Fall 1 war ein 90-jähriger Mann mit Bluthochdruck und seniler Demenz, der am 2. April 2020 positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, nachdem er drei Tage lang Fieber und Husten hatte. Am 4. April wurde er ins Krankenhaus eingeliefert und nach elf Tagen in die Intensivstation verlegt, da er aufgrund von Atemnot intubiert werden musste. Eine Thorax-CT zeigte beidseitige glasige Opazitäten in den oberen und unteren Lungenlappen. Am selben Tag trat ein erythematöser makulo-papulärer Ausschlag auf, der nach einigen Tagen purpurierte. Am 23. April wurden fünf Biopsieproben aus dem Rücken und den oberen Gliedmaßen entnommen. Die histologischen Auswertungen ergaben eine chronische oberflächliche Dermatitis mit purpurierten Aspekten. Die oberflächliche und papilläre Dermis erschien ödematös mit einem perivaskulären lymphok-granulozytischen Infiltrate und erythrozytenreicher Extravasation. Auf intraepithelialer Ebene wurden Spongiose und ein granulozytischer Infiltrate entdeckt. Arteriolen, Kapillaren und postkapillare Venolen zeigten eine endotheliale Schwellung und waren ektatisch. Der Patient wurde mit Hydroxychloroquin, Azithromycin, Lopinavir-Ritonavir und Tocilizumab behandelt. Leider starb er aufgrund einer schweren Lungenfunktionsstörung am 25. April. Fall 2 war ein 85-jähriger Mann mit schwerer Dyspnoe, einer Vorgeschichte von Bluthochdruck, zerebraler Vaskulopathie und Prostatakrebs, der am 19. April auf die Intensivstation eingewiesen wurde, wo er intubiert wurde. Er hatte am 17. April positiv auf SARS-CoV-2 getestet, nachdem er fünf Tage lang Fieber, Husten und Halsschmerzen hatte. Eine Thorax-Röntgenaufnahme zeigte eine bilaterale atypische Pneumonie. Am 24. April entwickelte sich eine Hautrötung, die den Rumpf, die oberen Gliedmaßen, den Hals und das Gesicht umfasste und nach und nach ein sub-erythroderma mit mildem Exfoliation bildete. Nach drei Tagen wurden vier Biopsieproben entnommen. Die histologischen Auswertungen zeigten ein Ödem in der papillären und oberflächlichen retikulären Dermis und ein perivaskuläres lymphozytenreiches Infiltrat in der oberflächlichen Dermis. Der Patient wurde mit Hydroxychloroquin, Azithromycin, Lopinavir-Ritonavir und Tocilizumab behandelt. Das sub-erythroderma sowie die respiratorischen Symptome verbesserten sich nach und nach bis zur Heilung, wobei die Entlassung aus dem Krankenhaus am 5. Mai erfolgte.