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toffle anzeje, es geht nix üewer warmi Füess, diss hett schun miner Grossvatter seeli g'saat! (Er zieht die Schuhe aus und die Pantoffeln an.) ‘s isch sunderbar, dass die Licht in Bade-Bade-n-isch. (Steht auf, betrachtet die kurzen Aermel seines Rockes und versucht sie herunterzuziehen.) ‘s isch merikwüerdig, wie m'r die Aermel kurz worre sin, ich muess noch arig gewachse sin zitt're Zitt here. (Betrachtet den Reisekoffer Antoines.) „Tiens", do schient schun iemes ze loschiere, gehn m'r ins Zimmer newetsan. (Ab nach links. Madame Ropfer, Madame Schmidt und Susanne treten durch die Mitte auf.)

Madame Ropfer: „C'est trop fort!" Nierix ze finde!

Madame Schmidt: Wo muehn sie numme sin? Verlicht sin sie derwielscht uff unseri Zimmer gange. (Sie gehen den Türen links und rechts zu.)

Susanne: Was hett diss ze beditte?! (In dem- selben Augenblick, in dem Madame Schmidt und Madame Ropfer die Türen links und rechts öffnen wollen, hört man in beiden Schränken stark niesen.)

Madame Schmidt und Madame Ropfer (sich gleichzeitig umdrehend): G'sundheit!

Madame Schmidt : „Tiens", ich hab gemeint, Sie han muehn niese.

Madame Ropfer: Un ich, Sie.

Susanne: M'r hätt grad könne meine, es kummt üs denne zwei Wandschränk. (Man hört wieder niesen.)

Madame Schmidt: ,,En effet", do hinne niest's!

Madame Ropfer: „En effet! En effet!”

Madame Schmidt: Diss wäre m'r jo glich sehn.

Madame Ropfer: „Regardons!"

Susanne: ,,J'ai peur." (Beide Damen öffnen die Schränke und stossen einen furchtbaren Schrei aus.)