCN in Kombination mit einer Hernie haben können, untersuchten wir die Bauchhöhle mit einem Laparoskop. Im inneren Ringbereich der rechten Leiste befand sich ein 1 cm großer Flüssigkeitsbereich, der die Vorderseite der Leiste drückte und das Peritoneum anschwoll (Abb. a). Obwohl der innere Ring leicht schwach war, weil es keine offensichtliche Hernie gab, wählten wir den vorderen Zugang für die Tumorresektion. Wir öffneten die Faszie der äußeren Schrägemuskel, um zu bestätigen, dass die HCN frei von präperitonealem Fett war, ligierten die Wurzel des Nuck-Kanals in einer hohen Position (Abb. b, d) und führten eine vollständige Exzision der HCN durch. Schließlich bestätigten wir mit einem Laparoskop, dass es keine Defekte im Peritoneum gab. Die Operationszeit betrug 56 Minuten. Der Patient erholte sich gut und wurde am nächsten Tag entlassen. Die postoperative Pathologie zeigte, dass die Größe der Zyste 4 × 4 cm betrug. Als das Präparat aufgeschnitten wurde, war die Kapsel mit klarer Flüssigkeit gefüllt und die Wand war relativ glatt und flach (Abb. c). Die mit Hämatoxylin und Eosin gefärbte Sektion zeigte HCN, begleitet von offensichtlicher Stauung und leicht entzündetem Gewebe. Im Präparat war kein spezifisches Drüsengewebe oder Endometriumgewebe zu finden, und es wurden keine bösartigen Zellen gefunden (Abb. a, b).