In diesem Fallbericht ging es um E.P.G., einen 26-jährigen Mann (1,75 m, 69 kg), der fünf Jahre lang CrossFit® trainierte. Im Rahmen seines Trainings führte der Athlet die Ringdips mit fünf Sätzen zu je sechs Bewegungen aus, wobei der erste Satz ohne zusätzliches Gewicht und die späteren Sätze mit 10 kg, 20 kg, 30 kg und 40 kg Gewicht ausgeführt wurden. Die Gewichte wurden mit zwei Westen und zwei Taschen hinzugefügt. (). Während der exzentrischen Phase des letzten Satzes berichtete der Patient, dass er ein „Klicken“ und das Gefühl, dass der linke große Brustmuskel „auseinanderreißt“, verspürte. Anschließend berichtete er auch über Steifheit und Bewegungseinschränkungen im linken Schulterbereich. Es wurde eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt, die einen kompletten Riss des Sternumteils der linken großen Brustmuskelsehne (nicht dominanter Arm) mit einer Retraktion des Sehnenstamms um 5 cm, Anzeichen von Ödemen sowie eine Dehnung des Clavikularabschnitts () ergab. Ein chirurgischer Eingriff wurde aufgrund der potenziellen Vorteile hinsichtlich der Geschwindigkeit der Rückkehr zum Sport im Vergleich zu einer konservativen Behandlung gewählt.