Eine 72-jährige Frau kam in ein örtliches Krankenhaus mit Beschwerden im unteren Bauchbereich und Verstopfung. Eine Computertomographie (CT) des Abdomens bestätigte einen retroperitonealen Tumor, und die Patientin wurde für weitere Untersuchungen in unser Krankenhaus überwiesen. Eine MRT des Abdomens zeigte eine solide Masse mit einem Durchmesser von 13 cm auf der linken Seite des Beckens, und ein Liposarkom mit einer gut differenzierten Komponente wurde diagnostiziert (A). Eine hochauflösende Computertomographie (HRCT) des Abdomens ergab, dass der Tumor vermutlich in den linken Harnleiter und den Colon descendens eingedrungen war (B). Außerdem wurden bei einer HRCT des Thorax zwei glasige Opazitäten (GGO) im apikalen Segment (S1) und im posterioren Segment (S2) des rechten oberen Lungenlappens festgestellt, und es wurde ein frühes Stadium von Lungenkrebs diagnostiziert (A). Die Behandlung wurde von Urologen mit einer retroperitonealen Liposarkom- und retroperitonealen Tumorresektion nach der Platzierung eines Harnleiterstents durchgeführt. Die intraoperativen Befunde zeigten, dass der Tumor den Colon descendens verdrängt hatte, der daher teilweise reseziert wurde. Die Tumorgröße betrug 13 x 8 x 7,5 cm, und die postoperativen pathologischen Befunde deuteten auf DDLPS mit Invasion des Sigmoid-Kolons hin (C, D). Vier Monate nach der retroperitonealen Liposarkom-Resektion wurde eine rechte obere Lobektomie wegen Verdacht auf Lungenkrebs mittels videoassistierter thorakoskopischer Chirurgie (VATS) durchgeführt (B). Nach einer Operation wegen Lungenkrebs wurde die Patientin ambulant weiterbetreut. Zwanzig Monate nach der ersten Operation wurde eine HRCT der Brust durchgeführt, die einen Tumor mit einem maximalen Durchmesser von 22 mm im linken unteren Lungenflügel (A) aufwies. Da sich der Tumor im peripheren Lungenbereich befand, wurde eine CT-gesteuerte Feinnadelbiopsie durchgeführt, anstatt einer transbronchialen Lungenbiopsie (TBLB) ([]). Die pathologischen Befunde deuteten auf eine pulmonale Metastase von dedifferenzierten Liposarkomen hin, und der Tumor tendierte dazu, schnell zu wachsen. Das Ergebnis eines Atemfunktionstests der Patientin zeigte, dass ihre aktuelle Atemfunktion nicht ausreichend war, um eine Lungenlobektomie am linken unteren Lungenflügel zu ermöglichen. Daher wurde, um den oberen Segment des unteren Lungenflügels (S6) zu erhalten, eine linke basale Segmentektomie (S8+S9+S10) durchgeführt (B). Die pathologischen Befunde zeigten DDLPS mit Invasion des Sigmoid-Kolons (C). Der postoperative Verlauf verlief ohne Komplikationen, und die Patientin wurde am 16. Tag nach der Operation entlassen. Sie zeigt sieben Monate nach der Entlassung keine Anzeichen eines Tumorrezidivs. Sie befindet sich in einer ambulanten Rehabilitation und kann ein unabhängiges Leben ohne häusliche Sauerstofftherapie führen.