Ein 12-jähriger Patient kam mit der Hauptbeschwerde eines gebrochenen Zahns im Bereich des oberen Frontzahns aufgrund eines Traumas, das sich vor einer Woche ereignet hatte, in die Abteilung für Kinder- und Präventivzahnmedizin. Der Patient berichtete über eine vorangegangene Diagnose von MMD mit einer rechtsseitigen Hemiplegie. Im Alter von 1½ Jahren litt die Patientin an einer Lungentuberkulose und erhielt eine entsprechende anti-tuberkulöse Behandlung. Im Alter von 4 Jahren erlitt die Patientin plötzlich Schmerzen und Schwäche im rechten unteren Glied, die mit Schwierigkeiten beim Halten von Gegenständen mit der rechten Hand und beim Heben des rechten Arms über den Kopf einhergingen. Die MRT des Gehirns zeigte einen fokalen rechten frontalen Infarkt mit linker zerebraler Atrophie und einem abgeschwächten Erscheinungsbild der intrakanalen Arterien, was auf Auswirkungen von MMD hindeutete. Die Patientin erhielt eine symptomatische medizinische Behandlung. Die Patientin hatte in der Vergangenheit keine zahnärztlichen Behandlungen erhalten. Es gibt keine verwandte Familiengeschichte. Der Patient schien untergewichtig mit schlankem Körperbau zu sein. Die allgemeine körperliche Untersuchung ergab eine Hemiplegie der rechten Seite, die sowohl die oberen als auch die unteren Gliedmaßen betraf (). Die extraorale Untersuchung ergab ein symmetrisches Gesicht mit kompetenten Lippen und normaler Mundöffnung. Bei der intraoralen Untersuchung wurde eine permanente Zahnstellung mit einer Malokklusion der Klasse I nach Angle festgestellt. Eine Ellis-Klasse-I-Fraktur war im rechten oberen mittleren Schneidezahn vorhanden, während eine Ellis-Klasse-II-Fraktur im linken oberen mittleren Schneidezahn vorhanden war (). Der zahnmedizinische Behandlungsplan konzentrierte sich auf die Bereitstellung von präventiver und restaurativer Versorgung für den Patienten und gleichzeitig auf die proaktive Beratung für die Eltern und den Patienten. Verhaltensmanagement war ein integraler Bestandteil unseres Managements. Der Patient erhielt Anweisungen zur Mundhygiene und es wurde eine modifizierte Zahnbürste mit fluoridierter Zahnpasta verschrieben, da der Patient nicht über die nötige manuelle Geschicklichkeit verfügte. Außerdem wurde die Ernährung umgestellt, indem die Einnahme von nicht kariogenen Lebensmitteln wie faserigen Lebensmitteln, Nüssen und Obst empfohlen wurde. Die medizinische Zustimmung wurde vom Kinderarzt eingeholt, woraufhin eine orale Prophylaxe und eine Composite-Restauration der oberen mittleren Schneidezähne durchgeführt wurden ().