Ein 26-jähriger Mann polnischer Herkunft, der zuvor fit und gesund war, stellte sich mit einer zehntägigen Vorgeschichte von Schmerzen im linken Bein und im unteren Rücken vor. Darauf folgten Schwierigkeiten beim Wasserlassen und eine verminderte Empfindung in beiden Beinen. Die Untersuchung ergab pyramidale Zeichen und eine leichte Schwäche beider unterer Gliedmaßen. Er hatte früh ein Sphinkterproblem, das eine Katheterisierung erforderte. Die Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns war normal. Die MRT des Rückenmarks ergab jedoch mehrere intradurale Rückenmarksläsionen, sowohl intra- als auch extramedullär, die sich vom Halswirbelkanal bis hinunter zu den Cauda-equina-Wurzeln erstreckten (Abbildung). Es gab auch eine Syrinx, die sich von T1 bis T10 erstreckte. Es gab keine intrakraniellen Läsionen. Eine T12-L1-Laminektomie wurde durchgeführt. Mehrere intradurale, extra- und intramedulläre Tumore wurden gesehen (Abbildung). Ein exophytischer intramedullärer Tumor, der aus dem Konus entstand, wurde biopsiert und als Ependymom bestätigt. Die Histologie zeigte einen mäßig zellulären Tumor mit typischen perivaskulären Rosetten. Ki-67 zeigte einen niedrigen und/oder moderaten Zellumsatz, was auf ein primär typisches Ependymom hindeutete. Es gab keine Anzeichen für eine anaplastische Veränderung (Abbildung). Nach der Operation verschlechterte sich der Zustand der Patientin mit einem sensorischen Niveau bei T4. Eine postoperative kranio-spinale Strahlentherapie wurde durchgeführt, aber es gab keine klinische Verbesserung in den unteren Gliedmaßen.