Eine 32-jährige Inderin mit einer Vorgeschichte von tonisch-klonischen Anfällen seit 2013, die während ihrer ersten Schwangerschaft begannen, wurde 2016 einem Elektroenzephalogramm unterzogen, das die Diagnose Epilepsie bestätigte. Dementsprechend begann sie eine antiepileptische Behandlung mit Levetiracetam mit einer anfänglichen Tagesdosis von 1 g. Aufgrund des Wiederauftretens von Anfällen wurde die Dosis auf 1,5 g erhöht, wobei die Anfälle schlecht unter Kontrolle waren. 2019 ergab eine MRT-Untersuchung des Gehirns eine rechtsseitige temporo-mesiale Läsion mit einem ungewöhnlichen peripheren Kontrastverstärkung. Die Läsion schien in Richtung des rechten Hirnstamms mit einer Kompression des Hirnstamms zu ragen, was auf ein niedriggradiges Gliom hindeutete. Die MRS-Spektroskopie unterstützte den Verdacht auf ein Gliom. Die Patientin wurde einer funktionellen MRT unterzogen, die eine anteriore Verschiebung des inferioren Längsfasciculus ergab. [ und ] zeigen die wichtigsten neuroradiologischen Merkmale. Bei der Aufnahme war die neurologische Untersuchung negativ. Ihre Krankengeschichte enthüllte keine wesentlichen Merkmale, wie z. B. wiederkehrende Atemwegsinfektionen und Kontakt mit Haustieren. Die HIV-Serologie war negativ. Das Verfahren wurde mit Hilfe der Neuronavigation durchgeführt. Eine rechte temporale Kraniotomie wurde durchgeführt. Durch einen transulkalen Ansatz wurde die Läsion erreicht. Die Läsion erschien als eine kalzifizierte Masse, die fest an die angrenzenden Strukturen gebunden war. Die Läsion wurde eingegeben, und ein gelbliches Material wurde gefunden, das die Masse dicht umschließt. Nach einer sorgfältigen Debulking-Operation wurde die Kapsel in Fragmenten entfernt, mit Ausnahme des mittleren Teils, der fest an das Gehirnstamm anhaftet. Die histopathologische Untersuchung ergab mehrere Hefen, die mit Cryptococcus spp. übereinstimmten und fest in ein amorphes eosinophiles fibrillares Material eingebettet waren. Die Periodische Säure-Schiff-Färbung und die Mucicarmin-Färbung ergaben violette Organismen und zahlreiche keimende Hefen, die mit Cryptococcus spp. übereinstimmten. [ und ]. Nach der Operation zeigte sich beim Patienten eine leichte Beeinträchtigung der Koordination des linken Beins, die innerhalb weniger Tage verschwand. 44 Stunden nach der Operation zeigte eine MRT ein restliches Kapselfragment, das am Mittelhirn haftete. [] Eine Ganzkörper-Computertomographie (CT) und eine Lumbalpunktion wurden durchgeführt, ohne dass Hinweise auf eine Kryptokokkeninfektion gefunden wurden. Dementsprechend wurde keine antimykotische Behandlung eingeleitet. Der Patient wurde am 7. postoperativen Tag ohne postoperative Anfälle und neurologische Defizite entlassen. Nach 6-monatiger Nachuntersuchung wurden keine weiteren Anfälle berichtet.