Schlechtes Recycling

Die Uni spart Ressourcen und er hat den Zitatesalat.

Ein Forscher fing an der Universitt an und startete enthusiastisch seine Karriere. Er bekam einen neuen und eine neue E-Mail-Adresse. Schnell machte er sich an die Arbeit und bald hatte er seine erste wissenschaftliche Publikation verffentlicht! Um zu sehen, ob seine Verffentlichung schon in Suchmaschinen aufgelistet wird, prfte er mit Google Scholar. Tatschlich hatte die Webseite seine Publikation aufgenommen, allerdings war dies nicht die einzige Arbeit, die er dort zu seiner "neuen" E-Mail-Adresse aufgelistet fand. Was war passiert?
Die E-Mail-Adresse wurde vorher von einem anderen Wissenschaftler mit gleichem Vor- und Zunamen genutzt, der mittlerweile den Standort gewechselt hatte. Das universitre Rechenzentrum hatte die Adresse "recycelt", den alten E-Mail-Verkehr gelscht und die Adresse wieder freigegeben. Es hatte nicht bedacht, dass noch Publikationen und andere Services mit dieser Adresse verbunden waren. Fr den neuen Forscher war es leicht sich eine neue Adresse geben zu lassen, aber doch recht schwer seine falsch angelegten Zitationen auf Google Scholar zu korrigieren. Andererseits hatte der Forscher die Mglichkeit auf alle registrierten Services mit der recycelten E-Mail-Adresse zuzugreifen, was fr den vorherigen Nutzer ein hohes Sicherheitsrisiko darstellte.

Die Geschichte zeigt die Probleme der Wiederwendung von E-Mail-Adressen. Bei wichtigen Registrierungen sollte auch fr Personen ein persistenter Identifikator (z.B. ORCID, ResearcherID) verwendet werden, der auch bei Umzug oder Namensnderung erhalten bleibt. Zudem sollten eigene Registrierungen dokumentiert und bei Institutionswechsel auf die neue E-Mail-Adresse umgestellt werden, um eigene Sicherheitsrisiken zu minimieren.

https://www.lcrdm.nl/horror-address-recycled