Eine 20-jährige senegalesische Schwarze wurde mit einer dreimonatigen Vorgeschichte einer spontanen abdominalen Masse, die mit Schmerzen einherging, aufgenommen. Es gab keine Vorgeschichten von Traumata oder Infektionen. Bei der Untersuchung wurde eine abdominale Masse im linken Hypochondrium und im epigastrischen Bereich festgestellt. Diese Masse war stabil, mit einem Durchmesser von 20 cm. Die Hydatiden-Serologie war negativ und die Blutformel war normal. Die Ultraschalluntersuchung ergab eine voluminöse Mischflüssigkeitsmasse ohne Angabe ihrer Herkunft. Die CT-Untersuchung ergab eine Masse einer Milzzysten mit Netzhaut, die regelmäßig war, ohne Verkalkungen, ohne Verstärkung nach Kontrastinjektion (Abbildung). Ihr Inhalt war homogen, ohne Gewebestruktur. Sie sprach von einer Milzzysten mit Milzparenchym, das unter 25% blieb. Eine mediane Laparotomie ergab eine Milzpseudotumor-Zyste mit einem reichhaltigen vaskulären Bereich (Abbildung) und dem Fortbestehen eines wesentlichen Dickenmilzparenchyms, das die Zyste umgibt. Eine totale Milzentfernung wurde durchgeführt. Die postoperative Versorgung bestand aus einer Impfung gegen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae und aus Oracillin auf Antibiotikabasis. Ihr Fortschritt war zufriedenstellend. Die pathologische Untersuchung des chirurgischen Präparats ergab eine Pseudo-Zyste aus Resorption eines Milzblutergusses ohne epitheliale Auskleidung mit einem Gewicht von 4100 g.