Das Ende ist nah

Wie Excel einmal fast Wiki-Leaks sabotierte.

Als Wiki-Leaks-Grnder Julian Assange im Jahr 2010 eine Datei mit 92.000 geleakten Feldberichten aus Afghanistan an Journalist/-innen von The Guardian und The New York Times bergab, endeten die Aufzeichnungen abrupt im April 2009, obwohl auch fr den Rest des Jahres Daten htten vorhanden sein sollen. Was war passiert? 
Die Journalist/-innen hatten die Datei in Excel geffnet. Zum damaligen Zeitpunkt war Excel auf eine maximale Gre von 65.536 Zeilen beschrnkt und die groe Menge an Daten sprengte das Fassungsvermgen der Tabelle. Mit dem ffnen in Excel wurden so alle Daten nach Zeile 65.536 abgeschnitten. 

Obwohl die maximale Zeilenanzahl seitdem auf 1.048.576 erhht wurde, zeigt diese Geschichte trotzdem eindrcklich, dass Excel kein adquater Ersatz fr ein professionelles Datenbanksystem ist. Dies gilt vor allem fr Forschungsvorhaben, die mit einem hohen Aufkommen an Daten rechnen. Hier ist es wichtig, sich schon vor der Antragstellung Gedanken ber Alternativen und deren mgliche Kosten zu machen.

"When Good Data Turns Bad" aus dem Buch "Humble Pi: A Comedy of Maths Errors", Seite 244-245