Eine 37-jährige Patientin hatte 10 Tage lang intermittierende Hämaturie mit Dysurie. Aus der Harnröhre kam eine dunkelrote Vegetation, die beim Urinieren herausfiel. Die Patientin hatte keine offensichtliche Harndrang, Pyurie, Beckenschmerzen oder Fieber. Bei der körperlichen Untersuchung kam eine dunkelrote, streifenförmige Masse aus der Harnröhrenöffnung hervor. Diese Masse war weich, und ihre Wurzel konnte nicht untersucht werden. Die Ultraschalluntersuchung ergab eine 36 mm x 17 mm große, milde Hydronephrose in der rechten Niere. Weitere Echos wurden an der Öffnung der Blase im unteren Teil des rechten Harnleiters beobachtet. Der innere Durchmesser des unteren Endes des rechten Harnleiters betrug 8 mm, und der innere Durchmesser des oberen Segments 6 mm. Die Computertomographie-Urografie (CTU) ergab einen Streifenfüllfehler am Eingang der Blase am rechten Harnleiter. Die Füllung der Blase war zufriedenstellend, und ein nodulärer Füllfehler wurde an der hinteren Wand beobachtet. Danach erhielt die Patientin eine Harnleiter-Diagnose unter Vollnarkose. Während der Operation wurde die freigelegte Masse mit einem Gewebezange gehalten, und die Spannung wurde leicht aufrechterhalten. Ein Harnleiter-Uroskop wurde verwendet, um die Blase durch die Harnröhre zu untersuchen, und die Masse wurde an der rechten Harnleiteröffnung sichtbar. Die silberfarbene Masse hatte eine glatte Oberfläche, und es wurden keine offensichtlichen Blutungen und Nekrosen beobachtet. Die Basis der Masse zeigte ein Ödem, und das Tumorgewebe blockierte nicht vollständig die Harnleiterhöhle. Dann wurde unter direkter Sicht des Harnleiter-Uroskops ein 200 mm-Ho:YAG-Laser mit einer Energieeinstellung von 1 J und einer Frequenz von 15 Hz verwendet, um den Tumor durch Abschneiden an der Basis zu entfernen. Das Gewebe wurde aus dem Tumor herausgequetscht, und der rechte Harnleiter wurde mit einem F5-Doppel-J-Rohr ersetzt. Die lange, traubenförmige Masse hatte eine Länge von 12 cm und eine glatte Oberfläche. Der Durchmesser des Rohres betrug etwa 0,8–1,8 cm, und das Ödem war transparent. In Kombination mit der Hämatoxylin- und Eosin-Färbung und der immunhistochemischen Nukleus-Gata3-Positivität wurde ein Polyp diagnostiziert, der durch eine Vermehrung des epithelialen Harnleiters entstanden war. Das Doppel-J-Rohr wurde 3 Monate nach der Operation durch Harnleiter-Uroskopie entfernt, die zur Überprüfung der Wunde durchgeführt wurde. Die Patientin erhielt 6 Monate nach der Operation ein Harntraktes-B-Ultraschall, der keine Harnleitersteine oder Hydronephrose ergab.