Wir hatten einen 65-jährigen Mann, der wegen einer Patellarefraktur und einer Deformierung des Knies zur Behandlung kam. Sein Knie-Gesamt-Score lag bei 70 für das linke Knie und bei 78 für das rechte Knie. Es war bekannt, dass er mehrere Begleiterkrankungen hatte, darunter Bluthochdruck und koronare Herzkrankheit. Er hatte vor einem Jahr eine perkutane transluminale Koronarangioplastie (PTCA) hinter sich. Er hatte vor einem Monat einen Sturz von zwei Rädern erlitten und erlitt eine Verletzung am linken Knie. Der Patient hatte Schmerzen und Schwellungen, aber er hatte keine Behandlung dafür erhalten. Der Patient vernachlässigte die Verletzung und konnte mit einer Gehhilfe gehen. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass der Patient eine beidseitige Knievarus-Deformierung um 20°-90° und eine fixierte Beugedeformierung um 30° hatte. Eine aktive Streckung des Beins war auf der linken Seite nicht möglich. Der Bewegungsumfang des linken Knies lag zwischen 30° und 90°. Die Röntgenbilder zeigten einen Querschnittbruch der Patella mit osteoarthritischen Veränderungen der linken Seite und arthritischen Veränderungen der rechten Kniekehle. Andere Blutuntersuchungen waren normal. Wir entschieden uns für ein einstufiges Verfahren mit Fixierung der Patellarefraktur und Knieprothese. Es wurde ein Schnitt in der mittleren Linie vorgenommen und eine mediale parapatellare Arthrotomie durchgeführt. Auf der Streckeseite wurde das Retinaculum intraoperativ intakt gefunden, sodass wir zunächst mit einer Knieprothese fortfuhren. Der calcifizierte mediale Meniskus wurde entfernt und ein posteromedialer tibialer Defekt wurde mit einer Verkleinerung der Tibia versorgt. Nach einer gründlichen Spülung mit normalem Salzwasser und Debridement der Gelenkseite der Patellarefraktur wurden die Frakturenden angenähert. Die Reduktion wurde mit einer Patella-Spitze durchgeführt und zwei parallele K-Drähte wurden verwendet. Ein 18-Gauge-SS-Draht wurde für die Spannungsbandverdrahtung der Patella verwendet. Das Extensor-Retinaculum wurde mit resorbierbaren Nähten ( und ) verstärkt. Die Inzision wurde in mehreren Schichten ohne Absaugdrainage geschlossen. Die postoperativen Röntgenbilder zeigten eine akzeptable Reduktion der Fraktur und eine akzeptable Knieprothese. Im postoperativen Zeitraum durfte der Patient das Knie frühestens bis 90° mobilisieren und das volle Gewicht mit einer Gehhilfe tragen. Nach 3 Monaten erreichte der Patient einen Bewegungsbereich von 5-110° und sein Knie-Gesamt-Score verbesserte sich auf 90. Die Patellarefraktur vereinigte sich vollständig ohne Komplikationen ()