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wo 's Gejemittel ze hole-n-isch. Hole ‘s uns, ver- schaffe ‘s uns uff dr Stell, sunscht isch alles ver- lore! (Erneutes Weinen von Madame Ropfer und Jeanne.)
Schampetiss: 's Gejemittel? — (Stolz) Alles do! — Dr Napoléon III hett als nit umesunscht g'saat: ,,Si Schampetiss Schneider est là, la bataille peut commencer!” (Er zieht ein Fläschchen aus der Westentasche.) ,, Voilà!" Alles do!
Madame Ropfer, Jeanne und Albert: ,,Sauvé!”
Schampetiss: Ich hab diss Mittel schun mit Er- folg bie minere-n- Alte-n-angewendt! — (Gibt Al- bert das Fläschchen.) Do, Dokter, Sie brüche ‘s denne zwei Patiente numme-n-unter d' Nas ze hewe. (Albert nimmt hastig das Fläschchen und hält es den Schlafenden unter die Nase.)
Anatol (kommt von links, er trägt in der Linken den Immertellenkranz): ,,Tiens", ich hab mich dem- nooch nit trumpiert, die Licht schient jetzt ze sin. (Er beobachtet verwundert Jules und Ropfer in ihrem bizarren Kostüm.) ,,Tiens", diss schiene ba- dischi Pompiersmüsiker ze sin. Wie ‘s schient, ze-n- ich d’ Tante Aline biem e Kriejerverein g'sin. Es fraid mich, dass se-n-e schoeni Licht bekummt. — Ich will doch gehn, mini Schueh anthuen. (Ab nach links. Ropfer und Jules wachen langsam auf. Man nimmt ihnen die Champagnerkübel vom Kopf.)
Madame Ropfer, Jeanne und Albert: Sie läwe!
(Madame Schmidt und Susanne kommen von rechts; sie stimmen freudig mit ein.)
Madame Schmidt: Wa . . . was, sie läwe?!
Schampetiss: Ja, diss isch min Werik!
Ropfer und Jules, welche die Szene überblicken, wollen fliehen; Madame Ropfer klammert sich an Ropfer, Susanne an Jules; Marie und Jean treten mit Giesskannen auf; Jean stellt sich rechts, Marie links der Gruppe.)