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Madame Schmidt (desgleichen): Alle hopp, hytt noch!

Marie: Zu dienen, gnä Frau!

Jean: Aufzuwarten, gnä Frau! (Jean und Marie machen eine erneute Anstrengung. Die Schränke werden gleichzeitig weggerückt, so dass beide Türen frei werden. Madame Schmidt und Susanne kommen von rechts, Madame Ropfer von links, Beide Par- teien sind sichtlich überrascht .)

Marie: Zu dienen!

Jean: Aufzuwarten! (Marie und Jean unter Ver- beugung ab.)

Madame Schmidt: „Oh, pardon, madame!"

Madame Ropfer: „Pardon, mesdames!“ Sie exküsiere!

Madame Schmidt: ,, Tiens." Wenn ich mich nit trumpier, ze kenne m'r uns schun flüchtig vum vorige Johr.

Madame Ropfer: Gewiss, Madame, m'r sin ‘s vorig Johr zwei Daa druff abgereist, wie sie an- kumme sinn.

Madame Schmidt: Es fraid eine immer widder, bekannti G'sichter ze treffe. Verlicht han m'r diss Johr Gelejeheit ,,de faire plus amplement connais- sance" . Sie han doch lhri Dochter au widder bie sich ?

Madame Ropfer: O ja, sie kann „même" alle-n- Auesblick kumme.

Madame Schmidt: Do bin ich awer froh, dass mini Dochter G'sellschaft find, obschun sie diss Johr nit gar so vereinsamt isch, ihrer Hochzitter isch do, un miner au, ich bin nämlich im Begriff mich widder ze verhierothe, miner erscht Mann isch g'storwe.

Madame Ropfer: So, diss isch awer nett, do kann m'r Ihne jo herzlich gratüliere, un Ihne au,