Arbeitnehmer mit Tarnumhang

Er schien der Personalabteilung einfach immer wieder durch die Finger zu rutschen.

Obwohl die Personalabteilung mehrfach einen Eintrag fr Steve Null anlegte, verschwand dieser wiederholt aus der Datenbank. Das System nahm "Null" wrtlich und deutete den Eintrag als fehlendes Datum. Fr die Datenbank existierte Steve nicht, ja er schrie seine Nichtexistenz durch seinen Namen laut heraus. Bevor es die Anfrage nach Steve verarbeitete, kontrollierte das System zunchst, ob berhaupt Daten eingegeben waren. Moderne Systeme verhindern so, dass die hufig versehentlich ohne Inhalt abgeschickten Anfragen das System unntig belasten. Leider ist der Nebeneffekt dieses "search_term!= NULL", dass Menschen mit dem Namen Null in derartigen Systemen nicht gefunden werden knnen, obwohl der entsprechende Eintrag existiert. Die Suche wird einfach zu frh abgebrochen.

Die Geschichte zeigt, dass es sinnvoll ist die Grenzen eines verwendeten Datenbanksytems genau anzusehen. Gibt es innerhalb des Systems Regeln, die dazu fhren, dass bestimmte Eintrge systematisch nicht gefunden oder aber auf eine Art und Weise interpretiert werden, die nicht intendiert ist? Hier hilft ein Blick in die (hoffentlich existierende) Dokumentation der Software bzw. bei bernommenen Daten in die verwendeten Konventionen (z.B. fr fehlende Werte). Auerdem sollte eine entsprechende Dokumentation fr alle selbst erstellten Daten angelegt werden, damit zuknftig noch nachvollzogen werden kann, was gestern selbstverstndlich war. Sie sind Programmierer und halten das Problem fr einen alten Hut? Suchen Sie mal nach bug report FLEX-33644 fr den XMLEncoder in Apache Flex.

Matt Parker (2020): Humble Pi - When Math Goes Wrong in the Real World, S. 259.