Mit Intelligenz vermessen

Sie rutschte mit Exzellenz durchs Raster.

Eine Expertin fr Knstliche Intelligenz (KI) bewarb sich auf eine Position in diesem Bereich. Weil in ihren Bewerbungsunterlagen die geforderten Praktika nicht auftauchten und die KI die vorhandene Berufserfahrung im Ausland fr die Stelle nicht erwartete, htte die KI-Expertin beinahe keine Einladung zum Vorstellungsgesprch bekommen. Tatschlich war sie nicht aussortiert worden, weil sie einen ungewhnlichen und weiblichen Vornamen hatte. Auerdem fragte sie beim Unternehmen nach, was sowohl ihr Engagement als auch ihr Verstndnis fr die Funktionsweise knstlicher Intelligenz bewies. Ihre Vermutung, dass ihr Lebenslauf nicht dem Muster "erfolgreicher" Lebenslufe im Unternehmen entsprach, war nicht weit von der Wahrheit entfernt. Es gab zwar mit der Anforderung nach Praktika ein "objektives" Kriterium, aber der Abgleich erfolgte nur daraufhin, ob das Kriterium vorlag oder nicht. Gleiche oder hherwertige Alternativen wurden von der Software einfach nicht anerkannt.

Da knstliche Intelligenz musterbasierte Entscheidungen trifft, sind fr einen erfolgreichen Einsatz zwei Punkte essentiell: Es muss ein geeigneter Trainingsdatensatz vorliegen und die Aussagen mssen mit Testdaten berprft werden, um unerwnschte Effekte bei der spteren Anwendung mglichst frhzeitig zu erkennen und zu beheben.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/ki-forscherin-ueber-algorithmen-sind-wir-menschen-wirklich-so-simpel-a-00000000-0002-0001-0000-000172493030