Eine 23-jährige Frau erlitt einen Sturz beim Pole-Dancing in einer invertierten Position 1 m über dem Boden. Dies führte zu einem direkten axialen Aufprall auf den Scheitel des Kopfs, der den Beginn einer akuten Quadriparese auslöste (Motor Index Score [MIS] von 64/100, mit einem C5-Motor- und T2-Sensory-Level). Die Verletzung wurde ursprünglich als American Spinal Injury Association Impairment Score D eingestuft,[] aber später aufgrund der motorischen Verschlechterung (MIS 41/100) in C umgewandelt. Die Behandlung einer akuten Rückenmarksverletzung (SCI) wurde eingeleitet, einschließlich des NASCIS 2-Methylprednisolon-Protokolls. CT/MRT-Untersuchungen von Gehirn und Wirbelsäule ergaben eine C4-C5-Flexion/Distraktion, eine akute anterioren Bandscheiben-Extrusion mit superiorer Migration, eine vollständige bilaterale Sprunggelenk-Facettengelenk-Verlängerung und eine vollständige Unterbrechung des hinteren Bandkomplexes.[] Die MRT ergab auch ein T2-hyperintenses Signal innerhalb der Nervenwurzeln auf Höhe von C4-C5, was mit einer SCI (AOSpine-Klassifikation C4-C5-Fraktur: C, F4 unilateral, N3, M2) übereinstimmt.[] Vor der Operation wurde unter Narkose/fluoroskopischer Kontrolle eine zervikale Traktion durchgeführt, die eine deutliche Instabilität bestätigte. Eine Traktion von 8,8 Pfund führte zu einer Reduzierung der Listhesis/Dislokation C4-C5, musste jedoch auf 6 Pfund reduziert werden, um die erreichte Reduzierung zu erhalten. Eine anteriore Diskektomie C4-C5 wurde unter Verwendung eines PEEK-Käfigs und einer Plattenfusion durchgeführt. Die Operation wurde innerhalb von 7 Stunden nach dem Unfall abgeschlossen. Eine sekundäre posteriore C4-C5-Lateral-Masse-Schraube/Stab-Fusion wurde durchgeführt, um den posterior gestörten Bandapparat zu behandeln. Die Patientin erlangte ein progressives neurologisches Recovery. Sechs Monate nach der Operation zeigte die MRT eine Restmyelomazie C4-C5, aber eine angemessene Dekompression des Rückenmarks, während sie klinisch die volle motorische Funktion mit nur leichten Restdysaesthesien in den Fingern wiedererlangte. Sechs Jahre später war sie klinisch normal.