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do üs. (Sie ergreift den Handkoffer und erblickt ein Kleidungsstück, das heraushängt.) Ei, du barmher- ziger Himmel! Un so hesch dü dini Reis gemacht?! — Diss soll m'r jetzt nix sin. (Sie öffnet den Koffer.}
Ropfer: Ei, liebs Wiewele, wenn ich dir doch saa, dass 's so pressiert hett.
Madame Ropfer {beim Anblick der Kleider): Ei dü grosser Alledaa! Nein, so ebs, wie die Kleider verpackt sin! (Sie nimmt zuerst ein Kleidungsstück heraus und hängt es in den Kasten rechts. Sie muss stark niesen.)
Ropfer: G'sundheit, Wiewele. (Während Ma- dame Ropfer das Kleidungsstück in den Schrank hängt, wirft Ropfer eifrig eine Anzahl der übrigen Kleidungsstücke, die sich noch im Koffer befinden, vor den Schrank links.)
Madame Ropfer (dreht sich um und erblickt Ropfer in seiner Tätigkeit): Awer Antoine! E so mit de Kleider umzugehn!
Ropfer: Hytt ze Daas muess alles g'schwind gehn!
Madame Ropfer: For die Geise, wie dü noch ze scheere hesch, wurd's nit so pressiere. (Packt weiter aus.) Awer d'r Gücksel! D'Redingote! 's Jaquettel D’ schwarze Hosse! — Jetzt fröuj ich dich eine Mensche, wozue dü die viele Kleider mitgebrocht hesch?! —
Ropfer: Zuem schanschiere. M'r weiss nit, es könnt e Witterungswechsel gän. — (Versucht es mit der Zärtlichkeit.) Un d'rno, liebs Wiewele, ich hab gedenkt, dass min lieb, guet Wiewele verlicht han will, dass ich e Daa oder zwei bie ere blie.
Madame Ropfer: Redd nit so einfältig. (Für sich) Was hett 'r denn numme, in zeh Johr hett 'r nit so mit m'r geredt?! —