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Madame Schmidt: und wenn Sie dann so gut sein wollen, den Schrank dort vor die andere Türe zu rücken. Man ist ruhiger. (Sie deutet auf den Schrank links.)

Jean: Aufzuwarten, gnä Frau! (Rückt den Schrank vor die Türe links.)

Jules: Herr Oberkellner, und ich, was bekomme ich für ein Zimmer?

Jean: Aufzuwarten, gnä Herr, für Sie haben wir ein reizendes Zimmer vis-à-vis. Reizendes Zim- mer! (Zu Jules) Wenn ich bitten darf. (Beide durch die Mitte ab)

Madame Schmidt (Ropfer umarmend): Oh, wie bin ich glüecklich! D'r Brütstand isch doch d'r schoenscht Stand! (Zu Ropfer, der wie geistesab- wesend ist) Awer Antoine, was hesch denn? hörsch gar nit, was ich saa.

Ropfer: Doch, doch hör ich; hesch g'saat, m'r han e schoene Stand . gewiss, ich bin ganz dinere-n-Ansicht!

Susanne (von rechts kommend): ,,Maman, d' domestiques'' han unseri Köffer gebrocht; ich mein, m’r sotte sie glich üspacke.

Madame Schmidt: Gewiss, Kind awer z'erscht welle mir im Babbe sini Kleider üspacke.

Ropfer: ,,Oh, non’’, diss pressiert doch nit. - ,,Après vous''.

Madame Schmidt: Doch, doch. Helt m'r, Su- sanne. (Madame Schmidt und Susanne öffnen den Koffer.) Die Kleider verkripple jo sunsch. (Su- sanne und Madame Schmidt hängen die Kleider in die beiden Schränke. Beide müssen stark niesen.)

Susanne: Sapristi, sin dini Kleider gepfeffert!

Madame Schmidt: D' Aue gän eim ganz Wasser. Schun biem Inpacke han m'r so niesse muehn. (Alle drei niesen.)