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Marie (durch die Mitte): Bitt schön, gnä Frau! Das Gepäck ist in Ihrem Zimmer nebenan.
Madame Ropfer: Existiert keine Verbindungs- tür zwischen meinem Zimmer und diesem?
Marie: Zu dienen, gnä Frau, man braucht nur den Schrank wegzurücken.
Madame Ropfer: Gut, dann rücken Sie den Schrank weg, und diesen Schrank rücken Sie vor diese Tür. (Sie deutet auf den Schrank rechts.) Man fühlt sich ruhiger.
Marie: Zu dienen, gnä Frau! (Schaut verdutzt Ropfer an.) Sind der Herr mit einverstanden?
Ropfer (gezwungen lachend): Diss isch guet! Awer natierlich! Warte Sie, ich druck 'ne selwer vor. (Er drückt den Schrank vor die Türe rechts.) Drucke Sie de-n-andere zeruck.
Marie (welche sich dem Schrank links zuge- wendet hat, rückt diesen zurück, so dass die Türe frei wird): Zu dienen, gnä Herr!
Madame Ropfer (für sich): O die Männer! D'heim thät 'r kenn Stuehl vum Fleck rucke! Ich glaub gar, er hett e-n-Au uff diss Maidel!
Marie: Zu dienen, gnä Frau! Schliesst die Türe auf.) Wenn die gnä Frau eintreten wollen. (Beide ab nach links.)
Ropfer (sich den Schweiss von der Stirne wi- schend): Diss soll m'r jetzt nix sin! — Diss nimmt noch e-n-End mit Schrecke! Ich kumm m'r vor, wie wenn i in Rüssland wär und muesst allegelte-n- explodiere!
Jules (vorsichtig den Kopf zur Mitteltüre her- einstreckend): Sin Sie ellein ?
Ropfer (weinerlich): Jo, was m'r unter de jetzige-n-Umstände ellein heisse kann. (Deutet mit dem Daumen auf die Zimmer links und rechts.)