Ein 56-jähriger Patient kam ins Krankenhaus und klagte über einen seit zwei Monaten andauernden trockenen Husten. Der Patient litt in den letzten zwei Monaten vor seinem Besuch in unserem Krankenhaus an trockenem Husten. Die Computertomographie (CT) des Thorax, die im örtlichen Krankenhaus durchgeführt wurde, ergab eine Masse im rechten oberen Lungenflügel mit rechtsseitigen hilären und mediastinalen Lymphadenopathien. Der Patient hatte keine medizinische Vorgeschichte und war ein Raucher mit 30 Packungsjahren. Der Patient war gesund und hatte keine persönliche oder familiäre Vorgeschichte von Tumoren. Der Patient zeigte leichte raue Atemgeräusche im rechten oberen Lungenflügel bei der Auskultation. Laboruntersuchungen ergaben einen erhöhten Anteil neutrophiler Leukozyten (78,4 %) mit normalen Hämatokrit- und Thrombozytenwerten. Sein CYFRA 21-1-Wert lag bei 4,03 ng/ml, was weit über dem normalen Höchstwert (3,3 ng/ml) lag. Die anderen Tumormarker lagen alle im normalen Bereich. Die CT-Aufnahmen der Brust zeigten eine zentral gelegene Masse im rechten Lungenflügel mit vergrößerten Lymphknoten im rechten Lungenhilus, im Mediastinalbereich und in den beiden Achselhöhlen (Abbildung). Die CT-Aufnahmen zeigten auch eine Verdickung der rechten Bronchenwand (Abbildung). Die PET-CT-Aufnahmen zeigten eine verstärkte Aufnahme von 18-Fluor-D-Glukose in der Masse des rechten Lungenhilus, und die Befürchtung einer bösartigen Erkrankung war ein wichtiges Anliegen. Diese Untersuchung ergab auch Lymphknotenmetastasen im rechten Lungenhilus, im Mediastinalbereich, im Zöliakie-Gebiet, im rechten Nackenbereich, im rechten supraklavikulären Bereich und in beiden Achselhöhlen (Abbildung). Die flexible Bronchoskopie ergab mukosale infiltrative Veränderungen auf der Ebene des Einlasses des rechten oberen Lappens und der rechte obere Lungenlappen war verstopft (Abbildung). Die andere Bronchialschleimhaut war normal. Die endobronchiale Schleimhautbiopsie auf der Ebene des Einlasses des rechten oberen Lappens ergab eine lymphoidale Hyperplasie. Diese Zellen waren CD20-positive B-Zellen und Bcl-2, CD5, CD19 und Zyklin D1 wurden ebenfalls exprimiert. Dieses Ergebnis deutet auf die Möglichkeit von MCL hin. Da die Gewebeprobe der endobronchiale Biopsie unzureichend war, wurde eine Mediastinoskopie-Biopsie der mediastinalen Lymphknoten geplant. Unter Mediastinoskopie wurde eine Biopsie des subkarinalen Lymphknotens durchgeführt. Die Probe zeigte auch eine lymphoidale Hyperplasie. Die immunhistochemische Färbung ergab, dass diese Zellen positiv für Bcl-2, CD5, CD19, CD20, Cyclin D1 und SOX11 waren, während sie negativ für Bcl-6, CD3, CD10, CD21 und CD23 waren. Der Anteil der Ki67-positiven Zellen lag bei 25 % (Abbildung). Daher wurde die Diagnose eines MCL bestätigt.