Familienbande

Htte sie die Geburtstage nicht in Ordnung bringen wollen, htten sich die Geschwister nicht aufgeregt.

Eine Studie im Jahr 2003 wollte die Kontaktdaten zufllig ausgewhlter Familienmitglieder der Hauptbefragten, zu denen auch Geschwister zhlten, erheben. Die Kontaktdaten der Geschwister wurden in einer Excel-Tabelle aufbewahrt, um spter Adressaufkleber fr den Fragebogenversand zu fertigen. Der Plan war, die ausgewhlten Geschwister darber zu informieren, dass ihr Bruder oder ihre Schwester mit dem Geburtsdatum TT/MM/JJJJ den Forschenden die Kontaktdaten berlassen hatte.
Einer der Forschenden wollte die Daten kurz vor Druck der Adressaufkleber nach Geburtsdatum sortieren. Das war zumindest die Absicht. Tatschlich wurde in der Tabelle ausschlielich die Spalte mit den Geburtsdaten sortiert. In der Folge bekamen tausende Personen einen Brief mit der Nachricht, dass sie von einem Bruder oder einer Schwester mit einem vllig falschen Geburtsdatum fr die Studie registriert wurden. Dies fhrte zu sehr vielen wtenden und aufgeregten Anrufen und E-Mails. Viele der so kontaktierten Personen dachten, sie htten ein Geschwisterkind, von dem sie bisher nichts wussten, oder dass ihr Vater vielleicht ein heimliches Doppelleben mit einer anderen Familie fhre. Die Forschenden mussten anschlieend die Daten manuell aus den originalen Papier-Fragebgen rekonstruieren und diese zusammen mit einem Entschuldigungsbrief erneut versenden.

Diese Geschichte zeigt, dass Master-Dateien niemals berschrieben werden sollten und dass beim Umgang mit persnlichen Daten besondere Vorsicht geboten ist.

https://www.lcrdm.nl/horror-family-stress