Wir stellen den Fall einer 58-jährigen Patientin (europäischer Abstammung) mit Parkinson-Krankheit vor. Diese wurde 1994 von einem Neurologen aufgrund ihrer klinischen Präsentation diagnostiziert. Im Jahr 2004 stellte sie sich bei den Orthopäden mit einer 6-monatigen Vorgeschichte von Schmerzen im rechten Fuß und einem Verlust der Fußform vor. Der Fuß war geschwollen, aber die Schwellung ging zurück. Die Untersuchung ergab einen warmen und geschwollenen Fuß, einen abduzierten Vorderfuß und einen flachen Längsgewölbe. Die zu diesem Zeitpunkt angefertigten Röntgenbilder zeigten eine Störung des tarsometatarsalen Gelenks mit dorsolateraler Subluxation und Knochenfragmentierung. Es gab auch Hinweise auf eine alte Fraktur des 2. und 4. Metatarsals. Die Diagnose einer tarsometatarsalen Charcot-Arthropathie wurde gestellt. Sie wurde mit einem Aircast-Boot behandelt, um eine weitere Verschlechterung der Ausrichtung zu verhindern. Anfang 2006 zeigte der linke Fuß auch die frühen Stadien einer Charcot-Arthropathie, und bis Ende des Jahres hatte sie einen bilateralen Mittelfußkollaps entwickelt. (Abbildung) Ein Elektromyogramm der unteren Gliedmaßen zeigte keine Hinweise auf eine periphere Neuropathie oder eine radikulopathie L5/S1, und dies wurde auch durch eine neurologische Stellungnahme bestätigt. Bis 2008 hatte sie trotz Behandlung mit Vollkontakt-Gipsverbänden leider bilaterale Fußschwellen entwickelt. Sie konnte dies nicht tolerieren und wird derzeit in einem Aircast-Walker behandelt.