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Ropfer (tritt durch die Mitteltür ein. Er spricht zur Türe hinaus): Wenn ich Ejch doch saa, ich hab kenn Kohle b'stellt, ‘s isch e-n-Irrthum! (Schlägt wütend die Türe zu.) Nierix kenn Ruehj. Uewerall wurd m'r verfoljt. (Er geht auf die Staffelei zu und will die Palette ergreifen, in demselben Moment klingelt der Telephon.) ,,Bon'', jetzt telephoniert's widder! (Will auf den Telephon zu) Was wurd jetz widder los sin?!

Jules (vor Entsetzen zitternd): Nix‚ „patron''‚ sicher nix‚ 's isch for mich. (Schlüpft eilig in die Telephonkabine.) Sie ) exküsiere! (Ab.)

Ropfer (verwundert): Ich weiss gar nit, wie m'r min Commis vorkummt. (Er erblickt das auf dem Tisch liegende Bild. Er nimmt es in die Hände.) ,,Tiens'', wie kummt jetzt diss Bild do erunter? (Betrachtet es innig und seufzt tief auf.) Wenn ich an die Zitte zeruckdenk, wo ich diss Bild gemolt hab un als Moler Antoine Müllère ‘s ,,Quartier Latin'' unsicher gemacht hab! Armi Susanne! Was muess üs dir worre sin? (Küsst das Bild) 's isch e liebs Maidel g'sin!

Madame Schmidt (durch die Mitte herein. Freudestrahlend erblickt sie die Szene): ,,Mais oui, c'est bien lui! (Freudig) Antoine!

Ropfer (sich umdrehend und beinahe in Ohn- macht fallend) ,,Mon Dieu!... su ... su... Susanne, bisch dü's oder isch's din Geischt?!

Madame Schmidt: ,,Antoine! Mon cher An- toine!'' Ja, ich bin's! (Umarmt ihn stürmisch.)

Ropfer (für sich): Diss hett jetzt grad noch g'fehlt! Un d'r ander im Telephon!

Madame Schmidt: Endlich! Endlich! Find m'r sich widder.

Ropfer: Ja, endlich find m'r sich widder!

Madame Schmidt: Gelt, was e Glüeck?!