Ein 71-jähriger Mann klagte über eine verstärkte Schwellung seines linken Handgelenks und Bewegungseinschränkungen. Der Patient wurde wegen vermehrter Schwellung und eingeschränkter Beweglichkeit des linken Handgelenks für einen halben Monat in unsere orthopädische Ambulanz aufgenommen. Der Patient hatte keine aktuellen Traumata, mit Ausnahme einer Verletzung am Handrücken der linken Hand vor mehr als zehn Jahren, die dazu führte, dass die Finger der linken Hand in eine halb geschlossenen Faust geballt wurden. Er hatte seit drei Jahren Ekzeme, wurde mit traditioneller chinesischer Medizin behandelt und gab an, nie Tuberkulose gehabt zu haben. Der Patient hatte keine besonderen persönlichen oder familiären Vorgeschichten. Die körperliche Untersuchung ergab eine zystische Masse auf der palmaren Seite des linken Handgelenks mit unklaren Grenzen und leichter Zärtlichkeit. Die Finger der linken Hand waren nicht schwach oder taub, und Tinel's Zeichen war negativ. Der Bewegungsumfang der Beugung des linken Handgelenks lag zwischen 0° und 45°. Die Laboruntersuchungen waren normal. Die Erythrozyten-Sedimentationsrate lag bei 18 mm/L und das C-reaktive Protein bei 0 mg/L. Ultraschalluntersuchungen in anderen Krankenhäusern zeigten eine zystische, hypoechoische Masse auf der palmaren Seite des linken Handgelenks mit klaren Grenzen, einem unebenen internen Echo, einer deutlichen Verstärkung des hinteren Sounds und punktförmigen Blutfluss-Signalen um die Masse herum (Abbildung). Wir führten dann eine MRT-Untersuchung durch und fanden eine große zystische Masse im volar Flexor-Sehnen- und Karpaltunnel des linken Handgelenks. Die Masse war mit Reis-großen Partikeln gefüllt, die sowohl auf den T1- als auch auf den T2-gewichteten Bildern ein niedriges Signal aufwiesen (Abbildung). Das Volumen des linken Karpaltunnels war erhöht, die Mediannervenstruktur war unklar, und das linke Quercarpalligament zeigte eine bogenförmige Ausbuchtung. Es wurde eine weiche Schwellung des distalen linken Unterarms, um das Handgelenk und die linke Hand herum, mit einem patchförmigen langen T1- und einem hohen T2-gewichteten Signalschatten beobachtet. Bei der histopathologischen Untersuchung der resezierten Zystenwand wurde eine chronische, unspezifische Entzündung festgestellt. Der postoperative Rheumafaktor-Test war normal mit 1,40 IU/mL. Die endgültige Diagnose lautete auf idiopathische Tenosynovitis mit mehreren Reisekörpern. Zwei Wochen nach der Operation heilte die Wunde und die Nähte wurden entfernt. Während der zwölfmonatigen Nachbeobachtungsperiode verschwanden die Symptome ohne Wiederholung.