Eine 74-jährige Patientin wurde nach einer Tracheotomie, die im örtlichen Krankenhaus durchgeführt wurde, mit einer Dysphagie, Dyspnoe und einem Gewichtsverlust von 15 kg in den letzten sechs Monaten in unsere Einrichtung gebracht. Sie gab an, weder Tabak noch Alkohol zu konsumieren. Laut Familienanamnese hatte ihr Bruder Kehlkopfkrebs. Die körperliche Untersuchung ergab eine 3 cm große Masse in der rechten Parotiddrüse mit normaler überliegender Haut. Intraoral war eine 5 cm große Masse (submuköse Läsion) zu sehen, die den Pharynx füllte und anscheinend von der hinteren Pharyngewandung ausging. Eine Hals-CT ergab eine oro- und hypopharyngeale prävertebrale Masse von 20 x 43 x 46 mm, die sich bis in den Spinalkanal und das intervertebrale Foramen erstreckte und eine nahezu vollständige Okklusion des Oro- und Hypopharynx verursachte. Die CT-Aufnahme zeigte auch eine Masse von 22 x 28 x 22 mm in der rechten Ohrspeicheldrüse. Die CT-Angiographie ergab atherosklerotische Plaques und Stenosen in den internen Karotiden. Der Patient hatte auch eine normale CT-Aufnahme der Nasennebenhöhlen. Aufgrund der anatomischen Komplexität war eine vollständige Resektion des Tumors durch einen transoralen-transpharyngealen Ansatz nicht möglich. Die intraoperative Palpation der Masse ergab eine gut definierte submuköse Läsion von 20x43x46 mm, die am Niveau des Oro- und Hypopharynx beginnt und sich nach oben bis zum Nasopharynx und nach hinten bis in den Spinalkanal und das intervertebrale Foramen erstreckt und eine nahezu vollständige Okklusion des Oro- und Hypopharynx verursacht. Die Patientin wurde auch einer extrakapsulären Dissektion des Parotidtumors unterzogen. Eine postoperative palliative Strahlentherapie wurde durchgeführt.