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Jeanne (schelmisch): Oh, Sie ganz Schlimmer! — Un so han Sie d' Mamme un mich ang'schnitzt? ― Eijetlich sott ich Ihne jetzt ganz böes sin.
Albert (ihre Hände ergreifend): „Mademoiselle Jeanne", verzeje Sie m'r, es soll nimmi vorkumme, es brücht jo au nimmi vorzekumme, wiel uns d'r „hasard" (scherzend) z'ammeg'füehrt hett, un diss hoffentlich for immer.
Jeanne (ihn zärtlich umarmend): For immer!
Albert (nimmt Jeanne in seine Arme, Jeanne schmiegt sich an ihn): Jeanne, liebs Jeanne, o ich bin eso glüecklich! Dü kannsch gar nit wisse, wie glüecklich dass ich bin.
Jeanne: Un ich au, Albert!
Albert: Dü min liebs, guets, herzigs Jeannele! (Küsst sie stürmisch. Ropfer und Jules schauen vor- sichtig aus ihrem Versteck hervor.) „Enfin seuls!"
Jeanne: „Enfin seuls!" (Küsst Albert wieder. Die hintere Türe öffnet sich und im Türrahmen er- scheint der Onkel Anatol mit Handkoffer und Immortellenkranz. Ropfer und Jules ziehen schnell den Kopf zurück und schliessen die beiden Schrank- türen.)
Anatol: (hustend): Hm! Hm!
Jeanne (auffahrend): „Mon Dieu" D'r Unkel Anatol! —
Albert: Sapristi!
Anatol: Ihr müehn excüsiere, dass ich nit ange- klopft hab. Ich hör doch nit, ob m'r ,,entrez" saat oder nit, do hetts au kenn Werth, dass ich anklopf.
Jeanne „Bonjour" Unkel. (Laut) M'r welle gehn d' Mamme preveniere, dass dü do bisch. Kumm Albert. (Albert und Jeanne ab.)
Anatol: E zue-n-artiger Herr, dass 'r ‘s Jeanne getröescht hett, es isch zue arig an d'r verstorwene Tante g'hängt. (Er setzt sich direkt vor einen der beiden Schränke.) Vor allem welle m'r emol d' Pan-