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Ropfer: Sehn Sie, un so sin Dutzendi drunter.
Jules (von links): ,,Me voilà, patron'', ich hab sie gezählt, es sin grad fuffzig, wie ich bienand hab. (Gibt sie Ropfer.)
Ropfer: ,,C'est prodigieux! (Blättert in den Kar- ten) Herrn Huber, Mayer, Schulze, Susanne Schmidt. (Verrät grosse Aufregung, die sich den beiden An- wesenden mitteilt.) Kenne Sie so e Person? -
Jules (betroffen): Ich? — Nein, nein, ,,au con- traire'', ‘s isch e ,,cliente'', wie uns in mim alte Platz e B'stellung gemacht hett. -
Ropfer (weiter blätternd: unruhig für sich): Sott am End!? — ,,Non'', ‘s isch sicher e Zuefall! — (Zu Jules) ,,Enfin, c'est parfait''. (Gibt ihm die Karten zurück.) Diss will ich doch g'schwind minere Frau saauwe, Die hett an so Sache e leids Freid, (Ab- gehend für sich) Ich muess nüss, um mich vun mi- nere-n-Emotion ze-n-erhole, Der Namme, der Namme! Susanne Schmidt! Sott am End gar!? O nee, s isch sicher e Zuefall! (Ab.)
Jules: Ich hab e schoene Schrecke bekumme, wie 'r mich waje d'r Susanne g'fröuit hett.
Albert: Gelacht hätt ich, wenn 'r gelese hätt, was uff d'r Kart steht.
Jules: Ich au, es isch nix drowe, wie e grosser Fettflecke. (Zeigt ihm die Karte.)
Albert (ironisch): E schoeni Kart, for in sinere früehjere Liebschti ze schicke.
Jules: Ei, sie bekummt se jo nit. Die Kart isch jo nit zuem fortschicke. Ich hab jo die ganz Kollek- tion numme nooch mim Adressematerial fawriziert. for bie mim ,,patron'' e gueter Indruck ze mache.
Albert: Un denne ,,cynisme'' hesch dü au noch, inzeg'schtehn, dass dü die Karte absichtlich fawri- ziert hesch?