Ein 19-jähriger Mann klagte seit zwei Jahren über Schmerzen im unteren Rückenbereich ohne radikuläre Schmerzen in beiden unteren Extremitäten. Seine Rückenschmerzen wurden durch langes Strecken und Stehen schlimmer. Er hatte keine Vorgeschichte mit Traumata. Er bewertete sich selbst mit 7 auf einer 10-Punkte-Skala. Eine konservative Behandlung, wie z. B. Ruhe, Immobilisation mit einer Lumbosakralstütze, orale nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente und Physiotherapie, linderten seine Rückenschmerzen nicht, die seine täglichen Aktivitäten ernsthaft beeinträchtigten. Er hatte keine relevante traumatische Vorgeschichte. Die körperliche Untersuchung ergab eine eingeschränkte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule, insbesondere bei eingeschränkter Lendenstreckung. Über und neben den L2-L5-Stachelfortsätzen wurde eine Empfindlichkeit festgestellt. Der beidseitige Streckbeugetest der Beine war negativ. Die sensiblen, motorischen und sehnenscharfen Reflexe beider unterer Gliedmaßen waren normal. Die dynamische Röntgenuntersuchung der Lendenwirbelsäule ergab keine Instabilität (Abbildung), die zweidimensionale Computertomographie (CT) ergab eine Spondylolyse der Lendenwirbelsäule auf beiden Seiten zwischen L2 und L5 (Abbildung) und die MRT der Lendenwirbelsäule ergab keine Anzeichen einer Degeneration der Bandscheibe (Abbildung). Da die täglichen Aktivitäten stark eingeschränkt waren, wurde eine Operation empfohlen.