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Eindeutige Kontraindikationen gegen eine transösophageale Echokardiographie (TEE)?
Falls "Ja"

Falls "Nein"
Besteht anhaltender Verdacht auf Endokarditis oder sind die Blutkulturen trotz adäquater Therapie weiterhin positiv?
CAVE:
Ca. 10% der Patienten mit einer S. aureus Bakteriämie (SAB) haben eine Endokarditis . Die Diagnose hat Einfluss auf die Therapie und Prognose!
Erläuterungen:
Wer bekommt ein TEE?
Die Indikationsstellung erfolgt risikoadaptiert . Bei Patienten, bei denen Folgendes zutrifft, immer indiziert :
  • Ambulant erworbene Bakteriämie,
  • kardiale Risikofaktoren vorhanden (kardiale Fremdkörper, Herzvitium, Z. n. Herztransplantation, Z. n. Endokarditis),
  • septische Embolien, Spondylodiszitis/Osteomyelitis, Hämodialyse, i. v. Drogenabusus.
TEE oder TTE ?
Die transösophageale Echokardiografie (TEE) hat im Vergleich zur transthorakalen Echokardiografie (TTE) nahezu doppelt so hohe diagnostische Sensitivität und sollte immer bevorzugt eingesetzt werden.
Wann?
Innerhalb weniger Tage (idealerweise 3-5d) nach Diagnose, ggf. Wiederholung nach 7 Tagen.
Relative und absolute Kontraindikationen TEE?
  • Z. n. Operation am Magen/Ösophagus insbesondere innerhalb der letzten 6 Wochen,
  • Ösophagusfistel, -abszess oder -tumor,
  • Ösophagusvarizen,
  • Malformation des oberen Gastrointestinaltrakts,
  • manifeste Blutung des oberen Gastrointestinaltrakts,
  • schwere Gerinnungsstörung