Eine 38-jährige Frau stellte sich mit einer traumatischen Ruptur des rechten Supraspinatus vor, die 1,2 cm lang und 8 mm im Querschnitt war. Sie wurde arthroskopisch mit einer doppelreihigen Nahtankertechnik repariert. Zunächst wurde ein metallischer FASTIN-Nahtanker mit Orthocord (Depuy Inc. USA) verwendet, gefolgt von dem Quick-T-Anker-Fixationssystem (Smith & Nephew Inc. Schweiz). Die erste postoperative Prozedur verlief ohne Zwischenfälle. Die Schulter der Patientin wurde nach sechs Wochen mobilisiert. Die Patientin begann sich über Schmerzen bei der Abduktion zu beklagen. Dies wurde zunächst mit Analgetika behandelt, aber als die Patientin nicht reagierte, wurde die Schulter mit Ultraschall untersucht. Dieser ergab entzündliche Veränderungen im subakromialen Raum und war nicht schlüssig. Die intraoperativen Fotos der Reparatur zeigten keine Anomalien oder Hinweise auf ein Impingement-Syndrom (Abbildung). Die Patientin wurde erneut in den Operationssaal gebracht, um eine diagnostische Arthroskopie der Schulter durchzuführen, die den Knopf des Quick-T-Ankers zeigte, der vertikal im subakromialen Raum lag und die Unterseite des Akromions rieb ([]). Dieser wurde mit einem Rasierer entfernt, ohne die Reparatur zu beeinträchtigen. Eine subakromiale Dekompression war nicht erforderlich, da keine anderen Hinweise auf ein Impingement-Syndrom vorlagen. Nach der Operation war die Schmerzen vollständig verschwunden. Bei der Nachuntersuchung drei Monate nach der zweiten Arthroskopie hatte die Patientin eine vollständige Bewegungsfähigkeit der Schulter und die Schmerzen waren nicht mehr vorhanden.