Ein 16-jähriger Junge erlitt beim Spielen eine Verletzung am linken Knie. Er hatte starke Schmerzen und Schwellungen im Knie. Er konnte das betroffene Bein nicht belasten. Die Röntgenbilder zeigten eine verschobene Tibia-Stegfraktur [, ]. Er wurde von einem orthopädischen Chirurgen in Gips behandelt. Dem Patienten war es nicht angenehm, in Gips zu sein, und er kam zu uns. Es handelte sich um eine verschobene Fraktur. Wir führten eine MRT durch, um andere Verletzungen auszuschließen []. Der Patient wurde arthroskopisch unter Spinalanästhesie in Rückenlage behandelt. Anterolaterale und anteromediale Portale wurden verwendet. Beide Portale sollten Standard oder etwas niedrig sein, da ein höherer Portal die Sicht auf das gebrochene Fragment behindern könnte und man das Bruchfragment möglicherweise nicht klar sehen kann. Das gebrochene Fragment wurde mit einem Rasierer klar definiert. Es umfasste auch einen bedeutenden Teil der medialen Tibiaplateaus. Die Fraktur wurde mit Hilfe eines ACL-Zigs und unter C-Arm-Leitung provisorisch fixiert, wobei darauf geachtet wurde, die Physis nicht zu überqueren. Da es sich um ein großes Fragment handelte, saß es nicht vollständig auf der medialen Seite, sodass ein weiterer Draht aus dem superomedialen Portal verwendet wurde, um die mediale Seite des Fragments senkrecht zum lateralen Draht zu fixieren, wiederum ohne die Physis zu überqueren. Zwei 3,5 mm-teilweise mit Gewinde versehene kanülierte Schrauben (Zimmer) wurden direkt verwendet; 45 mm von der lateralen Seite und 35 mm von der medialen Seite. Die Stabilität des Fragments wurde mit einer Sonde bewertet und als sehr stabil befunden. Nach der Operation durfte der Patient eine Knieorthese tragen. Nach der Operation wurden Röntgenbilder gemacht, die die korrekte Position beider Schrauben zeigten. Der Patient durfte mit der Knieorthese und mit Unterstützung voll belasten. Die ROM des Knies von 0-90 wurde für 2 Wochen und dann für die nächsten 2 Wochen von 0-120 erlaubt. Nach einem Monat durfte der Patient ohne Knieorthese gehen. Nach 6 Monaten durfte der Patient laufen. Wir haben jetzt 8 Monate Nachuntersuchung.